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Veröffentlicht am 14.11.2017

Eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Fortsetzung – super spannend und mit viel Tempo und Action!

Secrets of Amarak (2)
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„Es sind komische Zeiten. Wirklich komische Zeiten.“ (S. 43)

Unsere Meinung:

„Stadt der Schatten“ ist bereits der zweite Band der neuen Kinder- und Jugendbuchreihe des Autors T. Spexx. Die Geschichte ...

„Es sind komische Zeiten. Wirklich komische Zeiten.“ (S. 43)

Unsere Meinung:

„Stadt der Schatten“ ist bereits der zweite Band der neuen Kinder- und Jugendbuchreihe des Autors T. Spexx. Die Geschichte knüpft, mit nur geringem zeitlichen Abstand, ziemlich nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an. Zwar kann man „Stadt der Schatten“ auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes lesen und genießen, mehr Spaß macht es sicherlich aber, wenn man „Spione der Unterwelt“ zuvor gelesen hat.

Von der ersten Seite an, nach einem abenteuerlichen und actiongeladenen Prolog, waren wir wieder mittendrin in der Geschichte und von ihrem Verlauf sofort gefesselt. Durch Alexanders plötzliches und spurloses Verschwinden vom Londoner Flughafen ist die Spannung von Anfang an auf einem hohen Niveau – und T. Spexx versteht es perfekt, diesen Spannungsbogen das ganze Buch über aufrecht zu erhalten! Denn wie bereits in Band 1 ergibt sich wieder eine extrem tempo- und actionreiche „Schnitzeljagd“ quer durch London, bei dem uns der Autor wieder an viele tolle Londoner Schauplätze führt. So geht es aus den Tiefen der Katakomben unter der Stadt (genau, die kennen wir schon!) bis auf das schwindelerregend hohe „London Eye“. Es geht am Big Ben vorbei, am Tower und ebenso in die Londoner Museen. Neben vielen „alten Bekannten“ sind auch ein paar neue Charaktere dabei, die für Abwechslung und Aufregung sorgen. Ganz besonders fesselnd haben wir es dabei empfunden, dass das Geschwisterpaar Joe & Rebecca diesmal über weite Strecken ganz auf sich allein gestellt ist, denn die Helfer aus Band 1 verhalten sich diesmal allesamt sehr merkwürdig und verdächtig. Wem können die beiden also überhaupt noch trauen? Butler Einstein? Inspector Clash? Professor Peabody? Diese Fragen haben wir uns während des Lesens auch immer wieder gestellt – und man kann sich gewiss sein, dass der Autor hier noch die eine oder andere Überraschung parat hält!

Mit viel Tempo und Action steuert T. Spexx - nach einer echt faustdicken Überraschung - dieses Abenteuer auf sein furioses Finale zu, das man einfach in einem Rutsch lesen muss. Die Auflösung ist rund und bringt die Geschichte für diesen Teil zu einem schönen Ende. Die Grundidee der Story ist dabei auch für die Kinder sehr gut zu verstehen gewesen.

Last but not least möchte ich gerne noch die vielen tolle, teilweise doppelseitigen Schwarz / Weiß-Illustrationen von Moritz von Wolzogen erwähnen, die im Comic-Stil Tempo und Action dieser Story wunderbar wiedergeben und stets perfekt zu den Situationen in der Geschichte passen.

FAZIT:
Erneut ein tolles und absolut fesselndes Abenteuer voller Spannung, Action und Tempo. Eine absolute Leseempfehlung von uns!

Veröffentlicht am 13.11.2017

Ein überzeugender „Robert Langdon“-Krimi mit gewohnten Stärken & einigen Überraschungen

Origin
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„Nichts schadet Kindern mehr als der Verlust der Hoffnung.“ (S. 608)

Meine Meinung:

„Origin“ ist der mittlerweile fünfte Band um Robert Langdon, den Havard-Professor für religiöse Ikonologie und Symbologie. ...

