Eine Sogwirkung, von der ein Leser eigentlich nur träumt - Der Traum ist wahr geworden.
Blackened Blade 1: The Blackened BladeManchmal gibt es Bücher, die dich nicht einfach nur begleiten, sondern dich regelrecht verschlingen. Blackened Blade 1 ist für mich genau so ein Buch. Schon beim ersten Aufschlagen spürt man diese besondere ...
Manchmal gibt es Bücher, die dich nicht einfach nur begleiten, sondern dich regelrecht verschlingen. Blackened Blade 1 ist für mich genau so ein Buch. Schon beim ersten Aufschlagen spürt man diese besondere Schwere, diese Dunkelheit, die sich wie ein dichter Nebel um einen legt. Jeder Satz trägt eine Wucht, jede Szene ist durchzogen von so vielen Gefühlen, die man in sich spürt. Einfach nur ein faszinierendes Lesegefühl.
Besonders eindringlich ist die Stimmung: Alles wirkt roh, kantig, schmerzhaft echt. Man spürt die Einsamkeit, die Last der Vergangenheit, die auf den Figuren liegt, und gleichzeitig diese flackernde Glut von Stärke, die nicht erlöschen will. Es ist, als würde man selbst in einem Raum voller Schatten sitzen, nur erhellt von einem winzigen, hartnäckigen Funken Hoffnung. Die Atmosphäre hat mich sofort gefangen genommen. Es raubt einem wahrhaftig den Atem beim Lesen. Ich habe oft die Luft angehalten und konnte die Seiten gar nicht schnell genug umblättern. Wirklich jeder einzelne Satz war gut geschrieben und ich konnte beim besten Willen nicht aufhören zu lesen.
Ich hatte oft das Gefühl, als würde das Buch mit mir sprechen, als würde es mich mit seinen Worten Umweben und zwischen seine Zeilen ziehen. Es war, als säße ich selbst in dieser kalten, feindseligen Welt, umgeben von Schatten, und müsste einen Weg finden, nicht an ihnen zu zerbrechen. Und trotzdem, mitten in all dieser Trostlosigkeit, ist da diese unerschütterliche Stärke, die man förmlich spürt. Sie zieht einen nach vorn, lässt einen nicht los.
Die Welt, die Isla Davon zeichnet, ist unfassbar genial gearbeitet – es entfaltet sich darin eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Seite um Seite verstärkt sich dieses Wechselspiel aus Beklemmung und Faszination, bis man am Ende das Gefühl hat, selbst eine Schlacht hinter sich zu haben.
Am Ende habe ich das Buch mit einem Herz voller Chaos zugemacht. Ich habe mich beim Lesen so tief in der Geschichte befunden, dass ich gar nicht fassen kann, dass das Buch zu Ende ist. Blackened Blade ist nicht einfach nur ein Buch, es ist nicht einfach nur eine Geschichte – es ist ein Erlebnis, das in einem nachklingt, dunkel und gleichzeitig kraftvoll.