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Veröffentlicht am 02.05.2023

Faszinierende Reptilien in Wort und Bild

111 Reptilien, die täglich unsere Welt verbessern
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Im Emons Verlag erscheint das Sachbuch "111 Reptilien, die täglich unsere Welt verbessern", die Autoren sind Sandra Honigs und Markus Juschka.

Reptilien können schwimmen, fliegen oder nur kriechen, sie ...

Im Emons Verlag erscheint das Sachbuch "111 Reptilien, die täglich unsere Welt verbessern", die Autoren sind Sandra Honigs und Markus Juschka.

Reptilien können schwimmen, fliegen oder nur kriechen, sie sind groß oder klein, gut getarnt oder sehr bunt, es gibt tödliche Arten oder regelrecht niedliche. Jedenfalls bereichern sie unsere Erde mit ihrer Existenz und sind teilweise bei Züchtern sehr beliebte Tiere.

Nicht jeder mag Reptilien, doch sie gehören zu den ersten Lebewesen, die unsere Erde bevölkerten, es gibt 11.733 Schildkröten, Krokodil, Echsen und Schlangen-Arten, die heute unseren Planeten mit ihrer Vielfalt bereichern. Sie haben sich perfekt an ihre Lebensräume angepasst und erfüllen im Ökosystem wichtige Funktionen.

Ganze 111 Reptilien-Arten werden von A bis Z mit detailgetreuen Fotos und interessanten Texten vorgestellt. Zu jeder Art gibt ein Info-Kasten spezielle Auskunft über: Art, Familie; Vorkommen; Habitat; Größe; Nahrung; Bedrohungsstatus; Merke (Besonderheiten). Doch viel spannender als die wissenschaftlichen Fakten lesen sich die vielseitigen Informationen zu den einzelnen Tieren.

Sie berichten von der Entdeckung der Reptilienarten, geben Auskunft über die Fortpflanzung, das Aussehen und die Giftigkeit und wecken einfach Interesse für die Tiere. Es ist ein gut verständliches Werk mit einer Vielzahl an Tieren, die man schon allein wegen der Bilder immer wieder gerne ansehen mag. Auch wenn man viele Tierarten bereits kennt, finden sich hier immer noch einige seltene "Perlen" dieser einzigartigen Spezies. "Scheltopusik" und "Chuckwalla" kannte ich vorher noch nicht und ich habe bewundert, wie wunderschön der Fidschi-Leguan aussieht. Doch wer schön aussieht, kann eine tödliche Gefahr sein, wie die Grüne Baumnatter.

Viele dieser Reptilien sind in ihren natürlichen Lebensräumen bedroht, dafür gibt es viele Gründe. Die Bedrohung der Tiere hat viele Gründe, die Lebensräume gehen durch Rodung und Bebauung verloren, der illegale Wildtierhandel und die Jagd nach diesen Tieren dezimieren die Populationen immer mehr.

Dem Reptilien-Schutz widmet sich die ZGAP (Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz), der auch durch den Kauf dieses Buches unterstützt wird, indem die Autoren auf ihr Honorar verzichten.
Wer sich für Reptilien interessiert, findet in diesem Buch einen umfangreichen Querschnitt verschiedener Arten, die mit ihren Besonderheiten vorgestellt werden.

Dieses vielfältige und hochinteressante Buch bringt seinen Leser:innen die faszinierende Welt der Reptilien näher und weckt mit seinen Farbfotos und spannenden Fakten Interesse. Denn nur was wir schätzen wollen wir auch schützen!

Veröffentlicht am 01.05.2023

Für alle Renate-Fans ein Muss!

Das ist ja wohl die Krönung! (Die Online-Omi 18)
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In "Das ist ja wohl die Krönung!" von Renate Bergmann reist die Online-Omi zu den Krönungsfeierlichkeiten von Charles III. Der Band erscheint im Ullstein Verlag.

Renate Bergmann kann ihr Glück kaum fassen, ...

In "Das ist ja wohl die Krönung!" von Renate Bergmann reist die Online-Omi zu den Krönungsfeierlichkeiten von Charles III. Der Band erscheint im Ullstein Verlag.

Renate Bergmann kann ihr Glück kaum fassen, denn ihre Tochter Kirsten hat ihr eine Reise nach London geschenkt, sie darf die Krönung von Charles III. live miterleben. Da ist die Aufregung groß, denn was soll sie anziehen, wie geht das mit dem Strom und wer füttert ihre Katze?

