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Veröffentlicht am 25.01.2022

Schwacher Auftakt der Trilogie um April & Storm

April & Storm - Stärker als die Nacht
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Das Cover ist wirklich schön gemacht und der Klappentext wie auch eine kurze Leseprobe haben mich überzeugt, das Buch lesen zu wollen. Leider hat es mich letztendlich nicht fesseln und mitnehmen können, ...

Das Cover ist wirklich schön gemacht und der Klappentext wie auch eine kurze Leseprobe haben mich überzeugt, das Buch lesen zu wollen. Leider hat es mich letztendlich nicht fesseln und mitnehmen können, vielleicht auch deshalb, weil viele Szenen über mehrere Seiten erzählt, zerdacht und ausführlich thematisiert wurden, für die wenige Sätze schon ausreichend gewesen wären.

Der Trilogie geschuldet muss man wahrscheinlich im ersten Teil hinnehmen, dass die Protagonisten vorgestellt und deren Lebensgeschichte und Leidensweg angedeutet wird und die tiefgreifenden Themen erst in den späteren Bänden kommen.

Aber auch die Hauptprotagonisten, allen voran April, waren mir leider zu farblos und wenig sympathisch, auch aufgrund ihrer sprunghaften, unsicheren und tendenziell eher negativen Einstellung. Storm war trotz der Perspektive, welche im Gegensatz zu April nicht in der Ich-Form verfasst war, für mich noch der liebenswürdigere und sympathischere Charakter. Man hatte aber bei beiden Protagonisten lange Zeit das Gefühl, dass sie nach einem Schritt vorwärts wieder zehn zurückgehen, so dass die Geschichte erst wirklich spät im Laufe des Buches Fahrt aufnehmen konnte und da war das Interesse meinerseits leider schon ziemlich verflogen.

Vielleicht muss man der Geschichte den nötigen Raum geben und die Trilogie an einem Stück lesen, aber mich konnte der Auftakt leider nicht überzeugen und zum Weiterlesen animieren.

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Veröffentlicht am 11.01.2022

Langatmig und unausgeglichen – hält nicht, was der Klappentext verspricht

Eine Handvoll Worte
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Ellie ist Journalistin und findet bei einer Recherche im Archiv einen 40 Jahre alten Liebesbrief, der sie nicht mehr loslässt. Sie macht sich auf die Suche nach dem Verfasser und der angeschriebenen Person, ...

Ellie ist Journalistin und findet bei einer Recherche im Archiv einen 40 Jahre alten Liebesbrief, der sie nicht mehr loslässt. Sie macht sich auf die Suche nach dem Verfasser und der angeschriebenen Person, nicht ahnend wie sehr diese Geschichte auch noch in die Gegenwart ausstrahlt und wie ähnlich sich die beiden Frauen möglicherweise sind.

Über das Cover lässt sich nicht streiten: es ist wunderschön und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Auch der Klappentext klang interessant und mir gefallen Geschichten, die Handlungsstränge in der Vergangenheit und der Gegenwart miteinander verknüpfen. Das ist aber eigentlich auch schon alles was ich Positives über das Buch berichten kann, denn das was im Klappentext angedeutet wird, wurde leider nicht zu meiner Zufriedenheit umgesetzt.
Die Handlungsstränge sind völlig ungleich verteilt, der Gegenwartsstrang wird nur kurz angerissen und taucht erst nach mehr als der Hälfte des Buches wieder auf, außerdem hätten Jahreszahlen am Anfang der Kapitel als Orientierung sehr geholfen.

Die Protagonisten blieben leider auch recht farblos und undurchsichtig, so dass es mir schwer fiel irgendwen sympathisch zu finden. Es gibt kurze interessante Momente, doch dann verliert sich die Geschichte wieder in Belanglosigkeiten, Beschreibungen und unwichtigen Passagen. Rückblickend betrachtet hätte man, ohne der Story etwas zu nehmen, das Buch um einige Seiten kürzen können, es war stellenweise dann doch recht langatmig.

Der Klappentext hat Lust auf das Buch gemacht, es konnte meine Erwartungen jedoch überhaupt nicht erfüllen, weshalb es von mir leider nur 2 von 5 Sternen gibt.

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Veröffentlicht am 07.01.2022

Durchgehend spannend und mit tollen Wendungen – TOP

Ausweglos
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Dieses Debüt von Henri Faber hat es wirklich in sich: toller Schreibstil, viele Cliffhanger, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ganz viele Überraschungen für den Leser.

Das Cover ist farblich ...

Dieses Debüt von Henri Faber hat es wirklich in sich: toller Schreibstil, viele Cliffhanger, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ganz viele Überraschungen für den Leser.

