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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2025

Voller Wortwitz

Es rappelt in der Kiste
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Ein Krimi, bei dem man merkt: Der Autor kommt aus der Kinder- und Jugendliteratur – und das ist keineswegs negativ gemeint. Die Figuren sind herrlich überzeichnet, fast wie aus einem satirischen Theaterstück ...

Ein Krimi, bei dem man merkt: Der Autor kommt aus der Kinder- und Jugendliteratur – und das ist keineswegs negativ gemeint. Die Figuren sind herrlich überzeichnet, fast wie aus einem satirischen Theaterstück entsprungen, und die Handlung nimmt immer wieder groteske Wendungen. Dabei musste ich tatsächlich öfter laut lachen, denn viele Szenen sind urkomisch, die Dialoge spritzig, und die Einfälle so absurd, dass man sich dem Charme kaum entziehen kann.

Zugegeben, für meinen Geschmack driftet das Ganze manchmal etwas zu sehr ins Klamaukige ab, mit einer kräftigen Portion Slapstick. Die eigentliche Geschichte gerät dabei stellenweise etwas in den Hintergrund. Und ja – ein bisschen mehr erzählerische Zurückhaltung hätte dem Ganzen an manchen Stellen gutgetan.

Aber: Wer schrägen Humor liebt, Freude an überdrehten Figuren hat und Lust auf einen Krimi der ganz anderen Art verspürt, wird hier bestens unterhalten. Ein herrlich abgedrehter Lesespaß mit viel Witz, Tempo und Situationskomik. Ich hatte auf jeden Fall viel zu lachen!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein tolles Kochbuch, auch für Anfänger

Fast & Tasty
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Als leidenschaftliche Hobbyköchin mit vielen Jahren Erfahrung bin ich begeistert von diesem Kochbuch. Das Buch hält, was der Titel verspricht: schnelle, leckere Rezepte, die sich perfekt in den Alltag ...

Als leidenschaftliche Hobbyköchin mit vielen Jahren Erfahrung bin ich begeistert von diesem Kochbuch. Das Buch hält, was der Titel verspricht: schnelle, leckere Rezepte, die sich perfekt in den Alltag integrieren lassen – ohne auf Genuss zu verzichten.

Ich habe bereits einige Gerichte nachgekocht, alles hat auf Anhieb funktioniert und richtig gut geschmeckt. Die Anleitungen sind klar und verständlich geschrieben, sodass auch Kochanfänger gut damit zurechtkommen. Gleichzeitig bietet das Buch auch für Erfahrene neue Impulse und kreative Ideen.

Besonders positiv: Die Zutatenlisten sind angenehm übersichtlich, die Gerichte alltagstauglich, und trotzdem bleibt der kulinarische Anspruch erhalten. Die Fotos machen sofort Lust aufs Nachkochen – und das Ergebnis kommt den Bildern wirklich nah.

Ein rundum gelungenes Kochbuch, ideal für Einsteiger und erfahrene Hobbyköche gleichermaßen. Schnell, lecker, unkompliziert – genau mein Geschmack!

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Rasante Spannung

Dorn. Hotel der Angst
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Ein fesselnder Thriller, der den Leser von der ersten Zeile an nicht mehr loslässt. Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine beklemmende, düstere Atmosphäre – genau die Spannung, die man sich von ...

Ein fesselnder Thriller, der den Leser von der ersten Zeile an nicht mehr loslässt. Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine beklemmende, düstere Atmosphäre – genau die Spannung, die man sich von einem herausragenden Kriminalroman erhofft.

Im Zentrum steht ein Ermittlerduo, das gegensätzlicher kaum sein könnte: Sie agiert kühl, analytisch und beherrscht – er hingegen handelt impulsiv, gefühlsbetont und mit bemerkenswerter Intuition. Diese Konstellation sorgt nicht nur für Reibung, sondern auch für eine mitreißende Dynamik, die den Plot lebendig hält.

