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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

liebevoll

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Der Roman ist richtig schöne Literatur für Liebhaber von kurzweiligen Liebesromanen. Die Handlung ist sehr schön gestaffelt in Vergangenheit (Schicksal mehrerer Generationen von Frauen einer Familie) und ...

Der Roman ist richtig schöne Literatur für Liebhaber von kurzweiligen Liebesromanen. Die Handlung ist sehr schön gestaffelt in Vergangenheit (Schicksal mehrerer Generationen von Frauen einer Familie) und Gegenwart der jüngsten Frau dieser Familie. Besonders macht ihn, dass die Handlung in gleich zwei total unterschiedlichen Ländern handelt. England mit seiner Steifheit und den vielen Konventionen ist der Ausgangspunkt. Sri Lanka, für mich ein Land mit eigenartigen Glaubensritualen und Menschen mit total anderen Charakteren, bildet den Gegenpol. Dass der Leser ganz nebenbei über solche Gebräuche und die Geschichte dieses Landes einiges erfährt, ist ausgesprochen perfekt inszeniert. Allerdings muss ich sagen, dass die Wandlung des Charakters von Lali etwas unwirklich erscheint. Welcher Mensch kann sich von jetzt auf gleich so total verändern. Lali ist vorsichtig, zurückgezogen, familienverwurzelt in England und noch total unentschlossen, was sie aus ihrem Leben machen soll. Dann plötzlich hat sie den Mut nach Sri Lanka zu reisen, total allein, ohne genauen Plan und das alles sofort. Ja sie hat plötzlich sogar die Tatkraft entwickelt, mit ihrer Mutter die familieneigene Teeplantage vor dem Verkauf zu retten. Wirklich schön und mutig, doch auch ein wenig unglaubwürdig. Auf jeden Fall liest sich der Roman sehr gut. Ich kann ihn wirklich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

anspruchsvoll und total aktuell

Standing Ovations
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Wahnsinn! Das ist ein Roman, der mich ganz schön in einen Zwiespalt meiner Empfindungen gebracht hat. Das Thema ist seit einigen Jahren ja brennend aktuell. Wir Frauen dürfen uns nicht benutzen lassen! ...

Wahnsinn! Das ist ein Roman, der mich ganz schön in einen Zwiespalt meiner Empfindungen gebracht hat. Das Thema ist seit einigen Jahren ja brennend aktuell. Wir Frauen dürfen uns nicht benutzen lassen! Wir sind genau soviel wert wie die Männer! Endlich stehen wir auf und wehren uns gegen Erniedrigung und Abhängigkeit. Egal ob der Herr einflussreich ist, Geld hat oder glaubt sich Frei- und Frechheiten herausnehmen zu können. In diesem Roman, wird so ein Übergriff, von drei Seiten beleuchtet. Die Autorin hat mich total in ein Wechselbad der Gefühle geführt. Alex ist ein total überheblicher Kritiker. Er glaubt, ohne Skrupel mit der Kariere von Menschen jonglieren zu dürfen. Der Höhepunkt ist seine Nacht mit Hayley, einer jungen Schauspielerin. Ich war begeistert, als sich die junge Frau auf eine sehr, sehr mutige Art wehrt. Ich bin voll auf ihrer Seite. Ob allerdings Alex, in seiner selbstsicheren und arroganten Art, die ihm mehr oder weniger in seiner Kindheit anerzogen wurde und durch seine Stellung in der Gesellschaft und speziell im Zeitungswesen gefestigt wurde, alleine verantwortlich für sein Wesen ist, brachte mich in Verlegenheit. Hin- und hergerissen las ich weiter, tendierte einmal in die eine Richtung und fand mich einige Seiten später schon wieder auf der anderen. So musste ich teilweise sehr lange lesen und lesen und lesen! Auch das Ende des Romans lässt mich weiter grübeln. Also zum Abschluss: Sehr gute, aber nicht einfach Literatur. Hoch aktuell! Katharina Martl, die Übersetzerin, hat daran einen nicht geringen Anteil. Das Cover ist genau so zwiespältig wie das Buch.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Sehr, sehr gut!

Mystery Eye
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Der Roman hat gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Eine interessante Handlung liegt vor. Die jungen Leute, die entdecken, dass sie telepathisch veranlagt sind, müssen sich mit ihrer Gabe auseinandersetzen, ...

