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Veröffentlicht am 05.08.2022

Wieder eine Mords-Gaudi

Wer zweimal stirbt, ist trotzdem tot
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Der Allgäu-Krimi "Wer zweimal stirbt, ist trotzdem tot" von Romina Angeli ist der zweite Fall für Walli aus dem Harper Collins Verlag.

Walburga Schimmel hat nach einem Sturz von der Leiter eine Gehirnerschütterung ...

Der Allgäu-Krimi "Wer zweimal stirbt, ist trotzdem tot" von Romina Angeli ist der zweite Fall für Walli aus dem Harper Collins Verlag.

Walburga Schimmel hat nach einem Sturz von der Leiter eine Gehirnerschütterung und nun muss sich ihr Sohn Wolfi, Polizeioberkommissar, um sie kümmern. Das passt ihm gar nicht, vor allem, als eine Leiche seinen beruflichen Einsatz erfordert. Jetzt muss er seine Mutter auch noch zum Tatort mitschleppen, das hat ihm gerade noch gefehlt! Der Jäger Georg Lerpscher aus Burglbach hängt tot unter seinem Hochsitz. Was ist da geschehen? Wallis Ermittlerinnen-Spürsinn springt sofort an, hier stimmt etwas nicht und sie macht sich auf die Suche nach dem Täter.

Nach dem tollen ersten Band der Krimireihe wollte ich gern wieder mit Walli auf Mördersuche gehen. Also wer Walli noch nicht kennt, sie ist schon eine besonders exzentrische und schräge Type Frau, das muss man schon sagen. Sie denkt nicht groß über ihr Auftreten nach, trägt auch mit Ü-60 noch Leggins und pfeift drauf, was die Leute sagen. Sie ist mordsmutig, trägt das Herz auf der Zunge und tief in ihrem Inneren vermisst sie ihren verstorbenen Mann und träumt häufig von ihm. Ihr Sohn Wolfi ist als Ermittler eher wenig pfiffig, er wird sogar schon mal als"gehirnamputiert" bezeichnet, was Walli aber strikt für absolut übertrieben hält. Beide hängen sehr aneinander, was ihr barscher Umgang miteinander allerdings nicht immer erkennen lässt. Wallis beste Freundin Friedl ist auch wieder mit dabei, sie sorgt mit ihrem breiten Allgäuer Dialekt für herzhafte Dialoge, die das Flair der Gegend authentisch widerspiegeln.

Der Erzählstil ist leicht und locker und lässt sich wunderbar lesen. Eingebaute Dialoge in Mundart und reichlich Schimpfwörter bringen ländliche Authenzität der Allgäuer Bevölkerung mit und man fühlt sich beim Lesen mittendrin in Burglbach und Umgebung.

Die Handlung ist reichlich überspitzt und führt von einer lustigen Szene zur nächsten. Mal landet Walli in der Pathologie auf dem Seziertisch und dann randaliert sie auf der Polizeiwache, sodass die GSG9 anrücken muss. Es gibt hier immer etwas zu lachen und ganz nebenbei werden die Puzzleteilchen der Ermittlung zusammen getragen. Die Spannung verläuft eher unterschwellig und lässt der Gaudi den Vortritt. Dennoch kann man wunderbar miträtseln und amüsiert sich herrlich über Wallis unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Dabei ist der gepfählte Jäger alles andere als witzig.

Ein locker-leichter Schreibstil, kurze Kapitel mit prägnanten Überschriften und reichlich Humor sorgen für wunderbare Lesestunden mit Allgäu-Touch durch den eingebauten Dialekt.

Dieser Krimi ist einfach eine unterhaltsame Lektüre mit viel Gaudi und unblutiger Spannung. "Wer zweimal stirbt, ist trotzdem tot" empfehle ich allen, die humorvolle Regionalkrimis mögen.

Veröffentlicht am 04.08.2022

Unterhaltsam, aber nicht ganz überzeugend umgesetzt

Tintoretto und seine Freunde
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Im Carlsen Verlag erscheint das bebilderte Kinderbuch "Tintoretto und seine Freunde" von Dirk Rossmann für Kinder ab vier Jahren.

