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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2020

Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit

Winteraustern
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Inhalt:

Luc Valain, Kommissar in Bordeaux, ist der Sohn eines Austernzüchters im Bassin d´Arcachon. Für seinen schwerkranken Vater, der seine Zucht aufgegeben hat, hat Luc eine nächtliche Fahrt zu den ...

Inhalt:

Luc Valain, Kommissar in Bordeaux, ist der Sohn eines Austernzüchters im Bassin d´Arcachon. Für seinen schwerkranken Vater, der seine Zucht aufgegeben hat, hat Luc eine nächtliche Fahrt zu den Austernbänken organisiert. Doch die Fahrt ändert anders als geplant, als Lucs Vater zwei Personen findet, die an Pfähle in den Austernbänken gefesselt sind. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die beiden jungen Männer ermordet wurden. Ein spannender Fall liegt vor Luc.

Meine Meinung:

Die Besonderheit dieses Krimis ist der Lokalkolorit, der die besondere Stimmung im Süden Frankreichs aufnimmt. Man fühlt sich beim Lesen in die Region versetzt, die Menschen, die Atmosphäre in den Häfen und auf dem Meer. Auch das Gläschen Wein am Abend und ein schönes Baguette darf nicht fehlen. Leider mag ich keine Meeresfrüchte und damit auch keine Austern, aber der Autor schafft es auf jeden Fall, auch die Austern sehr schmackhaft darzustellen.

Leider wird diese idyllische Urlaubsstimmung durch die Morde überschattet und auch durch die Fakten, die im Laufe der Ermittlungen zu Tage treten. Der Autor gewährt einen tiefen Einblick in das Leben der Austernzüchter, die Rivalitäten untereinander, die harte Arbeit und auch die wirtschaftlichen Probleme der Familienunternehmen.

Die Handlung ist sehr spannend und durch den angenehmen Schreibstil auch flüssig zu lesen. Auch das Privatleben des Ermittler nimmt einen gewissen Raum ein, was mir immer sehr gut gefällt. Mir ist es wichtig, die Charaktere nicht nur bei den Ermittlungen beobachten zu können, sondern auch den Menschen hinter der dem Kommissar kennenzulernen.

Ein interessanter Krimi mit viel Lokalkolorit, der Lust auf eine Reise in das winterliche Frankreich macht.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Spannend mit vielen Überraschungen

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Inhalt:

Ally hat einen Flugzeugabsturz in einem abgelegenen Teil der Rocky Mountains überlebt. Nachdem sie festgestellt hat, dass der Pilot nicht überlebt hat, macht sie sich auf den Weg, vermeindlich ...

Inhalt:

Ally hat einen Flugzeugabsturz in einem abgelegenen Teil der Rocky Mountains überlebt. Nachdem sie festgestellt hat, dass der Pilot nicht überlebt hat, macht sie sich auf den Weg, vermeindlich zurück in die Zivilisation. Schnell wird aber klar, dass sie vor irgendjemanden flieht.
Maggie, Allys Mutter ist geschockt von der Nachricht, dass ihre Tochter an Bord eines abgestürzten Flugzeugs war, kann aber nicht glauben, dass ihre Tochter wirklich tot sein soll. Da sie seit 2 Jahren keine Kontakt mehr zu ihrer Tochter hatte, macht sie sich auf die Suche nach dem Leben ihrer Tochter.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist absolut fesselnd und reißt den Leser direkt in die Handlung. Sehr geschickt entwickelt die Autorin ein Gefühl der unterschwelligen Bedrohung, auch wenn an anfangs noch nicht so ganz weiß, worin diese Bedrohung besteht. Während der weiteren Handlung wird diese Spannungsschraube weiter angezogen. Mir war zwar schnell klar, dass hinter den Ereignissen eine andere Geschichte steckte, als man auf dem ersten Blick dachte, die wirklichen Ereignisse haben mich doch total überrascht.
Sehr geschickt nimmt die Autorin den Leser über die Maggie mit in Allys Vergangenheit. Zusammen mit der Mutter nehmen wir an den Nachforschungen teil, parallel dazu erleben wir Ally Flucht durch die Wildnis.
Dieser Aufbau trägt stark zur Spannung der Handlung bei.
Die Auflösung ist überraschend, aber gut hergeleitet und logisch nachvollziehbar.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und gut gezeichnet, der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lese und kann man sich voll auf die Handlung konzentrieren.
Dieser Thriller ist sehr spannend, voller Überraschungen und ein Pageturner.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Spannender Roman vor einem komplexen Hintergrund

Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2)
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Inhalt:

Süddeutschland 1518: Johann Georg Faust ist als Schausteller und Gaukler mit seinen Gefährten Greta und Karl Wagner unterwegs. Er wird von rätselhaften Lähmungen gequält und vermutet, dass das ...

Inhalt:

Süddeutschland 1518: Johann Georg Faust ist als Schausteller und Gaukler mit seinen Gefährten Greta und Karl Wagner unterwegs. Er wird von rätselhaften Lähmungen gequält und vermutet, dass das die Folgen seines teuflichen Paktes mit Tonio sind. Im ersten Teil der Reihe erlebten wir, wie Faust einen Pakt mit Tonio eingegangen ist, der, wie schnell deutlich wurden, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist.
Faust begibt sich auf die Suche nach Tonio, in der Hoffnung sich so von seiner Krankheit befreien zu können und sich aus diesem Pakt zu befreien.

Meine Meinung:

Dieses Buch, das sich eng an der Handlung von Goethes Faust orientiert, hat mich zeitweise etwas ratlos Sein lassen. Ich hatte eigentlich einen schönen historischen Roman erwartet und war doch etwas überrascht über die übernatürlichen Handlungen, die doch relativ weite Teile des Romans einnehmen, bis hin zum großen Show down zwischen Faust und Tonio.
Insgesamt hat mir dieses Buch aber gut gefallen, nimmt es doch die Handlungen des Faust gut auf und entwickelt daraus einen spannenden Roman. Das Übernatürliche ist vor dem Hintergrund des Fausts zu erwarten und ist eigentlich gut in die Handlung eingearbeitet.
Besonders gut haben mir die charakterlichen Entwicklungen der Personen gefallen, wobei sicherlich Greta die größte Entwicklung durchmacht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und so entsteht der Gesamteindruck eines schönen Leseerlebnisses. Ein Thema, das sicherlich keine leichte Kost ist, wird ihr zu einem spannenden Roman umgearbeitet, der so einen guten Zugang zum Thema Faust und den Kampf von Gut gegen Böse bietet.

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Veröffentlicht am 21.11.2019

Eine wunderschönes Kinderbuch

Manchmal kommt Glück in Gummistiefeln
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Inhalt:

Trille und Lena leben in einem kleine Ort in Norwegen direkt an einem Fjord. Sie sind Nachbarn und beste Freunde und erleben viele Abenteuer gemeinsam. Dann erscheint plötzlich Brigitte in dem ...

Inhalt:

Trille und Lena leben in einem kleine Ort in Norwegen direkt an einem Fjord. Sie sind Nachbarn und beste Freunde und erleben viele Abenteuer gemeinsam. Dann erscheint plötzlich Brigitte in dem Ort. Sie kommt aus den Niederlanden und ist neu in den Ort gezogen. Trille findet sie sehr interessant, Lena jedoch zieht sich zurück und ist mit der Situation sehr unglücklich. Lena zieht sich zurück und Trille versteht die Welt nicht mehr.

Meine Meinung:

