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Veröffentlicht am 16.01.2025

Das Erbe

Der Teufel von Luzern
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Lara Berner bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tante Vera und dass sie das Erbe antreten
soll, in Australien. Sie macht sich auf den Weg und findet in der Waschmaschine 2 Millionen
Schweizer Franken. ...

Lara Berner bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tante Vera und dass sie das Erbe antreten
soll, in Australien. Sie macht sich auf den Weg und findet in der Waschmaschine 2 Millionen
Schweizer Franken. Sie wendet sich an die Polizei, die ihr aber nur einen Detektiv empfehlen
Kann. Der war früher Richter und ist nun in Rente und braut Bier. Armand Godel hilft ihr dabei,
ob das Geld sauber ist und sie es behalten darf. Es beginnen spannende Ermittlungen, die sie in
die Nähe ihrer Familie bringt, aber auch der Liebe ein Stück näherbringt.
Der Krimi „Der Teufel von Luzern“ vom Patrick Greiner ist ein regionaler Krimi aus der Schweiz,
dessen Geschichte auch genau in die Schweiz passt. Es geht um Geld und dessen negative
Seiten, die Geldwäscherei. Auf dem Cover sieht man erst einmal das Wahrzeichen der Stadt
Luzern, die Kapellbrücke. Auch sonst wird der Leser immer wieder durch diese wunderschöne
Stadt geführt und so nebenbei eine Stadtführung zu guten Restaurationen und
Sehenswürdigkeiten durchgeführt. Doch das ist nur eine Randnotiz. Hauptsächlich geht es um
Geld, und zwar viel Geld, das unsere Hauptdarstellerin Lisa, erbt. Sie ist ganz perplex über die
Menge und will den Hintergrund erfahren. Da die Polizei ihr nicht helfen kann sie aber an die
zweite Hauptperson dieses Krimis verweist, Armand Godel, nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Auch Armand wird in diesem Krimi sehr genau vorgestellt mit all seinen Geschichten und seinen
Macken. Interessant ist es wir sich die beiden durch diese Geschichte schlängeln und allerlei
Merkwürdiges ausgraben. Immer wieder wird der direkte Handlungsstrang durchbrochen und
ein weiterer eingeflochten. Am Ende verbinden sich beide zu einem sehr überraschenden Ende.
Es ist aber nicht nur die Geschichte des Geldes, die hier erzählt wird, sondern auch über Familie
und die Liebe, die hier nicht zu kurz kommen darf. Auch die Story über Lisas Familie hat ihren
Reiz und lässt den Roman am Ende als Ganzes erscheinen. Die Story ist sehr authentisch und
auch der Handlungsort, die Schweiz, unterstützt dies. Die Sprache, die der Autor verwendet ist
sehr klar, aber auch manchmal mit schweizerischen Ausdrücken gespickt, die doch eher
seltsam sind, Schweiz halt.
Ich mag diese Art der Krimis, die regionale Besonderheiten mit einer authentischen
Krimihandlung verweben. Ich fände es auch mal spannend mich in Luzern auf Spurensuchen zu
begeben. Für mich ist hier Spannung und Unterhaltung gut gemischt und ich kann dieses Buch
gerne empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2025

Mord im Naturpark

Der Tote vom Cap Ferret
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Der Unternehmer Marchand wird eines morgens von spielenden Kindern tot aufgefunden. Er wurde erschlagen. Er hat mit seiner Frau und ihren Freundinnen ein Wochenende in einem Chalet verbracht. Zuständig ...

Der Unternehmer Marchand wird eines morgens von spielenden Kindern tot aufgefunden. Er wurde erschlagen. Er hat mit seiner Frau und ihren Freundinnen ein Wochenende in einem Chalet verbracht. Zuständig für die Ermittlungen ist die Police Judicaire aus Bordeaux mit der Kommissarin Pauline Castelet und ihrem Team. Es ist ein schwieriges Unterfangen die Tat zu rekonstruieren, da die Aussagen sehr unterschiedlich sind und das Team nur langsam durch ihr Tun Licht in das Dunkel zu bringen. Es gilt Personen aufzuspüren, die Anhaltspunkte geben können und so ziehen sie nach und nach die richtigen Schlüsse.
„Der Tote vom Cap Ferret“ von Maria Dries ist ein Bordeaux Krimi, der in einem Idyll, an einem idyllischen See, spielt. Das hier schon einmal etwas geschehen ist macht das Cover deutlich. Das Team der Kommissarin Pauline arbeitet sehr gut zusammen, bzw. es sind zwei Teams, die sich hervorragend ergänzen. Es ist ein sehr konsequentes ermitteln, was das Team zum Erfolg bringt. Mit ihrer Unaufgeregtheit den Spuren zu folgen nähern sie sich langsam, aber sicher dem Täter an. Es sind einige Spuren zu verfolgen, da das Motiv am Anfang völlig im Dunkeln liegt. Die Menschen, die in diesem Krimi auftreten, sind gut dargestellt und man kann sie sich prima vorstellen und auch die Spannung folgt diesen Spuren und den Menschen. Dazu kommt noch, dass sich das Team in einer tollen Region bewegt, deren Schönheit immer wieder aufblitzt. Der Krimi verbindet geschickt Vergangenheit und Gegenwart und so kommt es am Ende zu einem unerwarteten Ende, was sich wie das Legen eines Puzzles anfühlt.
Ich mag diese regionalen Krimis sehr, weil sie sehr schön die Region und den Krimi verbinden. Ihre Personen werden wie hier gut gezeichnet und so ergibt alles einen Sinn. Hier ist es ebenso, obwohl noch einige Fragezeichen am Ende übrigbleiben und das so ein wenig Sand ins Getriebe dieses Krimis wirft. Ich finde ihn gut zu lesen und er ist auch spannend, aber es bleibt so ein wenig Rätsel übrig.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2025