Der kleine Tintenfisch Tintoretto entdeckt eine schöne Buch und trifft ...

Im Carlsen Verlag erscheint das bebilderte Kinderbuch "Tintoretto und seine Freunde" von Dirk Rossmann für Kinder ab vier Jahren.

Der kleine Tintenfisch Tintoretto entdeckt eine schöne Buch und trifft dort auf ein paar unterschiedliche Tiere, die schnell seine Freunde werden. Es sind die Krabbe Crabby, Mala Mandarinfisch, die singende Qualle Kurt und den Delfin Doppelklick. Gemeinsam erleben sie einige Abenteuer, die sich um Freundschaft, Streit und Versöhnung, aber auch um Umweltverschmutzung und Klimawandel drehen.

Das Buch enthält neun kurze Geschichten, die jeweils ein bestimmtes Thema betreffen und von Tintorettos Erlebnissen mit seinen Freunden im Meer erzählen. Die kleinen Freunde versuchen lustigerweise herauszufinden, ob Tintoretto ein Tiefsee-Känguru ist. Sie versuchen aber auch, die Abholzung des Regenwaldes zu verhindern oder sammeln Plastikmüll aus dem Meer, was vorher Crabby fast zum Verhängnis wurde. Doch vor allem geht es um die Freundschaft, sie spielen Verstecken oder Muschelmux, ein Unterwasser-Kartenspiel und haben gemeinsam viel Spaß, manchmal aber auch Streit, wie das unter Kindern auch üblich ist. Denn den Umgang mit fairem Verhalten und ohne zu Schummeln muss man lernen. Es gibt auch Geburtstagsfeiern und dazu reisen viele Meeresbewohner und Säugetiere an, die Kinder so spielend kennenlernen.

Als Vorlesebuch finde ich die kleinen Geschichten nicht zu lang, die Sprache ist sehr einfach und es gibt lustige Szenen mit albernen Wortschöpfungen, über die sich alle kringelig lachen können. Die wie von Kinderhand gemalten, entzückenden Bilder passen gut zu den Texten und begleiten die Vorgänge richtig gut.

Das Thema Umweltschutz wird eher am Rande gestreift, aber es wird das Verständnis und Bewusstsein dafür geweckt und das ist für Kleinkinder schon einmal ein guter Anfang. Die unterschiedlichen Meeresbewohner ziehen bei Problemen alle an einem Strang und werden trotz ihrer Unterschiede zu guten Freunden und diese Botschaft finde ich richtig toll.

Allerdings stört es mich, dass Kinder hier den Eindruck bekommen, Delfine, Mandarin- und Doktorfische würden auch im Nordpolarmeer beim Eisbären leben können. Dabei leben sie nur in warmen Meeren und könnten bei Kälte gar nicht überleben.
Am Ende des Buches hätte ich mir gewünscht, wenn kindgerechtes erstes Wissen über Müll und Umweltverschmutzung vermittelt worden wäre.

Diese fantasievollen Geschichten zeigen, dass man mit Freunden nicht nur Spaß haben, sondern auch einiges schaffen kann und ganz nebenbei erfährt man etwas über die Verschmutzung der Weltmeere und über den Klimawandel. Etwas mehr Wissen über Müllverschmutzung hätte ich mir schon gewünscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2022

Mysteriöse Niu blieb mir ein Rätsel

Niu
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Im Atlantik Verlag erscheint mit "Niu" das Debüt von Kathrin Werner.

Carmen und Thomas haben sich auseinander gelebt, sie wagen einen Neustart und ziehen nach New York. Ihre Beziehung soll sich dort ...

Im Atlantik Verlag erscheint mit "Niu" das Debüt von Kathrin Werner.

