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Veröffentlicht am 27.01.2026

Gute Teamarbeit

Steirerzwist
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Eine Leiche wird aus der Mur in Graz geborgen. Es ist eine Hotelbesitzerin, die dort mit durchtrennter Kehle in dem Fluss liegt. Kurze Zeit später wird ein Obdachloser ebenfalls aus der Mur geborgen. Ebenfalls ...

Eine Leiche wird aus der Mur in Graz geborgen. Es ist eine Hotelbesitzerin, die dort mit durchtrennter Kehle in dem Fluss liegt. Kurze Zeit später wird ein Obdachloser ebenfalls aus der Mur geborgen. Ebenfalls mit durchtrennter Kehle. Was haben diese zwei Fälle gemein, denken sich Inspektoren der Kripo Graz. Sandra Mohr ist gerade erst aus dem Urlaub zurück und taucht gleich wieder ein in einen neues Fall. Doch dieser ist sehr kompliziert, wie sie und ihr Chef Bergmann feststellen. Es ist sehr delikat, denn die Tote hat vor noch nicht langer Zeit ihren Mann beerdigt und dessen erste Frau war auch erst ein Jahr tot, Selbstmord in der Mur. Ein sehr mysteriöser Fall kommt auf die Ermittler zu.
„Steirerzwist“ von Claudia Rossbacher ist der nun 15. Fall mit der Inspektorin Sandra aus Graz. Ein zerbrochener Spiegel ziert das Cover dieses Steirerkrimis. Es ist ebenso mysteriös wie dieser Krimi. Die Hauptpersonen sind gut aufeinander abgestimmt, auch wenn immer wieder auch die Probleme zwischen Bergmann, dem Chef, und seinen jungen Inspektorinnen. Er hat halt immer mal wieder sexistische Sprüche drauf und das kommt nicht gut an. Sandra hat in diesem Krimi auch eigene Probleme mit ihrem Stiefbruder, der schon gewalttätig ihr gegenüber war. Nun ist ihre Mutter gestorben und nur ihr Lebensgefährte kann sie beruhigen in diesem familiären Desaster. Das beeinträchtigt ein wenig den Einsatz im Fall. Der stellt sich als sehr verzwickt heraus, denn es gibt auf den ersten Blick keinen Grund und kein Motiv für die beiden Morde. Sehr geschickt verknüpft die Autorin diese beiden Fälle und hält so die Spannung hoch. Die Sprache der Autorin ist sehr erzählend und so kann man diesem Fall sehr gut folgen. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und bis zum Ende gut entwickelt.
Ich finde es ist ein sehr guter regionaler Krimi aus der Steiermark und man lernt nebenbei noch etwas über die Region und ihre Schönheit kennen. Für Fans des regionalen Krimis kann ich diesen Steirerkrimi gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein sehr blutiger Thriller

Blutwild
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Anka erlebt durch den Fund von abgetrennten Körperteilen noch einmal ihre Entführung durch einen Serientäter, den sie nur knapp überlebt hat. Sie hat damals einen Unterschenkel auf der Flucht verloren, ...

Anka erlebt durch den Fund von abgetrennten Körperteilen noch einmal ihre Entführung durch einen Serientäter, den sie nur knapp überlebt hat. Sie hat damals einen Unterschenkel auf der Flucht verloren, als sie in eine Falle getreten ist. Danach hat sie ihren Dienst bei der Polizei aufgegeben. Und jetzt ist wieder alles da, vor allem die Angst. Sie fühlt sich bedroht und nur Izzy ihre Freundin unterstützt sie, um ihre Ängste zu überwinden. Ihre ehemaligen Kollegen nehmen ihre Angst nicht ernst, da der Mörder im Gefängnis sitzt. Doch Anka hat Bedenken, dass es einen anderen Mörder gibt. Das erlebt sie auch bald am eigenen Leib, denn sie wird wieder gejagt.
Der Thriller „Blutwild“ von Saskia Te Marveld ist ein sehr blutiger Thriller und das Cover zeigt auch ein entscheidendes Tatwerkzeug, ein Beil. Der Mörder zerteilt seine Opfer und nimmt sie aus und danach stellt er die Extremitäten, wie in einer Ausstellung aus. Die Autorin hat schon eine sehr kräftige und bilderbetonte Sprache, so dass man sich die abgetrennten Körperteile vorstellen kann. Auch die Angst, die die Hauptperson hat, ist schon deutlich spürbar. Es ist alles ein wenig fragwürdig, wie sich Anka um diesen Fall kümmert. Nur ihre Freundin Izzy steht ihr bei und unterstützt sie im Alltag. In Rückblenden wird der alte Fall immer wieder in die Story eingebaut, um deutlich zu machen, aus welchen Gründen die Angst in Anka immer wieder hochkommt. Allerdings wird auch die Sicht des Täters immer mal wieder thematisiert. Die Autorin schafft es auch die Szenerie, um den Serientäter aufzubauen und so die Spannung bis zum Ende zu steigern.
Dieser Thriller ist mir eigentlich etwas zu blutig und das stört mein Lesevergnügen ein wenig. Die Story ist schon gut entwickelt und es wird auch Freunde dieses Genre geben, die diesen Krimi mögen.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Zum Wohle Dänemarks

