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Veröffentlicht am 30.04.2025

Ein hochspannender Thriller

Die Therapie
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Inhalt: Vor vier Jahren verschwand die Josephine, die Tochter des Psychiaters Viktor Larenz, unter mysteriösen Umständen spurlos: Viktor sah sie in das Sprechstundenzimmer eines Arztes gehen, doch dieser ...

Inhalt: Vor vier Jahren verschwand die Josephine, die Tochter des Psychiaters Viktor Larenz, unter mysteriösen Umständen spurlos: Viktor sah sie in das Sprechstundenzimmer eines Arztes gehen, doch dieser behauptet, nie mit Josephine gesprochen zu haben. Nun, vier Jahre später, zieht sich der trauernde Viktor auf eine abgelegene Nordseeinsel zurück, um den Verlust der Tochter zu verarbeiten. Doch plötzlich klopft Anna, eine junge Frau, an seine Türe und möchte Therapietermine bei ihm nehmen. Sie ist Kinderbuchautorin und behauptet, Figuren, über sie sie schreibt, würden lebendig werden. Als wäre dies nicht schon irritierend genug, erzählt sie zudem die Geschichte eines kleinen Mädchens, deren Verschwinden Josephines verdächtig gleicht…

Persönliche Meinung: „Die Therapie“ ist ein Thriller von Sebastian Fitzek. Erzählt wird er von einem auktorialen Erzähler, der meist in die Perspektive von Viktor schlüpft. Die Handlung ist ungemein fesselnd. Dies hängt einerseits mit den Figuren zusammen. Sowohl Viktor als auch Anna sind undurchsichtig, scheinen irgendetwas zu verbergen. Andererseits sorgt der Handlungsort Parkum für Spannungsmomente: Dinge verschwinden von der Insel, in Viktors Ferienhaus erscheinen ungebetene Gäste und die Inselbewohner können sich nicht mehr an Dinge erinnern, die sie zuvor noch zu Viktor gesagt haben. Bisweilen hat man hier daher das Gefühl, Mystery bzw. Horror zu lesen, was mir sehr gefallen hat. Jedes Kapitel endet zudem mit einem Cliffhanger, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. Auch die Auflösung der Handlung hat mir sehr gut gefallen, da hier schöne Twists eingebaut werden, mit denen man kaum rechnen konnte. Insgesamt ist „Die Therapie“ ein fesselnder, wendungsreicher Thriller mit einer permanent hohen Spannungskurve.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Interessante Ausgangslage, spannendes Finale, gleichzeitig aber auch einige Längen

Amokspiel
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Inhalt: Gerade als die Kriminalpsychologin Ira Samin ihrem Leben ein Ende setzen möchte, wird sie zu einem Notfall gerufen: Ein Mann hat sich in der Zentrale eines Radiosenders verschanzt und droht seine ...

Inhalt: Gerade als die Kriminalpsychologin Ira Samin ihrem Leben ein Ende setzen möchte, wird sie zu einem Notfall gerufen: Ein Mann hat sich in der Zentrale eines Radiosenders verschanzt und droht seine Geiseln nach und nach zu töten, sollten zufällig angerufene Zuhörer nicht die richtige Parole nennen. Die Geiseln will er nur unter einer Bedingung freilassen: Seine Verlobte soll im Studio erscheinen – allerdings ist diese schon seit Monaten tot…

Persönliche Meinung: „Amokspiel“ ist ein Thriller von Sebastian Fitzek. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen personalen Perspektiven, wobei Ira die Hauptperspektive bildet. Dadurch erhält man immer wieder unterschiedliche Blickwinkel auf die Situation, sodass durch das neue Wissen eine latente Spannung entsteht. Ira ist eine Anti-Heldin: Seit dem Suizid ihrer Tochter, für den sie sich die Schuld gibt, ist sie alkoholabhängig; eigentlich möchte sie gar nicht im Geiseldrama vermitteln, da sie selbst mit ihrem Leben abgeschlossen hat. Die Handlung dreht sich hauptsächlich um die Geiselnahme, wobei schnell deutlich wird, dass vieles nicht so ist, wie es zunächst den Anschein hat. Vor allen Dingen die Geschichte der Verlobten hält einige Geheimnisse bereit, was nach und nach enthüllt wird. Allerdings: Stellenweise hatte die Handlung für mich einzelne Längen. Insbesondere die immer wieder geführten Gespräche zwischen dem Geiselnehmer und Ira, in denen sich beide häufig im Kreis drehen, empfand ich als zäh. Ein Stück weit versöhnt mit der Handlung von „Amokspiel“ wurde ich aber durch das Ende des Romans: Hier werden in einem großen Finale die offenen Fäden mit einigen überraschenden Wendungen zu einem stimmigen Ende geführt. Zudem lässt sich „Amokspiel“ sehr flüssig lesen. Insgesamt ist „Amokspiel“ ein Thriller mit interessanter Ausgangslage, gleichzeitig aber auch mit Längen – aufgrund der Auflösung unterm Strich aber eine lohnenswerte Lektüre.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Abwechslungsreiche Geschichten aus dem Mumintal