Carmen und Thomas haben sich auseinander gelebt, sie wagen einen Neustart und ziehen nach New York. Ihre Beziehung soll sich dort neu entfalten und wieder einen tieferen Sinn bekommen. Wie zufällig lernen beide Niu kennen, die ihnen immer wieder über den Weg läuft und beide verfallen ihrem Einfluß. Ihr gemeinsames Leben als Paar wird immer mehr zur Nebenkulisse, denn ihre Gedanken kreisen ständig um Niu.

Nach ihrem Neuanfang in New York leben Carmen und Thomas nach altem Schema weiter, sie reden nicht miteinander, sie machen ihre Sehnsüchte und Probleme mit sich selbst ab und distanzieren sich immer mehr voneinander. Als Niu in ihr Leben tritt, drehen sich ihre jeweiligen Gedanken nur noch um sie und beide verlieben sich und wissen nicht, dass ihr Partner Niu ebenfalls kennt. Damit gewinnt die Geschichte für mich an Spannung und Brisanz, denn ich wollte wissen, wieso Niu ihnen in einer riesigen Metropole wie New York ständig begegnet.

Kathrin Werner erzählt feinfühlig und sehr nah an den Personen von ihrer Beziehung. Der Erzählstil ist bildhaft und flüssig und führt mit situationsbeschreibenden Szenen durch die gesamte Handlung. Die Autorin führt uns das Leben New Yorks vor, wir erleben U-Bahn, Coffee Shops und die Brooklyn Bridge und tauchen in das typische schnelllebige Flair der Großstadt New Yorks ein.

Kathrin Werner zeigt die Gefühlswelt des Paares auf, wir erfahren ihre Sorgen, Hoffnungen und ihre Wünsche und merken, wie sich das Paar immer weiter voneinander entfernt. Als sie Niu kennenlernen, scheinen beide neue Wege einschlagen zu wollen, es bleibt aber undurchsichtig, was Nius Rolle oder Absicht ist und ob ihr Einfluß gut oder schlecht ist. Sie wirkt auf mich recht blass und es umgibt sie eine rätselhafte Aura, ihre Person wird erst im Laufe der Handlung etwas mehr definiert, aber sie bleibt für mich ein großes Fragezeichen, das leider auch nach Beendung des Buches nicht vollständig aufgelöst wird. Diese Art von mysteriösen Figuren mag ich leider gar nicht, ich wünsche mir Realität und Klarheit und keine Geisterwelt, die hier auch nicht zum Rest der lebensnahen Geschichte passt.


Ich habe mich dem Paar nach und nach angenähert, habe ihre sprachlose Art des täglichen Umgangs miteinander gefühlt und erlebt und hätte ihnen diese Isolation voneinander gerne ausgeredet. Sympathisch wurden sie mir nicht, aber die Darstellung der Beziehungskrise wirkt sehr authentisch und man erfährt die Nöte der einzelnen Partner, körperlich wie psychisch, die in jedem nachwirkt.

Niu scheint die Rolle der lenkenden Figur einzunehmen und ich war sehr gespannt, wann beide Partner von dem Doppelleben des Anderen erfahren und wie sie reagieren. Doch dann gibt es in der Geschichte einen Cut, als die Mutter von Thomas nach New York kommt, auch sie hat Beziehungsprobleme. Von diesem Moment an war ein Bruch zu spüren, die Handlung lief nur noch ab und der Spannungsfaktor fiel ab. Dabei sollte der große Knall der Story erst noch geschehen. Leider konnte das Ende nicht mit dem starken Anfang der Geschichte mithalten.


Kathrin Werner lässt vor der authentisch gezeigten Kulisse New Yorks ein feinfühlig erzähltes Beziehungsdrama ablaufen, bei der die Selbstverwirklichung, die Liebe und die Familie im Mittelpunkt stehen. Leider konnte mich Nius Figur nicht ganz überzeugen, sie bleibt im Grunde ein rätselhafter Geist.

Veröffentlicht am 01.08.2022

Statt wahrer Geschichte nur eine geschönte Fiktion!

Die karierten Mädchen
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Im Dumont Verlag erscheint mit dem Roman "Die karierten Mädchen" von Alexa Hennig von Lange der erste Band einer Trilogie.

