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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Tolles Ermittler-Duo

Schwüre, die wir brechen
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„Schwüre, die wir brechen“ ist der zweite Band rund um die Ermittler Jon Nordh und Svea Karhuu. Dieses Mal stehen die beiden vor einer schrecklichen Mordserie: Den Opfern wird bei lebendigem Leib das Herz ...

„Schwüre, die wir brechen“ ist der zweite Band rund um die Ermittler Jon Nordh und Svea Karhuu. Dieses Mal stehen die beiden vor einer schrecklichen Mordserie: Den Opfern wird bei lebendigem Leib das Herz herausgerissen, anschließend ersetzt der Täter ihren Kopf durch Tierköpfe – ein grausames und zugleich verstörendes Szenario. Die Ermittlungen landen bei Nordh und Karhuu, die sich auf eine spannende Spurensuche begeben.

Der zweite Teil kann auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Zwar werden private Ereignisse der Ermittler aufgegriffen, doch sind diese so erklärt, dass auch Neueinsteiger problemlos folgen können. Besonders gut gefällt mir das Ermittlerteam selbst: Es hat Ecken und Kanten, wirkt sehr authentisch und lässt die Leser tief in seine Gedankenwelt eintauchen. Der Fall ist spannend und komplex, zudem verleihen geschickt eingesetzte Rückblenden den Ermittlungen zusätzliche Tiefe und zeugen vom schriftstellerischen Können der Autoren.

Auch wenn mir der erste Band insgesamt etwas besser gefallen hat, ist „Schwüre, die wir brechen“ dennoch ein sehr lesenswerter Thriller, der durch Atmosphäre, Spannung und ein starkes Ermittlerduo überzeugt.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Spannung pur

Dunkle Sühne
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Karin Slaughter ist ein Garant für gute Unterhaltung und auch mit Dunkle Sühne wird sie diesem Ruf wieder einmal gerecht. Mit diesem Buch startet sie eine neue Reihe, die sogenannte North Falls Reihe, ...

Karin Slaughter ist ein Garant für gute Unterhaltung und auch mit Dunkle Sühne wird sie diesem Ruf wieder einmal gerecht. Mit diesem Buch startet sie eine neue Reihe, die sogenannte North Falls Reihe, in deren Mittelpunkt Deputy Emmy Clifton steht.

Am amerikanischen Unabhängigkeitstag verschwinden zwei Mädchen in der Kleinstadt, eines davon ist die Tochter von Emmys bester Freundin. Für Emmy wird der Fall damit zu einer sehr persönlichen Angelegenheit, und sie setzt alles daran, die beiden jungen Freundinnen wiederzufinden.

Slaughter kreiert hier erneut einen spannenden, komplexen Fall, der trotz seiner mehr als 500 Seiten niemals an Spannung verliert. Besonders gelungen ist die Erzählweise in zwei Zeitebenen: einmal zum Zeitpunkt des Verschwindens und dann zwölf Jahre später. Die Geschehnisse sind überraschend und vielschichtig, was die Handlung durchweg fesselnd macht.

Wie gewohnt versteht es Slaughter zudem meisterhaft, Statistiken und realistische Einblicke in die Polizeiarbeit einfließen zu lassen. Gleichzeitig wird die Familiengeschichte von Emmy Lou ausführlich beschrieben, wodurch die Hauptfigur sehr nahbar und menschlich wirkt.

Alles in allem bietet Dunkle Sühne großartige Unterhaltung, die Fans spannender Thriller unbedingt lesen sollten.

Veröffentlicht am 23.08.2025

Wiedersehen mit dem Regenbogenfisch

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Der Regenbogenfisch war eines meiner liebsten Bücher, als ich selbst noch im Kindergarten war. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es jetzt ein neues Abenteuer gibt, das ich gemeinsam mit meinem Kind ...

Der Regenbogenfisch war eines meiner liebsten Bücher, als ich selbst noch im Kindergarten war. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es jetzt ein neues Abenteuer gibt, das ich gemeinsam mit meinem Kind erleben kann.

Dieses Mal schwebt der Regenbogenfisch in Gefahr. Er und seine Freunde geraten in ein Fischernetz, doch mit vereinten Kräften schaffen es die Meerestiere, sich zu befreien.

