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Veröffentlicht am 01.06.2018

Interessante Reisereportage, die Historie und persönliche Abenteuer eines Seglers vorstellt

Die vergessenen Inseln
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Dieses Buch ist eine Mischung von Roman und Erlebnisbericht des literarischen Segelfans Thomas Käsbohrer. Er hat lange Zeit als Verleger in einem Buchverlag gearbeitet und hat stets von einer großen Reise ...

Dieses Buch ist eine Mischung von Roman und Erlebnisbericht des literarischen Segelfans Thomas Käsbohrer. Er hat lange Zeit als Verleger in einem Buchverlag gearbeitet und hat stets von einer großen Reise geträumt. Mit seinem Schiff Levje hat er sich diesen Traum erfüllt und segelte durch das Mittelmeer. Neben nautischen Informationen stellt er seine persönlichen Erfahrungen und historische Einblicke in diesem Buch vor. Er schreibt auch für die Zeitschrift YACHT und hat den Blog Mare Blu.


Dabei bekommt man als Leser seine eigenen Erfahrungen auf hoher See hautnah mit, wie er alleine den Gewalten des Meeres und den Gefahren von Stürmen ausgesetzt ist, diesen trotzt und welche Erlebnisse und Gedanken ihn dabei begleiten.

Er verbindet auf seiner Mittelmeerreise aber auch historische Hintergründe mit seinem eigenen Erleben. So taucht man in die Steinzeit ein, erlebt längst versunkene Inseln und Urlaubs-Inseln, die früher andere Namen trugen, und sieht die Griechen und Römer besiedeln, kämpfen und werkeln.


Stets verbindet er aktuelle Anekdoten und Hintergründe mit diesen historischen Anfängen. Wir erfahren von Lepra-Inseln, entdecken Kitesurf Hotspots, erleben Soldaten im 2. Weltkrieg auf Rhodos, sehen Thunfischer in Aktion und hören vom Leben der Jackie O. Auch von Flüchtlingsbooten und Schwammtauchern ist in diesem Buch die Rede.


Seine Berichte sind absolut vielfältig und sehr interessant. Es ist für jeden etwas dabei, man lernt, hört und staunt beim Lesen.
Daneben bekommt an genaue Abläufe und Vorgänge an Bord geschildert, erfährt von den vielen nötigen Handgriffen beim Segeln, von Nautik und von der nervenzehrenden Situtation bei Nacht auf See im Sturm. Seine Ängste scheinen nicht besonders stark zu sein, denn er trotzt allen Gefahren und meint auf See weniger Angst zu haben als an Land.


Ich habe einige zu detailgenaue Schilderungen des Segelns überflogen, dafür bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Man muss sich etwas einlesen, dann bekommt man ein Gefühl für den Erzählstil des Autors. Denn er springt von Insel zu Insel, segelt natürlich dorthin und springt von Vergangenheit zu Gegenwart hin und her.
Es geht von Sizilien nach Malta, von dort nach Kreta, nach Venedig und Mallorca und zwischendurch auf türkische Inseln. Leicht verwirrend das Ganze, aber man folgt gebannt und sieht die Abenteuer im Laufe der Geschichte plötzlich in einem anderen, viel kleineren Blickwinkel.

Im Grunde zieht Thomas Käsbohrer eine Route, die der Geschichte des Mittelmeeres folgt. Von den ersten Ansiedlungen zu Christi Geburt, von den ersten Kreuzzügen bis zur heutigen Zeit mit den Flüchtlingsströmen. Hier erlebt man die Historie im Zeitraffer und saust mit dem kleinen Segelboot dahinter her.


Dieses Buch ist die richtige Lektüre für gestandene Seefahrer, Segler und Weltenbummler. Aber auch Historiker werden ihre Freude an den verschiedenen Stationen haben. Ich habe einige Geschichten und die historischen Begebenheiten nicht alle gleich interessiert gelesen. Doch insgesamt bin ich sehr angetan von diesem besonderen Buch.


