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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2019

spannnender Abenteuerroman

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Juba wird eines Nachts von seiner Mutter aus dem Schlaf gerissen, er uns seine Geschwister sollen fliehen, da die Familie des Verrats beschuldigt wurden. So macht sich Juba mit seinen Geschwistern auf ...

Juba wird eines Nachts von seiner Mutter aus dem Schlaf gerissen, er uns seine Geschwister sollen fliehen, da die Familie des Verrats beschuldigt wurden. So macht sich Juba mit seinen Geschwistern auf nach Ostia um sich dort ein Schiff nach Britannien zu suchen, um dort bei einem Onkel unterzukommen.

Dabei müssen die bisher sehr verwöhnten Kinder lernen, hart zu arbeiten und immer wieder schwere Entscheidungen treffen.

Das Buch ist ein klassisch leichtes Jugendbuch. Die Kinder erleben ein großes Abenteuer und müssen sich mit Dingen auseinandersetzen, die sie bin jetzt nicht interessiert haben. Das Ganze ist in einer jugendgerechten Sprache verpackt, in der auch das Leben im römischen Reich zum Leben erweckt wird. Jugendliche, die bereits Lateinunterricht haben werden wohl einige Begriffe aus dem Unterricht wiedererkennen.

Flucht aus Rom ist wohl der erste Band einer bis jetzt vierteiligen Serie. Band zwei bis vier sind bisher nur auf Englisch erschienen. Während in diesem Band Juba im Vordergrund steht, drehen sind die anderen Bände wohl um die anderen beiden Geschwister und die Freundin, die sie in Britannien kennenlernen.

Das Buch ist ab 10 Jahren empfohlen. Sehr viel älter sollte man wohl auch nicht sein um es richtig spannend zu finden.

Mir hat es trotzdem Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn ich schon lang nicht mehr in der Zielgruppe bin.


Veröffentlicht am 14.02.2019

Tolles Buch!

Der Klang der Täuschung
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Kazi, 17 Jahre alt, ist eine ehemalige Diebin, die es in die Leibgarde der Königin von Venda geschafft hat. Sie hat von ihrer Königin den Auftrag bekommen einen Verräter ausfindig und dingfest zu machen. ...

Kazi, 17 Jahre alt, ist eine ehemalige Diebin, die es in die Leibgarde der Königin von Venda geschafft hat. Sie hat von ihrer Königin den Auftrag bekommen einen Verräter ausfindig und dingfest zu machen. Dabei kommt sie nach Höllenrachen und lernt dort Jase kennen.

Dieser ist gerade erst zum Patrei der dort herrschenden Familie geworden und muss sich gegen diverse Intrigen wehren. da werden die beiden verschleppt und müssen sich gemeinsam durch die Wildnis nach Hause zurückbringen.

Auf dieser Reise kommen die beiden sich näher als jemals von beiden geplant war.

Das Buch wechselt kapitelweise den Blickwinkel, es wird immer abwechselnd aus der Sicht Kazis und Jases erzählt. Damit bekommt man einen tollen Einblick in das Gefühlsleben der beiden. An vielen Ecken sind die beiden sich ähnlicher, als sie es selbst merken, an anderen Stellen sind die beiden sehr unterschiedlich. Kazi kennt das enge Familienleben, dass das Leben in Torsfeste bestimmt, überhaupt nicht, wohingegen Jase es sich nicht vorstellen kann, wie es ist ohne Familie groß zu werden. Und doch ist es beiden extrem wichtig die zu schützen, denen sie Treue geschworen haben.

Ich kannte noch kein Buch der Autorin, allerdings hat meine Tochter mit großer Begeisterung die Chroniken der Verbliebenen gelesen. So dachte ich mir, dass ich doch den Auftakt einer neuen Reihe dazu nutzen könnte, die Autorin kennenzulernen. Allerdings hat genau die Unkenntnis der Vorgängerreihe es mir am Anfang etwas schwierig gemacht ins Buch zu kommen. Aber sobald Kazi und Jase das erste Mal aufeinander treffen war es vorbei mit den Problemen. Ab diesem Zeitpunkt hat das Buch einen richtigen Lesezwang hervorgerufen und ich mochte einerseits nur ungern aufhören zu lesen, andererseits sollte es auch noch nicht allzu schnell zu Ende sein.

Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere von Kazi und Jase. Beide sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch und vorsichtig, aber auch bereit, die Dinge einmal aus der Sicht des Gegenübers zu beurteilen. Beide versuchen die Fakten und das Verhalten anderer mit dem Bild abzugleichen, dass sie sich von demjenigen gemacht haben. Da gibt es kaum schwarz-weiß-Denken, sie sind durchaus bereit die Umstände mit in Betracht zu ziehen.

Das Kopfkino lief tatsächlich von der ersten Seite an, ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Ausstattung des Buches fand ich toll, der Verlag hat sogar ein Lesebändchen spendiert und das Cover passt auch gut zur Vorgängerreihe. Das Buch hat am Anfang und am Ende jeweils eine Karte des Kontinents und von Höllenrachen. Leider sind auf der Übersichtskarte Torfeste und Höllenrachen nicht eingezeichnet. Das hätte es mir als Neuling doch leichter gemacht das Geschehen zu verorten.