„Nichts schadet Kindern mehr als der Verlust der Hoffnung.“ (S. 608)

Meine Meinung:

„Origin“ ist der mittlerweile fünfte Band um Robert Langdon, den Havard-Professor für religiöse Ikonologie und Symbologie. Bestseller-Autor Dan Brown hat den Grundriss seiner Geschichte auch in diesem Band nach altbewährtem und beliebtem „Robert Langdon“-Muster entworfen. Unverhofft „stolpert“ Langdon mal wieder in eine Situation hinein, in der es gilt, ein Geheimnis zu lüften. Selbstverständlich hat er auch diesmal wieder eine intelligente und attraktive Frau, Ambra Vidal, an seiner Seite und mysteriöse Verfolger an den Fersen. In gewohnter „Schnitzeljagd“-Manier geht es hierbei quer durch Spanien, während Langdon diverse (oft symbolbezogene) Rätsel zu lösen hat. Subjektiv würde ich allerdings sagen, dass es diesmal weniger „vertrackte“ Rätsel waren und dass so manches Rätsel davon eher bewusst um des Rätsels Willen an sich eingebaut wurde und für die Story selbst eher von untergeordneter Rolle gewesen ist.

Einmal mehr beweist Dan Brown eine seiner großen Stärken: Er führt seine Leser an außergewöhnliche und extrem atmosphärische Schauplätze. Hierbei gibt es nicht nur staunenswerte, breit bekannte Sehenswürdigkeiten wie das futuristische Guggenheim-Museum in Bilbao oder Gaudi´s Sagrada Familia, sondern auch reichlich andere tolle Settings, die nicht weniger atemberaubend sind, und die Vielen (wie mir auch) noch nicht bekannt sein dürften. Hier lernt man beispielsweise die Iglesia Catolica Palmariana, das royale El Escorial oder auch das Valle de los Caídos kennen. Es gibt einmal mehr viel Kunst, Kultur, Geschichte und Wissenswertes – wie immer brillant recherchiert von Dan Brown!

Auch wenn – wie bereits erwähnt – Vieles nach dem altbekannten „Robert Langdon“-Schema aufgebaut ist, bietet Brown hier doch auch ein paar Neuigkeiten mit an. Die Spektakulärste hiervon ist wesentlicher Teil der Geschichte und bleibt hier daher lieber unerwähnt. Aber auch das hohe Maß an ethischen und philosophischen Fragen, die der Autor im Lauf der Geschichte thematisiert, ist für mich hier neu gewesen.

Letztendlich hat mich „Origin“ trotz seiner Stärke von knapp 700 Seiten über die gesamte Länge hinweg gefesselt und sehr gut unterhalten. Manche Stellen haben zwar etwas langgezogen gewirkt, was allerdings der komplexen Grundthematik geschuldet ist. Am Ende präsentiert Brown eine Auflösung, die für meinen Geschmack die passendste und beste aller möglichen Alternativen gewesen ist, die aber sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack ist.

FAZIT:
Vier Sterne vergebe ich, da „Origin“ bei allen Stärken und trotz der durchweg sehr guten Leseunterhaltung sowie des spannenden und top-aktuellen Grundthemas für meinen Geschmack nicht ganz an „Illuminati“ und „Sakrileg“ heranreicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Tempo
  • Atmosphäre
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 03.11.2017

Der Beginn eines großen Epos – High Fantasy vom Feinsten!

Ein Reif von Eisen
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Meine Meinung:
„Die Vergessenen Götter zürnen. Die Blätter der heiligen Esche welken. Die Welt gleicht einem Rad, das seine Spur verloren hat.“ (S. 274)

Mit den „Königschroniken“ wagt sich der Autor und ...

Meine Meinung:
„Die Vergessenen Götter zürnen. Die Blätter der heiligen Esche welken. Die Welt gleicht einem Rad, das seine Spur verloren hat.“ (S. 274)

