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Veröffentlicht am 08.10.2024

Falscher Verdacht

Akte Nordsee - Der Teufelshof
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Die Hochzeit von Henning und Anna ist ein rauschendes fest, obwohl die Braut nicht unbedingt gerne gesehen wird, aber die Liebe war halt stärker. Doch am Morgen nach der Hochzeit ist alles ganz anders, ...

Die Hochzeit von Henning und Anna ist ein rauschendes fest, obwohl die Braut nicht unbedingt gerne gesehen wird, aber die Liebe war halt stärker. Doch am Morgen nach der Hochzeit ist alles ganz anders, denn die Eltern des Bräutigams werden tot aufgefunden und auch Henning ist schwer verletze worden. Anna konnte sich in Sicherheit bringen und wird jetzt von der Polizei verdächtigt, die Tat begangen zu haben. Fentje Jacobsen, eine Nachbarin und Anwältin, kümmert sich um die Verteidigung von Henning, der auch im Verdacht steht. Fentje war auch auf der Hochzeitsfeier und lässt nochmal alle Geschehnisse Revue passieren. Auch der Jouenalist Niklas John beteiligt sich an der Aufklärung, da Anna seine erste große Jugendliebe war. Sie müssen die Verdachtsmomente klären und den ahren Täter finden.
"Akte Nordsee - Der Teulelshof" von Eva Almstädt ist ein spannender Krimi aus dem Norden Deutschlands. Es handelt sich um einen Fall der auf der Halbinsel Eiderstedt spielt und eine typische Szene wird schon auf dem Cover dargestellt. Die Sprache, die die Autorin benutzt ist sehr bildhaft und leicht verständlich und trägt dazu bei, dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen möchte. Es ist sehr spannend geschrieben, wenn Fentje und Niklas auf Mördersuche gehen. Wie nah sie dem Mörder kommen erlebt Niklas ganz hautnah als sein Appartment ein Raub der Flammen wird und er nur der Aufmerksamkeit der Katze es zu Verdanken hat, dass die beiden lebend aus der Wohnung gerettet werden konnten. Die beiden Hauptcharaktere schleichen mal wieder um sich herum und man merkt das da irgendwo ein Funke glimmt, aber noch nicht überspringt. Der Spannungbogen ist gut entwickelt und die Spannung bleibt bis zum Ende sehr hoch und so soll es sein.
Ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und mich sehr gut unterhalten, da er auf der einen Seite spannend war und auf der anderen Seite auch eine gute Beschreibung von Land und leuten liefert. Ein dickes Plus für diesen Krimi.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Unser innerer Flow

Die Kunst des InnSæi
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Hrund Gunnsteinsdottir beschreibt in diesem Buch „Die Kunst des InnSaei“ eine Kunst, die sie erfolgreich bei sich selber angewendet hat. Auf ca. 230 Seiten geht es immer um dasselbe, das innere jeden einzelnen ...

Hrund Gunnsteinsdottir beschreibt in diesem Buch „Die Kunst des InnSaei“ eine Kunst, die sie erfolgreich bei sich selber angewendet hat. Auf ca. 230 Seiten geht es immer um dasselbe, das innere jeden einzelnen Menschen. Sie beschreibt die Triebkraft von innen heraus und sichert das auch zum Großteil wissenschaftlich ab. Sie führt allerdings auch Beispiele von Menschen an, die dieses InnSaei zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben und damit auch für sich selber einen zufriedenen Weg gegangen sind. Es sind besondere Menschen, aber es sind immer wieder die Geschichten, die von dem Sinn dieses isländischen Wegs erzählen. Gerade diese Beispiele zeigen, wie sinnvoll es ist stabil im eigenen Ich zu leben.
Mich hat dieses Buch schon von Anfang an sehr interessiert, da ich in einer Ausbildung schon auf das eigene Ich hingewiesen worden bin. Deshalb war es hier eine sehr interessante Ergänzung einer sehr detaillierten Sicht auf die eigene Person. Das Buch ist in verschiedenen Kapitel aufgeteilt und das gefällt mir sehr gut, da man nach jedem Kapitel gut innehalten kann, um das gelesene sacken zu lassen, also in sich ankommen zu lassen. Gleichzeitig bleibt auch Zeit für Übungen, die in jedem Kapitel aufgeführt werden, um zu sich selbst und sein Inneres zu gelangen. Von der Beschreibung des InnSaei, über die heilende Kraft, zum Inneren Meer hin zu der Sichtweise nach innen bis zum heraus sehen ist diese Buch gut aufgebaut, Zur Unterstützung holt sich die Autorin auch Menschen, die ihr auf ihrem Weg begegnet sind und die auch dieses InnSaei sich zu eigen machen. Für mich als Sportler ist die Story um den Handballtrainer Alfred Gislasson sehr interessant und macht es bildlich deutlich, was die Autorin mit diesem Thema meint. Es ist nicht die einzige Story und es sind alle sehr bedeutsam, um die Wichtigkeit diese Inneren Werte zu erfahren. Am Ende gibt es auch noch eine ausführliche Quellenangabe, um das Thema zu vertiefen.
Ich habe für mich dieses Buch über die eigene Intuition, das Bauchgefühl, als sehr spannend erlebt. Es trifft bei mir auf ein großes Interesse, da es meinen eingeschlagenen Weg unterstützt. Deshalb kann ich dieses Buch weiter empfehlen für alle die, die mal eine weitere Sicht auf ein sehr spannendes Thema bietet, nämlich die eigene Person.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Schwierige Ermittlungen

Verabredung mit dem Tod
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Meike Graf will sich nach Dortmund ins KK11 bewerben, da sie das Gefühl hat in Unna nicht mehr klarzukommen. Ein Jahr nach dem Tod von Jochen Berger, ihrem Lebensgefährten, ist sie noch nicht ganz in der ...

Meike Graf will sich nach Dortmund ins KK11 bewerben, da sie das Gefühl hat in Unna nicht mehr klarzukommen. Ein Jahr nach dem Tod von Jochen Berger, ihrem Lebensgefährten, ist sie noch nicht ganz in der Gegenwart angekommen. Sie trauert immer noch um ihren Verlust, was natürlich ist. Auf der Grenze von Unna und Dortmund wird zur gleichen Zeit ein Toter gefunden. Es ist Ahmed Tahiri und Meike nimmt an den Ermittlungen teil. Wie sich herausstellt ist Ahmed kein unbeschriebenes Blatt und gerade erst wieder aus dem Gefängnis entlassen worden. Also macht sich Maike mit Sören auf den Weg, um die Tahiris aufzusuchen. Doch die sind nicht begeistert, dass die Polizei glaubt, dass sie etwas mit dem Tod ihres Sohnes zu tun haben. Also machen sich die Ermittler auf die Suche nach einem Motiv und einem Täter in der Vergangenheit des Opfers. Doch es liegen noch sehr schwierige Ermittlungen vor dem Team aus Unna.
Das Cover von „Verabredung mit dem Tod“ von Astrid Plötner zeigt den neuen Busbahnhof, der im Krimi ein Tatort ist. Ein Jugendlicher, der mit seinem Hoody zu der Station geht, könnte auch ein Charakter aus dem Buch sein. Dieser Krimi beschreibt ein Phänomens, das immer mehr zunimmt, es handelt sich um das Abziehen von jüngeren Schülern durch Ältere und die Angst, mit der sich die Opfer herumschlagen. Im Krimi gibt es drei verschiedene Gruppen von Menschen, die wichtig sind. Da gibt es einmal das Team der Polizei Unna, mit den Kommissaren Maike Graf und ihre Kollegen unterstützt von Beamten des KK11 aus Dortmund. In dieser Gruppe werden untereinander Probleme ausgetragen, da Meike noch immer an einem Verlust zu knabbern hat, aber durch ihre Kollegen wieder an den Alltag herangeführt wird, was manchmal nicht einfach ist. Da ist die Busbahnhof Bande, die jüngere Schüler abzieht und mit Drogen handelt. Aus dieser Gruppe ist das Opfer zu beklagen. Der Tatbestand des Abziehens wird sehr glaubwürdig beschrieben und ja es auch heute noch ein Problem in manchen Orten. Sehr gut wird auch die Situation der Opfer beschrieben, die aus Angst vor den Tätern häufig schweigen und sich kaum jemandem offenbaren und so wie es aussieht auch jahrelang unter diesem Druck leiden. In diesem ist es schwierig für die Polizei zu ermitteln und auch das wird meines Erachtens sehr gut beschrieben. Die Spannung zieht dieser Krimi aus den Rückblenden zu der Situation der Schüler und der heutigen Zeit. Dieser Wechsel hält die Spannung sehr hoch bis der Spannungsbogen am Ende einen überraschenden Höhepunkt erreicht.
Ich finde diesen vierten Hellweg Krimi von Astrid Plötner wieder einmal sehr gelungen. Ich kann mich in die Situation sehr gut einfinden, da mir die Orte sehr geläufig sind, ich sozusagen mittendrin lebe. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, sind die Beschreibungen gut nachzuvollziehen. Ich kann diesen Krimi mit gutem Gewissen weiterempfehlen, es lohnt sich ihn zu lesen.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Ein komplizierter Fall