Dieses Kinderbuch hat mir sehr gut gefallen, ist es doch eine schöne Mischung aus Abenteuer- und Familiengeschichte, beschäftigt sich aber auch intensiv mit dem Thema Freundschaft und Eifersucht, ein wichtiges Thema für Kinder im dem Alter der Zielgruppe von ca. 10 Jahren.
Die Abenteuer, die die Kinder erleben kann man sich gut vorstellen, wenn Kinder am Wasser aufwachsen. Da werden Flöße gebaut, Schiffstouren mit dem Opa unternommen oder eine kleine Spritztour aufs Wasser unternommen, ohne dass die Eltern Bescheid wissen. Leider sind diese Abendteuer nicht immer ungefährlich und so mussten wir beim Lesen manches mal die Luft anhalten.
Aber diese Geschichten sind nur die Rahmenhandlung für den Kern der Geschichte, bei dem es um Freundschaft und Eifersucht seht. Was passiert, wenn der beste Freund, mit dem man bisher alles gemacht hat, plötzlich Interesse an einem anderen Mädchen hat? Eine wichtige Frage für Kinder, egal ob es hier schon um Liebe oder um gute Freundschaft geht.
Uns hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Mischung aus Abenteuer und tieferer Sinn ist gut gewählt und so kommt auch der reine Spaß an dem Buch nicht zu kurz. Aber ich habe mit meinen Kinder hinterher einige Gespräche zum Thema Freundschaft und Treue geführt, die durch die Lektüre dieses Buches ausgelöst wurden.
Eine weiteres Highlight dieses Buches sind die wunderschönen Zeichnungen, die immer den Kern der Handlung treffen. Meine Tochter meinte zwar, es könnten gerne ein paar mehr Bilder sein, aber ich finde sie für die Alterszielgruppe genau richtig.
Insgesamt ist dieses Buch ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Eine Künstlerliebe im Paris der 30er Jahre

Die Zeit des Lichts
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Inhalt:

Paris 1929: Das amerikanische Modell Lee Miller kommt nach Paris, da sie die Seiten wechseln will. Sie will nicht mehr vor der Kamera stehen sondern als Fotografin dahinter. Um ihren Traum in ...

Inhalt:

Paris 1929: Das amerikanische Modell Lee Miller kommt nach Paris, da sie die Seiten wechseln will. Sie will nicht mehr vor der Kamera stehen sondern als Fotografin dahinter. Um ihren Traum in Paris zu verwirklichen, bricht sie ihre Zelte in New York ab und reist nach Paris, um dort eine Karriere als Fotografin zu beginnen. Der Neustart in Paris ist nicht ganz einfach, denn sie kennt dort niemanden und versucht in der Künstlerszene Kontakte zu knüpfen. Als die den bekannten Fotografen Man Ray kennenlernt ändert sich die Situation und sie kommt ihrem Traum einen Schritt näher. Sie arbeitet zunächst als seine Assistentin, aber auch privat kommen sich die beiden näher. Schon bald entwickelt ich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden.
Leider wird diese schon bald von der Eifersucht Man überschattet und Lee beginnst sich ihren eigenen Weg zu suchen.

Meine Meinung:

Dieser Roman beruht auf dem tatsächlichen Leben von Lee Miller. Sie hat ein bewegtes Leben geführt, denn sie war nach ihrer Zeit in Paris Fotografin im 2. Weltkrieg und hat besonders zum Ende des Krieges in Europa fotografiert und dabei viele furchtbare Szenen als Fotografin festgehalten. Leider spielt diese Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Die größten Raum nimmt ihre Beziehung zu Man Ray eine.
Die Geschichte wird an einem Artikel aufgehängt, der den Lee viele Jahre später für die Vogue über Man Ray schreiben soll. So ist verständlich, dass daher Lees Zeit mit Man Ray die zentrale Rolle spielt. Jedoch zog sich die Beschreibung etwas. Lee macht zwar eine Entwicklung von der Assistentin zu einer eigenständigen Fotografin durch, aber insgesamt waren mir die Erzählungen zu dieser Zeit zu langatmig und zeitweise sogar langweilig. Die kurzen Einwürfe zu ihrem späteren Leben, gehen da richtig unter.
Positiv aufgefallen sind mir hingegen die Beschreibungen der Künstlerszene in Paris in den späten 20er und frühen 30er Jahren. Die besondere Stimmung wurde sehr gut beschrieben und man bekommt einen guten Eindruck davon.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und flüssig geschrieben, die Charaktere wurden gut entwickelt und die Spannungen zwischen Lee und Man sind gut nachzuvollziehen. Ich habe mir aber mehr von diesem Buch versprochen und mit fehlte etwas die Spannung.