Oxen. Interregnum
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Generalstaatsanwalt Eilertsen wird an einem See in Schweden tot aufgefunden. Das ruft den dänischen Verfassungsschutz PET auf den Plan. Der vorläufige Vorsitzende Mossmann und seine Mitarbeiter Frankh ...

Generalstaatsanwalt Eilertsen wird an einem See in Schweden tot aufgefunden. Das ruft den dänischen Verfassungsschutz PET auf den Plan. Der vorläufige Vorsitzende Mossmann und seine Mitarbeiter Frankh und Oxen sollen den Tod aufklären. Sie haben gerade eine Verschwörung aufgedeckt und sind daon ausgegangen, das dieses endgülig war, doch der Danehof lässt sich nicht einfach ausradieren. So dringt der PET tief in die dänische Politik ein und die beiden Agenten müssen sich vielen Gefahren im dienstlichen und auch im privaten Bereich aussetzen, um am Ende erfolgreich zu sein.
Der Thriller "Oxen-Interregnum" von Jens Henrik Jensen ist der siebte Teil dieser Reihe um den Jägersoldaten Oxen, Margarethe Frankh und Mossmann ihren Chef. Es ist ein sehr politischer Thriller und die Beziehungen tief in der dänischen Gesellschaft verwurzelt. Margarethe und Oxen sind ein Team das im privaten Bereich, wie im dienstlichen Bereich gut zusammenarbeiten. Das ist bei Oxen auch manchmal notwendig, da er noch psychlogische Probleme hat. Außerdem hat er einen 15-jährige Sohn den er abgöttisch liebt und ihn immer beschützen möchte. Da er eine neue Freundin hat und deshalb mit einem jungen Drogendealer Probleme hat, muss er sich neben dem Fall auch darum kümmern. Die Story um den Danehof und seine Verwicklung mit Politikern ist schon nachvollziehbar und auch plausibel. Die Nachforschungen und die freie Hand, die Margarethe und Oxen in den Fällen, die sie bearbeiten, lingt schon manchmal nach James Bond. Die Story ist sehr gut geschrieben und auch spannend, denn es gibt viele Beziehungen zu klären und das macht der Autor auf fast 600 Seiten sehr ausführlich beschrieben. Allerdings versteht Jensen es die Spannung immer wieder anzukurbeln. Gerade wenn er das Studentenpaar und die Dinge, die sie ermitteln beschreibt. Hier ist auch der chinesische Geheimdienst involviert und so ist es eine spannende Spionagestory kombiniert mit natinalen Tendenzen in Dänemark und eine Randgeschichte, in denen es um Drogen geht. Das ist auch mit der Grund für die Ausführliche Erzählung. Der Spannungbogen ist sehr gut entwickelt und die Spannung bewegt sich in Wellen zu seinem überraschenden Finale.
Ich habe schon andere Thriller aus dieser Reihe gelesen und ich mag die Schreibweise dieses Buches. Auch das Thema finde ich spannend und die Rolle des Vaters Oxen hebt das Buch nochmal auf eine romantische Ebene. Ich kann dieses Buch empfehlen und auch die Ausführlichkeit ist für mich in Ordnung.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Ein neuer Anfang

Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
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Max Bischoff ist eigentlich nur noch Dozent an der Fachhochschule und möchte nur noch Polizisten unterrichten, doch er soll einen Fall übernehmen, der noch nicht geklärt ist. Es juckt ihn ein bisschen ...