Eine interessante Reisereportage mit vielen gelungenen Einblicken und den historischen Bezügen.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Hinter diesem Roman verbirgt sich eine bittere Trauerbewältigung

Hortensiensommer
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Johanna lebt in Sommerhausen in Unterfranken und verzaubert als mobile Gartenfee kahle Flächen ihrer Kunden in zauberhafte und üppig blühende Gartenparadiese. In dieser Aufgabe geht sie völlig auf und ...

Johanna lebt in Sommerhausen in Unterfranken und verzaubert als mobile Gartenfee kahle Flächen ihrer Kunden in zauberhafte und üppig blühende Gartenparadiese. In dieser Aufgabe geht sie völlig auf und versucht so, einem tragischen Ereignis zu entfliehen, dass sich vor einigen Jahren ereignet hat. Ihr Haus ist groß und so vermietet sie die Einliegerwohnung an den Lehrer Philipp mit seinem Panamahut. Sie freunden sich etwas an, doch als Philipp Besuch von seiner kleinen Tochter bekommt, wird Johanna zu einer echten Kratzbürste und sie flieht zurück in ihre Einsamkeit. Wird Philipp wieder Licht in Johannas Leben bringen können?


Aus Sicht der Protagonisten Johanna und Philipp lässt die Autorin ihre Geschichte erzählen und dadurch bekommt man wunderbar die verschiedenen Sichtweisen vorgestellt. Während man sich Philipp mit seiner Lebensfreude und seiner Liebe für seine Tochter gleich nah fühlt, erscheint Johanna eher als introvertierte Frau, die ihre Probleme mit Kindern hat.


Der flüssige und lockere Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und man kann der Handlung gut und interessiert folgen. Mir haben einige Passagen und die Vergleiche zwischen Pflanzenwelt und Menschen gut gefallen. Nicht aus jedem Samenkorn entwickelt sich etwas.

Wie sich hier nach und nach eine Art Trauerbewältigung entwickelt, hat mich mitgezogen und auch wenn ich Johanna schwierig finde, konnte ich mir doch diese Art des Verhaltens von ihr auch vorstellen.


Johanna geht in ihrer Arbeit mit den Pflanzen und Gartengestaltungen auf, sie erscheint mir sehr egoistisch, auch wenn sie einen furchtbaren Verlust erlitten hat, hat sie diesen nie richtig verarbeitet und nimmt die Trauer ihres Umfeldes über den Tod des Kindes gar nicht wahr. Das ist etwas übersteigert dargestellt, denn die Außenwirkung macht sich durch die familären Figuren durchaus bemerkbar. Niemand darf das traurige Unglück erwähnen, geschweige denn Johanna mit eigenen Sorgen und Problemen behelligen. So bekommt Johanna auch nicht mit, wie sehr sich ihre Schwester um ein eigenes Kind bemüht und wie ihr Ex-Mann auch heute noch Tränen um die verlorene Tochter weint. Alle nehmen Rücksicht auf Johanna und das hat mich an der Handlung gestört.

Mit Philipp und seiner kleinen Klara habe ich mich sofort angefreundet. Das Kind bringt neues Leben in das Haus, spielt und sorgt durch seine Neugier und den Erkungungsgeist für impulsive Stimmung.

Sehr genossen habe ich die Szenen mit den vielen erwähnten Pflanzen, das Anlegen von Gärten und die Gartenkultur. Gerade für Gartenfreunde sind die Infos zur Gartenpflege, die Blühdauer bestimmter Pflanzen und insbesondere die Frostberegnung eine Bereicherung für schöne Leseerlebnisse.

Von diesem Buch erwartet man aufgrund des Covers einen sommerlich fröhlichen Gartenroman mit romantischen Gefühlen. Es handelt sich jedoch eher um eine Art Trauerbewältigung, um eine neue Liebe und ein Verarbeiten von Schuld, Verlust und Gefühlen.


