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Veröffentlicht am 16.02.2025

Der Künstler

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 6: Der süße Klang von Rache
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Sommer in Fontenaia und Anna und ihre Freunde sind an den Strand gefahren. Dort hört sie eine wunderbare Melodie, die auf einer Gitarre gespielt wird. Da bald ein Fest in Fontenaia stattfindet, lädt sie ...

Sommer in Fontenaia und Anna und ihre Freunde sind an den Strand gefahren. Dort hört sie eine wunderbare Melodie, die auf einer Gitarre gespielt wird. Da bald ein Fest in Fontenaia stattfindet, lädt sie den Künstler ein. Es stellt sich heraus, dass dieser Gitarrist ein bekannter Star war und sich aus dem Business verabschiedet hatte. Der Abend endete allerdings in einem Fiasko und am Ende war der Künstleragent tot. Alles sah nach einem Unfall aus, doch es steckte ein Mord dahinter. Vico und sein Team nahmen die Ermittlungen auf. Anna bemerkte Veränderungen im Verhalten von Vico, der auf einmal die Kollegialität in den Mittelpunkt stellte. Um den Mord aufzuklären, würde auch die ganze Aufmerksamkeit der Ermittler benötigen.
Schon der Einstieg in diesen neuen Krimi aus Fontenaia ist sehr gelungen. Die Szene mit der Gitarre auf der Terrasse des Restaurants lädt ein zum Verweilen und hat natürlich ein bisschen was, mit dem Inhalt zu tun. Dazu noch strahlender Himmel, was kann schöner sein. Tja da kam halt der Mord dazwischen und der wird fast von der Atmosphäre absorbiert. Doch die Autoren haben eine sehr authentische gestrickt, die sehr plausibel ist, denn es ist ein hochemotionales Thema. Die Hauptperson, Anna, ist mal wieder mittendrin. Sie ist verantwortlich für die Auslösehandlung, die Einladung an den Künstler und für den Abschluss. Zwischendurch spiele auch ihre Gefühle ein bisschen fangen und sie ist sich auch manchmal gar nicht sicher, wo sie gerade steht. Aber dieses Thema, Emotionen, zieht sich auch durch den Krimi, denn auch Vico, erlebt seine emotionale Auferstehung. Ansonsten fast alles beim Alten, nur das Peppo jetzt Polizei Spürhund ist und Loris vielleicht ein bisschen verliebt. Auch der Spannungslosen ist sehr gut abgeschlossen und die Sprache ist sehr bildhaft, dass das Eintauchen in die Story gut gelingt.
Wieder ein schöner Krimi, spannend und interessant, so wie ich es mag. Natürlich auch wieder eine Empfehlung, die von Herzen kommt.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Rieslingschorle

Weinstraßenbetrug
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Oberstaatsanwalt Röder will sich gerade für den Faschingsumzug startklar machen, da bekommt er einen Anruf, das eine Winzer tot in seiner Traubenpresse gefunden wurde. Zusammen mit Hauptkommissar Steiner ...

Oberstaatsanwalt Röder will sich gerade für den Faschingsumzug startklar machen, da bekommt er einen Anruf, das eine Winzer tot in seiner Traubenpresse gefunden wurde. Zusammen mit Hauptkommissar Steiner besichtigt er den Tatort und kann sich keinen Reim darauf machen, ob es ein Unfall oder Mord gewesen ist. Die Tatsachen stehen für beides und so heißt es, die Ergebnisse der Spurensicherung und der Gerichtsmedizin abzuwarten. Für Ablenkung sorgt an diesem Tag, die Faschingsparty bei dem befreundeten Winzer Hellinger. Doch auch da gab es zum Ende ein wenig Stress mit dem Politiker Obermann. Doch auch eine Serie von Automatensprengungen machte den Beamten der Dienststelle Sorge, vor allem da es bei der Festnahme ein totes Bandenmitglied gab. So ist viel zu tun und als ein weiterer toter Winzer gefunden wird, droht alles aus dem Ruder zu laufen.
„Der Weinstraßenbetrug“ von Markus Guthmann ist ein Pfalz Krimi, der Spannung und Regionalität zusammenbringt. Das Thema ist ein sehr sensibles in der Weinwelt, aber auch ein tödliches, wie man sieht. Dann ist da aber auch noch Vetternwirtschaft und politische Vorteilsnahme, die auch immer wieder durchblitzt. Das Ganze ist gewürzt mit vielen Brocken pfälzischer Sprache, die immer wieder durch eine Rieslingschorle heruntergespült wird. Der Hauptcharakter ist der Oberstaatsanwalt Ben Röder, der seine Abteilung sehr kumpelhaft, aber auch sehr erfolgreich führt. Ihm helfen der Staatsanwalt Köksal und Hauptkommissar Steiner und sein Team. Außerdem ist in diesem Bad Dürkheimer Kreis noch Bens Freund, der Winzer Hellinger. Es ist ein netter Freundeskreis und dieser Freundeskreis wird dann auf die Probe gestellt. Die Sprache ist sehr bildhaft und ich kann mir die Szenen, dann auch mit dem pfälzischen Slang unterlegt sehr gut vorstellen. Auch die Story wird sehr authentisch beschrieben und ich als Leser bin immer mittendrin, was ich als sehr gut erachte. Der Spannungsbogen ist ebenfalls gut entwickelt und so ist dieser Krimi in meinen Augen eine runde Sache.
Ich liebe diese Art der Krimis, die Spannung und Regionales in Einklang bringen. Die Figuren sind sehr gut entwickelt und vorstellbar, so dass ich diesen Krimi sehr gut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Wikingermorde