Der Roman hat gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Eine interessante Handlung liegt vor. Die jungen Leute, die entdecken, dass sie telepathisch veranlagt sind, müssen sich mit ihrer Gabe auseinandersetzen, anfreunden und lernen mit ihr umzugehen. Ich bin eigentlich ein sehr realistischer Mensch. Doch gerade die Telepathie steht irgendwo zwischen den Fronten. Kein Wissenschaftler oder Forscher auf diesem Gebiet kann meiner Meinung nach 100prozentig überzeugen. Und nun dieser Roman. Er trifft meinen Geschmack auf den Punkt. Die Handlung ist spannend und hat ständig eine Überraschung zu bieten. Der Stil ist jugendlich und spritzig. Gut, manche Aktionen sind nicht ganz nachvollziehbar. Aber ist Telepathie das überhaupt? Jedenfalls muss ich Frau Blum ein großes Lob für diese Lektüre aussprechen. Gerne würde ich auch die Fortsetzung lesen.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Nichts für mich

Die Kurve
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Jetzt stehe ich vor einer schwierigen Aufgabe. Wie bewerte ich „Die Kurve“? Die Zusammenfassung auf dem Buch und auch die Leseprobe hatten mir viel versprochen. Dieses Versprechen konnte der Thriller leider ...

Jetzt stehe ich vor einer schwierigen Aufgabe. Wie bewerte ich „Die Kurve“? Die Zusammenfassung auf dem Buch und auch die Leseprobe hatten mir viel versprochen. Dieses Versprechen konnte der Thriller leider nicht einhalten. Ich habe keinerlei Spannung bemerkt. Die handelnden Personen waren charakterlich für mich nicht fassbar. Dubiose Telefonate zwischen dem Chef einer Gruppe von Personen, die jeden Auftrag bis hin zum Mord, ohne Fragen zu stellen, ausführen, waren eher sinnlos als mitreißend. Schon allein die Frage zu Beginn vieler dieser Telefonate: Wo bist du? Die darauf folgende Antwort habe ich fast immer als Lüge oder undurchsichtige Floskel empfunden. Gehen diese eh nicht normalen Menschen wirklich so miteinander um? Auf jeden Fall wieder keine Spannung für mich! Einzig die Informationen über das Leben der „Killer“ in ihrer Jugend und wie sie zu ihrem jetzigen Job gekommen sind, ergab für mich Sinn. Leider muss ich sagen: „Die Kurve“ hat bei mir nicht die Kurve gekriegt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Künstler sind anders

Der ewige Tanz
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Wer leichte Unterhaltung sucht, ist hier falsch! Nach meinem Empfinden ist dieser Roman vorrangig für Leser mit einem Gefühl für Kunst insbesondere für den Tanz ein Reißer. Denn wenn man sich nicht emotional ...

Wer leichte Unterhaltung sucht, ist hier falsch! Nach meinem Empfinden ist dieser Roman vorrangig für Leser mit einem Gefühl für Kunst insbesondere für den Tanz ein Reißer. Denn wenn man sich nicht emotional in die Tänzerin Anita Berber hineinversetzen kann, ist die Handlung kaum nachzuvollziehen. Dabei ist nicht das klassische Ballett gemeint, nein, das moderne Ausdrucksballett der Zeit um die 1930. Gefühlvoll ist kurz die Kindheit von Anita geschildert. Die Mutter ist Künstlerin, ebenfalls der Vater. Die Mutter hat fast keine Beziehung zur Tochter, der Vater gar keine. Alleinig die Großmutter versteht und erzieht Anita. Das Kind wird zur jungen Frau und erfolgreich als Tänzerin. Sie geht in ihrer Kunst auf. Mit Herz, Seele und Körper gibt sie den Figuren, die sie tanzt Schönheit, Kraft, Brutalität, Anmut, Exotik und viele Eigenschaften mehr. Man muss sich vorstellen, nur mit den Bewegungen ihres Körpers kann sie all dieses darstellen. Sie hat Erfolg. Der Erfolg bezieht sich jedoch nicht auf ihre Beziehungen mit Männern. In der Zeit ihres Erfolges tanzt sie in großen Häusern. Nach und nach in immer gewagteren Choreographien und noch gewagteren Kostümen. Jetzt teilen sich Begeisterung und Unverständnis beim Publikum. Anita findet Gefallen an Beziehungen zu anderen Frauen. Sie hat aber auch hier kein Glück mit ihren Partnerinnen. Immer häufiger greift sie zu Drogen und Alkohol, Tourt durch Europa. Die Etablissements, in denen sie und ihre Partner auftreten, werden immer fragwürdiger. In dieser Zeit zieht sie sich eine unheilbare Krankheit zu, an der sie auch stirbt. Erst spät habe ich überhaupt realisiert, dass die gesamte Handlung eine Erzählung ihrer Erlebnisse sind, die sie aus ihrer Erinnerung kurz vor dem Tod gedanklich heraufbeschwört. In der Klinik erhält sie von ihren wenigen wirklichen Freunden Besuche. Viele bekannte Namen aus dem Künstlermilieu zählen zu ihren Bekanntschaften. Besuch hat sie nur von wenigen. Der Leser wird irgendwie aufgefordert, nachzudenken. Was hat Anita falsch gemacht? Was ist ihrem Charakter und was der wahnsinnigen Boheme in der sie lebt zuzuschreiben? An welchem Punkt ihres Lebens hätte sie in eine andere Richtung abbiegen müssen? Oder wollte sie das gar nicht? Viele Fragen!

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