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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2025

2 ⭐️

Beauty must die
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Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Mae zieht als Folge einer Strafe zu ihren Großeltern nach Louisiana, wo sie Sozialstunden leisten und ihren Abschluss nachholen soll. Kurz nach ihrer ...

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Mae zieht als Folge einer Strafe zu ihren Großeltern nach Louisiana, wo sie Sozialstunden leisten und ihren Abschluss nachholen soll. Kurz nach ihrer Ankunft wird ihre Kindheitsfreundin Shirley tot aufgefunden. Mae glaubt nicht an einen Unfall und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – unterstützt vom zurückhaltenden Nathan, Sohn des Bürgermeisters.

Leider konnte ich weder zur Protagonistin noch zur Handlung eine Verbindung aufbauen. Maes impulsive und oft unlogische Schlussfolgerungen machten es mir schwer, ihre Ermittlungen ernst zu nehmen. Auch die Liebesgeschichte zu Nathan wirkte für mich wenig überzeugend und entwickelte kein echtes Knistern. Der Kriminalfall verlor mit der Zeit an Spannung, die Auflösung empfand ich als wenig stimmig.

Ob es auch daran liegt, dass ich mit Thrillerelementen generell wenig anfangen kann, mag sein. Die Grundidee und das Setting waren durchaus interessant, doch insgesamt konnte mich das Buch weder emotional noch inhaltlich erreichen. Ich vergebe 2 ⭐️.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 19.05.2025

1 bzw. 0 ⭐

Wild Love
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Nach den zahlreichen begeisterten Stimmen zu "Wild Love" hatte ich hohe Erwartungen an diese Geschichte. Leider konnte das Buch diesen Erwartungen in keiner Weise gerecht werden.

Die Figuren wirkten auf ...

Nach den zahlreichen begeisterten Stimmen zu "Wild Love" hatte ich hohe Erwartungen an diese Geschichte. Leider konnte das Buch diesen Erwartungen in keiner Weise gerecht werden.

Die Figuren wirkten auf mich überraschend blass. Ford und Rosie fehlte es an Profil, Tiefe und vor allem an echter Chemie. Statt knisternder Spannung entstand eine flache Interaktion, bei der weder Konflikte noch Emotionen überzeugend dargestellt wurden. Ihre Beziehung entwickelte sich vorhersehbar und mechanisch, ohne dass ich als Leserin mitfiebern oder mitfühlen konnte.

Die Handlung selbst empfand ich als wenig durchdacht und häufig unrealistisch. Besonders der Aspekt rund um Fords plötzliche Vaterrolle erschien mir unlogisch und oberflächlich konstruiert. Die Entscheidung, ein Kind – dessen Mutter ihn nur aus dem Internet kennt – ohne tiefere Überlegungen zu ihm zu schicken, ließ mich stark an der Glaubwürdigkeit der Handlung zweifeln. Auch die Art und Weise, wie Ford seine Rolle als Vater ausfüllte, wirkte eher wie ein erzählerisches Mittel zum Zweck und nicht wie eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit Verantwortung, Fürsorge oder familiären Bindungen.

Hinzu kommt, dass auch Rosie keine überzeugende Protagonistin darstellt. Ihre Gedanken, Handlungen und Dialoge blieben oberflächlich, teilweise widersprüchlich und leider wenig sympathisch. Emotionale Tiefe war nicht erkennbar, sodass ich auch zu ihr keine Verbindung aufbauen konnte. Das dritte große Problem bestand für mich im Erzählrhythmus: Die Geschichte zog sich über weite Strecken ohne nennenswerte Entwicklung, während Konflikte, sobald sie auftauchten, binnen weniger Seiten aufgelöst wurden – ohne nennenswerte Konsequenzen.

Das obligatorische Drama gegen Ende wirkte zusätzlich aufgesetzt und unnötig dramatisiert. Anstatt die Charaktere wachsen zu lassen oder echte emotionale Konflikte zu bearbeiten, wurde ein klischeehafter Konflikt eingeführt, der abrupt und unglaubwürdig aufgelöst wurde.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die fehlende emotionale Dichte. Die Liebesgeschichte berührte mich zu keinem Zeitpunkt. Weder romantische noch freundschaftliche Elemente wirkten authentisch oder nachvollziehbar. Auch Nebenfiguren, wie die kleine Cora, wurden eher funktional als lebendig in die Handlung integriert – ihr Verhalten passte nicht immer zu ihrem Alter, und ihre Rolle blieb oberflächlich.

Insgesamt konnte mich Wild Love weder emotional noch inhaltlich überzeugen. Die Geschichte blieb für mich eindimensional, vorhersehbar und ohne nachhaltigen Eindruck. Ich hätte mir mehr Tiefe, glaubhaftere Entwicklungen und authentischere Beziehungen gewünscht. Somit vergebe ich 1 bzw. 0 ⭐.

