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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Energievoll durch den Tag

Die Ernährungs-Docs – Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte
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Mit 100 Protein Power Rezepten bietet dieses Kochbuch einen gelungenen Einstieg in die eiweißreiche Ernährung. Es ist mein erstes Buch von den Ernährungsdocs und ich bin wirklich begeistert.

Besonders ...

Mit 100 Protein Power Rezepten bietet dieses Kochbuch einen gelungenen Einstieg in die eiweißreiche Ernährung. Es ist mein erstes Buch von den Ernährungsdocs und ich bin wirklich begeistert.

Besonders positiv hervorzuheben ist der umfangreiche Infoteil zur gesunden Ernährung mit Fokus auf Proteine. Der integrierte Selbsttest hilft dabei, die eigene Eiweißzufuhr realistisch einzuschätzen und mögliche Optimierungen zu erkennen. Sehr hilfreich fand ich auch die Lebensmitteltabelle am Ende des Buches, die den Proteingehalt übersichtlich darstellt, sowie den beispielhaften Wochenplan zur Orientierung.

Die Rezepte sind in die Kategorien Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte und Süßes unterteilt. Auch wenn diese Einteilung sinnvoll ist, lassen sich viele Gerichte flexibel zu verschiedenen Tageszeiten genießen. Ein großer Pluspunkt ist, dass es zu jedem Rezept ein ansprechendes Foto gibt.

Bisher habe ich vier Rezepte ausprobiert und alle waren sehr lecker. Die Zubereitung war stellenweise etwas knifflig, aber am Ende ist alles gut gelungen. Zu meinen bisherigen Favoriten zählen die gefüllten Zucchini mit Linsen Risoni auf Seite 98 und die Quarkbrötchen mit Buttermilch auf Seite 50.

Besonders wertvoll fand ich die praktischen Tipps, mit deren Hilfe ich bereits neue, gesündere Gewohnheiten in meinen Alltag integrieren konnte. Auch meine Mama und meine Schwester haben einen Blick in das Kochbuch geworfen und möchten es sich nun ebenfalls zulegen. Ich finde, das spricht sehr für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Eine Reise durch Japan

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Wundervoll gestaltetes Buch, das einen auf eine Reise durch Japan mitnimmt. Schon auf den ersten Blick fällt die hohe Qualität positiv auf. Der Einband hat eine angenehme Haptik, die an selbstgeschöpftes ...

Wundervoll gestaltetes Buch, das einen auf eine Reise durch Japan mitnimmt. Schon auf den ersten Blick fällt die hohe Qualität positiv auf. Der Einband hat eine angenehme Haptik, die an selbstgeschöpftes Papier erinnert. Ein rotes Lesebändchen und ein wunderschöner Farbschnitt mit japanischen Symbolen runden das Gesamtbild ab. Auch im Innenteil überzeugt das Buch durch hochwertige Papierqualität und einen klaren Druck.

Die Fotografien sind sorgfältig komponiert und wirken durchweg professionell, keineswegs wie beiläufig aufgenommen. Allein als Fotoband macht das Buch bereits einiges her. Darüber hinaus führt der Text durch verschiedene Regionen Japans und vermittelt Einblicke in Kultur, Traditionen und weniger bekannte Orte. Ergänzt wird dies durch ausgewählte japanische Rezepte. Die Reise ist nicht nur geografisch gegliedert, sondern folgt auch den Jahreszeiten. Sie beginnt im Frühling und endet im Winter.

Fazit: Eine klare Empfehlung für alle, die Japan lieben oder mehr darüber erfahren möchten, sowie für Sammler hochwertig gestalteter Bücher.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Starker Aufbau, etwas zu erklärendes Ende

Guilty Pleasure
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Willkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.

Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf ...

Willkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.

Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf Fremde bei ihrer Ankunft in einem geheimen Luxusresort, von dem niemand genau weiß, wo es sich befindet. Jeder von ihnen folgt seinen eigenen Regeln und hat ganz eigene Probleme zu bewältigen. Mit der Zeit verwebt sich alles immer stärker miteinander, und auch die Intensität steigt von Seite zu Seite.

Das Buch ist deutlich düsterer, als das Cover oder der Beginn der Geschichte vermuten lassen. Es enthält einige explizite Beschreibungen. Daher würde ich empfehlen, zumindest die Content Note am Ende des Buches zu überfliegen. Wer möchte, kann sich auf die fettgedruckten Begriffe beschränken. Um sich jedoch wirklich auf die emotionalen Herausforderungen vorzubereiten, sollte man sie vollständig lesen. Viele der angesprochenen Themen treten erst in der zweiten Hälfte des Thrillers stärker in den Vordergrund.

