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Veröffentlicht am 27.08.2021

viel zu wenig Spannung

Die verschwundenen Studentinnen
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„Die verschwundenen Studentinnen“ von Alex Michaelides lässt sich extrem gut lesen. Dazu tragen die kurzen Kapitel bei, welche einen nur so durch das Buch flitzen lassen. Wow, das macht ganz schön Spaß. ...

„Die verschwundenen Studentinnen“ von Alex Michaelides lässt sich extrem gut lesen. Dazu tragen die kurzen Kapitel bei, welche einen nur so durch das Buch flitzen lassen. Wow, das macht ganz schön Spaß.
Aber dann der Rest des Buches? Die griechische Mythologie taucht nur in Zitaten auf. Das war mir eindeutig viel zu wenig. Was hätte man da nicht alles draus machen können. Die Protagonistin und Trauma-Therapeutin Mariana kam bei mir nicht gut an. Man kauft ihr die Ermittlungsarbeit, mehr schlecht als recht, nicht wirklich ab. Dazu kommen noch sehr lange Rückblenden in ihre persönliche Vergangenheit. Auf der einen Seite erfährt man natürlich etwas über den Charakter und auf der anderen Seite nimmt dies die komplette Spannung aus der Geschichte, welche auch sonst nur spärlich gesät ist. Vieles wirkt auf mich viel zu konstruiert. Auch die Fährte des angeblichen Mörders auf der der Autor die Leser*innen locken möchte.
„Die verschwundenen Studentinnen“ verschwinden nicht wirklich, sondern tauchen lediglich tot wieder auf. Für mich ist der Roman ein netter Ausflug gewesen aber leider halt auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

ein toller Auftakt

Tote schweigen nie
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„Das Leben ist zu kurz, Cassandra, um es mit den Toten zu verbringen.“ [394] Gut, dass das Cassie Raven, Assistentin der Rechtsmedizin, etwas anders sieht. Cassie ist eine sympathische, coole und logisch ...

„Das Leben ist zu kurz, Cassandra, um es mit den Toten zu verbringen.“ [394] Gut, dass das Cassie Raven, Assistentin der Rechtsmedizin, etwas anders sieht. Cassie ist eine sympathische, coole und logisch denkende Protagonistin, auch wenn sie ein besonderes Verhältnis zu den Leichnamen hat.
Mir hat der Aufbau des Krimi-Falls, die Entwicklung der Geschichte sehr gefallen. Man ist sofort im Geschehen und folgt der Protagonistin durch 52 Kapitel, die es in sich haben. Größtenteils wird aus der Sicht von Cassie geschrieben, wenige Kapitel behandeln die Sichtweise von der Polizistin Phyllida Flyte. Dass sich Flyte und Raven am Anfang nicht ganz unvoreingenommen gegenüberstehen, macht es auch für die Entwicklung der Geschichte spannend.
Der Schreibstil und die Handlung, mit all den kleineren Nebenschauplätzen, machen „Tote schweigen nie“ von A. K. Turner zu einem wahren Lesevergnügen und einen tollen Reihenauftakt.
Wer auf Forensische Medizin steht, darin interessiert ist, der bekommt hier einen toll recherchierten Einblick – gewürzt mit einem Fall, der einen miträtseln lässt, wer als Täter in Frage kommen könnte.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Willkommen im Erlebnishotel Menschenwelt

Das magimoxische Hexenhotel – Auch Hexen brauchen Urlaub
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Hexen sollen sich eigentlich nicht viel mit Menschen unterhalten. Doch in dem Buch „Das magimoxische Hexenhotel – Auch Hexen brauchen Urlaub“ von Ulrike Rylance ist alles ein bisschen anders.
Der wundervollen ...

Hexen sollen sich eigentlich nicht viel mit Menschen unterhalten. Doch in dem Buch „Das magimoxische Hexenhotel – Auch Hexen brauchen Urlaub“ von Ulrike Rylance ist alles ein bisschen anders.
Der wundervollen Geschichte um Klara, dem Menschenmädchen, und Rosalie, dem Vampirmädchen, folgt man gerne. Es geht um das Thema Freundschaft. Dabei erleben die beiden einiges. Langweilig wird es nie. Dafür sorgen allein schon die Unterschiede der beiden Familien und den daraus resultierenden Ereignissen. Die Familie Mittelbach ist ein Synonym für Ordnung. Hier muss alles akkurat sein. Ganz anders ist die Vampirfamilie Krötenbein, die die ‚Lila Fledermaus‘ eröffnen möchte.
Der Schreibstil ist sehr gut und die lustige Geschichte glänzt durch tolle, frische und witzige Ideen. Hier wären die Mail-Mäuse, die die Nachrichten den Hexen zustellen, als ein Beispiel zu nennen. Nicht jeder Zauberspruch gelingt und auch als Vorleserin muss man ganz schön lächeln.
„In der Hexenschule freuten sich auch immer alle, wenn etwas ausfiel. So verschieden waren die beiden Schulen gar nicht.“ [125]
Die große Schrift lädt zum Selbstlesen ein und die perfekt abgestimmten Illustrationen in Pink und Schwarz von Lisa Hänsch tragen zum Leseverständnis bei. Und sie sind ziemlich schön anzuschauen.
Rundum bezaubert das Buch Vorleser
innen und Zuhörer*innen gleichermaßen. Und mit der Frage „Aber was konnte es nur geben, das so wichtig war?“ [208], darf man schon auf Band 2 gespannt sein.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Teufelstisch und Hexenhut