Die Brandung – Leichenfischer
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Im deutsch-dänischen Grenzgebiet werden zwei tote Frauen gefunden. Zuständig sind sowohl die dänische und die deutsche Polizei. Fria Svensson wird auf der dänischen Seite zu den Ermittlungen hinzugezogen, ...

Im deutsch-dänischen Grenzgebiet werden zwei tote Frauen gefunden. Zuständig sind sowohl die dänische und die deutsche Polizei. Fria Svensson wird auf der dänischen Seite zu den Ermittlungen hinzugezogen, Sie ist Archäologin und arbeitet im Museum, aber ihre Brüder sind Polizisten auf der dänischen Seite und sie hat schon öfter beraten, wenn es möglich war. An der Art der Grabstätte stellt sie fest dass es sich um ein Wikingergrab handeln kann. Auch auf der deutschen Seite hat Hauptkommissar Ohlsen einen Historiker als Berater angefordert. Zu Beginn haben die beiden Teams überhaupt keine Ansatzpunkte, Auch als die Toten identifiziert wurden half es zu Beginn nicht den Mörder zu identifizieren. Erst als wieder Frauen verschwanden kann Bewegung in die Ermittlungen.
„Leichenfischer“ ein Ostseekrimi von Karen Kliewe ist ein sehr spannendes Buch über eine grenzüberschreitende Mordermittlung. Es wurde nicht nur eine Ländergrenze gequert, sondern es wurden auch Informationen aus anderen Fachgebieten, wie die Archäologie, benutzt. Deshalb sind die beiden Hauptfiguren, Frie, die dänische Archäologin, und Ohlsen der deutsche Hauptkommissar, auch ein Team bei den Ermittlungen. Natürlich ist das Polizeiteam größer und es ist schon interessant, das es in Dänemark ein Familienteam ist, zu dem dann auch Fria gehört. Hauptthema des Buches ist der Wikingerkult, allerdings gehört noch ein weiteres Thema in diesen Krimi, das stark thematisiert wird. Dieses Thema kristallisiert sich im Laufe der Story immer klarer heraus. Schon das Cover hat diesen Wikingertouch und es gefällt mir sehr gut. Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und regt zum mitfiebern an, was allerdings nicht ganz einfach ist. Das gilt nicht nur für die Ermittler auch der Leser ist in die Ermittlungen einbezogen und kann so die Schwierigkeiten nachvollziehen. Die Autorin hat mehrere Personen mit in das Geschehen eingebunden, die sehr rätselhaft überkommen, aber die Spannung anschieben. Nach und nach wird klar, welche Rolle die Personen spielen. Dis Ausarbeitung des Spannungsbogens finde ich sehr gelungen, da sich erst ganz langsam des Rätsels Lösung findet.
Ich mag diesen Krimi sehr, da er Einblick in verschieden Bereiche bietet, Es ist nicht nur die Polizeiarbeit, sondern auch die Archäologe, mit dem Wikingerkult, der für die Region speziell ist und die grenzüberschreitenden Aktionen, die auch die Region charakterisieren. Ein sehr spannender und interessanter Krimi, den ich sehr gut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Drogen

Friesenrausch
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Morgens ganz früh findet ein Pendler im Bahnhofsklo einen toten Jugendlichen. Es handelt sich, wie die Polizei ermittelt um den Schüler Jan Lamprecht. Er ist an einer Überdosis Heroin gestorben. ...

