Atlas letzte und wichtigste Ermittlung
Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet„Ich meine…ist es überhaupt Kunst, wenn du einfach alles kannst?“ (S. 346)
Der Auftakt der Dilogie konnte mich direkt nach der Erscheinung für sich gewinnen. Umso gespannter war ich demnach auf die Fortsetzung, ...
„Ich meine…ist es überhaupt Kunst, wenn du einfach alles kannst?“ (S. 346)
Der Auftakt der Dilogie konnte mich direkt nach der Erscheinung für sich gewinnen. Umso gespannter war ich demnach auf die Fortsetzung, die zugleich auch das Ende einleiten würde. Insgesamt hatte ich erneut ein kurzweiliges Science-Fiction-Abenteuer, jedoch mit kleineren Schwächen.
Das Cover: Erneut sehr futuristisch und passend zum Vorgänger. Gleichzeitig hätte ich mir gern noch mehr Variation gewünscht. Dennoch mag ich das ausgewählte Motiv und finde es gelungen in Szene gesetzt!
Die Handlung: Um nicht zu viel vorwegzunehmen, halte ich es kurz. Die Handlung setzt genau dort fort, wo sie im ersten Band endete und gemeinsam begleitet man Atlas und ihre Verbündeten auf eine actionreiche Ermittlung, bei welcher sich der ein oder andere Abgrund auftut.
Meine Meinung: Anfangs hatte ich kleinere Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, da mir jedoch der Auftakt noch recht bildlich im Kopf präsent war, konnte ich dem Geschehen nach ein paar Kapiteln wieder recht schnell folgen. Besonders gefällt mir, dass es direkt dort ansetzt, wo es endete und es wie in einer Serie unermüdlich weitergeht. Ich hatte das Buch immer morgens und nachmittags in der Bahn gelesen und ich kann nur sagen, dass sich die Bahnfahrten selten so kurz angefühlt haben. Maries Schreibstil war auch diesmal sehr bildlich und ließ mich das Geschehen gestochen scharf in meinem Kopf miterleben. Gleichzeitig muss ich zugeben, dass ich mir auch ein paar nachdenklichere Szenen gewünscht hätte. Der Vorgängerband konnte mich besonders ansprechen, da es neben den zahlreichen Verfolgungen und actionreichen Szenen auch Platz für Trauer und intensive Emotionen gab. Das hatte mir hier ein wenig gefehlt, da ich die Geschichte an manchen Stellen gern ein wenig mehr gefühlt hätte und ich oft eine gewisse Distanz verspürte.
Die Charaktere: Atlas hat mir auch in diesem Band als Protagonistin gefallen! Sie ist eine spannende Person, bei welcher man sich nie ganz sicher sein kann, wie ihr nächster Schritt aussieht und wie genau es in ihrem Innenleben zugeht. Gleichzeitig muss ich zugeben, dass es ein wenig seltsam war, wie wenig Noah in diesem Band vorkam, obwohl er im Band zuvor eine recht große Rolle bekam. Generell lag der Fokus sehr stark auf Atlas, sodass andere Nebencharaktere immer ein wenig zu kurz kamen.
Fazit: Für mich ein guter Abschluss, jedoch mit einigen Schwächen, die ich nicht gravierend fand, mir aber im Kopf geblieben sind. Ich kann diese Reihe nur empfehlen und vergebe hier 3,5/5 Sternen für den Abschluss.