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Veröffentlicht am 31.10.2019

Schöne schaurige Geschichte

City of Ghosts - Die Geister, die mich riefen
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Ab und an lese ich gerne Kinderbücher. Und da ich die Jugendbücher von Victoria Schwab bisher sehr gerne mochte, musste ich natürlich auch City of Ghost lesen.

Und was mir sofort auffiel, dass Cassidy ...

Ab und an lese ich gerne Kinderbücher. Und da ich die Jugendbücher von Victoria Schwab bisher sehr gerne mochte, musste ich natürlich auch City of Ghost lesen.

Und was mir sofort auffiel, dass Cassidy sich mit ihren 12 Jahren erwachsener verhält als so manch älterer Charakter aus Jugendromanen. Es gab keine Stelle an der ich von ihr genervt war. Eine wirklich willkommene Abwechslung.
Wir lernen Cassidy kennen und sie ist sich ihrer Gabe schon bewusst, dass heißt wir müssen nicht erst mit ihr zusammen heraus finden, was mit ihr nicht stimmt. Zumindest zum Teil weiß sie Bescheid über den Schleier und die Geisterwelt. Der Übergang wird sehr gut beschrieben, so dass man sich das super vorstellen kann.
Jacob als ihr ständiger Geisterfreund und Begleiter ist mir sehr sympathisch, obwohl er Geheimnisse hat.

Natürlich ist es auch ein wenig witzig, dass Cassidys Eltern bekannt für Geistergeschichten geworden sind und eine Show zu dem Thema drehen und die Tochter kann wirklich Gespenster sehen. Doch ihre Eltern wissen davon nichts, außer von Jacob und so beginnt für Edinburgh ein neues Abenteuer für Cassidy.

Und mit dem Setting hatte Victoria Schwab mich auch sofort gecatcht. Edinburgh ! Immer noch ein Ort zu dem ich, dank vielen Romane, unbedingt mal hinreisen möchte. Nur diesmal lernen wir die Stadt aus dem geschichtlichen und gruseligen Aspekt kennen.
Dieses Setting und die Geschichte die dort entsteht konnte mich in ihren Bann ziehen und gerade in der Zeit vor Halloween ist es die perfekte Lektüre nicht nur für junge Leser.

Fazit:
Dieses Kinderbuch ist nicht nur was für die jungen Leser. Wer auf Geister und eine spannende Geschichte mit einer für ihr Alter sehr reifen und toughen Protagonistin steht, ist hier genau richtig. Die Geschichte wird richtig spannend und lässt sich dank passendem Schreibstil wirklich gut lesen.
Ich bin gespannt wo Cassidys und Jacobs Reise noch hingeht.

Veröffentlicht am 28.10.2019

Schöne Liebesgeschichte

The Light in Us
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Emma Scotts neuen Roman musste ich nach der "All In " Dilogie, die mich wirklich begeistern konnte, unbedingt lesen. Daher bin ich mit hohe Erwartungen an dieses Buch gegangen.

Mein Problem mit der Geschichte ...

Emma Scotts neuen Roman musste ich nach der "All In " Dilogie, die mich wirklich begeistern konnte, unbedingt lesen. Daher bin ich mit hohe Erwartungen an dieses Buch gegangen.

Mein Problem mit der Geschichte nach Beenden... Es ist kein schlechtes Buch, aber mir fällt auch nicht besonders viel ein. Ab und an passiert mir das nach einem Buch.

Emma Scott hat wieder eine schöne Liebesgeschichte geschrieben. Mit Noah Lake kann man nur Mitgefühl empfinden, denn wenn man so ein Leben führt, welches auf den nächsten Adrenalinrausch aufgebaut ist und man dadurch auch bekannt geworden ist und dieses auf einmal wegbricht, ja was bleibt dann noch ? Man muss sich erst einmal neu finden und rausfinden, was man mit seinem "neuem" Leben anfangen möchte. So geht es Noah natürlich, doch er sperrt sich auch noch gegen sein neues Leben. Deshalb konnte ich sein Verhalten auch nachvollziehen.

Und dann kommt da eine Charlotte daher, die zwar selber nicht sehr viel Glück hatte in ihrem letzten Jahr, aber trotz Problemen immer versucht etwas Positives zu sehen und das Beste aus der Situation zu machen. Als sie durch Geldnot getrieben den Job annimmt sich um Noah zu kümmern, kann es ja nur Reibungen geben. Der musikalische Aspekt bei Charlotte mit der Geige fand ich schön miteingebracht, auch wenn ich schon das ein oder andere Mal gelesen habe, dass es handwerklich nicht gut recherchiert ist, aber da ich kein Experte dafür bin, habe ich das nicht gemerkt.

Zu Beginn ging es mir ein wenig zu flott, gerade von Charlottes Seite aus und stellenweise wirkt das gesagte auch etwas kitschig, doch Emma Scott schafft es, dass man sich in beide Charaktere gut reinversetzen kann, was das Schreiben aus beiden Sichten meist schon mit sich bringt.

Zum Ende konnte mich ein kleiner Plot Twist doch noch überraschen,aber an sich waren die Entscheidungen gerade später realistisch und nachvollziehbar.


Dieses Buch lässt mich nach einer schönen Liebesgeschichte zufrieden zurück. Doch wirkte "All In" bei mir länger nach. Das Buch hat keine großen Schwächen, mir persönlich ging die Liebesgeschichte zu Beginn nur etwas zu flott, sonst konnte es mich aber wieder gut mitziehen. Es ist eine schöne interessante, aber kurzweilige Liebesgeschichte mit einem schönen Schreibstil.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Eine realistische Geschichte über 4 Berliner Ghettojungs

Sonne und Beton
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Auch ich gehöre zu den Hackis und höre den Podcast und finde die Stand Ups von Felix meisten aus sehr gut.

