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Veröffentlicht am 18.10.2020

Unterhaltsamer Cosy Crime Roman

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Die Krimiautorin Lady Mary Arrington hat eine Schreibblockade - was läge da näher als eine kleine Reise, um wieder neue Inspiration zu finden? Obwohl es bei ihrer letzten Kreuzfahrt zu einem Mord kam (den ...

Die Krimiautorin Lady Mary Arrington hat eine Schreibblockade - was läge da näher als eine kleine Reise, um wieder neue Inspiration zu finden? Obwohl es bei ihrer letzten Kreuzfahrt zu einem Mord kam (den Mrs. Arrington selbstverständlich aufklären konnte), kann Mrs. Arrington der Versuchung nicht widerstehen, erneut auf dem Luxus-Kreuzfahrtschiff Queen Anne einzuchecken. Zu ihrer Freude trifft sie dort alte Freunde (aus dem vorherigen Band) wieder und macht schnell Fortschritte mit ihrem Roman. Allerdings verhält sich der Pianist des Schiffs seltsam und als dieser kurze Zeit später erstochen aufgefunden wird, bietet Mrs. Arrington natürlich wieder ihre Hilfe an...

Lady Arrington und die tödliche Melodie ist ein typischer Cosy Crime-Roman mit einer klugen, sympathischen Amateur-Detektivin in der Hauptrolle, die zwar schon ein wenig älter ist, aber körperlich und geistig fitter ist als so manche andere, jüngere Figur. Die kurzen Kapitel verführen zum schnellen Weiterlesen und der Schreibstil ist prägnant und bildhaft, d.h. das Aussehen der Figuren und die Settings werden detailliert beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann, aber dabei wird nicht so sehr übertrieben, dass von der Handlung abgelenkt wird. Der Kriminalfall ist interessant und auch die Auflösung wirkt schlüssig. Schön fand ich auch die Einbindung klassischer Musik (zwischendurch habe ich die erwähnten Lieder im Hintergrund laufen lassen, um richtig in die Atmosphäre einzutauchen) und die Beschreibungen der norwegischen Landschaften. Insgesamt kann ich Lady Arrington und die tödliche Melodie bedenkenlos an Cosy Crime-Fans weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Kurzweilige Unterhaltung für Agatha-Fans

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
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Im inzwischen 15. Band der Reihe macht Agatha Raisin aus ihrem Hobby einen Beruf und eröffnet ihre eigene Detektei im beschaulichen Carsely. Schnell findet Agatha eine Mitstreiterin, ihre neue Nachbarin ...

Im inzwischen 15. Band der Reihe macht Agatha Raisin aus ihrem Hobby einen Beruf und eröffnet ihre eigene Detektei im beschaulichen Carsely. Schnell findet Agatha eine Mitstreiterin, ihre neue Nachbarin Emma, der sie anfangs eher skeptisch gegenüber steht (schließlich ist diese älter als Agatha selbst und wäre eine junge, hübsche Sekretärin nicht besser für's Geschäft?). Nach einigen, langweiligen Fällen mit verschwundenen Katzen, abgehauenen Teenagern und untreue Ehemännern, die Agatha doch lieber ihrem Personal überlässt, ist sie sofort Feuer und Flamme, als sie gebeten wird, eine Todesdrohung gegen eine reiche junge Frau zu untersuchen...
Wie bereits in den Vorgänger-Bänden schreitet die Handlung flott voran, so dass keine Langeweile aufkommt. Das Buch lebt vor allem von Agathas schrulliger Persönlichkeit, ihrem exzentrischen Auftreten und ihren intuitiven Ansätzen zur Verbrechensaufklärung. Zusätzlich sorgen hier einige Ausflüge nach Paris für Abwechslung. Agatha-Fans können sich außerdem auf wiederkehrende Figuren wie Charles, Roy, Mrs. Bloxby oder Bill Wong freuen.
Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, nur gegen Ende ging mir alles ein wenig zu schnell und einige Entwicklungen wirkten auf mich arg übereilt und eher unglaubwürdig. Der herzerwärmende Epilog gleicht diese kleinen Schwächen jedoch wieder aus. Ich empfehle Agatha Raisin und der tote Auftragskiller allen Fans der Serie.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2018

Unterhaltsamer Frauen-Krimi

Und niemand soll dir vergeben
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Die toughe Polizistin Miranda Rader hat schon einiges gesehen - doch der brutale Mord an einem beliebten Professor in ihrer Heimatstadt Harmony (Louisiana) schockt auch sie. Noch schlimmer wird es, als ...

Die toughe Polizistin Miranda Rader hat schon einiges gesehen - doch der brutale Mord an einem beliebten Professor in ihrer Heimatstadt Harmony (Louisiana) schockt auch sie. Noch schlimmer wird es, als sich herausstellt, dass der Mord in Verbindung mit Mirandas kleinkrimineller Jugendzeit steht und abzusehen ist, dass jemand die junge Frau absichtlich diskreditieren will. Miranda bleibt nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln...

"Und niemand soll dir vergeben" ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Krimi. Das Cover passt gut zum Inhalt, da einerseits durch den düsteren Hintergrund gezeigt wird, dass der Roman nichts für zart besaitete Leserinnen ist, die pinke Schrift aber gleichzeitig deutlich macht, dass das Buch sich an eine weibliche Leserschaft richtet. Im Mittelpunkt der Handlung steht Miranda, die sehr sympathisch ist und durch ihre schwierige Kindheit ein wenig an Tiefe gewinnt. Kurze Kapitel, ein leicht verständlicher Schreibstil und kleinere Twists/Hinweise/falsche Spuren sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Die durch das Label "Romantic Thriller" angekündigte Liebesgeschichte spielt sich eher im Hintergrund ab und hat keinen allzu großen Einfluss auf den Handlungsverlauf.

Insgesamt ist "Und niemand soll dir vergeben" ein unterhaltsamer, leichter Krimi mit einer starken weiblichen Hauptfigur, den ich trotz kleiner Schwächen (die Auflösung ist relativ leicht vorhersehbar) gerne weiterempfehle!

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil