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Veröffentlicht am 24.10.2024

Manche Dinge sind unbezahlbar

Der Erinnerungshändler
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"Der Erinnerungshändler" ist ein Bilderbuch, geschrieben von Orit Gidali und illustriert von Tami Bezaleli. Auf poetische und künstlerische Weise handelt das Buch von der Bedeutung schöner Erinnerungen. ...

"Der Erinnerungshändler" ist ein Bilderbuch, geschrieben von Orit Gidali und illustriert von Tami Bezaleli. Auf poetische und künstlerische Weise handelt das Buch von der Bedeutung schöner Erinnerungen.

Der Erinnerungshändler macht sein Geschäft damit und kauft anderen für ein wenig Geld ihre kostbaren Gedankenschätze ab. So hält er bei einem alten Mann, der ihm die Erinnerung an seine große Liebe verkauft. Unbedacht tritt er den Heimweg an und merkt erst jetzt, dass ihm etwas fehlt. Die Geschichte geht an dieser Stelle noch weiter, aber ich möchte an dieser Stelle spoilerfrei bleiben.

Das Buch zeigt auf kreative Art und Weise, dass manche Dinge einfach unbezahlbar sind. Geld ist nur Kupfer oder Papier. Man mag damit auch lebenswichtige Dinge wie Essen kaufen können. Gerade Menschen, die einmal in Armut leben mussten oder auch noch müssen, dürften das sehr gut verstehen. Nur glückliche und schöne Momente lassen sich nicht erkaufen. Solche Momente erschafft man nur selbst oder mit anderen. Auch wenn die Erinnerung irgendwann verblasst, bleibt sie ein Teil dessen, der dich geformt hat. Somit hat das Buch eine sehr schöne Message. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene. Ich würde es tatsächlich auch als Geschenkbuch empfehlen und nicht nur als reine Kindergeschichte. Einige Elemente versteht man ab einem gewissen Erfahrungsschatz ganz anders.

Die Illustrationen sind skizzenhaft, in hellen beigetönen. Die wertvolle Erinnerung des alten Mannes wird als gelber Beutel hervorgehoben. Ein schlichter und wirkungsvoller Stil. Kein Bild ist überladen und auch der Text fügt sich passend ins Layout. Ein Buch für jeden, der entspannende Geschichten mit wertvoller Message mögen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Hab keine Angst vor den Stürmen des Lebens

Das Mädchen und die Lehre vom Fluss
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Das Cover, auch der Titel ist passend und stimmig zum Cover. Allerdings finde ich die Schriftart des Titels und die dicke Umrandung der Buchstaben nicht ganz ansprechend. Eine schlichte Font ohne Rand ...

Das Cover, auch der Titel ist passend und stimmig zum Cover. Allerdings finde ich die Schriftart des Titels und die dicke Umrandung der Buchstaben nicht ganz ansprechend. Eine schlichte Font ohne Rand hätte ich schöner gefunden. Die Tuschezeichnung bekäme so mehr Gewichtung und es wäre harmonischer. Ansonsten gefällt mir Konzept und Farbgebung.

Inhaltlich ist es eine sehr schöne Geschichte, gespickt mit buddhistischen Weisheiten. Man begleitet ein namenloses Mädchen auf der Suche nach ihrem Großvater, der ihr ein Mentor war. Auf ihrer Reise lernt sie selbst mehr über sich und begreift die Lektionen ihres Großvaters durch eigene Erfahrungen und Begegnungen.

"Ich werde im Regen einen Sonnenschirm ausspannen, dachte sie..." (Kapitel 13, S.98). Dieser Satz fasst kurz und knapp zusammen, was das Buch mitgeben möchte. Schlechte Erfahrungen gehören zum Leben, doch man muss lernen durch sie hindurchzutreten. Am Ende ist alles eine Lektion. Gute Erlebnisse sind schön, aber sie formen den Charakter nicht. Es erinnert an Bücher von James Norbury und Charlie Mackesy, beziehungsweise steht diesen in nichts nach.

Da es viele schöne Zitate im Buch gibt, hier eine kleine Auswahl:

"Es gab genug positive Beispiele, dass die guten Kräfte im Leben stärker sind und man seine Dämonen besiegen kann (...)" (S.116)

"Gefühle kommen und gehen, wie die Wolken am Himmel. Du kannst sie vorbei ziehen lassen oder sie festhalten. Klug ist, nicht zu lange bei einem Gefühl zu verweilen, besonders wenn es Schaden anrichtet" (S.129)

"Wandelbar musste sie sein, damit sie den Schwierigkeiten des Lebens gerecht werden konnte. Beweglich musste sie sein, damit sie sich stets den Hindernissen anpassen oder ausreichen konnte. Offen musste sie sein, damit sie neue Lösungen sehen konnte, falls sie einmal nicht mehr weiter wusste." (S.155)

"Jetzt verstehe ich (...), dies muss man erfahren haben, um Kenntnis zu erlangen." (S.177)

Allgemein gefällt mir das Layout im Inneren, die Qualität der Zeichnungen schwankt. Ich finde tatsächlich, dass es dem Buch dadurch einen gewissen Charme gibt. Das ist allerdings Geschmackssache. Es wirkt so als hätte man ein Buch von einer Freundin oder einem Freund in der Hand. Es hat etwas perfekt unperfektes. Auch die Wahl der kaligrafischen Schrift gefällt mir. So hat man beim Lesen ein wenig das Gefühl etwas handgeschriebenes in der Hand zu haben. Das passt einfach wunderschön zu der Geschichte.