Bei diesem Roman muss man sich auf ein traumatisches Erlebnis einlassen, findet jedoch auch eine blumige Liebesgeschichte vor. Diese Geschichte zeigt, wie Schicksalsschläge einen Menschen verändern können und wie mit Liebe und Geduld diese Hindernisse überwunden werden können.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Eher mittelmäßige als überragende Unterhaltung

Tage am Meer
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Olivia und ihr Mann Nick sind ein glückliches Paar, sie haben reiche Freunde und leben auf einem hohen Lebensstandard. Als sich Nick zur Ruhe setzt, ziehen sie von New York in ein Strandhaus auf Sullivan's ...

Olivia und ihr Mann Nick sind ein glückliches Paar, sie haben reiche Freunde und leben auf einem hohen Lebensstandard. Als sich Nick zur Ruhe setzt, ziehen sie von New York in ein Strandhaus auf Sullivan's Island an der Küste South Carolinas. Olivias Job als Innenarchitektin soll für weitere Einkünfte sorgen. Doch die Aufträge gehen zurück, ein großer Auftrag platzt und plötzlich haben sie echte Geldsorgen. Da kommt eine Einladung ihrer wohlhabenden Freunde zu einem gemeinsamen Urlaub auf Mallorca im richtigen Moment. Vielleicht kann Olivia dort neue Aufträge ergattern. Leider wird dieser Urlaub auf einer luxuriösen Jacht durch Konflikte überschattet und es kommt zu einem dramatischen Ereignis.


"Sommer, Sonne, Strand und ganz viel Happy End" versprach die Ankündigung dieses Romans, der es in Amerika kurz nach dem Erscheinen sofort auf die Top Ten der New York Times Bestseller-Liste schaffte.

Das hätte mich schon nachdenklich werden lassen sollen, denn meistens liegen mir amerikanische Romane nicht so sehr.
Dieser Roman ist sehr schön bildhaft geschrieben, aber im Grunde auch eine recht nichtssagende Geschichte.

Inhaltlich dreht sich viel um die Beziehung von Olivia und Nick und ihren Freunden. Es geht um ihre gesellschaftliche Stellung, ihr Verhalten, ihre Lebenseinstellung und ihren Einrichtungsstil. Als Leser erfährt man die Einzelheiten ausführlich in etlichen Dialogen und Beschreibungen von Treffen. Dort werden Nichtigkeiten ausgetauscht, es wird gewitzelt, gestritten und über Einrichtung, Essen und Getränke geredet. Es geht um Luxusobjekte der Society für Kleidung, Schmuck und Jachten von mir völlig unbekannten Marken vom amerikanischen Markt.


Rob ist der superreiche Freund von Olivia und Nick, der sie beide zur Hochzeit seines Sohnes aus erster Ehe auf eine Jacht vor Mallorca einlädt. Neben einigen anderen geladenen Gästen ist auch die erste geschiedene Frau Colette von Rob dabei, schliesslich heiratet ihr Sohn. Es folgt ein Kleinkrieg vom feinsten, denn Ex und Ehefrau sind sich spinnefeind, weil eifersüchtig.


Witzige und amüsante Bemerkungen und Floskeln lockern die Geschichte auf, mir gefallen auch die bildhaften, wenn auch sehr ausführlichen Beschreibungen von Einrichtungsgegenständen, die Olivia als Innenarchitektin stets interessant und eindrucksvoll kommentiert. Ansonsten geht es um die Figuren und Erlebnisse, um Verhältnisse und die Kindererziehung von Gladdie, Robs kleiner Tochter.

In den ersten zwei Dritteln des Buches geschieht nicht viel. Man lernt die Figuren kennen, sieht ihren Lebenswandel im Stile der reichen Society von New York, nippt gemeinsam mit ihnen an einem Glas Champagner und genießt die Annehmlichkeiten des Lebens mit Haushaltshilfe und anderen dienstbaren Geistern.

