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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2020

Dunkle Familiengeheimnisse

Die verlorene Frau
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Inhalt:

1960: Rebecca lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater im abgelegenen Seaview Cottage. Der Vater ist seit seiner Rückkehr aus dem Krieg gewalttätig und entwickelt sich zum Tyrann der Familie. Eines ...

Inhalt:

1960: Rebecca lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater im abgelegenen Seaview Cottage. Der Vater ist seit seiner Rückkehr aus dem Krieg gewalttätig und entwickelt sich zum Tyrann der Familie. Eines Nachts wird Rebacca von lauten Schreien geweckt und sie findet ihre Eltern tot im Erdgeschoss des Hauses.
2014: Jessie bringt im Krankenhaus ein Kind zur Welt, das leider dringend medizinische Hilfe benötigt. Jessie verlässt jedoch gegen den medizinischen Rat das Krankenhaus und ist nicht mehr auffindbar. Hier Mutter Rebecca macht sich große Sorgen um ihre Enkelin und bittet ihre 2. Tochter Liz, die Journalistin ist, sie bei der Suche zu unterstützen. Liz erfährt durch diese Suche erstmals von dem Schicksal ihrer Mutter Rebecca und kommt so einem Familiengeheimnis auf die Spur.

Meine Meinung:

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen mit ihren Geheimnissen, die sie seit vielen Jahren mit sich tragen. Auch eine tiefer Blick in die Abgründe der menschlichen Seele bleibt bei diesem Buch nicht aus.

Immer mehr Menschen werden in den Sog der Ereignisse gerissen und entwickelt sich ein sehr spannende Handlung, die immer wieder überraschende Wendungen nimmt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Besonders Leser, die Geschichten mit dunklen Familiengeheimnissen mögen, werden hier einen spannenden Lesestoff finden.
Das Buch ist ein absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.07.2020

Spannende Geschichte einer starken Frau

Die Fotografin - Die Welt von morgen
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Inhalt:

1911: Mimi hat Laichingen wieder verlassen und ist diesmal zusammen mit Anton wieder unterwegs. Mimi ist Wanderfotografin und verdient ihr Geld bei verschiedenen ansässigen Fotografen, die ihr ...

Inhalt:

1911: Mimi hat Laichingen wieder verlassen und ist diesmal zusammen mit Anton wieder unterwegs. Mimi ist Wanderfotografin und verdient ihr Geld bei verschiedenen ansässigen Fotografen, die ihr besonderes Talent als Fotografin zu schätzen wissen. Anton entwickelt die Idee, die schönsten Fotografien als Postkarten drucken zu lassen und zu verkaufen, nebenbei arbeitet er in verschiedenen Gastwirtschaften, um auch etwas zum Einkommen beitragen zu können.

Leider muß Mimi aber einsehen, dass es für sie immer schwerer wird, ein Engagement zu finden, denn immer mehr Menschen gehen dazu über, sich nicht mehr fotografieren zu lassen, sondern knipsen ihre Fotos selber. Auch hat sie immer wieder mit Vorurteilen der ansässigen Fotografen zu kämpfen, die ihre Fähigkeiten als Frau in dem Beruf anzweifeln.

Mimi wäre aber nicht die Mimi, die wir kennen, wenn sie ihren Weg nicht finden würde.



Meine Meinung:



Mich hat dieses Buch absolut gefesselt. Ich habe auch schon die ersten beiden Teile aus dieser Reihe gelesen und habe mich richtig darauf gefreut, die Protagonisten Mimi, Anton, Alex, Bernadette etc. wieder zu treffen.

Mimi ist einfach eine starke Frau, die entgegen den Gepflogenheiten ihrer Zeit ein sehr ungebundenes, freies Leben führt. Die Grenzen, die ihr die Gesellschaft setzt, werden aber auch immer sehr deutlich. So bekommt man als Leser ein sehr gutes Bild des Lebens junger Frauen in der Zeit Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich und man wird als Leser immer wieder von interessanten Wendungen der Handlung überrascht, die sich aber logisch in die Handlung einfügen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und so kann man als Leser ganz in der Handlung einlassen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil dieser Reihe. Leider endet dieses Buch mit einem Cliffhanger, so dass ich jetzt schon sehr neugierig bin, wie die Geschichte weitergeht.

Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.06.2020

Eine deutsch-deutsche Geschichte

Margos Töchter
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Inhalt:

Leonore Seliger lebt in den 60er Jahren in der norddeutschen Provinz. Sie führe ein Für ihre Zeit unangepasstes Leben, verbringt die Nächte in Clubs, lebt in einer Studenten-WG und gerät in die ...

Inhalt:

Leonore Seliger lebt in den 60er Jahren in der norddeutschen Provinz. Sie führe ein Für ihre Zeit unangepasstes Leben, verbringt die Nächte in Clubs, lebt in einer Studenten-WG und gerät in die Nähe der RAF.
Schon in jungen Jahren verbringt sie einen Teil ihrer Sommerferien in einem Pioniercamp der DDR. Dort lernt die Clara kennen, eine linientreue Aktivistin der Freien Deutschen Jungen, der Jungendorganisation der DDR. Die beiden verbindet eine langjährige Brieffreundschaft. Später wird sie als Kundschafterin in den Westen geschickt und nimmt ihre kurz zuvor geborene Tochter mit in den Westen.
Leonore kann keine Kinder bekommen und adoptiert daher die Tochter einer aus der DDR geflohenen Frau, dieses Kind heißt Jana.
Nach der Wende besorgt sich Jana die Stasiunterlagen ihrer Mutter, die vor vielen Jahren bei einem etwas rätselhaften Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
Sie beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit ihrer Mutter und kommt einen Familiengeheimnis auf die Spur, das auch ganz neue Erkenntnisse zu ihrer eigenen Vergangenheit bereit hält.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn ich mir beim Lesen der ersten Hälfte des Buches mehrmals die Frage gestellt habe, wohin die Geschichte wohl führt. Lange Zeit erleben wir nur das unkonventionelle Leben von Leonora und Clara wird am Rande erwähnt, ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die Handlung, die im Klappentext beschrieben wurde im Buch wiedergefunden haben.
Im Vergleich dazu überschlägt sich die Handlung im 2. Teil förmlich. Das Buch nimmt enorm Fahr auf und es entwickelt sich einen spannende Geschichte rund um Leonora, Clara und Jana.
Das beschreibt eine Familiengeschichte im Spannungsfeld des geteilten Deutschlands. Es ist erschreckend, wie stark die Staatssicherheit der DDR auch im Westen das Leben von Menschen beeinflussen konnte.
Mich haben die Charaktere sehr beeindruckt, die man in diesem Buch kennenlernt. Die Autorin schafft es, die Entwicklung der Charaktere über vielen Jahre sehr gut zu zeichnen und so dem Leser deutlich zu zeigen, was die Zeit mit den Menschen gemacht hat.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen.
Eine Leseempfehlung für Leser die sich für die Ereignisse im geteilten Deutschland interessieren.
Eine Frage wurde leider nicht beantwortet, die, ob es sich um reale Ereignisse handelt und sich der Roman an wahre Ereignisse anlehnt.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Ein schönes Buch für den Sommer

Über dem Meer tanzt das Licht
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Inhalt:

Maria lebt mit ihrem Freund Simon und ihren Kindern Hannah und Morlen auf Norderney und betreibt dort ein kleines Café. Sie ist in ihrem Leben weit herumgekommen, hat in verschiedenen Ländern ...

Inhalt:

Maria lebt mit ihrem Freund Simon und ihren Kindern Hannah und Morlen auf Norderney und betreibt dort ein kleines Café. Sie ist in ihrem Leben weit herumgekommen, hat in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet und die Welt bereist. Letzt ist sie zur Ruhe gekommen und mit ihrem Leben sehr zufrieden. Das ändert sich, als Simon entscheidet mit seiner Tochter Hannah alleine eine Reise nach Frankreich anzutreten.