Danke an NetGalley für das rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 19.05.2025

3 ⭐

Der Jasmin-Thron (Die brennenden Reiche 1): Eine World-Fantasy-Award-Gewinner sapphische Romantasy und Booktok-Sensation!
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Dieses Buch bietet eine interessante und atmosphärische High-Fantasy-Erzählung, die sich durch ihr indisch inspiriertes Setting positiv von vielen anderen Titeln des Genres abhebt. Besonders die farbenreiche ...

Dieses Buch bietet eine interessante und atmosphärische High-Fantasy-Erzählung, die sich durch ihr indisch inspiriertes Setting positiv von vielen anderen Titeln des Genres abhebt. Besonders die farbenreiche und bildhafte Beschreibung der Welt sowie die magischen Elemente – darunter ein mysteriöser Tempel, gefährliche Rituale und eine außergewöhnliche Krankheit – schaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre.

Auch thematisch bewegt sich der Roman auf spannenden Ebenen: Machtstrukturen, Unterdrückung, religiöser Fanatismus und politische Intrigen bilden den Kern der Handlung. Die Dynamik zwischen der gefangenen Prinzessin Malini und der Priesterin Priya bringt starke weibliche Perspektiven in den Vordergrund, ohne dabei gängigen Klischees zu verfallen. Dennoch bleibt die emotionale Tiefe der Charaktere stellenweise hinter den Erwartungen zurück. Einige Figuren blieben trotz ihres Potenzials recht blass oder wirkten in ihren Handlungen nur bedingt nachvollziehbar.

Stilistisch überzeugt der Roman durch einen flüssigen und gut lesbaren Erzählstil. Gelegentlich hätte eine differenziertere Sprache oder ausgefeiltere Metaphorik dem Text jedoch mehr Ausdruckskraft verliehen. Das Worldbuilding ist solide, wenn auch nicht voll ausgeschöpft – insbesondere die Schauplätze hätten von detaillierteren Beschreibungen profitiert.

Die Handlung entwickelt sich anfangs sehr packend, verliert aber zum Ende hin etwas an Spannung. Bestimmte Perspektiven wirken bremsend, und einige Wendungen sind absehbar. Die als Romantasy beworbene Liebesgeschichte spielt eine untergeordnete Rolle – Leserinnen und Leser sollten hier keine klassische Romance erwarten, sondern vielmehr eine politische Geschichte mit einem Beziehungsaspekt im Hintergrund. Insgesamt eine dezente Lektüre. Ich vergebe 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 19.05.2025

1 aka 0 ⭐

Faebound
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Leider konnte mich dieses Buch in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es vorzeitig abgebrochen, da sowohl Handlung als auch Stil und Figuren für mich nicht tragbar waren.

Die Welt erschien mir weder ...

Leider konnte mich dieses Buch in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es vorzeitig abgebrochen, da sowohl Handlung als auch Stil und Figuren für mich nicht tragbar waren.

Die Welt erschien mir weder logisch noch greifbar. Die sogenannten "magischen Trommeln", die als Waffe fungieren, wirkten eher absurd als faszinierend. Die Kriegsführung ist auf ein einzelnes Schlachtfeld beschränkt – was in einem als "endlos" bezeichneten Krieg schlichtweg keinen Sinn ergibt. Auch die Bedeutung der "fraedia"-Kristalle blieb unklar. Angeblich sollen sie Licht und Wärme spenden und damit Hungersnöte verhindern. Doch in einer Welt mit Sonnenlicht erscheint diese Problemlösung konstruiert. Die Grundidee der Welt war vielversprechend, wurde aber nicht nachvollziehbar oder atmosphärisch umgesetzt.

Die Figuren blieben blass und wirkten altersmäßig nicht glaubwürdig. Besonders Lettle war für mich schwer zu ertragen – impulsiv, egozentrisch und unreif. Die Dialoge waren hölzern und voller Wiederholungen, insbesondere in den romantischen Szenen, die keinerlei Tiefe oder Entwicklung erkennen ließen. Die Beziehungen zwischen den Figuren wirkten aufgesetzt und ohne emotionale Basis.

Stilistisch war das Buch schwer zugänglich. Die Sprache war oft unbeholfen, die Satzstrukturen unklar, der Erzählfluss stockend. Der häufige Wechsel zwischen Szenen ohne erkennbare Übergänge erschwerte das Verständnis zusätzlich. Auch das Worldbuilding litt unter mangelnder Beschreibung – weder kulturelle Eigenheiten noch geografische oder gesellschaftliche Strukturen wurden deutlich herausgearbeitet.

Die magischen Wesen, insbesondere die Obeah, hätten Potenzial gehabt, wurden jedoch auf grausame Weise instrumentalisiert. Ihre Opferung für Magie und Weissagung, ohne erkennbare ethische Reflexion der Figuren, empfand ich als unangenehm und problematisch.

