Wow
AurisDer Schreibstil ist angenehm flüssig, man fliegt förmlich durch die Seiten. Ohne große Einstiegshürden wird man direkt in die Geschichte gezogen.
Im Mittelpunkt stehen zwei gegensätzliche Figuren:
Auf ...
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, man fliegt förmlich durch die Seiten. Ohne große Einstiegshürden wird man direkt in die Geschichte gezogen.
Im Mittelpunkt stehen zwei gegensätzliche Figuren:
Auf der einen Seite Jula, eine junge und ehrgeizige Journalistin. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr. Sie handelt intuitiv, wirkt sympathisch und bleibt in ihren Entscheidungen durchweg nachvollziehbar.
Auf der anderen Seite steht Matthias Hegel, renommierter Professor für forensische Phonetik. Mit ihm wurde ich nicht direkt warm. Für mich war er undurchschaubar, zeitweise unsympathisch und hochgradig berechnend. Trotzdem ist er als Figur glaubwürdig und faszinierend konstruiert. Die originelle Fähigkeit von Hegel hebt das Buch deutlich von anderen Thrillern ab.
Der Thriller ist rasant erzählt, mit hohem Tempo und zahlreichen unerwarteten Wendungen. Die Handlung lebt vor allem von den verbalen Schlagabtauschen zwischen den beiden Hauptfiguren: konträr und intensiv. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln, ein wahres Verwirrspiel.
Viele Fragen bleiben am Ende offen, was bei mir den Drang ausgelöst hat, direkt zum nächsten Band zu greifen.