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Veröffentlicht am 06.03.2020

toller Auftakt!

Enna Andersen und das verschwundene Mädchen
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Enna Andersen kommt nach einer Auszeit zurück in den Job und soll zusammen mit den Kollegen Pia Sims und Jan Paulsen eine Abteilung aufbauen, die sich um Altfälle kümmert. Begeistert sind sie alle drei ...

Enna Andersen kommt nach einer Auszeit zurück in den Job und soll zusammen mit den Kollegen Pia Sims und Jan Paulsen eine Abteilung aufbauen, die sich um Altfälle kümmert. Begeistert sind sie alle drei Anfangs nicht, aber nach und nach raufen sie sich zu einem guten Team zusammen. In ihrem ersten Fall geht es um einen ungeklärten Entführungsfall, der neun Jahre zurückliegt. Nach und nach finden sie heraus, was die Kollegen übersehen hatten. Dabei tun sich allerlei neue Fälle auf, die mit dem Entführungsfall nur indirekt zu tun haben.

Nebenbei lernen wir vor allem Enna kennen. Sie ist noch nicht lange Witwe und muss sich und ihren Sohn Elias alleine versorgen. Zur Seite steht ihr aber auch ihre Schwiegermutter Gerda und auch ihre Freundin Sarah ist immer für sie und Elias da. Andersherum kümmert sich Enna aber auch um Sarah und hilft ihr bei ihren Scheidungsproblemen.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es war ein toller Serienauftakt. Der Fall hat sich langsam, aber durchaus logisch weiterentwickelt. Mir hat es gut gefallen, wie das Team zusammen gewachsen ist und gerade Enna ist mir mit ihrer ruhigen Art schnell ans Herz gewachsen. Aber auch bei den anderen beiden sieht man schon in diesem Buch eine deutliche Entwicklung. Ich hoffe, dass es weitere Bände mit dem Team geben wird und dann auch die anderen Ermittler noch genauer beleuchtet werden. Da ist auf jeden Fall noch ganz viel Potenzial drin.

Von mir also eine unbedingte Leseempfehlung für diesen gut durchdachten und vielschichtigen Krimi!

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Veröffentlicht am 03.03.2020

hat mich nicht so berührt

Das Haus der Frauen
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Solène hat nach einem Burn Out Probleme wieder ins Leben zurück zu finden. Ihr Therapeut legt ihr nahe es mit ehrenamtlicher Arbeit zu versuchen. So erklärt sie sich bereit, im Haus der Frauen als Schreiberin ...

Solène hat nach einem Burn Out Probleme wieder ins Leben zurück zu finden. Ihr Therapeut legt ihr nahe es mit ehrenamtlicher Arbeit zu versuchen. So erklärt sie sich bereit, im Haus der Frauen als Schreiberin zu fungieren. Briefe an die Familien oder die Behörden zu formulieren. Anfangs fällt es ihr schwer, sich in dieser für sie so unbekannten Umgebung zurecht zu finden, aber nach und nach fügt sie sich auf ihre Weise in die Gesellschaft des Hauses ein.
Parallel dazu wird die Geschichte des Hauses erzählt. 1925 beginnt Blanche Peyron mit ihrem Mann Spenden zu sammeln um das Haus zu kaufen und als Herberge für Obdachlose Frauen herzurrichten. Dies ist der Höhepunkt ihres Lebens, das sie und ihr Mann im Dienste der Heilsarmee.
Das Buch ist gut und bildhaft beschrieben, besonders Solènes Einsamkeit spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Trotzdem hat mich das Buch nicht wirklich berührt, irgendwie ist mir Solène fremd geblieben, ich habe nicht wirklich mit ihr mitfühlen können. Auch die Geschichte um Blanche und ihren Mann Albin fand ich zwar interessant, aber eigentlich ein bisschen zu oberflächlich. Gerne hätte ich mehr über die Geschichte des Hauses zwischen den beiden Zeitsträngen erfahren.
Alles in allem war es ein nettes Buch, das mich einen Nachmittag unterhalten hat, aber leider auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 29.02.2020

gelungene Überraschung

Die Kleider der Frauen
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Estella lebt in Paris zusammen mit ihrer Mutter und arbeitet in einem Schneideratelier. Kurz bevor die Deutschen in Paris einmarschieren gerät sie in eine Résistance-Aktion und ihre Mutter beschließt sie ...

Estella lebt in Paris zusammen mit ihrer Mutter und arbeitet in einem Schneideratelier. Kurz bevor die Deutschen in Paris einmarschieren gerät sie in eine Résistance-Aktion und ihre Mutter beschließt sie so schnell wie möglich aus Frankreich herauszuschaffen. Estella gelingt die Flucht nach New York, wo sie sich in die dortige Modewelt begibt und versucht dort als Designerin Fuß zu fassen. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sie die ersten Schritte auf den Laufsteg und fängt an sich einen Namen zu machen. Allerdings ist da immer noch die Sorge um die Mutter in Frankreich und was es wohl mit ihrer Doppelgängerin auf sich hat. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis, auch mit Hilfe von Alex, einem Spion, der ihr schon in Frankreich das Leben gerettet hat.

Was sich wie eine relativ einfache Geschichte liest, ist im Grunde genommen sehr viel komplexer. Es geht schon um die Modebranche der vierziger Jahre und der Leser lernt einiges, wie damals gerade in Amerika Mode gemacht wurde. Vor allem geht es aber um Estellas Familiengeschichte, die reichlich verwirrend ist. Und natürlich geht es auch um die Liebe und was passiert, wenn man nicht miteinander redet und meint zu wissen was der andere tut und denkt.
Ich war ziemlich überrascht, als sich noch eine zweite Zeitebene in der Gegenwart mit in die Erzählung geschoben hat. Hier dreht sich alles um Fabienne, Estellas Enkelin, die plötzlich feststellen muss, dass ihre Familienverhältnisse wohl sehr viel komplizierter sind, als sie dachte. Ich fand diese Ebene sehr schön geschrieben, auch sie war sehr spannend und das Familiengeheimnis löst sich in beiden Teilen der Geschichte ineinandergreifend auf.

Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Es ließ sich gut lesen und durch den Wechsel der Zeitebenen war es auch recht spannend, weil man gerne wissen wollte, wie es denn nun im jeweiligen Teil weitergeht. Das Kopfkino lief von Anfang an und die Entwicklung der Charaktere war gut durchdacht und sehr interessant. Und die Geschehnisse in der Geschichte ließen nun wirklich keine Langeweile zu. Im Gegenteil, es war eher ein Wechselbad der Gefühle.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, es hat mir vergnügliche Lesestunden beschert und mich immer wieder überrascht.

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Veröffentlicht am 25.02.2020

schönes Kochbuch

Was koch' ich heute? Vol. 2
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Ich bin ja schon seit Jahren (eigentlich mein ganzes Leben) Bayern3 Hörer, daher kenne ich sowohl Claudia Conrath als auch ihre Rubrik „Was koch‘ ich heute“. schon seit längerem. Da waren immer wieder ...

Ich bin ja schon seit Jahren (eigentlich mein ganzes Leben) Bayern3 Hörer, daher kenne ich sowohl Claudia Conrath als auch ihre Rubrik „Was koch‘ ich heute“. schon seit längerem. Da waren immer wieder Rezepte dabei, die ich interessant fand, aber ich muss gestehen, im Alltagstrott habe ich immer wieder vergessen sie noch einmal nachzuschlagen.

Nachdem jetzt schon der zweite Band mit einer Sammlung von Rezepten herauskommt, musste ich doch endlich mal reinschnuppern. Und ich bin nicht enttäuscht worden, es sind doch einige an Rezepten dabei, die ich definitiv einmal nachkochen möchte. Hätte ich nicht die eBook-Ausgabe würden wohl viele Klebezettelchen aus dem Buch herausschauen 🙂

Das Buch beginnt mit einem Vorwort der Autorin und ist dann in neun Kapitel aufgeteilt. Frühstücksideen, Pausensnacks, Ideen fürs Mittagessen, die Brotzeit, den Biergarten und für’s Abendessen. Außerdem gibt es ein Kapitel extra für Vegetarier, eines für außergewöhnlichere Rezepte und auch exotisch angehauchte Rezepte dürfen nicht fehlen.

Es ist also für jeden was dabei und viele der Rezepte sind auch mit einem Foto versehen, so dass man sich vorstellen kann, wie es nachher aussieht. Das Auge isst ja schließlich mit. Die Beschreibung der Rezepte ist relativ einfach gehalten und sollte für jedermann gut nachvollziehbar sein.

Von mir gibt es daher eine Empfehlung für dieses tolle Kochbuch, in dem sich viele alltagstaugliche Rezepte finden, die wirklich einfach nachzukochen sind.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

schönes Buch!

Wie Sterne am Himmel
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Susan Wiggs nimmt sich in diesem Buch des Themas Gewalt gegen Frauen an. Caroline lebt in New York und versucht als Modedesignerin Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihr Chef klaut ihr die Entwürfe und behauptet, ...

Susan Wiggs nimmt sich in diesem Buch des Themas Gewalt gegen Frauen an. Caroline lebt in New York und versucht als Modedesignerin Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihr Chef klaut ihr die Entwürfe und behauptet, sie hätte ihn kopiert, auch ihre Freundin kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben, nachdem Caroline bei ihr Spuren von Misshandlungen gesehen hat. Da sie ihrer Freundin versprochen hatte, sich im Notfall um ihre zwei Kinder zu kümmern, übernimmt Caroline die Vormundschaft und flüchtet mit ihnen nach Hause zu ihren Eltern in Oysterbay. Dort versucht sie nicht nur wieder auf die Füße zu kommen, sondern auch Frauen zu helfen, die Gewalt in der Partnerschaft erleiden mussten. Sie gründet einen Gesprächskreis um als Anlaufstelle da zu sein und um zu helfen, wo es möglich ist.

Das alleine hätte locker gereicht um ein Buch zu füllen, aber Caroline trifft dort auch ihre Jugendliebe Will wieder, der mit ihrer ehemals besten Freundin Sierra verheiratet ist. Auch hier ergeben sich einige Verwirrungen, die aber am Ende glücklich ausgehen.

Für mich hätten die Prioritäten ruhig etwas anders gewichtet sein können. Die Geschichte um Will, Sierra und Caroline hätte für mich nicht so viel Raum einnehmen müssen, besonders der relativ lange Teil in der Mitte hätte auch anders in die Geschichte eingebunden werden können. Man hat so ein bisschen den Eindruck, als hätte die Liebesgeschichte einfach im Vordergrund stehen müssen um die treuen Leser der Autorin nicht zu verschrecken. Ein wenig mehr Mut und ein größerer Anteil der eigentlich wirklich wichtigen Geschichte wären toll gewesen.

Aber trotzdem möchte ich das Buch empfehlen. Es ließ sich gut lesen und die Geschichte war wirklich herzerwärmend. Außerdem werden ein Teil der Erlöse von der Autorin an eine Organisation, die sich um Frauen , die Opfer häuslicher Gewalt wurden, gespendet. Daher ist es dem Buch zu wünschen, dass es ein Erfolg wird.

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