Das elfte Manuskript
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Den Osloer Kommissar Henrik Holme treibt ein mysteriöser Mordfall um. Eine tote Frau wird im Kofferraum eines Autos gefunden. Das besondere Ist das ihr Gesicht total zertrümmert wurde und so die Polizei ...

Den Osloer Kommissar Henrik Holme treibt ein mysteriöser Mordfall um. Eine tote Frau wird im Kofferraum eines Autos gefunden. Das besondere Ist das ihr Gesicht total zertrümmert wurde und so die Polizei vor einem großen Rätsel steht. Henrik sucht Unterstützung bei der ehemaligen Kommisssarin Hanne Wilhelmsen, die nach dem sie im Dienst angeschossen wurde, mit ihrer Frau und Tochter zusammen wohnt. Sie sitzt im Rollstuhl und ist etwas eigen und seltsam. Doch Henrik sucht ab und zu ihre Unterstützung, gerade wenn der Fall so mysteriös ist wie dieser. Zur gleichen Zeit tritt die neue Lektorin Ebba Braut ihren Dienst in einem großen Osloer Verlag an und soll Hanne betreuen, die einen Kriminalroman eingereicht hat, der vielversprechend zu sein scheint. Außerdem soll sie die berühmte Autorin Kate Howe betreuen, die ein neues Manuskript eingereicht hat. Doch dieses ist verschwunden und Ebba acht sich auf die Suche. In einem Dorf in den norwegischen Bergen stirbt um diese Zeit eine alte Frau, Astrid Hrossaland, und der Totengräber kümmert sich um ihren Nachlass, da es kein verwandten gibt. Er macht eine sehr merkwürdigen Fund.
„Das elfte Manuskript“ von Anne Holt ist ein sehr spannender Krimi um die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen. Das Cover ist mysteriös, aber deutet auch auf eine wichtige Tatsache hin und gefällt mir deshalb sehr gut. Dieses Buch bietet eine Menge an Puzzlesteinen, die im Laufe des Krimis zusammengesetzt werden. Da ist der Mord, den der Kommissar verfolgt und diese Person ist sehr interessant dargestellt. Er ist sehr gut in seinem Job, aber auch sehr unsicher, vor allem Frauen gegenüber und arbeitet hier mit zwei sehr selbstbewussten zusammen. Da ist die Suche nach dem 11. Manuskript, die die Neue im Verlag umtreibt und auch Hanne mit in den Bann zieht. Ebba ist ein junge dynamische Frau, die in ihrer 1. Stell schon an ihren Grenzen arbeitet. Sie wird im Laufe der Entwicklung feststellen, dass alles, was geschieht eigentlich mit ihr persönlich nichts zu tun hat. Dann ist da noch Hanne Wilhelmsen, die mit ihrem Scharfsinn sowohl an dem Mord mitarbeitet wie auch an der Suche nach dem Manuskript. Sie kennzeichnet eine raue Schale und einen relativ weichen Kern und ich könnte mir vorstellen, dass es auf ihre Behinderung zurückzuführen ist. Der dritte Erzählstrang ist der um die verstorbene Astrid und den sehr korrekten Totengräber, der sich des Vermächtnisses von Astrid annimmt. Diese Stränge sind sehr konsequent durchdacht und durch die Kürze und das schnelle hin und her in den Kapiteln, trägt es zur Spannung bei. Der Spannungsbogen wird sehr gut bis zum doch überraschenden Ende entwickelt.
Ich finde diesen Krimi von Anne Holt sehr lesenswert und auch höchst spannend. Interessant finde ich, wie sie diesen Krimi in der Hochzeit von Covid entwickelt. Dies hat mir noch zusätzlich zu denken gegeben. Ich kann diesen Krimi empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Das absolute Rätsel

