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Veröffentlicht am 28.04.2026

Nichts ist wie es scheint

Tödliche Begegnung
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Als Giovanna Ruggieri zu einem Streit am Ufer des Comer Sees gerufen wird, ist ihr noch nicht klar, dass es ein sehr komplizierter Fall wird. Der erste Blick ist klar, denn der Mörder steht mit der Tatwaffe ...

Als Giovanna Ruggieri zu einem Streit am Ufer des Comer Sees gerufen wird, ist ihr noch nicht klar, dass es ein sehr komplizierter Fall wird. Der erste Blick ist klar, denn der Mörder steht mit der Tatwaffe in der Hand über sein Opfer gebeugt. Er lässt sich auch ohne Gegenwehr abführen, doch er will nicht mit der Commissaria sprechen. Er möchte nur mit Maria di Bartolomeo reden, denn das ist seine Ex-Frau. Maria ist zwar nur Streifenpolizistin, doch sie hat in einem anderen Fall schon bewiesen, dass sie auch ein kriminalistisches Gespür aufweist. In diesem Fall ist ihr klar, dass ihr Ex unschuldig ist. Giovanna weiß nun, dass es kompliziert werden wird, da der Questore und der Staatsanwalt anderer Meinung sind.
Der Lombardei-Krimi „Tödliche Begegnung“ von Elisa Corti ist der zweite Fall in dem die Commissaria Giovanna Ruggieri und Maria di Bartolomei ermitteln. Der Blick auf den Comer See, der auf dem Cover zu sehen ist, zeigt einen schönen Anblick, der in diesem Krimi auch in manchen Beschreibungen durchblitzt. Die beiden Hauptpersonen haben nicht viel gemeinsam und doch hat die Autorin ein sehr erfolgreiches Ermittlerinnen Duo entwickelt, die sehr gut zusammenpassen. Eigentlich dürfen die beiden gar nicht zusammenarbeiten, da sie unterschiedliche Aufgaben in der Polizei haben. Geschickt lässt die Autorin ihre beiden Wege immer wieder kreuzen und so eine Zusammenarbeit entwickeln. Auch die Darstellung der Giovanna gefällt mir sehr gut, da sie sehr unkompliziert und freigeistig unterwegs ist. Unterstützt wird die Spannung durch eingestreute Rückblick in die Vergangenheit des Opfers und es taucht schon die Frage auf, aus welchem Grund dieser Rückblick geschieht. Doch die Autorin hat verschiedene Spuren ausgelegt und so den Ausgang des Krimis lange offengehalten und die Spannung bis zum Ende gut entwickelt. Sie hält an manchen Stellen die eine oder andere Überraschung parat. Ihre Sprache, die sie im Roman anwendet, ist sehr bildhaft und so ist es möglich die Story, wie im Film zu verfolgen.
Mir gefällt dieser regionale Krimi sehr gut und schließt auch an seinen Vorgänger gut an. Für mich ist es bei diesem Genre sehr wichtig, dass Spannung und Unterhaltung den Roman kennzeichnen. Das ist hier gegeben und so kann ich diesen Krimi gut empfehlen.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine Hommage an Leonhard Cohen

Hallelujah & Schalom
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Zuerst war das Konzert und das war ein Erlebnis, dann noch in einer Synagoge, unbeschreiblich. Aber dann braucht es doch kein Buch mehr. Doch, und zwar unbedingt. Denn das Konzert ist ein einmaliges Erlebnis. ...