Dann geht es endlich im letzten Drittel des Buches nach Mallorca zur Hochzeitsfeier auf die Jacht. Nun nimmt die Story an Fahrt auf, es wird amüsant und es entwickelt sich ein Zickenkrieg der Extraklasse. Leider kommt es zu einem besonderen Ereignis, welches dunklen Schatten über diese so hoffnungsfreudige Reise wirft.

Ich habe die Charaktere durch die lange Einführung gut vor Augen gehabt, ich nippte an meinem imaginären Champagner, hörte den Smalltalk, sah die teuren Outfits und amüsierte mich über einige witzige Bemerkungen Olivias. Sie und Nick mochte ich als innig liebendes Paar.

Was anfangs sehr oberflächlich beginnt (höchstens 2 Sterne), hätte mich beinah schon vom gesamten Buch abgeschreckt. Doch die Entwicklung im letzten Drittel hat mich gefesselt und mitgezogen.
Insgesamt vergebe ich 3 Sterne, weil sich der Beginn des Buches doch sehr zieht.


Dieser Roman wirft einen Blick hinter die Kulissen der Reichen und Schönen, der verrät: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Einige Wendungen, Lebenseindrücke und detaillierte Beschreibungen sind toll, doch insgesamt ist das eher ein mittelmäßiger Unterhaltungsroman.

Veröffentlicht am 27.05.2018

Die Story konnte mich leider nicht überzeugen

Der kleine Brautladen am Strand
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Von diesem Roman habe ich mir eine romantische Liebesgeschichte erhofft und nur ansatzweise bekommen. Einerseits mochte ich die Beschreibungen der Tortenkreationen, der Brautkleider und der Dekoration ...

Von diesem Roman habe ich mir eine romantische Liebesgeschichte erhofft und nur ansatzweise bekommen. Einerseits mochte ich die Beschreibungen der Tortenkreationen, der Brautkleider und der Dekoration und Ausschmückung der Hochzeiten, aber die eigentliche Handlung blieb durchgängig oberflächlich und von Spannung kann man leider auch nicht wirklich reden.
Die Vorgänge plätschern so vor sich hin und die Handlung dreht sich um oberflächliche Dinge, um überteuerte Hochzeiten und die sehr offensichtliche Beziehung zwischen Rafe und Poppy. Es wird nicht nur bei der Anprobe der Brautkleider, sondern ständig Alkohol getrunken.


Der Schreibstil ist sehr eingängig, man liest es locker weg und mir kam es so vor, als ob jemand viele Belanglosigkeiten hintereinander wegerzählt.

In die Protagonisten konnte ich mich nicht hineinversetzen, sie sind unglaubwürdig und stereotype Figuren, die ständig Kuchen essen und auf Partys trinken. Auch die ziemlich austauschbaren Freundinnen erfüllen einige Klischees und ihre Vorstellungen sind teilweise recht naiv und einfach gestrickt. Mir kam die Story ein wenig wie eine schlichte Seifenoper vor.

Sowohl Poppy als auch Rafe sind von ihren letzten Beziehungen enttäuscht und müssen sich erst einmal klar werden, ob sie wieder offen für eine neue Freundschaft sind. Das Ergebnis dauert ziemlich lange und ist recht vorhersehbar.



Mir gefallen die Beschreibungen des ländlichen Lebens auf Rafes Hof, seine Arbeit mit den Tieren und seine zupackende Art. Hier kann man neben all den aufgebauschten Hochzeitsplanungen das wahre Leben erkennen.


Wie es heutzutage allgemein so ist, übertreffen die Hochzeitsvorbereitungen natürlich alle Vorstellungen, es darf an nichts fehlen und alles muss genau geplant werden. Auch wenn ich Hochzeiten liebe, finde ich die Liebe an sich als wichtigstes Element und nicht die Verzierungen drumherum.


Dieser Roman erscheint recht oberflächlich, wer sich hier Romantik erhofft, der wird eher Klischees und bunte Hochzeitsträume erleben. Die Story ist nicht sehr tiefgründig und hat mich nicht unbedingt berührt. Hier gibt es eher Tierromantik als Liebesgefühle.