Invictum
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Mike Brink ist wegen seiner besonderen Fähigkeiten prädestiniert Rätsel zu lösen. Es gibt keines, dass er nicht entschlüsseln kann. Es handelt sich bei ihm um eine Inselbegabung, das Savant Syndrom. In ...

Mike Brink ist wegen seiner besonderen Fähigkeiten prädestiniert Rätsel zu lösen. Es gibt keines, dass er nicht entschlüsseln kann. Es handelt sich bei ihm um eine Inselbegabung, das Savant Syndrom. In New York wird er eines Tages von einer japanischen Frau angesprochen, die von seiner Begabung gehört hat. Es geht um die Öffnung der Drachenschatulle, die bisher noch keiner öffnen konnte und deren Inhalt eines der größten Rätsel Japans darstellt. Um seine Fähigkeiten zu testen hat sie ein mechanisches Rätsel mitgebracht, dass er schnell öffnete. Von seinen Fähigkeiten überzeugt sollte er mit ihr nach Japan fliegen. Mike wollte sich noch bei Dr. Trevers nach diesem Vorgehen erkundigen, doch leider musste er erfahren das dieser gestorben war. Für ihn stand jedoch fest sich diesem Rätsel zu stellen und so traten er und sein Hund Conundrum die Reise mit Sakura in das unbekannte Abenteuer an.
„Invictum - Das zweite Rätsel“ von Danielle Trussoni ist der zweite Band der von dem genialen Rätsellöser Mike Brink handelt, der diese Besonderheit einem Unfall zu verdanken hat. Schon das Cover sieht nach einem Rätsel aus, in dem eine laufende Frau zu sehen ist, eingeschlossen in eine unbekannte Struktur. Dieses Cover gefällt mir gut, da es schon auf den Inhalt abhebt. Dieses Rätsel was es zu lösen gilt ist aus einer früheren Zeit und es hat bisher noch keiner geschafft, es zu lösen. Es ist nicht nur diese Fähigkeit, die Mittelpunkt dieses Romans ist, sondern auch die Besonderheiten der japanischen Gesellschaft. Es ist ein interessanter Ausflug nach Japan, in die Geschichte der Gesellschaft und seiner Herrscher. Man erfährt von Herrschaftssystemen und die Machtpositionen, die sich daraus ergaben. Die Stellung von Mann und Frau in Japan ist ein zentrales Thema dieses Romans, dass durch das Einweben in eine spannende Handlung, den Leser manchmal außer Atem kommen lässt. Es liegt eine hohe Geschwindigkeit in der Story, die eine Identifikation mit dem Hauptcharakter herstellt und das Ringen um die Lösung des Rätsels. Natürlich sind es Frauen, die im Zusammenspiel mit Mike wichtig sind. Das ist auf der einen Seite Sakura, deren Rolle sich im Fortlauf der Story sehr positiv entwickelt, und da ist noch Rachel Appel, eine sehr innige Vertraute von Mike. Als Gegenspieler sind eine Gruppierung, die sich Die Fraktion nennt und mit Mikes größtem Gegenspieler Jameson Sedge und dessen Fähigkeit online Menschen zu steuern. Die Spannung wird in diesem Buch nicht nur durch die Sprache, sondern auch durch die kurzen Kapitel und schnall wechselnde Orte hochgehalten. Der Spannungsbogen ist auf einen überraschenden Höhepunkt ausgelegt.
Ich finde diesen Roman sehr spannend und auch mega unterhaltsam. Die Story um Mike Brink fesselt mich ungemein, da es so viele Dinge gibt die neu für mich sind und ich diese Informationen schon alleine sehr spannend finde. Ich konnte dieses Buch nur schlecht aus der Hand legen und kann es deshalb sehr gut empfehlen.

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