Mittlerweile ist mir Online-Omi Renate sehr ans Herz gewachsen, mir gefällt ihre lebenskluge und bescheidene Art und ich habe mich gefreut, sie auf ihrer England-Reise zu begleiten. Und natürlich lässt uns Renate auch in diesem Band wieder auf lebendige Weise an ihren Gedanken zu Gott und der Welt und dieses Mal speziell über die Mitglieder der königlichen Familie teilhaben. Durch das Lesen der Klatschpresse bei Friseur- und Arztbesuchen, ist Renate über so manches Detail der Royals informiert und erzählt von deren speziellen Liebesbeziehungen und Eskapaden und macht sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung auch ihre ganz eigenen Gedanken. Natürlich kommen darin auch ihre Freunde Ilse und Kurt vor und ihre esoterisch veranlagte Tochter Kirsten, die manchmal "ein wenig neben der Spur des Lebens" läuft, aber mit ihrer spirituellen Art immerhin ihren Lebensunterhalt verdient. Diese Fahrt ist der Beweis dafür, dass Kirsten ihre Mutter liebt und ihr eine große Freude bereiten möchte und das weiß Renate auch sehr zu schätzen. Bis sie in London landen, gibt es noch einige Aufregungen, so wird aufgrund eines Missverständnisses dann auch noch prompt Renates Gepäck nach Waffen durchsucht und es ist ihr peinlich, als Kirsten ihren Sitzplatz nach "Shengpfui" auswedelt. Da hilft nur ein beruhigender Schluck Korn, der sie auch die Krönungsfeierlichkeiten über begleitet.

In diesem Buch wird es gewohnt unterhaltsam und durch die vielen humorigen Anmerkungen und Aktivitäten Renates auch nie langweilig. Außerdem weiß sie uns zu berichten, dass sich während der langen Regentschaft der Queen ganze dreiundsechzig Schalke-Trainer abgewechselt haben. Das glaubt man ja kaum, es stimmt aber, sagt Kurt. Es amüsiert mich, wie sich Renate darüber wundert, dass Charles mit über siebzig noch eine neue Arbeit antritt und den Thron nicht an William und seine "Kät" abtritt.

Sehr lustig finde ich auch die besonderen Souverniers, die Renate ihren Lieben daheim mitbringen möchte. Ich sage nur: königliche Pferdeäppel.
Diese Krönungs-Reise habe ich erfreut begleitet und wurde dank Renates Erlebnissen und ihrem speziellen Blick auf das Leben gut unterhalten.
Deshalb ist dieses Buch für alle Renate Bergmann-Fans ein echtes Muss!

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Dieser Detektiv-Club pfeift auf kulturelle Unterschiede

Die Hochhaus-Detektive (Die Hochhaus-Detektive Band 1)
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Im EMF Verlag erscheint Johanna Lindemanns Kinderbuch "Die Hochhaus-Detektive" für Leser:innen ab acht Jahren. Die Illustrationen stammen von Elli Bruder.

Anton (10) wohnt im berüchtigsten Hochhaus der ...

Im EMF Verlag erscheint Johanna Lindemanns Kinderbuch "Die Hochhaus-Detektive" für Leser:innen ab acht Jahren. Die Illustrationen stammen von Elli Bruder.

Anton (10) wohnt im berüchtigsten Hochhaus der Stadt und langweilt sich an seinen letzten Ferientagen. Seine Freizeit verbringt er überwiegend als Internet-Checker. Doch dann zieht eine indische Familie neben ihm ein und er lernt die schlaue Isha (10) kennen. Sie liest wie Anton gerne Detektivgeschichten und so kommen sie auf die Idee, einen Detektivclub auf dem Dach des Hochhauses zu gründen. Davon bekommt Mesut Wind und er will unbedingt mitmachen, immerhin hat er ein tolles Fernglas und kennt die Stadt wie seine Westentasche. Sie nennen sich von nun an HD 42 und haben schon bald ihren ersten Fall. Mit dem Fernglas beobachten sie, wie der Pizzabote die Handtasche einer alten Dame klaut. Nun gilt es zusammen zu halten, mutig zu sein, Fakten zu ermitteln und dem Täter auf die Spur zu kommen.


Anton, Isha und Mesut sind Kinder aus sozial schwächeren Familien, durch ihren Detektivclub wachsen sie zusammen und werden Freunde und nutzen ihre gemeinsamen Stärken, um über sich hinauszuwachsen.