Mit den „Königschroniken“ wagt sich der Autor und Historiker Stephan Rother (u.a. „Hauptkommissar Jörg Albrecht“-Reihe) in ein sehr angesagtes, aber auch sehr anspruchsvolles und schwieriges literarisches Terrain: die High Fantasy. Hier gilt es, ganze Welten zu erschaffen, mit eigenen Völkern, Sprachen, (Natur-)Gesetzen und einer langen Historie. Dies fordert aber nicht nur den Autor, sondern zu Beginn auch die Leser, denn man muss sich erstmal zurecht finden in dieser neuen, faszinierenden Welt. Praktischer Weise verfügt das Buch über eine sehr gelungene Karte auf der Umschlaginnenseite sowie über ein kleines, aber feines Personenregister am Ende des Buches. Beides hat mich nach dem spannenden, aber eben auch anspruchsvollen Start unterstützt, in die Geschichte hineinzufinden, die der Autor aus vier Perspektiven in vier unterschiedlichen Handlungssträngen an erzählt. Als Leser erleben wir diese Geschichte voller Phantastik und dichter Atmosphäre durch die Augen des kränkelnden Kriegsherren Morwa, seiner unehelichen Tochter Sölva, der vertriebenen Leyken sowie dem elternlosen Pol mit. Durch den stetigen Wechsel zwischen den Handlungssträngen gelingt es Stephan Rother scheinbar mühelos, Spannung und Tempo auf den gesamten knapp 400 Seiten hoch zu halten. Dabei ist es immer wieder überraschend zu lesen, wie sich die Dinge unvorhergesehen entwickeln und einzelne Stränge erste Berührungspunkte miteinander knüpfen. Erste Berührungspunkte? Richtig! „Ein Reif von Eisen“ ist der erste Teil der „Königschroniken“ und so verwundert es nicht, dass man als Leser am Ende dieses ersten Bandes zwar schon sehr tief in diese High-Fantasy-Welt hineingetaucht ist und einige Fragen schon beantwortet bekommen hat – und doch mit noch mehr unter den Nägeln brennenden Fragen dasteht – zumal dieser Band mit einem echten Cliffhanger endet. Darum meine eindringliche Empfehlung an alle Fantasy-Fans: Lest dieses Buch!... Aber nur, wenn ihr auf die Folgebände warten könnt… ; o )

Neben der überzeugenden und detailreichen High-Fantasy-Welt und den spannenden Handlungssträngen überzeugt dieses Buch ebenfalls durch die im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Atmosphäre, die teils überaus faszinierenden, teils unwirklich und unwirtlich wirkenden Schauplätze und den bild- und wortgewaltigen Schreibstil des Autors, der als ehemaliger Kabarettist exzellent mit Worten und Sprache umgehen kann.

FAZIT:
Ein starker und extrem vielversprechender Start für ein neues fantastisches High-Fantasy-Epos.

Veröffentlicht am 26.10.2017

3,5 Sterne für ein ungewöhnliches Kinderbuch mit Tiefgang, das eigentlich für ältere geeignet ist

Besuch Aus Tralien
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Unsere Meinung:

Zu diesem ungewöhnlichen Kinderbuch schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Eigentlich ist es offiziell für Kinder von 6 bis 8 Jahren empfohlen. Meine beiden Jungs sind 6 und 9 und für beide ...

Unsere Meinung:

Zu diesem ungewöhnlichen Kinderbuch schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Eigentlich ist es offiziell für Kinder von 6 bis 8 Jahren empfohlen. Meine beiden Jungs sind 6 und 9 und für beide war die Geschichte über einige Passagen doch recht schwierig zu verstehen oder nachzuvollziehen. Auch fehlte m.E. für ein Kinderbuch eine durchgehende Geschichte, denn über weite Teile erinnerte es mich eher an eine Episoden-Erzählung. Stellenweise fehlte für meine Jungs auch die Spannung (richtig spannend wird es nur an zwei Stellen, dann aber sehr passend für 6 – 8jährige) und oftmals auch ein für Kinder verständlicher Humor. Insgesamt haben sie beim Vorlesen – mal mehr, mal weniger aufmerksam – zugehört, aber zu ihren Lieblingsbüchern wird sich der „Besuch aus Tralien“ sicherlich nicht gesellen.

An wunderbarem Humor mangelt es dieser Geschichte allerdings auf gar keinen Fall, zu oft ist er aber doch nur für ältere oder sogar erst erwachsene Leser zu verstehen, wenn z.B. das „Bokodil“ Dave nach dem Flug denkt: „die letzten 24 Stunden hatte ich nur Tomatensaft“ (S. 17). Auch mit den vielen „typisch deutschen“ Eigenschaften, die Martin Baltscheit hier durchaus gekonnt aufs Korn nimmt, können Kinder unter 10 wohl eher noch nichts anfangen.

Diese Geschichte möchte aber weit mehr als „nur“ unterhalten. Gefühlvoll, aber eindrücklich dreht sich die Geschichte von Dave aus Tralien um die sehr aktuellen Themen Integration, Vorurteile und „anders sein“. Hier hält Baltscheit unserer Gesellschaft sehr gekonnt einen Spiegel vor – was aber auch wieder eher auf Erwachsene abzielt. Letztendlich regt es ältere Leser zum Nachdenken an und eignet sich gut, um gemeinsam über die vorgenannten Themen zu sprechen.