Klara ist blind, bereits über neunzig, lebt allein und beginnt ihr Leben Revue ...

Im Dumont Verlag erscheint mit dem Roman "Die karierten Mädchen" von Alexa Hennig von Lange der erste Band einer Trilogie.

Klara ist blind, bereits über neunzig, lebt allein und beginnt ihr Leben Revue passieren zu lassen. Sie erinnert sich an ein Geheimnis, dass sie vor ihrer Familie verborgen hat. Auf Kassetten nimmt sie diese Erinnerungen auf, sie beginnt 1929, als sie mit einundzwanzig Jahren Lehrerin in einem Erholungsheim für kranke Kinder wird. Dort wird die einjährige Tolla abgegeben, zu der sich Klara hingezogen fühlt. Als Klara das Heim bereits leitet, gibt es wirtschaftliche Schwierigkeiten und sie hofft auf Unterstützung durch die nationalsozialistischen Funktionäre. Damit soll das Heim unter der Hakenkreuzflagge eine Ausbildungsstätte für junge Frauen werden und damit erledigt sich das Vorhaben, dort eigenständige Menschen zu erziehen. Die Besuche der Nazi-Funktionäre gefährden auch Tolla, die jüdischer Herkunft ist und inzwischen von Klara als Kind angenommen wurde.

"Die karierten Mädchen" hat Alexa Hennig von Lange an die Geschichte ihrer eigenen Großmutter angelehnt, von ihr existieren Kassetten über ihre Zeit als Lehrerin.

In zwei Zeitebenen erfahren wir die Geschehnisse damals im Kinderheim und später als Klara eine alte Frau ist. Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort in diese Vergangenheit versetzt und mit der politischen Brisanz der Zeit gepackt. Allerdings entwickelt sich die anfänglich noch sympathisch erscheinende Protagonistin Klara doch nicht in dem Maße, wie ich es erwartet hätte. Sie interessiert sich angeblich nicht für Politik, merkt aber schon, was das Erstarken der Nazis bewirkt. Sie schützt ein jüdisches Mädchen und ich hoffte darauf, dass sie mehr bewirken konnte. Doch im Grunde wurde Klara zu einer Mitläuferin, die im Nachhinein zwar die Erlebnisse festhält, aber wirkliche Gewissensbisse konnte ich nicht entdecken. Es gab keine Reflektion des Geschehenen, kein Wort von Klara über eigene Fehler oder mögliche andere Handlungsweisen, die damals für viele Menschen der rettende Anker gewesen wären.
Klara erscheint mir kühl und sehr distanziert, fast gefühlslos, sie kommt mir nicht nahe und ich habe keine enge Verbindung zu ihr aufbauen können. Sie wirkt oberflächlich, diszipliniert und in ihrer Art sehr widersprüchlich, denn obwohl sie ihre Schülerinnen zu eigenständig denkenden und selbstbewußten Frauen erziehen möchte, will sie selbst von Politik nichts wissen. Und sie ignoriert die Gefahr einer nationalsozialistischen Verwaltung des Heims. Das passt nicht so recht zusammen und macht sie für mich uninteressant und die Liebesgeschichte passte für mich auch nicht so recht ins Bild.

Der eindringliche Schreibstil ist für mich der positive Part des Buches, es war sehr sehr gut zu lesen und wenn der fiktive Teil die Großmutter nicht ganz so schönend ins positive Licht gestellt hätte, wäre ich sicher überzeugter von der Geschichte gewesen. Da die Autorin aber Tolla nur hinzugedichtet hat, hatte ich den Eindruck, hier sollte ein Akt der Nächstenliebe die wahre Klara überdecken. Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

Diese Geschichte hat mich gefesselt und auch der Erzählstil ist mitreißend. Jedoch verlief die Geschichte ohne spürbaren Gewissenkonflikt Klaras, den sie im Alter doch hätte verspüren sollen. Und das hinzugedichtete jüdische Mädchen Tolla vermittelte ein geschöntes Bild der Großmutter, das es nie gegeben hat. Die ganze Story verliert damit für mich an Glaubhaftigkeit und es bleibt ein fader Beigeschmack.