4 Kinder, 1 Hund und die coolste Oma der Welt
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Eine Wandertour zum Teufelstisch, Hexenhut und den drei Riesen. Das klingt schon abenteuerlich? Ja, das ist es auch. Besonders wenn man dann noch einen Wagen in Tarnfarben sieht und hinter einem Farn dann ...

Eine Wandertour zum Teufelstisch, Hexenhut und den drei Riesen. Das klingt schon abenteuerlich? Ja, das ist es auch. Besonders wenn man dann noch einen Wagen in Tarnfarben sieht und hinter einem Farn dann beobachtet, wie einer durch das Fernglas späht.
„4 Kinder, 1 Hund und die coolste Oma der Welt“ von Anu und Friedbert Stohner ist eine schöne Kindergeschichte mit einer Oma, wie man sie sich wünscht.
Die Charaktere, die vier Enkelkinder und die Oma, sind komplett unterschiedlich und kommen authentisch daher. Der ängstliche Matteo, die freche kleine Schwester Mia und die etwas schusselige Oma sind aus dem Leben gegriffen.
Die Geschichte selbst ist abenteuerlich, mit ein bisschen Detektivarbeit und durch Elli Bruder mit schönen Illustrationen, welche ausreichend vorhanden sind, versehen. Der Schreibstil könnte es besser sein. Ab und zu kommt man beim Vorlesen doch ins Stocken. Positiv finde ich die Kapitellänge von ca. 5 Seiten und die ausreichend große Schrift.

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Veröffentlicht am 20.08.2021

Adriaküste

Träume und Kulissen
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Ein Cover mag einen dazu verleiten das Buch in die Hand zu nehmen, doch entscheidend ist, was sich zwischen den Buchdeckeln befindet. „Träume und Kulissen“ von Alida Bremer hat mich vom Klappentext sehr ...

Ein Cover mag einen dazu verleiten das Buch in die Hand zu nehmen, doch entscheidend ist, was sich zwischen den Buchdeckeln befindet. „Träume und Kulissen“ von Alida Bremer hat mich vom Klappentext sehr angesprochen. Das Cover fand ich etwas nichtssagend.
Was ich dann beim Lesen vorgefunden habe, hat mich überrascht. Im positiven Sinne. Was erst einmal nach einer simplen Geschichte, der Hauptprotagonist Mario Bulat ermittelt in einem Mordfall, klang, entpuppte sich als ein ganz besonderer Gesellschaftsroman.
„Das Meer lag vor der Stadt wie ein ewiges Kaleidoskop, dessen Farbe je nach Tages- und Jahreszeit wechselte und die Stimmung in der Stadt mit seinem Farbenspiel bestimmte.“ [115]
Wir befinden uns in der Adriaküste. Genauer gesagt im Jahre 1936 in Split. Mit ihrem ganz besonderen Schreibstil, wort- und bildgewaltig, bringt die Autorin den Leser*innen die lebhafte Atmosphäre der Stadt näher. Pointiert beschreibt sie das damalige Geschehen, lässt uns in das bunte Treiben eintauchen und an den Diskussionen, dem Klatsch und Tratsch der einzelnen und verschiedenen Charaktere teilhaben. Aus diesen ganzen Impressionen bekommt man ein gut herausgearbeitetes Gesellschaftsbild.
Der Blick auf die politische Lage, deren allmählichen Zuspitzung fand ich sehr gut beschrieben. „Ausgerechnet Deutschland, das Land, aus dem die meisten technischen Neuerungen stammen und nicht zuletzt auch die Mehrzahl unserer gut zahlenden Touristen, soll ein Unrechtsstaat sein?“ [291]
Wird in einem Moment noch über die Splitter Torte, „ein ultimativer Beitrag zum Weltfrieden“ [248], gesprochen, so versteht es Bremer perfekt den Blick wieder auf das politische Geschehen zu lenken. Sie gibt Einblicke in Land und Leute, deren Mentalität und hat dabei ein Auge für das Politische, den vorherrschenden Wandel, der auch vor der Adriaküste keinen Halt machen wird. „Die Nacht war ohne Sterne, was durchweg als schlechtes Zeichen gedeutet wurde.“ [262] Man verband in Split „die Erscheinungen der Natur immer mit dem Zustand der Welt.“ [262]
Bulat und sein Fall dienen als roter Faden, wobei er nicht immer im Vordergrund steht. Es ist eine fiktive Geschichte, die mit Fakten und sehr feinem Humor glänzt.

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