Bei dieser Geschichte finde ich toll, dass sie ein geheimes Büro auf dem Hochhausdach als Treffpunkt haben. Von diesem Versteck darf nämlich der Hausmeister Kawuppke nichts wissen. Das Trio ist ein witziger Haufen, sie sind Multikulti und es entwickelt sich durch ihren Detektivclub eine echte Freundschaft, in die jeder seine individuellen Stärken einbringt und alle über sich hinauswachsen.

Anton ist ein echter Tüftler und kennt sich im Internet aus, Isha ist die Tochter von Indischen Einwanderern und besonders intelligent, sie ist das Superhirn der Truppe. Und Mesut weiß, wie man sich behauptet und gibt schon mal ordentlich Kontra. Alle drei wohnen in einer sozial schwachen Gegend, ihr Wohnblock ist sogar unter Taxifahrern nicht gern gesehen.

Mit einigen Tricks und vielen Nachforschungen kommen die drei Freunde dem Täter auf die Schliche, nebenbei müssen sie ihre Eltern etwas von ihrem Tun ablenken und Mesut nutzt ganz heimlich das Fernglas seines Opas, das würde sein Vater gar nicht gerne sehen.

Bei diesem Buch werden auch die Probleme der Familien angesprochen. Antons Mutter ist alleinerziehend und durch mehrere Jobs selten zu Hause. Ishas Eltern mussten wegen der Corona-Pandemie ihr Restaurant schließen und wohnten vorher in einem besseren Stadtteil.

Mesuts Vater ist an Long-Covid erkrankt und das belastet das Familienleben.

Normalerweise würden die Kinder verschiedener Kulturkreise sich in dem Wohnblock eher aus dem Weg gehen, aber durch ihren Club werden sie zu Freunden. Diese Aussage ist die Botschaft des Buches und ganz nebenbei bekommt man noch etwas über die indische und türkische Kultur erklärt.

Diese Geschichte wird kindgerecht erzählt, ist spannend und interessant zu lesen und durch die Figuren auch sehr abwechslungsreich.

Echte Freundschaft überwindet kulturelle Grenzen, so wie es bei den Kindern des Detektiv-Clubs auch der Fall ist. Freundschaft verbindet und bewirkt, dass man sich gegenseitig unterstützt. Ein spannender Kriminalfall, bei dem man gerne mitfiebert.

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Veröffentlicht am 28.04.2023

Ein wunderbares Leporello mit interessanten Erläuterungen zu Monets Werken

Monet
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Im Prestel Verlag erscheint in einem hochwertigen Leporello-Druck in Leinenbindung im Schmuckschuber "Monet - Meisterwerke des Impressionismus" von Anne Sefrioui.

Claude Monet (1840 - 1926) zählte zu ...

Im Prestel Verlag erscheint in einem hochwertigen Leporello-Druck in Leinenbindung im Schmuckschuber "Monet - Meisterwerke des Impressionismus" von Anne Sefrioui.

Claude Monet (1840 - 1926) zählte zu den bedeutendsten französischen Malern und gehörte zu den Gründervätern des Impressionismus. In seinen Gemälden stellte er besonders gern die Natur mit Licht und Schatten dar und dieses Kunsterlebnis kann man in diesen Leporellos aus nächster Nähe ansehen und genießen. Insgesamt gibt es fünfzig Werke des Künstlers zu bewundern, die auch die künstlerische Entwicklung Monets deutlich machen.

Monet stellte neben Stadtansichten und dem Meer auch die Seine und Gärten in verschiedenen Jahreszeiten dar. In seinen Anfängen bildete er eine getreue Wiedergabe der Landschaft ab, sehr gerne vom Wasser, dass sich durch Licht und Farbe ständig in seiner Wirkung verändert. Die Natur faszinierte ihn, er wollte in seinen Gemälden die Natur mit ihren farbigen Erscheinungen und ihre Veränderung im Licht abbilden, dazu nutzte er eine Technik mit kurzen Pinselstrichen und wurde damit zu einem der bedeutendsten Maler des Impressionismus. In seine späteren Schaffensjahre gehören die weltbekannten Seerosen-Gemälde. Bei diesen Serien kann man besonders gut die unterschiedlichen Farb- und Lichtveränderungen entdecken, die teilweise die Formen auflösen und verwischen. Damit gilt Monet auch als Vorläufer der Abstraktion.

Der edel in Leinen gehaltene Schuber enthält neben einem 16 Meter langen Gemäldeleporello von fünfzig Werken Monets auch ein Booklet, in dem Anne Sefrioui zu allen abgebildeten Gemälden Bildbeschreibungen abgibt und auf abgebildete Personen oder Hintergründe zur Bild-Entstehung eingeht. Nach einer Einleitung über Monets Lebens- und Schaffensjahre werden die fünfzig Bilder in verkleinerter Schwarz-Weiß-Ansicht näher beschrieben. Angegeben werden der jeweilige Titel, das Entstehungsjahr, die Malweise, die Größe des Bildes und der Ort, wo man das Gemälde im Original bewundern kann.