Der Schreibstil ist flüssig, und mir gefiel das fast kammerartige Setting, in dem sich die Intensität immer weiter steigert und die Handlungsstränge zunehmend miteinander verschmelzen. Eine große Wendung habe ich zwar früh vorhergesehen, dennoch hat es Spaß gemacht zu verfolgen, wie sie sich entfaltet. Das Ende wirkte auf mich etwas zu erklärend und hat die zuvor aufgebaute Spannung leicht abgeschwächt.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, würde jedoch dazu raten, das Buch nicht unbedacht zu lesen. Es behandelt einige harte Themen und enthält eindringliche Beschreibungen. Für Leser*innen unter 18 Jahren ist es nicht geeignet.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Kalt wie Asphalt, warm im Herzen

Solange ein Streichholz brennt
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Dieses Buch ist leise, tief berührend und in seiner Wahrheit so kalt wie Asphalt. Ich habe jede Seite genossen. Alina und Bohm könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein, doch dieser ...

Dieses Buch ist leise, tief berührend und in seiner Wahrheit so kalt wie Asphalt. Ich habe jede Seite genossen. Alina und Bohm könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein, doch dieser Roman lädt dazu ein, tiefer zu schauen.
Er hinterfragt Leistungsdruck, den schönen Schein der Medienwelt und die Sensationsgier unserer Gesellschaft. Gleichzeitig gewährt er einen eindringlichen Einblick in das Leben auf der Straße, ganz ohne seltsame oder überzeichnete Klischees.
Jeder Moment wirkt authentisch und hallt nach. Nichts fühlt sich effekthascherisch an. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, wirkt sie erstaunlich echt und kaum konstruiert. Man kann sich beim Lesen einfach treiben lassen und findet zugleich etwas zutiefst Bewegendes.
Wer tiefsinnige Geschichten liebt, die zum Nachdenken anregen, sollte diesem Buch eine Chance geben. Manche Szenen sind mir sehr nah gegangen und haben noch lange nachgewirkt.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Leise Eskalation mit eindringlichen Ende

Happy Head
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Welch Fiebertraum. Im allerbesten Sinne eines intensiven Leseerlebnisses.

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zunächst, die Geschichte würde in Richtung sektenähnlicher Behaviour Modification ...

Welch Fiebertraum. Im allerbesten Sinne eines intensiven Leseerlebnisses.

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zunächst, die Geschichte würde in Richtung sektenähnlicher Behaviour Modification Schools gehen. Da ich die Netflix-Dokumentation „Das Programm – Hinter den Kulissen der Disziplinierungsindustrie“ gesehen habe, bin ich vermutlich mit der Erwartung an deutlich krassere Szenen herangegangen. „Happy Head“ ist jedoch subtiler.

Man merkt von Anfang an, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Dennoch dauert es eine Weile, bis sich die Ereignisse wirklich zuspitzen. Die Verbindung zur Dokumentation war dabei nur mein eigener Gedanke, denn die Inspiration des Autors liegt woanders. Der aktuelle Mental Health Trend hat ihn dazu bewegt, ein Setting zu erschaffen, in dem mit einem besseren, glücklicheren Leben geworben wird, während sich dahinter etwas Düsteres verbirgt. Das macht die Geschichte erschreckend aktuell.

Im Kern geht es um Manipulation und Gaslighting. Ich musste dabei auch an das Euthanasieprogramm des Zweiten Weltkriegs denken. Alles beginnt vergleichsweise harmlos und steigert sich zunehmend. Die Challenges werden immer intensiver. Teilweise fühlte ich mich auch an den Film „Das Experiment“ erinnert, der auf einem realen Fall basiert. Insgesamt bleibt es etwas abgeschwächt, da es sich um ein Jugendbuch handelt, dennoch ist es eindringlich und vor allem auf den letzten Seiten sehr fesselnd.

Zwischendurch empfand ich die Handlung jedoch als etwas schleppend. Möglicherweise lag das auch an meiner Erwartungshaltung. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, was ich grundsätzlich positiv sehe. Im Hinblick auf das Thema schwierige Jugendliche hätte ich mir jedoch stellenweise mehr Rebellion gewünscht. Bis auf wenige Ausnahmen bleiben die Teilnehmer des Happy Head Programms erstaunlich ruhig. Selbst Finn, der als schwierig beschrieben wird, wirkt weniger widerspenstig als erwartet. Natürlich ist mir bewusst, dass dies Teil der Inszenierung des Programms ist und um ihn bewusst ein bestimmtes Image aufgebaut wird. Trotzdem hätte ich mir hier etwas mehr Mut im Character Building gewünscht. Gerade im Mittelteil hätte das der Geschichte mehr Tiefe und Eigenständigkeit verleihen können.

Damit bleibt „Happy Head“ für mich ein sehr gutes Buch, das sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft. Am Ende konnte es mich jedoch überzeugen. Zwischenzeitlich war ich kurz davor, nur drei Sterne zu vergeben. Letztlich sind es starke vier Sterne geworden und ich würde am liebsten direkt mit Band zwei weitermachen.

Mein Fazit lautet daher: Dranbleiben lohnt sich. Die Spannung steigt.

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