Zuerst war das Konzert und das war ein Erlebnis, dann noch in einer Synagoge, unbeschreiblich. Aber dann braucht es doch kein Buch mehr. Doch, und zwar unbedingt. Denn das Konzert ist ein einmaliges Erlebnis. Das Buch ist etwas, dass ich immer wieder in die Hand nehmen kann und nachdenken über das, was diesen Leonard Cohen so besonders macht.
In diesem Buch „Hallelujah & Schalom“ von Holger Jenrich und Lutz Debus wird schon im Titel deutlich, was es ist – eine Verneigung vor Leonard Cohen. Auf dem Cover erscheint die Hauptperson in einer für ihn typischen Szene, versunken in sein Lied. Die beiden Autoren haben eine ganz besondere Verbindung zu Leonard und das wird in den Kommentaren sehr deutlich. Dieser Sänger begleitet ihren Lebensweg und das schon von frühester Jugend. Die Kapitel, die hier beschrieben sind, orientieren sich natürlich an den Liedern Cohens und das ist eine exemplarische Auswahl, aber wer Cohen schon mal gehört hat, eine, die den Lebensweg des Sängers und Autors verfolgt. Von Beginn seiner Karriere nimmt er eine sehr interessante Entwicklung, als Mensch und als Sänger. Dieses stellen die beiden Autoren in einer sehr persönlichen Art und Weise dar. Unterstütz wird das Ganze durch QR-Codes, die die Liedbeispiele ins Gedächtnis rufen.
Ich habe nun das Konzert gehört und auch das Buch gelesen und möchte feststellen, dass beides auch für sich spricht, aber wer die Möglichkeit hat beides zu erleben, sollte sich dieses gönnen. Denn im Konzert merkt man, wie stark und innig die Verbundenheit der beiden Autoren mit Leonhard Cohen ist.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2026

Auf der Heimatweide

Widdersehen
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Eine Schafherde hat es nicht leicht mit einer neuen Schäferin. Nach dem Tod ihres alten Schäfers George ging es erst einmal auf eine weide nach Frankreich von der sie nun zurückkehren. Irgendetwas treibt ...

Eine Schafherde hat es nicht leicht mit einer neuen Schäferin. Nach dem Tod ihres alten Schäfers George ging es erst einmal auf eine weide nach Frankreich von der sie nun zurückkehren. Irgendetwas treibt Rebecca um, so dass sie Gott sei Dank zurück nach Glenkill auf ihre alte Weide kommen. Doch dort ist alle ganz anders. Es gibt dort drei neue Schafe, die vom Metzger betreut werden und die Weide hat auch keine leckeren Kräuter mehr zu bieten. Zu allem Überfluss taucht ein abgeschnittener Finger auf und Rebecca verschwindet. Nun macht sich die Herde auf der Suche nach Rebecca und findet einen anderen Schäfer Theseus.
„Widdersehen“ von Leonie Swan ist der neueste Schafskrimi aus Glenkill. Schon vom Cover begrüßt die Herde den Leser, des nun dritten Bandes der Schafherde aus Glenkill. Auch diesmal müssen die Schafe um ihren Leitwidder Othello einige Abenteuer bestehen, denn ihre Schäferin ist verschwunden. Doch es wäre ja nicht die bekannte Herde um Miss Maple und Moppel the Whale, wenn ihnen nicht einfallen würde. Natürlich gibt es auch hier wieder eine Alternative, nämlich einen neuen Schäfer, Theseus, der einiges mit Rebecca zu tun hat. Außerdem gibt es ja noch die Schafe, die den neuen Schäfer anleiten, genauso wie Madouc, die Ziege, ein Anlernschaf ist. Die Autorin schafft es wieder die Gedanken der Schafe dem Leser zu präsentieren und so eine Kommunikation zwischen den Schafen und dem neuen Schäfer herzustellen. Auch neue Schafe werden wegen der Wollidarität in der Herde aufgenommen. Manchmal denkt na die Schafe sind bessere Menschen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Spannung gut bis zum Ende aufgebaut wird. Auch die Sprache, die die Autorin benutzt ist, sehr bildhaft und so fällt es mir nicht schwer mich auch in die Schafe zu versetzen.
Ich mag auch diesen dritten Band der Schafherde aus Glenkill, die manchmal sehr menschlich daherkommen. Ich finde das Buch ist eine gute Mischung aus Humor und Spannung. Ich kann diesen Band gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Mord oder Unfall

Mord à la Lavande
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Maxim sitzt in seinem Lieblingsbistro und kann einen Unfall mit Fahrerflucht bemerken. Es ist alles sehr merkwürdig und deshalb nimmt er auch das Handy, dass er findet, an sich. Als Krimischriftsteller ...