Alles in allem hat mich das Buch sehr begeistert und ich freue mich auf den zweiten Band. Bis dahin werde ich mich endlich mit den vier Büchern der Chroniken der Verbliebenen beschäftigen.

Von mir eine Leseempfehlung nicht nur für jugendliche Leser.


Veröffentlicht am 07.02.2019

Schönes Buch in Neuauflage

Nächte, in denen Sturm aufzieht
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Liza McCullen hat sich mit ihrer Tochter zu ihrer Tante nach Australien geflüchtet. Dort kann sie ruhig und versteckt leben. Bis Mike Dormer auftaucht, der für seine Firma die Lage checken soll, ob dort ...

Liza McCullen hat sich mit ihrer Tochter zu ihrer Tante nach Australien geflüchtet. Dort kann sie ruhig und versteckt leben. Bis Mike Dormer auftaucht, der für seine Firma die Lage checken soll, ob dort ein Luxusresort gebaut werden kann.


Nächte, in denen Sturm aufkommt ist bereits 2009 unter dem Namen Dem Himmel so nah erschienen, lange bevor Jojo Moyes mit Ein ganzes halbes Jahr bekannt wurde.

Man könnte jetzt meinen, hier wird einfach etwas altes neu aufgelegt um den Erfolg der Autorin zusätzlich abzuschöpfen. Das war sicher mit ein Grund. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Alte trotzdem sehr gut gefallen hat. Das Buch besticht mit schrulligen Charakteren und deren Geheimnissen, die im Laufe des Buches nach und nach aufgedeckt werden. Dabei ist zwar vorhersehbar, dass am Ende alles gut ausgeht, aber bis dahin gibt es doch einige Überraschungen.


Jedes Kapitel wird aus der Perspektive eines anderen Charakters erzählt. Das hat es mir am Anfang zwar etwas schwerer gemacht in den Lesefluss zu kommen, aber man lernt alle sehr schnell kennen. Und durch den Perspektivwechsel erfährt man mehr über jeden einzelnen Charakter, als wenn nur aus einer Sichtweise heraus erzählt werden würde.


Das Kopfkino lief tatsächlich von der ersten Seite an, Silver Bay ist ein beschauliches Örtchen, in dem zwar einige von Wal- und Delfinbeobachtungen leben, sich aber alle einig sind, dass zu viele Touristen der Gegend eher schaden würden. Als Mike dort auftaucht wird dem Leser schnell klar, dass die Uhren hier doch anders ticken als in London. Auch Mike entschleunigt hier und nach und nach wird ihm klar, was die Pläne seiner Firma für die Gegend bedeuten. Er findet in Silver Bay zu sich selbst und schafft es zu erkennen, was ihm wirklich wichtig ist.


Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die Entwicklung der Charaktere fand ich durchaus glaubwürdig, auch wenn es natürlich bei einigen recht klischeehaft rüberkommt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich wohl gefühlt. Und auch die Spannung kam auch nicht zu kurz.


Von daher würde ich hier gerne eine Leseempfehlung geben, für Leser von Jojo Moyes neuen Romanen ist auch dieses Buch sicher etwas. Und Leser von schönen Liebesromanen sind hier auch gut bedient.

Veröffentlicht am 01.02.2019

beeindruckendes Buch

Allee unserer Träume
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Ilse ist Architektin und möchte nichts lieber als ihre Pläne verwirklicht sehen. Allerdings lebt Ilse nicht mehr unter ihrem Namen, sie hat die Identität ihrer verstorbenen Schwester Marga angenommen, ...

Ilse ist Architektin und möchte nichts lieber als ihre Pläne verwirklicht sehen. Allerdings lebt Ilse nicht mehr unter ihrem Namen, sie hat die Identität ihrer verstorbenen Schwester Marga angenommen, da sie selbst eine belastende Vergangenheit hat. Als sie ihre Pläne für eine Neubebauung in Friedrichshain vorstellt, trifft sie auf ihren Schwager Hartmut, der ihr Spiel mitspielt. Gemeinsam mit ihm schafft sie es, dass unter anderem ihre Pläne mit angenommen werden. Allerdings zu dem Preis, dass sie nicht als Urheberin der Pläne auftritt. So bekommt Ilse die Chance ihre Pläne umzusetzen und an der zukünftigen Stalin-, später Karl-Marx-Allee mitzuarbeiten. Ihren Schwager als ihren Mann auszugeben fällt ihr dabei nicht so schwer, haben doch beide ein gemeinsames Ziel.

Doch mit dem Aufstand vom 17. Juni 1953 ändert sich alles und Ilse muss sich entscheiden, bleiben oder gehen.


Der Klappentext des Buches ist so nicht ganz richtig. Ilse wird nicht von ihrem Mann erpresst, sondern sie und Helmut entscheiden gemeinsam ihre Pläne als seine auszugeben. Nur so kann Ilses Tarnung aufrecht erhalten bleiben und sie hat die Möglichkeit an der Verwirklichung mitzuarbeiten.