Eine Geschichte, die persönliche Wahrheit verspricht, bei der sich aber bei näherer Betrachtung doch der fade Beigeschmack der Entlastung der Großmutter als Mitläuferin am Ende durchgesetzt hat. Immerhin noch drei Sterne, weil die Zeitgeschichte gut dargestellt wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2022

Eine kurzweilige, interessante Reise zu den Royals dieser Welt

111 royale Momente für die Ewigkeit
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Unter dem Titel "111 royale Momente für die Ewigkeit" aus dem Emons Verlag zeigt Michael Begasse berührende, pikante, traurige und lustige Momente aus dem Leben von Menschen aus dem Adelsbereich.

Wir ...

Unter dem Titel "111 royale Momente für die Ewigkeit" aus dem Emons Verlag zeigt Michael Begasse berührende, pikante, traurige und lustige Momente aus dem Leben von Menschen aus dem Adelsbereich.

Wir kennen sie alle, die Klatschblätter beim Friseur sind voll von Skandalen, besonderen Fotos, Hochzeiten und Informationen über royale Personen, ob gekrönte Häupter oder nur verarmter Adel, ausgestorbene Dynastien oder langlebiges Monarchentum. Es ist eine gewisse Faszination, die von ihnen ausgeht. Man bewundert blinkende Juwelen und Kronen, bezaubernde Kleider und erfährt die neuesten Begegnungen und unerhörten Skandale. Die Geschichten der Blaublüter der Welt gehören für Adelsexperte und Journalist Michael Begasse seit drei Jahrzehnten zu seinem Job und aus der Nähe zu diesen Menschen stellt er unterschiedliche Informationen, Klatsch, aber auch Fakten zusammen.

Die 111 Themen drehen sich um die Royals dieser Welt. Wir beginnen bei der prunkvollen Hochzeit 2011 in Monaco, wo ein modernes Märchen zwischen dem Playboy-Prinzen und der Olympia-Schwimmerin wahr wurde. Weiter geht es ins Zarenhaus Russlands, worüber sich inzwischen schon der Staub der Jahrhunderte gelegt hat. Die royale Reise streift das niederländische, schwedische und norwegische Königshaus, reist nach Spanien und immer wieder werden die Britischen Royals als beständige Monarchie, aber auch skandalumgebene Gruppe erwähnt. Es gibt traurige Dinge zu erfahren und es wird sogar in die Vergangenheit geblickt und so kommen auch Napoleon, Isabella von Kastilien, Kaiser Karl V. und andere frühere Monarchen ins Buch.

Zu allen Royals gibt es eine Doppelseite unter einer knackigen Überschrift, mit flott erzählten Text und ein entsprechendes Foto der Personen. Die Promifakten werden dank der kurzweiligen Erzählweise zu einer schönen Unterhaltung, die zeigt, hier ist auch nicht alles Gold was glänzt.

Begasse zeigt bekannte und ständig in der Klatschpresse vertretene Personen wie die Queen oder Diana, er erwähnt aber auch diejenigen, die sich diskret im Hintergrund halten oder über die man nicht viel weiß, wie Kaiser Friedrich III., Anna von Kleve, Mswati III. (ausbeutend herrschender Dikator des ehemaligen Swasiland) oder Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, der König von Bhutan. Zu allen weiß Begasse besondere Details zu berichten, die er mit seinen persönlichen Erlebnissen aufbereitet. Die Leser:in erfährt bekannte und auch schreckliche Dinge, peinliche wie sensationelle Nachrichten, lustige wie erstaunliche und wird dadurch gut und kurzweilig unterhalten.

Michael Begasse gibt mit diesem Buch einen vielseitigen und kurzweiligen Einblick in die Königshäuser der Welt und bringt so viele Details ans Licht, die interessant zu lesen sind und uns die Royals als normale Menschen erscheinen lassen.