Ein Buch wie eine warme, kuschelige Decke. Schön abends mit Kerzenlicht ist es besonders schön in diese Welt einzutauchen.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Geteiltes Glück

Die Geschichte vom zauberbunten Garten
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Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und hochwertig. Ich hatte zwar ein größeres Format erwartet, aber mir gefällt die handliche Größe. Der Einband hat eine wundervolle Haptik aus Leinen. ...

Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und hochwertig. Ich hatte zwar ein größeres Format erwartet, aber mir gefällt die handliche Größe. Der Einband hat eine wundervolle Haptik aus Leinen. Zudem ist der Druck sowohl auf dem Cover als auch innen sehr farbintensiv. Dadurch kommen die Illustrationen besonders zur Geltung.

Die Geschichte ist sehr kurz erzählt und beinhaltet wenig Handlung. Viel mehr spielt alles darauf an wie wichtig es ist zu teilen. Dies ist durch die Bilder sehr schön gezeigt und lädt dazu ein auch näher darüber zu reden. Allerdings habe ich mir eine etwas ausführlichere Geschichte vorgestellt und nicht etwas so knapp abgehandeltes.

Das Buch eignet sich meiner Meinung nach nicht nur für Kinder. Man kann es auch als Geschenkbuch sehen, da die Illustrationen und auch der Text nicht einzig auf Kinder zugeschnitten ist. Auch wenn der Stil anders ist, kann man es dahingehend mit Büchern von Kobi Yamada vergleichen.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Liebevolle Gestaltung

Kuscheln
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Das Cover hat eine ganz besondere Haptik. Es ist nicht nur ein Koala mit seinem Kind abgebildet, es sind auch flauschige Fellelemente untegriert. Diese sind überraschend weich und samtig. Das ...

Das Cover hat eine ganz besondere Haptik. Es ist nicht nur ein Koala mit seinem Kind abgebildet, es sind auch flauschige Fellelemente untegriert. Diese sind überraschend weich und samtig. Das ist bei manchen Fühlbüchern nicht immer gegeben. Auch sonst finde ich den Titel passend. Er ist präzise und man hat sofort einen Eindruck inwiefern sich das Buch von anderen Tierbüchern unterscheidet. Der Titel ist damit gleichzeitig der Universal Selling Point. Ich wüsste zumindest nicht von einem Kinder-Sachbuch, in dem es um das Kuscheln in der Tierwelt gibt.

Jedem Tier werden 2 Doppelseiten gewidmet. Darunter Löwen, Urang-Utans, Erdmännchen, Kaiserpinguine, Koalas, Wildbienen, Elefanten, Vögel und Hausrinder. Zum Ende gibt es noch eine Doppelseite über weitere Tiere, die nicht so ausführlich beschrieben werden und eine Seite für die eigene (menschliche) Familie.

Die Illustrationen sind ein absolutes Highlight. Daran kann man sich kaum satt sehen. So wunderschön und detailreich, sodass man sich lange auf einer Seite aufhalten kann. Die Texte sind ebenfalls ausführlich und ansprechend. Allerdings muss ich hier anmerken, dass es definitiv eher etwas für sehr wissbegierige Kinder ist, die sich ausführlicher mit einem Buch beschäftigen können. Ansonsten macht es dem Buch keinen Abbruch nur den Text der jeweils ersten Doppelseiten zu lesen und sonst mehr über die Bilder zu reden. Irgendwann wächst das Interesse für die anderen Texte vielleicht von ganz alleine.

Ein wunderschönes und informatives Buch für wissbegierige kleine (Vor-)Leseratten.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Viel Input

Digital. Kriminell. Menschlich.
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Zunächst einmal muss ich sagen, dass die "Idee" des Buches grundsätzlich genial ist. Einen Einblick hinter die Kulissen von Cyberkriminalität bekommt man wohl nur selten fundiert.



Anfangs kam ich ...

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die "Idee" des Buches grundsätzlich genial ist. Einen Einblick hinter die Kulissen von Cyberkriminalität bekommt man wohl nur selten fundiert.



Anfangs kam ich auch noch einigermaßen gut zurecht. Ich merkte schnell, dass im Grunde nur die Abschnitte einfach zu lesen sind, zu denen bereits etwas Vorwissen vorliegt. Es wurden viele Fachbegriffe verwendet und diese anhand von Fallbeispielen erklärt. Allerdings war es durch gehäufte Schachtelsätze in Kombination mit vielen Wiederholungen schwierig diesen zu folgen. Mit der Zeit legte sich dieser Eindruck, da ich mich an den Schreibstil gewöhnte. Das Buch enthielt viele biografischen Elemente, doch der sehr sachliche Schreibstil machte es manchmal wenig greifbar.



Leute, die Schwierigkeiten haben technische Zusammenhänge zu verstehen, könnten sich mit diesem Buch sehr schwer tun. Für meinen Geschmack fehlte ein Glossar, in denen die Fachbegriffe kurz und präzise erklärt werden. So waren die Erklärungen durch Fallbeispiele für meinem Geschmack einfach viel zu lang. Es machte das Buch auch nur bedingt persönlicher, da es meistens doch sehr abstrakt blieb. Die Unterteilung der Kapitel ist häufig etwas zusammengewürfelt. Wer sich für die Thematik interessiert und kein Problem mit einem sehr sachlichen Schreibstil hat, ist hier ganz gut bedient. Man kann hier eine Menge lernen. Der Schreibstil und die Struktur haben es mir persönlich ein wenig erschwert.

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