Maxim sitzt in seinem Lieblingsbistro und kann einen Unfall mit Fahrerflucht bemerken. Es ist alles sehr merkwürdig und deshalb nimmt er auch das Handy, dass er findet, an sich. Als Krimischriftsteller ist er auch neugierig und macht sich auf die Suche, nach dem Grund dieser Tat. Irgendwie findet er keinen richtigen Grund für den Unfall heraus, aber irgendwie gibt es kein Motiv, nur das er einige Lavendelbauern befragt hat. Ein Ansatzpunkt für Maxim und seinen Helferinnen Sabrina und Ginette.
Der Krimi „Mord a la Lavande“ von Robert de Paca spielt im Milieu der Lavendelbauern und ihre Geschäfte. Das Cover ist gut gewählt, denn es zeigt Produkte, die in der Lavande hergestellt werden und auch für einen guten Umsatz sorgen. Alles deutet darauf hin, dass der Mord, der wie ein Unfall aussieht auch damit zu tun hat. Doch der Krimiautor Maxim, der Hauptcharakter, ist misstrauisch und macht sich an die Ermittlungen. Hilfe bekommt er von seiner Bekannten Sabrina, einer Journalistin, und Ginette, die beim Tourismusbüro arbeitet. Dieses Team ist sehr gut aufeinander abgestimmt und sind vom Autor sehr gut eingeführt worden. In diesem Krimi wird viel über das Lavande erzählt und dessen Besonderheiten, aber auch wie des Öfteren über zwischenmenschliche Beziehungen. Diese Mischung macht den Krimi aus und durch eine bildhafte Sprache wird diese Geschichte gut unterstützt. Sie ist sehr authentisch und spannend und der Spannungsbogen wird gut bis zum Ende aufgebaut.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis, die die Besonderheiten einer Region mit Spannung verknüpfen und das geschieht hier sehr gut.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Schwierige Familienbande

Tod im Piemont - Weißer Trüffel, schwarzer Tod
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Sofia Dalmasso betreibt oberhalb des Lago Maggiore in einem kleinen Dorf ein Café, das bei der einheimischen Bevölkerung gut angesehen ist. Ab und zu kocht sie auch einen Mokka, das heißt sie liest aus ...

Sofia Dalmasso betreibt oberhalb des Lago Maggiore in einem kleinen Dorf ein Café, das bei der einheimischen Bevölkerung gut angesehen ist. Ab und zu kocht sie auch einen Mokka, das heißt sie liest aus dem Kaffeesatz die Zukunft. Das soll sie auch bei Anna, einer Käse- und Trüffelverkäuferin auf dem Markt tun. Sie möchte das eigentlich nicht und auch der Pfarrer ist davon nicht begeistert, doch für Anna möchte sie das noch tun. Doch Anna kommt nicht zum Termin und Sofia macht sich Sorgen. Das kann sie auch, denn Anna wird tot aufgefunden und ihr Freund Commissario Alessandro Ranieri übernimmt die Ermittlungen. Da es sich um Anna handelt kann Sofia das Ermitteln nicht lassen und sucht selbst nach dem Mörder.
Der Krimi „Tod im Piemont“ von Anna Merati spielt in der Nähe des Lago Maggiore. Die Story dreht sich um das Suchen und den Verkauf von schwarzen und weißen Trüffeln, wobei die weißen sehr selten und sehr teuer sind. Der Hauptcharakter ist Sofia Dalmasso, die ein Café in diesem kleinen Ort betreibt und dadurch natürlich über viele interessante Neuigkeiten verfügt, da die Menschen dieses Ortes sich hier immer wieder treffen. Ihr Freund ist der Commissario und sie haben auch schon gemeinsam einen Fall gelöst. Das Besondere an Sofia ist, dass sie aus dem Kaffeesatz die Zukunft lesen kann, naja zumindest versucht sie es, aber die Menschen vertrauen ihr. Die Autorin lässt sie natürlich in einen Fall schlittern, der sehr kompliziert daherkommt, denn wer ermordet schon eine liebenswürdige alte Frau. Ein klassisches Schema, dass nun die junge Dame mit ermittelt, was ihr Freund nicht so gerne sieht (oder doch). Das ist genau das Besondere an dieser Story dieses Mal hier und da ein bisschen hinhören und auch Fragen stellen, ganz subtil und erfolgreich. Schön, dass das ihr Freund der Commissario auch so sieht. Die Story ist sehr authentisch, denn diese Dinge kommen schon sehr häufig vor. Die Autorin versteht es mit ihrer bildhaften Sprache, die Leser abzuholen und einzubinden, denn sie berichtet auch von der Schönheit der Region. Die Spannung ist gut bis zum Ende entwickelt.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis, da Spannung und Beschreibung der Region eine sehr unterhaltsame Mischung bilden. Auch das Cover passt gut zum Roman und gefällt mir sehr gut. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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