Die Illustrationen sind wieder wunderschön. Mein Sohn liebt die bunten Fischschwärme und die glänzenden Schuppen der Fische. Das Buch hat eine Altersempfehlung ab 4 Jahren, es handelt sich also nicht um ein Pappbilderbuch. Optik und Haptik sind sehr wertig und obwohl der Preis etwas teurer ist, finde ich ihn durchaus angemessen. Bei uns ist das Buch sehr beliebt und ich muss es mir mehrmals am Tag angucken. Ich kann es daher nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.08.2025

Bewegender Roman

Am Meer ist es schön
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Am Meer ist es schön erzählt die bewegende Geschichte von Susanne, die seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern pflegt. Als Kind wurde sie in ein Verschickungsheim ...

Am Meer ist es schön erzählt die bewegende Geschichte von Susanne, die seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern pflegt. Als Kind wurde sie in ein Verschickungsheim geschickt, wo sie schreckliche Erfahrungen machen musste. Doch ihre Eltern glaubten ihr damals nicht und das zerstörte die familiären Beziehungen nachhaltig. Nun liegt die Mutter, inzwischen an Demenz erkrankt, im Sterben. Susanne und ihre Geschwister kommen im Heim zusammen, und es kommt endlich zu einer längst überfälligen Aussprache.

Barbara Leciejewski ist eine wunderbare Autorin, die es meisterhaft versteht, traurige Themen mit viel Gefühl zu erzählen und ihnen gleichzeitig eine besondere Schönheit zu verleihen.

Die Handlung bewegt sich auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Susanne und ihre Familie bei der letzten Begegnung mit ihrer Mutter, zum anderen erleben wir die bedrückende Vergangenheit im Verschickungsheim. Besonders eindrücklich schildert die Autorin, wie die Kinder dort behandelt wurden. Das ist schockierend und traurig zugleich. Gleichzeitig entstehen aber auch bewegende Momente voller Freundschaft und Zusammenhalt.

Das Ende hat mich besonders berührt: Trotz all des Leids gibt es so etwas wie Wiedergutmachung. Man schließt das Buch mit einem Gefühl von Wehmut, aber auch von Zufriedenheit. Wie immer ein tolles Buch von Leciejewski.

Veröffentlicht am 16.08.2025

Kampf einer Frau

In uns der Ozean
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Aufmerksam geworden bin ich auf In uns der Ozean, weil ich bereits Theresia Graws vorherigen Roman Don’t Kiss Tommy begeistert gelesen habe. Obwohl mich der Klappentext dieses neuen Buches zunächst nicht ...

Aufmerksam geworden bin ich auf In uns der Ozean, weil ich bereits Theresia Graws vorherigen Roman Don’t Kiss Tommy begeistert gelesen habe. Obwohl mich der Klappentext dieses neuen Buches zunächst nicht angesprochen hat, war meine Erwartungshaltung hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Lebensgeschichte der berühmten Autorin und Wissenschaftlerin Rachel Carson. Rachel stammt aus einfachen Verhältnissen, doch sie trägt eine tiefe Liebe zur Natur in sich – besonders zum Meer. Ihr großer Traum ist es, Wissenschaftlerin zu werden. Das Leben zwingt sie jedoch immer wieder dazu, Kompromisse einzugehen und andere Wege zu wählen. Trotzdem bleibt sie sich selbst und ihren Überzeugungen treu.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und emotional bewegt. Rachel Carson wird als eine starke, empathische und bewundernswerte Persönlichkeit dargestellt. Sie opfert sich für andere auf, ohne sich selbst zu verlieren, und übernimmt Verantwortung für unseren Planeten – eine Haltung, die heute aktueller denn je ist.

Der Roman ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil widmet sich vor allem Rachels frühen Jahren und dem Beginn ihrer Karriere. Im zweiten Teil wird es deutlich ernster und düsterer: Es geht um ihren Kampf gegen den massenhaften Einsatz von Pestiziden und den Widerstand der amerikanischen Chemieindustrie. Beim Lesen habe ich oft zu meinem Handy gegriffen, um mehr über die historischen Hintergründe zu erfahren – ein Zeichen dafür, wie spannend und zugleich erschütternd das Thema ist.

Theresia Graw gelingt es mit ihrem einfühlsamen, fesselnden Schreibstil, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu bilden. In uns der Ozean ist nicht nur ein großartig geschriebener Roman, sondern auch ein wichtiges Buch mit einer starken Botschaft. Absolute Leseempfehlung!