Deswegen habe ich zu diesem Buch gegriffen und war gespannt, was er uns dort zu erzählen hat. ...

Auch ich gehöre zu den Hackis und höre den Podcast und finde die Stand Ups von Felix meisten aus sehr gut.

Deswegen habe ich zu diesem Buch gegriffen und war gespannt, was er uns dort zu erzählen hat.

Wir bekommen eine realistische Geschichte von 4 Jungs aus dem Berliner Ghetto und wie ihr Leben dort so verläuft.
Dem Mileu entsprechend ist auch die Ausdrucksweise der Jungs. Und gerade in Hörbuchform, welches von Felix selber gelesen wird, kommt das nochmal direkt besser rüber. (Vielleicht ging mir die Häufigkeit des Wort "Dingens" etwas auf die Nerven :D).

Durch die Geschehnisse ist auch immer eine kleine Spannung im Hintergrund vorhanden, was zu der Geschichte gut passt.

Und wenn man den Podcast hört merkt man eben auch Parallelen zu dem Leben von Felix, was die Geschichte noch authentischer macht.

Das Problem mit dem Ende, haben ja einige gehabt, denn so ein abruptes Ende hatte ich auch noch nicht. Gefühlt hört es mitten in einer Erzählung einfach aus. Im Buch gibt es dann noch einen Zeitungsartikel, der eine offene Frage noch auflöst.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Leicht unnötiger Teil der Reihe

Throne of Glass 6: Der verwundete Krieger
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Mit diesem Band in der "Throne of Glass Reihe" habe ich so meine Probleme.

Denn mir kommt dieser Band als Streckung der Reihe vor.
Klar Chaol war zu Beginn eine wichtige Figur und er hatte ein schweres ...

Mit diesem Band in der "Throne of Glass Reihe" habe ich so meine Probleme.

Denn mir kommt dieser Band als Streckung der Reihe vor.
Klar Chaol war zu Beginn eine wichtige Figur und er hatte ein schweres Schicksal, doch bin ich nicht der Meinung, dass man ein so dicken Band über ihn schreiben müsste.

Die Geschichte um Chaol und Yrene ist schnell absehbar.
Mit Yrene und Nesryn werden hier zwar zwei weiter starke Frauen nochmal ausführlich behandelt, aber auch hier war das meiste eher vorhersehbar.
Die Infos die wir über die Valgs und Erawan erfahren sind zwar überraschend und wichtig, aber dahin zu kommen hat lange gedauert. Klar wird hier noch mehr genauer dargestellt, aber irgendwie kommt es mir eher unnötig vor. Das ganze königliche Geränkel und Geplänkel in Antica wirkt gegen den Krieg in Terassien und Aelins Problemen am Ende des letzten Bandes doch eher wie Kindergarten vor.
Es gibt zwar spannende Szenen und die Liebesgeschichten und Gefühle kommen wieder sehr gut rüber, aber dafür braucht es alles etwas zu lange.
Und ich muss auch zugeben, dass mir Chaol wieder näher gekommen ist, trotzdem bin ich kein Fan dieses Bandes, der wie ein Cut in der Reihe vorm großen Finale wirkt.

Im Endeffekt war es gut, dass ich das Hörbuch nebenbei hören konnte, da 24h nicht gerade wenig sind. Ann Vielhaben als Sprecherin macht ihren Job auch sehr gut.

(Bezieht sich auf ungekürzte Audible Version)

Veröffentlicht am 27.10.2019

Keine große Überraschung

Gold und Schatten
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Hmm ...
Was soll ich sagen ?
Die Idee von Gold und Schatten ist im Grunde sehr interessant. Leider haperte es etwas in der Umsetzung.

Livia kann seit ihrem 16. Geburtstag mit Pflanzen reden. Warum ...

Hmm ...
Was soll ich sagen ?
Die Idee von Gold und Schatten ist im Grunde sehr interessant. Leider haperte es etwas in der Umsetzung.

Livia kann seit ihrem 16. Geburtstag mit Pflanzen reden. Warum und wofür ... hat sie keine Ahnung. Zudem sieht sie manchmal in einem Menschen etwas anderes. Wie hinter einem Schleier.
Und dann trifft sie auf Mael. Er ist geheimnisvoll und scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben.
Von ihm erfährt sie dann auch was sie ist und wird in die Welt der göttischen Mythologie hineingezogen. Und so beginnt ihr Abenteuer.

Der Schreibstil ist leicht und locker und man merkt im Charakteraufbau und den typischen Standard Geschehnissen, dass es auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten ist. Das stört mich nicht unbedingt.

Ich hatte ein Problem damit, dass Livia sehr wankelmütig war. Mal ist sie schüchtern, dann wieder taff, dann wieder ängstlich und im nächsten Moment bietet sie den Göttern die Stirn. Dieses Hin und Her verursacht bei mir Kopfschmerzen. Dass sie die typischen Gedanken zu Mael hatte, wie ein 16 Jähriges Mädchen, welches das erste mal einen interessanten gut aussehenden Jungen sieht, da habe ich ein Auge zu gekniffen.

Aber zum einen fehlte mir ein wenig das was mich an der Geschichte so interessiert hatte, das Sprechen mit Pflanzen und ihre Kräfte. Die gehen in der Schatzsuche sehr unter. Zum anderen eben diese Schatzsuche. Dadurch dauert es ein wenig bis die Geschichte in Gang kommt und das Ende konnte mich dann ja auch gut überraschen.

Trotzdem bin ich neugierig und daher werde ich Band 2 wahrscheinlich hören, da ich doch wissen will, wie die Probleme gelöst werden und ob Livia sich noch entwickelt.