Last but not least möchte ich noch die vielen wunderbaren, teilweise doppelseitigen farbigen Illustrationen von Maria Karipidou erwähnen. Sie passen stets perfekt zum Text und haben uns beim Lesen und Betrachten große Freude bereitet.

FAZIT:
Ein Kinderbuch für Erwachsene mit einer humorvollen Geschichte und viel Tiefgang rund um die Themen Integration, Vorurteile, Freundschaft – und „Koi“.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Ein kleines, feines Büchlein für mehr Wohlbefinden und Gemütlichkeit im Leben

Hygge
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Zum Inhalt:

Da Dänemark als eines der „glücklichsten“ Länder der Welt gilt, müssen die Dänen ein ganz besonderes Geheimnis hüten. „Hygge“ ist vielleicht ein ganz wichtiger Teil davon und lässt sich wohl ...

Zum Inhalt:

Da Dänemark als eines der „glücklichsten“ Länder der Welt gilt, müssen die Dänen ein ganz besonderes Geheimnis hüten. „Hygge“ ist vielleicht ein ganz wichtiger Teil davon und lässt sich wohl am ehesten mit „Wohlbefinden“ übersetzten, obgleich es eher eine positive und bejahende Lebenseinstellung ist.

Die Autoren Jonny Jackson & Elias Larsen haben es sich mit ihrem Buch zur Aufgabe gemacht, diese Lebenseinstellung ihren Lesern ein bisschen näher zu bringen. Dies tun sie allerdings nicht mit philosophischen Ansätzen oder gar Ge- oder Verboten (was im Sinne von Hygge auch total kontraproduktiv wäre), sondern sie haben einen bunten Strauß an Ideen gesammelt, die das Leben gemütlicher, heimeliger und einfach lebenswerter machen können. Hier kann sich jeder Leser die Anregungen heraussuchen, die ihm / ihr gefallen – und ich bin mir sicher, dass in diesem Buch jede(r) etwas passendes für sich finden wird.

Auch wenn Jackson & Larsen mit ihren Ideen an keiner Stelle das Rad neu erfunden haben, ist es doch die Vielfältigkeit der Ideen und Anregungen, die mich überzeugen. Dies fängt bei einfachen, aber im Alltag oft vielleicht vergessenen Erkenntnissen an, wie etwa der positiven Wirkung von Tageslicht auf die eigene Stimmung oder auch der luftverbessernden Qualität von Zimmerpflanzen (inklusive der laut NASA-Studie Top-10 der besten pflanzlichen „Luftreiniger“ für zu Hause – S. 19).

Für die heimische und heimelige Atmosphäre findet man hier auch Tipps zum richtigen Brennholz für den Kamin oder auch zu den passenden ätherischen Ölen für vielleicht bestehende Probleme wie Schlaflosigkeit oder Stress.

Insgesamt umfasst der bunte Strauß der Ideen „Handarbeiten für Gemütlichkeit“ (z.B. Tassenwärmer und Lichterketten-Laternen), „Wohnungsdekorationen“ (z.B. Kunstwerke aus Fundstücken oder auch Kürbisschnitzen), 13 „Wohlfühl-Rezepte für gemütliche Abende daheim“ (von der heißen Schokolade über Glühwein bis zum Schokoladenfondue), „Spaß im Freien und zu jeder Zeit“ (z.T. triviale, aber wirksame Tipps, wie Waldspaziergänge oder Radtouren) sowie „Einfache Freuden (z.B. ein luxuriöses Bad bei Kerzenschein oder auch ein Spieleabend mit Freuden).

Komplettiert wird dieses wunderbare kleine Buch durch Dänische Sprichwörter und sehr viele, extrem stimmungsvolle Fotografien, die die Augen zum Betrachten und Verweilen einladen. Ein Buch, das sich auch perfekt als Geschenk für einen Lieblingsmenschen eignet!

Meine Meinung:
Die Autoren haben hier das Rad nicht neu erfunden, aber einen bunten Straus schöner Ideen zusammengetragen, bei dem mit Sicherheit jeder seine persönlich passenden Wohlfühl-Tipps und –Insprirationen finden wird.