Auch die Nebenfiguren sind sorgfältig beschrieben und wirken durchweg glaubwürdig. Die Handlung schreitet in hohem Tempo voran, ist voller raffinierter Wendungen und wird von einer konstant düsteren Grundstimmung getragen. Der atmosphärisch dichte Stil und der klug konstruierte Aufbau des Romans ließen mich förmlich durch die Seiten fliegen.

Ein rundum gelungener Spannungsroman – intensiv, hochwertig und uneingeschränkt empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Vergangenheit trifft Zukunft

Das Ministerium der Zeit
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Es kommt nicht oft vor, dass ein Buch mich zuerst verwirrt und mich am Ende vollkommen in seinen Bann zieht. Anfangs war ich skeptisch: Eine kalte Bürokratie, Zeitreisende aus der Vergangenheit, eine distanzierte ...

Es kommt nicht oft vor, dass ein Buch mich zuerst verwirrt und mich am Ende vollkommen in seinen Bann zieht. Anfangs war ich skeptisch: Eine kalte Bürokratie, Zeitreisende aus der Vergangenheit, eine distanzierte Erzählerin – ich hatte Mühe, in die Geschichte hineinzufinden.

Das Buch ist unkonventionell, eigenwillig, und alles andere als leichte Kost – aber wenn man sich erst einmal eingelassen hat, entfaltet sich ein literarisches Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.
Die Geschichte wirkt sprunghaft, das Setting – eine Mischung aus Science-Fiction, Zeitreiseabenteuer und düsterer Bürokratie-Fiktion – ist alles andere als vertraut. Die Sprache ist dicht, manchmal fast distanziert, und die Handlung schien sich zunächst eher im Kreis zu drehen als auf ein Ziel zuzusteuern. Es fiel mir schwer, einen emotionalen Zugang zu den Figuren zu finden, allen voran zur namenlosen Erzählerin, die als Dolmetscherin im Ministerium arbeitet.
Doch dann veränderte sich etwas. Vielleicht lag es an der langsam aufkeimenden Beziehung zwischen der Erzählerin und ihrem Schützling Graham Gore oder an den melancholischen Beobachtungen zur menschlichen Natur, zu Sprache, Verlust und Zugehörigkeit.
Das Buch verlangt Geduld, Konzentration und eine gewisse Offenheit für das Ungewöhnliche. Eine Geschichte, die noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Hervorragend geschrieben

Der Gott des Waldes
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Was für ein eindrucksvolles Buch!
Liz Moore entwirft in „Der Gott des Waldes“ ein kraftvolles Gesellschaftsporträt, das sich tief in die Themen Klassenunterschiede, soziale Ungleichheit und familiäre Verstrickungen ...

Was für ein eindrucksvolles Buch!
Liz Moore entwirft in „Der Gott des Waldes“ ein kraftvolles Gesellschaftsporträt, das sich tief in die Themen Klassenunterschiede, soziale Ungleichheit und familiäre Verstrickungen eingräbt. Mit feinem Gespür erzählt sie aus den Perspektiven verschiedenster Figuren – über Jahre hinweg, mit psychologischem Tiefgang und spürbarer Dringlichkeit.

Trotz der Vielzahl an Charakteren bleibt die Handlung stets klar und fesselnd. Moore verwebt ihre Erzählstränge hervorragend zu einem dichten Geflecht aus Geheimnissen, Macht und Moral. Besonders beeindruckt hat mich, wie präzise und doch poetisch sie die sozialen Spannungen beschreibt – so sehr, dass jede Figur irgendwann verdächtig erscheint.
Aber hier gibt es kein klares Schwarz oder Weiß. Niemand ist durchweg gut oder durch und durch böse – und genau darin liegt die Stärke dieses Romans.

Ein Buch, das lange nachhallt. Und das uns daran erinnert, wie viel zwischen den Zeilen einer Geschichte verborgen liegen kann.

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