Max Bischoff ist eigentlich nur noch Dozent an der Fachhochschule und möchte nur noch Polizisten unterrichten, doch er soll einen Fall übernehmen, der noch nicht geklärt ist. Es juckt ihn ein bisschen in den Fingern, als ihn ein Vater bittet seine vor sechs Jahren verschwundene Tochter wieder zu finden.Er kämpft mit sich, doch am Ende übernimmt er den Fall und muss mit dem ersten Hauptkommissar Menkhoff aus Köln zusammenarbeiten. Als dann Dinge der verschwundenen Tochter wieder auftauchen, wird der Fall sehr mysteriös. Aber es scheint ein neuer Anfang für Max zu sein.
Der Thriller aus der Reihe "Mörderfinder - Die Spur der Mädchen" mit dem ehemaligen Oberkommissar Max Bischoff, ist ein neuer Anfang für Max. Die Figur war ja schon vorher in einigen Thriller von Arno Strobel ein Mittelpunkt bei den Ermittlungen. Das ist auch in diesem ersten Band der Mörderfinder wieder der Fall. Das Cover ist sehr einfach aber eindeutig gehalten, es geht um den Inhalt, nicht um den Einband. Und doch ist das Cover in meinen Augen aussagekräftig und eindeutig. Der Fall ist sehr gut beschrieben und die Ermittlungen lassen sich gut nachempfinden. Ebenso die Bedenken, die sich im Kopf von Max abspielen, sind eindeutig und gut beschrieben. Erst ein unbeliebter Kommissar bringt Max dazu, sich wieder mit seinen Stärken zu beschäftigen. Dieses wird vom Autor sehr gut aufgebaut und so ist die Geschichte auch sehr plausibel erzählt. Die Spannung wird bis zum Ende hochgehalten und es sind einige Twitches dabei, die die Spannung befeuern. Die Sprache ist sehr bildhaft und läuft wie ein Film ab, in dem man sich hineinbegeben kann und sich unterhalten lässt.
Ich finden dieses Buch sehr gut, da es spannend geschrieben ist und ich mich gut unterhalten fühle. Ich kann mich gut mit der Hauptfigur Max identifizieren, nicht mit seinen Fällen, aber mit seinem Wesen. Das hilft mir beim Eintauchen in diesen Thriller. Ich kann ihn mit gutem Gewissen empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Ein familiäres Verbrechen

Lügen auf Friesisch
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Sven Christiansen leitet einen Markt für Restposten. Eines morgens wird er ermordet aufgefunden. Doch wer der Täter ist, kann die Kripo nicht auf Anhieb ermitteln. Der Chef der Kripo muss auch noch ins ...

Sven Christiansen leitet einen Markt für Restposten. Eines morgens wird er ermordet aufgefunden. Doch wer der Täter ist, kann die Kripo nicht auf Anhieb ermitteln. Der Chef der Kripo muss auch noch ins Krankenhaus, so dass die Beamten Michi und Ulf auf sich gestellt sind. Nicht ganz, wie sich herausstellt, denn ihr Chef zieht die Strippen auch aus dem Krankenhaus. Er kennt halt eine Menge Leute in Husum und so kommen ganz allmählich einige Geheimnisse ans Licht.
„Lügen auf Friesisch“ aus der Reihe Tatort Waterkant von Thomas Herzberg ist der vierte Band aus dieser Reihe. Das Cover zeigt eine typische Waterkant Szene und passt ganz gut zu diesem Krimi. Die Story ist auch gut nachvollziehbar, die Sprache ist ein bisschen langatmig, in meinen Augen. Die beiden Kommissare hingegen gefallen mir sehr gut. Vor allem das Küken Michi ist ganz schön auf Zack. Nicht nur dass sie ihren Chef Kruse gut im Griff hat, naja sie versorgt ihn ja auch ganz, so kann sie sich auch manchmal einen frechen Spruch erlauben. Auf kriminalistisch gibt sie ihr Bestes und zusammen mit ihrem, manchmal brummigen Kollegen Ulf, bilden sie schon ein gutes Team. Die Krone ist allerdings Kruse, der Gott und die Welt kennt und so vom Krankenbett aus den Fall mit seinen beiden Kollegen zum Abschluss bringt. Gut vorstellen kann ich es mir schon, dass so ein langjähriger Kommissar viele Leute kennt und auch irgendwo immer etwas guthat, um an Informationen zu kommen. Die Szenen im Krankenhaus sind schon etwas Besonderes. Allerdings ist so ein kleines Manko, dass der Krimi sehr langsam in die Gänge kommt und so am Anfang schon so seine Längen hat. Die Spannung ist gut bis zum Ende entwickelt und im Laufe der Handlung wird es dann auch interessanter.
Ich finde diesen Krimi gut in seiner Art, aber nicht überragend. Er lässt sich gut lesen und ist als regionaler Krimi auch gut. Für mehr fehlt so ein bisschen die Spritzigkeit von Anfang an.

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