Das Cover ist farblich nicht so auffällig und reißerisch wie die Cover anderer Bücher, aber es verbirgt sich dahinter eine wirklich super durchdachte und aufregende Story um fatale Entscheidungen, Lügen und Misstrauen und sie zeigt dem Leser ein ums andere Mal: nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Das muss auch Ermittler Elias Blom schnell feststellen, doch die Jagd auf den Mörder lässt ihn einfach nicht mehr los. Das Tätermotiv fand ich zwar letztendlich nicht ganz so überzeugend, aber die Art und Weise der Ermittlung und Aufdeckung des Täters war ganz großes Kino. Daher gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses sensationelle Debüt und ich freu mich auf weitere Bücher von Henri Faber. TOP!

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Veröffentlicht am 01.01.2022

Schwacher Auftakt mit seltsamen Ermittlungsmethoden

Mein bist du
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DI Sean Corrigan wird in den Morgenstunden zu einem grausamen Mord hinzugerufen und findet durch seine Fähigkeiten, sich in den Tatort und den Täter hinein zu versetzen, meist schnell Hintergründe, Vorgehensweisen ...

DI Sean Corrigan wird in den Morgenstunden zu einem grausamen Mord hinzugerufen und findet durch seine Fähigkeiten, sich in den Tatort und den Täter hinein zu versetzen, meist schnell Hintergründe, Vorgehensweisen und Eigenarten des Täters heraus. Dieser Fall scheint jedoch komplizierter und nach kurzer Zeit entdecken sie weitere, frühere Mordopfer ohne dass sie bisher den Täter dingfest machen konnten … ob Seans Fähigkeiten helfen, dem Täter auf die Spur zu kommen?

Ich bin aufgrund des angenehmen Schreibstils gut in die Geschichte reingekommen, die gleich mit dem Mordfall beginnt. Die Idee Sean Corrigan besondere Fähigkeiten zu geben, die der Polizei vielleicht helfen könnten, scheint gut, aber sie ist leider sehr unzureichend umgesetzt. Auch die in dem Team „üblichen“ Ermittlungsmethoden widerstreben mir sehr und trüben das Leseerlebnis ziemlich. Da wird sich im ganzen Buch auf einen möglichen Täter versteift (Spannung ist daher auch kaum vorhanden) und dieser trotz fehlender Hinweise in die Enge getrieben, und damit auch die gewünschten Ergebnisse vorzuweisen sind, werden zusätzlich Tatorte manipuliert und falsche Spuren gelegt. Sorry, aber so stelle ich mir keinen spannenden Thriller vor – und das gewünschte AHA-Erlebnis mit Plottwist am Ende des Buches fehlt mir hier leider auch.

Ich hab mich oft durch die sehr langen Kapitel gequält, ohne dass etwas Aufsehenerregendes passiert wäre. Vom Auftakt zu einer Thrillerreihe habe ich etwas anderes erwartet, weshalb es von mir leider nur 2 von 5 Sternen gibt.

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Veröffentlicht am 25.12.2021

Solide aber mit wenigen Spannungsmomenten

Flugangst 7A
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Der unter Flugangst leidende Psychiater Mats Krüger ist auf dem Weg zur Geburt seines Enkels nach Berlin und wird über die Entführung seiner Tochter informiert, die er nur beenden kann, indem er das vollbesetzte ...

Der unter Flugangst leidende Psychiater Mats Krüger ist auf dem Weg zur Geburt seines Enkels nach Berlin und wird über die Entführung seiner Tochter informiert, die er nur beenden kann, indem er das vollbesetzte Flugzeug, in dem er sich befindet, zum Absturz bringt. In Todesangst und mit der Flugangst im Nacken bekommt er immer weitere, absurde Anweisungen und auch die Zeit bis zur Landung rückt immer näher ...

Über den Schreibstil von Sebastian Fitzek muss man nichts sagen, der ist gewohnt gut und der Lesefluss wird durch kurze Kapitel, manche mit Cliffhangern, auch gefördert.

Die Story und ihr Verlauf konnten mich aber leider nicht überzeugen: zu viele mögliche, mehr oder weniger sinnvoll erscheinende Täter und Motive, zusätzliche Trittbrettfahrer und sich überlagernde Vorhaben machten mir das Nachvollziehen und Ermitteln des Täters zunehmend schwer, so dass die Auflösung zwar logisch war, aber kein Aha-Erlebnis hervorrufen konnte.

Vieles wurde auch im Lauf der Geschichte schon aufgelöst, ein fulminantes, spannendes Finale gab es daher leider auch nicht. Ein solides, gut recherchiertes Werk, das mich jedoch hinsichtlich Story und Spannungsbogen nicht überzeugen konnte.

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