Die Mumins. Geschichten aus dem Mumintal
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„Geschichten aus dem Mumintal“, verfasst von Tove Jansson, ist eine Sammlung von neun, voneinander unabhängigen Erzählungen, in denen verschiedene Figuren aus der Muminwelt auftreten. Den Auftakt bildet ...

„Geschichten aus dem Mumintal“, verfasst von Tove Jansson, ist eine Sammlung von neun, voneinander unabhängigen Erzählungen, in denen verschiedene Figuren aus der Muminwelt auftreten. Den Auftakt bildet „Die Frühlingsmelodie“. Protagonist der Erzählung ist der Schnupferich, der nach einer Wanderung eine Melodie für Mumin komponieren möchte, dabei aber von einem kleinen Tier gestört wird. In „Ein schrecklicher Tag“ bieten sich ein kleiner Homsa sowie die kleine Mü einen Dichterwettstreit, wer die gruseligere Geschichte erzählen kann. Die dritte Geschichte „Die Filifjonka, die an Katastrophen glaubt“ handelt von einer Filifjonka, die sich permanent davor fürchtet, ihre Besitztümer zu verlieren, was sie sehr einengt. In „Die Geschichte vom letzten Drachen auf der Welt“ entdeckt Mumin einen kleinen Drachen. „Der Hemul, der die Stille liebte“ erzählt die Geschichte eines Hemuls, der mit seiner Arbeit im Vergnügungspark unzufrieden ist. Die folgende „Geschichte vom unsichtbaren Kind“ handelt von Ninni, einem Mädchen, das aufgrund des Spotts durch ihre Tante unsichtbar geworden ist. Bei den Mumins lernt sie Wertschätzung, sodass sie schrittweise sichtbar wird. In „Das Geheimnis der Hatifnatten“ versucht Muminvater die Ursprünge der permanent umherreisenden Hatifnatten zu ergründen. „Cedric“ ist eine moralische Erzählung um die Last des (übermäßigen) Besitzes. Den Abschluss bildet „Der Tannenbaum“, eine, wie der Titel schon andeutet, Weihnachtserzählung mit humorvoller Note: Am Weihnachtstag werden die Mumins aus ihrem Winterschlaf geweckt, wissen gar nicht, was Weihnachten ist, und vermuten in dem Fest eine herannahende Katastrophe. Man merkt schon: Die Geschichten sind sehr abwechslungsreich. Geeint werden sie aber dadurch, dass sie, obwohl vordergründig für Kinder geschrieben, tiefsinnige, existentielle Problemlagen des Menschseins wie Verlustängste, Erkennen/Artikulieren von Bedürfnissen, Einsamkeit oder Sehn- und Eifersucht behandeln. Mir persönlich haben die Geschichten am besten gefallen, in denen die Kernfiguren (die Muminfamilie, Schnupferich etc.) vorkommen – was aber nicht bedeutet, dass die anderen Geschichten „schlecht“ sind, sondern eher damit zusammenhängt, dass mich die Erlebnisse der Kernfiguren mehr interessierten.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Ein spannungsgelqdener vierter Fall für Wim und Co.

Teufelsspring
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Inhalt: Ein neuer Fall für die Braunschweiger Ermittler Wim Schneider und Rosalie Helmer: Die Leiche der 20-jährigen Joelle Winter wird im Museumspark aufgefunden. Während Wim und Rosalie sich tiefer in ...