Trotz einzelner interessanter Ansätze – wie etwa die Integration von Diversität und afrikanisch inspirierten Elementen – war die Umsetzung für mich ungenügend. Die Geschichte wirkte unfertig, unausgereift und in weiten Teilen inkonsistent. Daher vergebe ich nur 1 bzw. 0 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 16.05.2025

2 ⭐

Die Spiele der Unsterblichen
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Dieses Buch hat mich leider enttäuscht. Dabei klang die Grundidee zunächst wirklich spannend: Die Götter des Olymps wählen jedes Jahr sterbliche Spielfiguren – sogenannte Tokens – aus, die in einer tödlichen ...

Dieses Buch hat mich leider enttäuscht. Dabei klang die Grundidee zunächst wirklich spannend: Die Götter des Olymps wählen jedes Jahr sterbliche Spielfiguren – sogenannte Tokens – aus, die in einer tödlichen Partie gegeneinander antreten müssen. Ein göttliches Spiel mit realen Konsequenzen, das Elemente der Hunger Games mit griechischer Mythologie verbindet. Genau das hatte mein Interesse geweckt. Doch je weiter ich las, desto mehr wurde mir bewusst, wie viel Potenzial hier verschenkt wurde.

Die Idee, dass die Götter nicht einfach zuschauen, sondern aktiv über ein Spielbrett mit Würfeln in das Geschehen eingreifen, war faszinierend. Leider wurde dieses Konzept kaum wirklich genutzt. Es wurde zu Beginn erwähnt, dann jedoch für den Großteil der Handlung vergessen und erst gegen Ende wieder aufgegriffen. Die Dynamik, die man sich zwischen Spiel und Realität erhofft hatte, blieb weitgehend aus. Auch die Interaktionen zwischen den Göttern, auf die ich mich besonders gefreut hatte, waren überraschend zurückhaltend. Statt göttlicher Dramen, Intrigen und Eitelkeiten gab es eher nüchterne, fast schon trockene Gespräche zwischen den üblichen Verdächtigen – Hades, Zeus und Poseidon. Besonders enttäuschend war dabei die blasse Darstellung von Hades, der als pazifistisch und moralisch überlegen inszeniert wurde, während seine Handlungen dennoch genauso viele Todesopfer forderten wie die seiner göttlichen Kollegen. Diese Diskrepanz wirkte wenig durchdacht und raubte der Figur jede Tiefe.

Auch auf emotionaler Ebene konnte mich das Buch nicht abholen. Die Tokens, also die menschlichen Spielfiguren, blieben oberflächlich. Oft wurden sie kurz vor ihrem Tod mit einem einzigen Satz charakterisiert – zu wenig, um wirklich mitzufühlen. Die Hauptfigur war zwar präsent, doch auch zu ihr konnte ich keine Verbindung aufbauen. Ihre Bindung zu den anderen Teilnehmern blieb distanziert, sodass die zahlreichen Verluste emotional kaum Gewicht hatten.

Ein besonders großer Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die für mich schlicht nicht funktioniert hat. Das angedeutete Dreieck zwischen der Protagonistin, ihrem eifersüchtigen Kindheitsfreund und dem Jahrtausende alten Gott Hades wirkte nicht nur konstruiert, sondern auch unangenehm unausgewogen. Warum sich Hades, ein uralter Gott, plötzlich für ein siebzehnjähriges Mädchen interessiert, bleibt schleierhaft – zumal Ara, die Protagonistin, in meinen Augen nichts Besonderes an sich hatte, was diese Zuneigung rechtfertigen würde. Die Beziehung wirkte gezwungen und unrealistisch, besonders angesichts der immensen Alters- und Erfahrungskluft zwischen den beiden Figuren.

Die Erzählgeschwindigkeit war ein weiteres Problem. Die Handlung rauschte in einem solchen Tempo durch die Geschehnisse, dass keine Spannung aufgebaut werden konnte. Weder Einleitung noch Höhepunkt oder Auflösung hatten Raum, sich zu entfalten. Alles wirkte gehetzt und überhastet – man hatte kaum Zeit, das Gelesene wirken zu lassen. Emotionale oder dramatische Momente verpufften daher leider wirkungslos.

Und schließlich war da noch das Ende: Plötzlich waren die Götter bereit, sich zu ändern, eine Demokratie zu gründen – und doch stellte niemand infrage, ob dieses brutale Spiel überhaupt noch notwendig ist. Diese Wendung wirkte wie ein halbherziger Versuch, eine moralische Botschaft unterzubringen, blieb jedoch völlig unglaubwürdig. Gerade nachdem das Töten Unschuldiger zuvor so deutlich kritisiert wurde, hätte ich mir eine klarere Konsequenz erwartet.

Trotz allem war das Buch zumindest unterhaltsam – wenn auch auf eine sehr oberflächliche Weise. Wer Lust auf eine Mischung aus Götterspiel und Hunger Games-Verschnitt hat, könnte hier fündig werden. Für mich persönlich war die Lektüre jedoch eine Enttäuschung: zu viele unausgereifte Ideen, zu wenig Tiefe und eine fragwürdige Liebesgeschichte, die mein Lesevergnügen stark getrübt hat. Ich vergebe 2 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!