Das Buch ist bei weitem komplexer als der Klappentext vermuten lässt. Die Protagonisten versuchen sich in ihrem Leben nach dem Krieg zurechtzufinden und in dem neuen Staat DDR ihren Platz zu finden und gleichzeitig ihre Träume wahr werden zu lassen. Dabei kollidieren diese teilweise auch einfach mit dem, was sich die Staatsführung gerade so vorstellt.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, auch wenn ich anfangs meine Probleme mit den Zeitwechseln hatte. Anfangs wird immer abwechselnd aus dem Jahr 1950 und den Jahren davor erzählt. Dann laufen die beiden Geschichten zusammen und wir begleiten Ilse und Helmut bis zum Aufstand vom 17. Juni 1953. Dann gibt es einen Zeitsprung ins Jahr 1978 und einen Epilog, der 1989 spielt. Alle Kapitel sind mit der Zeitangabe und einer Kurzzusammenfassung überschrieben.


Ilses Entwicklung war ausgesprochen glaubwürdig. Sie hat erkannt, dass sie von den Nazis missbraucht wurden und möchte deshalb mit Politik nichts mehr zu tun haben. Da der Bau der Stalin-Allee aber ein Politikum ist, ist sie ganz froh, dass Helmut sich in den Vordergrund stellt und sie im Hintergrund einfach nur bauen kann. Helmut hingegen biedert sich der politischen Führung an und versucht, egal wie, immer das Beste für sich heraus zu holen. Und obwohl er sich anbiedert ist er doch nicht ganz unsympathisch. Ihm liegt tatsächlich etwas an Ilse und teilt ihre Träume. Die beiden führen eine an sich nicht schlechte Scheinehe, die beiden mehr gibt als nur die Möglichkeit zu arbeiten.


Was mir ein wenig gefehlt hat, wäre ein Nachwort gewesen, in dem noch auf die tatsächlichen historischen Hintergründe eingegangen wird. Es gibt zwar ein Vorwort, in dem klargestellt wird, dass die Geschichte erfunden ist, ebenso wie die Charaktere, aber trotzdem wurde der Plot ja von wahren Begebnissen inspiriert. Hier hätte ich mir ein genaueres Eingehen gewünscht.


Alles in allem war es aber ein gut zu lesendes Buch, das mich sehr beeindruckt hat und mir sicherlich noch eine Weile nicht aus dem Kopf gehen wird.

Von daher eine Leseempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 31.01.2019

Tulpen ohne Ende

Die Tulpenschwestern
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Kelly Murphy und ihr Vater züchten Tulpen. Eigentlich sind sie ganz glücklich mit ihrem Leben, aber dann taucht Olivia wieder auf, Kellys Schwester, die nach dem Weggang der Mutter auf ein Internat geschickt ...

Kelly Murphy und ihr Vater züchten Tulpen. Eigentlich sind sie ganz glücklich mit ihrem Leben, aber dann taucht Olivia wieder auf, Kellys Schwester, die nach dem Weggang der Mutter auf ein Internat geschickt wurde und seitdem kaum mehr Kontakt zu den beiden hat.
Olivia versucht in der Heimat herauszufinden, was sie eigentlich im Leben erreichen will.
Kelly stellt fest, dass Griffith, ihr Highschoolschwarm wohl doch nicht so arrogant ist, wie sie immer dachte und ihre beste Freundin Helen hadert damit, sich in den Vater ihrer besten Freundin verliebt zu haben.
Und ob das nicht schon schwierig genug wäre, kehrt plötzlich Kellys und Olivias Mutter zurück und versucht den Vater wieder für sich zu gewinnen.

Susan Mallery liefert diesmal einen Einzelband, der sich aber um die Geschichte von drei Frauen dreht. Mir hat das Ganze sehr gut gefallen, die Geschichte dreht sich abwechselnd um Kelly, Olivia und Helen. So lernt man jede einzeln kennen und gleichzeitig auch aus der Sicht der anderen beiden.

Ich hatte mit allen am Anfang so meine Probleme, Olivia kommt am Anfang als verwöhnte Zicke rüber, Kelly als jemand, die sich überhaupt nicht für Beziehungen interessiert und bei Helen dreht sich alles darum, dass sie sich zu dick und damit nicht liebenswert findet.
Und trotzdem hat jede Figur ihre Liebenswerten Eigenschaften und alle drei entwickeln sich im Laufe der Geschichte gewaltig weiter.
Einzig Jeff, der Vater bleibt ein wenig flach gezeichnet, obwohl er eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Alles in allem war es eine sehr schöne Liebesgeschichte, die richtig Spaß gemacht hat. Dadurch, dass sie sich um drei Personen dreht, wird es nicht langweilig und durch die unterschiedlichen Missverständnisse, die nach und nach aufgeklärt werden, sind die Beziehungen der Protagonisten zueinander glaubwürdig.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, daher vergebe ich hier eine Leseempfehlung.