Meine Meinung:

Maria bekommt durch Simons Abwesenheit die Chance über ihr Leben nachzudenken und sich neu zu finden. Vor kurzem ist ihre Mutter gestorben und hat Maria ihr Haus hinterlassen. Bis jetzt hat Maria noch nicht die Kraft gefunden, das Haus aufzuräumen und zu entscheiden, was mit ihm passieren soll. Beim Aufräumen findet sie alte Briefe ihrer Mutter, die an sie gerichtet sind. So erfährt Maria auch, wer ihr Vater ist, dieser war ihr bisher unbekannt.
Maria räumt ihr Leben auf, so scheint es. Es stellt sich für sie die Frage, ob sich das Café rechnet, ob sie das Haus der Mutter verkaufen soll, hinzu kommt, dass sich Simon nur selten von seiner REise meldet und Maria anfängt, an ihrer Beziehung zu zweifeln.
Als auch noch 2 spannende Männer in ihr Leben treten, ist das Chaos perfekt.

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Maria scheint an einem wichtigen Punkt ihres Lebens zu stehen, an dem einige richtungsweisende Entscheidungen zu treffen sind.
Sehr einfühlsam wird diese Situation beschrieben und man kann Maria Sorgen und Nöte gut nachvollziehen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so daheim.
Dieses Buch ist eine perfekte Urlaubslektüre, flüssig zu lesen und doch macht es etwas nachdenklich.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Wenn das Internet zusammen bricht......

Influence – Fehler im System
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Inhalt:



Amir verfolgt aktiv den Blog des Internetaktivisten Habakuk, der sich schon eine gewisse Popularität erarbeitet hat. So ist Amir sehr gespannt, als Habakuk auf seine Kontaktversuche reagiert ...


Inhalt:



Amir verfolgt aktiv den Blog des Internetaktivisten Habakuk, der sich schon eine gewisse Popularität erarbeitet hat. So ist Amir sehr gespannt, als Habakuk auf seine Kontaktversuche reagiert und er den Auftrag bekommt brisantes Material an Habakuk zu übergeben. Das Material hat er vom Wistleblower Manfred bekommen, der bei der Übergabe des Speicherchips mit dem Material eine seltsame Bemerkung über einen anstehenden Zusammenbruch des Internets macht. Am Morgen der geplanten Übergabe passiert genau das: Das Internet funktioniert nicht mehr und in der Stadt bricht das Chaos aus.



Meine Meinung:



Dieses Buch ist auf den ersten Blick etwas verstörend, denkt man doch: Ach, das Internet funktioniert nicht, wird schon wieder. Aber in diesem Buch wird es halt nicht so schnell wieder. Das Internet wurde weltweit lahm gelegt und den Menschen wird langsam klar, was das bedeutet. Der Verkehr bricht zusammen, die Geldautomaten funktionieren nicht mehr, es kommt zu Panikkäufen…

Karim steckt mitten im Zentrum des Geschehens, des schnell wird klar, dass Manfred mehr weiß zu den Hintergründen der Ereignisse und so finde er sich mitten zwischen den Ermittlungen der Geheimdienst wieder. Eine spannende Jagd entwickelt sich, auch für Amir lebensgefährlich wird.

Die Handlung ist sehr spannend, teilweise etwas grenzwertig in Richtung Unglaubwürdigkeit, aber sie bekommt doch immer noch den richtigen Dreh. Der Autor zeichnet ein mögliches Szenario, welche Folgen es haben könnte, wenn das Internet nicht mehr zur Verfügung steht.

In Zeiten vor Corona hätte ich bei einigen Beschreibungen meine Zweifel, aber wir haben in den letzten Wochen doch gesehen, wie schnell Selbstverständlichkeiten nicht mehr existieren.

Eine spannende Geschichte, ein durchaus realistisches Szenario, gut gezeichnete Charaktere, ein Buch das in die Zeit passt.

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