Durch die Leporello-Form kann man die Gemälde aus nächster Nähe ansehen und dadurch auch die Pinselführung und die Farbaufträge genau erkennen. So nah kommt man im Museum keinem der berühmten Bilder und deshalb ist dieses Buch auch für Kunstbegeisterte und Maler:innen so interessant. Es ist so eindrucksvoll, wie Monet Licht und Farben gemalt hat und damit die Stimmungen in der Natur so ausdrucksstark wiedergibt.

Dieser Schmuckschuber ist ein wunderbares Geschenk für alle Kunstinteressierten und für Fans von Claude Monet, denn hier werden viele seiner berühmten Gemälde aus nächster Nähe gezeigt und darüber interessante Informationen genannt.

Veröffentlicht am 27.04.2023

Ein großartig erzählter Roman, der die 60er Jahre lebendig widerspiegelt

Die Reporterin - Zwischen den Zeilen
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"Zwischen den Zeilen" ist der erste Teil der Dilogie "Die Reporterin" von Teresa Simon, die im Heyne Verlag erscheint.

1962: Marie Graf studiert Pharmazie in München, ihre Eltern erwarten von ihr, dass ...

"Zwischen den Zeilen" ist der erste Teil der Dilogie "Die Reporterin" von Teresa Simon, die im Heyne Verlag erscheint.

1962: Marie Graf studiert Pharmazie in München, ihre Eltern erwarten von ihr, dass sie mal die familienbetriebene Apotheke übernehmen wird. Doch Maries Lebenstraum sieht ganz anders aus, sie möchte Gesellschaftsreporterin werden. Heimlich bewirbt sie sich bei verschiedenen Verlagen und erhält schließlich eine Stelle als Volontärin bei einer Zeitung. Das verheimlicht sie ihren Eltern. Sie muss sich im Job erst einmal im Umgang mit Interviewpartnern wie Pierre Brice und Hildegard Knef beweisen und hat trotz der Unterstützung ihrer Mentoren auch mit Missgunst und Ablehnung von Kollegen zu kämpfen.


Teresa Simon kann einfach wunderbar erzählen, in diesem Roman wird man durch den eingängigen, bildhaften und sehr lebendigen Erzählstil nicht nur großartig unterhalten, man erlebt gleichzeitig eine authentische Zeitreise in die 60er Jahre, die sich von Anfang bis Ende spannend liest.

Im Roman spielen mehrere Figuren eine Rolle, da wäre neben der sympathischen Marie/Malou noch ihr Großonkel Julius, ihre Freundin Roxy und Freddy, die alle zu ihr halten und sie in ihrem Berufswunsch von Kräften unterstützen. Baron Bárthoy ist ihr erfahrener Mentor in Sachen Gesellschaftskolumne und bringt ihr alles bei, was sie dazu wissen muss. Denn als Malou Graf hat sie Interviews mit den Showgrößen ihrer Zeit zu führen, wo sie durch ihre charmante und natürliche Art sehr gut ankommt und ihnen so einige Details entlocken kann, woran ihre Kollegen teilweise scheitern.

Die Charakterausarbeitung ist der Autorin ganz wunderbar gelungen, die damaligen Sichtweise auf gesellschaftliche Ansichten, die Rolle der Frau, das Thema Homosexualität, sowie Lebensgefühl, Arbeitsmarkt und Alltagsleben werden sehr authentisch mit Leben gefüllt und gezeigt. Wir erleben den Besuch von Charles de Gaulle und der Queen, erfreuen uns an den Liedern der Beatles und an früheren Prominenten und werden automatisch in diese Zeit zurückversetzt.

Die fesselnde Geschichte kommt mit Licht und Schatten daher, Malous Berufsleben wird eine Erfolgsgeschichte, doch ihr Privatleben verläuft nicht ganz so glücklich. Es gibt aber Hoffnung auf eine neue Liebe und am Ende wird ein Familiengeheimnis gelüftet, das im nächsten Band sicher aufgegriffen wird.

Im August erscheint der zweite Band, den ich schon jetzt sehnsüchtig herbeisehne. "Die Reporterin - zwischen den Zeilen" ist ein großartig erzählter Roman, den ich unbedingt weiter empfehlen kann.