Eine besondere Familie

Karwoche
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Nach einem Strassenrennen muss sich Obermeister Kreuthner von dem Verdacht eines Autorennens befreien und führt spontan bei seinem Freund eine Fahrzeugkontrolle durch. Dort finden sie im Laderaum eine ...

Nach einem Strassenrennen muss sich Obermeister Kreuthner von dem Verdacht eines Autorennens befreien und führt spontan bei seinem Freund eine Fahrzeugkontrolle durch. Dort finden sie im Laderaum eine Tote, Hanna Lohwerk, die Frau mit den zwei Gesichtern. Sie hatte einen Autounfall bei dem ihre eine Gesichtshälfte Brandwunden davontrug. Sie ist eng verbunden mit der Schauspielerfamilie Millruth, die vor nicht allzu langer Zeit eine Tochter verloren hat. Kommissar Wallner unterstützt sein Team bei den Ermittlungen, obwohl er im Urlaub ist. Aber er kann es irgenwie nicht lassen, gerade weil es sich um diese besondere Familie handelt. Außerdem ist es wohl notwendig seinen Kollegen Kreuthner zu beobachten, da dieser immer wieder sehr überraschende Einfälle hat.
Der Kriminalroman "Karwoche" von Andreas Föhr spielt in der Region Miesbach/Schliersee und zeigt viele schöne Einblicke in die Region. Schon das Cover zeigt das sich etwas zusammenbraut in der region und das zeigt der Autor auch sehr schnell auf. Er beschreibt seine Hauptcharaktere Wallner und sein Team und vor allem Kreuthner sehr bildhaft und bei Obermeister Kreuthner muss man sich fast fremdschämen, so chaotisch kommt diese Figur daher. Er ist es der immer wieder durch seine grenzwerigen Aktionen den Rest des Team in Verlegenheit bringt. Aber das macht ihn auch sympathisch, denn er ist in dieser Region verwurzelt und kennt sehr viele Leute, die er mit seiner burschikosen Art immer wieder um gefallen bittet. Wallner ist da ganz anders. Er ist der Vorgesetzte von Kreuther und ist manchesmal kurz davor ihn zu beurlauben, aber er ist halt wichtig für das Team. Er hat momentan eine weitere private Baustelle im privaten Bereich, die ihn auch in Beschlag nimmt, so dass das Team viele aufgaben ohne ihn erledigen muss. Die Entwicklung in diesem Krimi ist sehr gut aufgebaut und es kommen immer neue Ereignisse und Wendungen zu Tage, das es nicht langweilig wird. Die Sprache, mit eingeschobenem Originalton der Region, tut sein Übriges dazu. Die Themen, die im Krimi angesprochen werden sind sehr authentisch entwickelt und der Spannungsaufbau hat einige Überraschungen zu bieten.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis, in denen viel über die Besonderheiten und auch die Sprache zu erfahren ist. Wenn dann auch noch in manchen Berschreibungen ein leichtes Augenzwinkern mit dabei ist, um so besser. Deshalb eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Ein unklarer Fall

Die Kinder des Todes - Inspector Rebus 14
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Inspektor Rebus steht unter Verdacht einen Kriminellen ermordet zu haben und hat intern große Schwierigkeiten und wird sogar kurzzeitig vom Dienst freigestellt. D0ch dann wird er und seinen Kollegin Siobhan ...