Inhalt: Ein neuer Fall für die Braunschweiger Ermittler Wim Schneider und Rosalie Helmer: Die Leiche der 20-jährigen Joelle Winter wird im Museumspark aufgefunden. Während Wim und Rosalie sich tiefer in die – nicht einfache – Vergangenheit von Joelle graben, erhalten sie unverhofft einen Anruf von Wims ehemaliger Kollegin Biggi Höfgens (die jüngst vorläufig den Kontakt zu Wim abgebrochen hatte): Zufällig ist sie auf einen bereits seit 30 Jahren ungelösten Cold Case gestoßen, der sich im Braunschweiger Land zugetragen hat und auffällige Ähnlichkeiten zum aktuellen Mordfall aufweist…

Persönliche Meinung: „Teufelsspring“ ist der vierte Niedersachen-Krimi von Mario Bekeschus, der sich um den Ermittler Wim Schneider dreht. Die einzelnen Fälle der Bände sind in sich abgeschlossen, sodass sich die Krimis unabhängig voneinander lesen lassen. Da in der Reihe aber das Privatleben der auftretenden Figuren eine große Rolle spielt, ist es für ein besseres Verständnis sinnvoll, die Reihe chronologisch zu lesen. Die Handlung besteht aus mehreren Erzählsträngen: einerseits die Ermittlung im aktuellen Mordfall um Joelle, andererseits die Ermittlungen im Cold Case. Daneben findet ein weiterer Strang in der Seniorenresidenz „Leugärten“ statt, in der – während Wims Schwester dort temporär untergebracht ist – Merkwürdiges geschieht. Alle drei Erzählstränge haben ihren ganz eigenen Spannungsbogen und besonderen Reiz, sodass „Teufelsspring“ eine abwechslungsreiche und kurzweilige Lektüre ist. Erzählt wird die Handlung aus einer Vielzahl von Perspektiven, was für ein schönes Tempo sorgt: Neben Wim, Rosalie und Biggi kommen u.a. Mads (ein Polizeianwärter), Hinnerk (ein Bekannter von Mads) und verschiedene Angestellte der Seniorenresidenz zu Wort. Dabei scheinen einzelne Figuren mehr zu Wissen, als sie preisgeben, wodurch weiter Spannung entsteht. Die Handlung generell ist fesselnd und endet mit kaum zu erwartenden Aufdeckungen. Insgesamt ist „Teufelsspring“ ein spannender und unterhaltsamer Kriminalroman, der für einige kurzweilige Stunden sorgt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Ein leichtfüßiger Coming of Age-Roman

Das Leben fing im Sommer an
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Inhalt: Sommer 2006. Chris hat gerade die Nachricht bekommen, dass er die Jugendmannschaft von Bayer Leverkusen verlassen muss. Davon will er sich den Sommer nicht vermiesen lassen – zumal die Weltmeisterschaft ...

Inhalt: Sommer 2006. Chris hat gerade die Nachricht bekommen, dass er die Jugendmannschaft von Bayer Leverkusen verlassen muss. Davon will er sich den Sommer nicht vermiesen lassen – zumal die Weltmeisterschaft in Deutschland ansteht. Tatsächlich wird der Fußball aber schnell zur Nebensache. Denn: Zwischen Sommernächten mit den besten Freunden und Freibadbesuchen passiert das Unglaubliche: Plötzlich scheint sich Debbie, in die Chris schon länger verliebt ist, für ihn zu interessieren…

Persönliche Meinung: „Das Leben fing im Sommer an“ ist ein Coming of Age-Roman des Fußballspielers Christoph Kramer, der mit der deutschen Fußballnationalmannschaft 2014 die Weltmeisterschaft gewann. Deshalb könnte man vermuten, dass sich auch sein Roman viel um Fußball dreht – dies ist allerdings nicht der Fall. „Das Leben fing im Sommer an“ ist ein berührender Coming of Age-Roman, den man lieben wird, auch wenn man gar nichts mit Fußball am Hut hat. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive des fünfzehnjährigen Chris. Dieser ist sehr authentisch gezeichnet: Er hat zwar den ein oder anderen frechen Spruch auf Lager, ist aber im Kern unsicher, verletzlich und auf der Suche nach sich selbst; hat mit anderen Worten die Probleme, die viele von uns in der Pubertät hatten, wodurch man sich schnell mit ihm identifizieren kann. Der Plot beinhaltet typische Coming of Age-Elemente: Gespräche mit Freunden, erste Partys, Freibadbesuche sowie die erste Liebe. Dies hat Christoph Kramer schön lebensnah eingefangen: Ich bin ein paar Jahre jünger als er, habe aber – in Variation – Ähnliches erlebt, sodass die Lektüre ein kleiner Nostalgietrip für mich war. Erzählt wird der Roman ungemein leichtfüßig, sodass man nur so durch die Seiten von „Das Leben fing im Sommer an“ fliegt. Insgesamt ist „Das Leben fing im Sommer an“ ein kurzweiliger Coming of Age-Roman mit einem lebensnah gezeichneten Protagonisten. Ein Roman über den einen prägenden Sommer, den vermutlich jeder Mensch – irgendwie und irgendwo – erlebt (hat).

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