Morgens ganz früh findet ein Pendler im Bahnhofsklo einen toten Jugendlichen. Es handelt sich, wie die Polizei ermittelt um den Schüler Jan Lamprecht. Er ist an einer Überdosis Heroin gestorben. Die Polizei und auch das Umfeld tappen eine ganze Weile im Dunkeln. Dirk Thamsen, der Kommissar, bekommt auch keine Hilfe von LKA in Husum, so muss er dann selber ermitteln. Sein Freund Haie will ihm helfen und als ein Aushilfsjob als Hausmeister frei wird, nimmt er ihn an, um in der Schule des Ortes zu ermitteln. Niklas sein Patenkind ist darüber nicht erfreut. Aber irgendetwas muss die Schule damit zu tun haben, ist sich Kommissar Thamsen sicher.
„Friesenrausch“ von Sandra Dünschede ist ein spannender regionaler Krimi, der ein sehr aktuelles Thema bearbeitet, dass wohl an einigen Schulen so oder ähnlich vorkommen kann. Das Cover ist sehr beeindruckend, da es ein typisches Bild von der nordfriesischen Nordseeküste zeigt. Auch die Hauptcharaktere hat dieser Landstrich geprägt. Sie sind verflochten in den Ort und auch in die Neuigkeiten, die beim Bäcker oder im Lebensmittelladen brühwarm erzählt werden. In dieser Situation muss Dirk Thamsen auch an der Schule ermitteln, was ein sehr gefühlvoller Auftreten erfordert. Dirk hat aber auch einen privaten Helfer, der immer wieder gerne seinem Freund Dirk helfen möchte. Das ist nicht immer ganz einfach. Aber auch hier wird wieder ein Mittel gefunden, ein Hausmeisterjob. Natürlich ist dieser Job prädestiniert, um Neues zu erfahren. Das Thema Mobbing ist sehr präsent an Schulen, wie man auch aus der Presse entnehmen kann und so finde ich es gut darüber auch eine Krimi zu schreiben. Natürlich ist dieser Krimi in die Region und ihre Bewohner eingebettet. Ich kann die Situation und die Neugier in diesem Ort gut nachvollziehen. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz und hat am Ende Überraschungen zu bieten.
Ich bin ein Freund dieser Krimis, da ich mich immer wieder gut einfinden kann und mich teileweise auch mit dem Kopfkino mitten in der Handlung wiederfinde. Daumen hoch für eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Neue Besen

Liebe macht zornesblind
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• Commissario Fameo muss sich nach der kurzfristigen Beurlaubung des Vizequestora mit dessen Nachfolgerin abfinden. Er ist etwas überrascht, wie schnell man diese Dame nach Bozen geschickt hat und er ist ...

• Commissario Fameo muss sich nach der kurzfristigen Beurlaubung des Vizequestora mit dessen Nachfolgerin abfinden. Er ist etwas überrascht, wie schnell man diese Dame nach Bozen geschickt hat und er ist auch einigermaßen enttäuscht, Es gibt auch einen neuen Fall in dem er und Tommasso von den Carabinieri gemeinsam ermitteln und er hat eine neue Assistentin bekommen. Diese Francesca ist eine sehr anpackende Frau, was die beiden Freunde auch schnell miterleben. Es geht in ihrem neuen Fall um die Beschaffung von Daten und es waren rumänische Kleinkriminelle, die sie zu fassen bekamen. Doch ehe sie an die Hintermänner gelangen konnten, hatte Fabios Chefin schon eine Kampagne gegen Ausländerkriminalität angestoßen. Allerdings beschäftigte die Polizei sich auch mit zwei Toten, die sie im abgelegenen Pfossental gefunden hatten. die Rätsel nehmen nicht ab und die Neue ist dabei nicht hilfreich.
• Es ist der zweite Band mit den Hauptdarstellern Fabio Fameo und Tommasso in der Reihe der Südtirol Krimis von Ralph Neubauer. Dieser Band spielt wieder in der wunderschönen Landschaft Südtirols und macht einen Abstecher in das Pfossental und seine wilde Schönheit. Die Fälle beschäftigen die beiden Freunde schon sehr und der Hintergrund ist auch sehr nachvollziehbar und authentisch. Ebenso wie der Auftritt der neuen Vizequestura. Das ist jetzt kein eigentlicher Fall für die Polizisten, doch er ist sehr nachvollziehbar und passt auch in die Zeit. Schön, dass der Commissario eine neue Assistentin bekommt, die dem Team sehr guttut. Die Verwicklungen, die sich den beiden Teams, Polizei und Carabinieri, hier bieten sind schon sehr spannend und hält sie in Atem. Doch auch das Privatleben kommt nicht zu kurz, denn Fabio will heiraten, was auch seine ganze private Konzentration bedarf. Es ist schön das nicht nur Straftaten behandelt werden, sondern auch das menschliche nicht zu kurz kommt. Am Schönsten finde ich natürlich die Einbindung in die Region, was das Cover mit der alten Tür eines Bauernhofes verdeutlicht. Aber die Spannung kommt auch nicht zu kurz und das auf mehreren Ebenen.
Es ist mein erster Südtirol Krimi und ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt in der Art der Erzählung und natürlich in der Landschaft. Aber mir gefällt auch die Herangehensweise der beiden Hauptcharaktere und auch diesem Grund kann ich den Krimi empfehlen.

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