Inspektor Rebus steht unter Verdacht einen Kriminellen ermordet zu haben und hat intern große Schwierigkeiten und wird sogar kurzzeitig vom Dienst freigestellt. D0ch dann wird er und seinen Kollegin Siobhan Clarke zu einem Tatort in einer Schule gerufen. Dort hat ein ehemaliger Soldat zwei Schüler und sich selber erschossen. Inspektor Rebus nimmt natürlich die Ermittlungen auf und beide müssen sehr tief graben um etwas herauszufinden.
Dieser Inspektor Rebus Krimi ist ein sehr intensiver, denn die Verflechtungen, die sich aus dem Doppelmord an der Schule ergeben sind sehr vielfältig und gerade richtig für das Ermittlerteam. Inspektor Rebus ist der Chef der beiden, doch hier nimmt auch sene Assistentin eine sehr tragende Rolle ein. Da er sich die Hände verbrannt hat braucht er sie. Hier spinnt Ian Rankin sehr feine Fäden der Glaubwürdigkeit. Hat Rebus den Stalker seiner Kollegin eigenhändig umgebracht. dieser Stalker ist in einem Feuer ungekommen. Das schürt natürlich auch bei mir den Verdacht, dass er sozusagen seine Hände im Spiel hat. Ebenso bei dem ersten Fall ist die Beteiligung von Rebus nicht sauber, denn einer der Toten ist mit ihm verwandt. Diese Gemengelage mach den Krimi in meinen Augen sehr spannend, denn ansonsten sind diese Ermittlungen schon sehr zäh. Doch zweiten Teil steigt die Spannung stark an, da sich die Puzzleteile aufeinmal ineinander fügen und so den Bogen bis zum überraschenden Ende spannen.
Ich musste mich erst einmal langsam in den Krimi einlesen, doch von Seite zu Seite nahm das Vergnügen zu. Ich finde dieser Rebus Krimi ist ein Klassiker und macht Spaß zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Hinter der Fassade

Die Nacht der Raben
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Es ist ein Schock, den Fran Hunter werlebt, als sie das tote Mädchen im Schnee findet. Sie ist erwütgt worden mit ihrem eigenen roten Schal. Schnell kommt ein Mann, Magnus tait, in den Fokus von DI Perez, ...

Es ist ein Schock, den Fran Hunter werlebt, als sie das tote Mädchen im Schnee findet. Sie ist erwütgt worden mit ihrem eigenen roten Schal. Schnell kommt ein Mann, Magnus tait, in den Fokus von DI Perez, der zusammen mit DI Taylor vom Festland die Ermittlungen leitet. Tait hat das Mädchen noch kurz vor ihrem Tod gesehen und mit ihr einen Tee getrunken, Doch reicht das aus für einen Verdacht. Die Ermittlungen erstrecken sich auch auf die Freundin der Toten, Sally. Zusammen mit Catherine waren die beiden am Neujahrsabend bei Tait zu Besuch. Doch reicht das für einen Verdacht? Den Ermittlern fällt auch noch der Fall eines verschwundenen Mädchens auf und ach hier war Tail ein Verdächtiger. Alles konzentriert sich auf diesen Mann, doch ist das der Richtige?
Ann Cleeves zeichnet in der ersten Band der Shetland Krimis "Die Nacht der Raben" ein intensiver Bild der Shetland Inseln und seiner Bewohner Sie gestattet dem Leser auch einen Einblick hinter die Fassade dieser Inselgemeinschaft. Es ist nicht alles so wie es aussieht. Hier gibt es viele Unterschiede und für junge Mädchen ist es nicht nur ein Paradies auch eine Herausforderung zwischen Schule und der Welt der Erwachsenen sich zurecht zu finden, All das beschreibt die Autorin in ihrem Krimi und lässt in einer sehr gut verständlichen Sprache ihre Ermittler in diesem Fall ermitteln. Natürlich hat sie auch noch andere Schwerpunkte und die eigentlich vordergründige Tat ist nicht die einzige, die die Polizei beschäftigt. Es sind auch die Menschen und ihre Vorlieben und Abgründe, die die Autorin behandelt und es scheint so, als ob diese Szenen auch in anderen regionen spielen können, doch einiges ist sehr typisch mit den Shetland Inseln verwachsen. Gerade wenn sie die geringe Besiedlung beschreibt unf die damit verbundene Einsamkeit der Menschen, wird klar, dass das Leben hier etwas Besonderes ist. Die Leere der Insel wird auch schon auf dem Cover deutlich. Doch diese Leere kann auch etwas positives beinhalten und auch hier setzt der Krimi an. Seine Hauptcharaktere werden sehr deutlich mit all ihren Emotionen beschrieben und das macht den Krimi lesenswert. Da der Spannungsbogen auch gut entwickelt und auch einige Überraschungen enthält kann jeder Leser auf seine Kosten kommen.
Ich finde diesen ersten Band der Shetland Reihe sehr spannend und interessant, weil ich viel über die Shetlands erfahren habe und mich auch gut unterhalten habe. Es ist zwar keine explosive Spannung, die sich mir hier bietet, aber genug, um den Krimi manchmal nicht weglegen zu können.

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