Veröffentlicht am 27.05.2018

Ein weiterer spannender Teil der Waringham-Reihe

Das Spiel der Könige
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Im dritten Band der Reihe werden Blanche und Julian of Waringham, die Kinder von John of Waringham, die Protagonisten. England hat eine schwere Zeit zu überstehen, es geht um den 30-jährigen Rosenkrieg.

Rebecca ...

Im dritten Band der Reihe werden Blanche und Julian of Waringham, die Kinder von John of Waringham, die Protagonisten. England hat eine schwere Zeit zu überstehen, es geht um den 30-jährigen Rosenkrieg.

Rebecca Gablé verknüpft ihre Geschichte um die fiktive Adelsfamilie der Waringhams geschickt mit den wahren historischen Gegebenheiten und baut eine interessante Handlung auf, bei der man die Geschichte aus nächster Nähe mitverfolgen kann.

Der geistig angeschlagenen Henry VI., für den seine französische Frau die Regierungsgeschäfte führt, bietet keine große Angriffsfläche und im Gerangel um die Königskrone kommt das Haus York mit Richard Plantagenet an die Macht. Julian wird Earl und ist damit dem König unterworfen, er kämpft mit seinem walisischen Verbündeten Jasper Tudor für den letzten Lancaster, den jungen Henry Tudor. Es bricht ein grausamer Krieg aus, der legendäre englische Bruderkrieg mit der roten Rose des Hauses Lancaster und der weißen Rose für das Haus York. England wird gespalten und die Geschwister Blanche und Julian geraten zwischen die Fronten.

Julian steht fest zu seiner Meinung, doch er zweifelt mehrfach und sieht auch die grausamen Folgen im Falle eines Widerstands. Es wird gemordet und getötet, nur für die Krone.

Seine Schwester Blanche hat ebenfalls ein schwieriges Schicksal an der Seite ihres gewalttätigen Ehemanns, der bereits zwei Gemahlinnen auf dem Gewissen hat. Blanche entkommt ihrem Mann und hinterlässt ihre Spuren an seinem Körper, sie flieht und lebt heimlich mit Jasper Tudor, der Bruder des Königs, zusammen. Doch die Rache ihres Mannes verfolgt sie wie ein Damoklesschwert.


Die Waringhams haben in diesem Band keinen leichten Stand, es geht ständig an ihre Existenz und um ihr Leben. Damit bekommt man einen authentischen Eindruck über die Grausamkeiten dieses Rosenkrieges, bei dem besonders die Bevölkerung zu leiden hatte.


Die Charaktere zeichnet Rebecca Gablé gewohnt lebendig und ausdrucksstark, was besonders bei der Figur des Julian deutlich wird. Seine innere Zerrissenheit und sein Verantwortungsbewusstsein für seine Leute und Freunde erlebt man betroffen mit. Aber auch Blanches Schicksal lässt mich als Leser mit ihr bangen und hoffen.

In dieser Zeit sind die Namen Henry, Richard und Edward häufig mehrfach vergeben und es ist schwierig sie auseinander zu halten. Die Autorin gibt einigen Spitznamen, aber man muss schon aufmerksam lesen und gegebenenfalls im Stammbaum oder der Personenliste im Anhang des Buches nachschlagen.

Das Buch zieht den Leser in seinen Bann, jedoch kann sich die Handlung durch die historischen Ereignisse nicht ungezwungen und frei entfalten. Stets gibt es Ränkespiele, Kriegsgetümmel und Machtkämpfe, die den Ablauf etwas gezwungener wirken lassen.


Rebecca Gablé ist für mich eine der besten Autorinnnen von mittelalterlichen historischen Romanen. Sie kann Geschichte fesselnd und lehrreich erzählen und haucht ihren Figuren Leben ein. Dieser Roman zeigt die grausamen Rosenkriege mit all ihren Intrigen und Kämpfen und den Folgen für die Bevölkerung.