Profilbild von streifi

streifi

Lesejury Star
offline

streifi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit streifi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2025

Leise Menschen

Der Garten der kleinen Wunder
0

Toja lebt zurückgezogen in einem Häuschen mit einem wunderbaren Garten drumherum. Eines Tages sieht sie ein Mädchen vom Grundstück nebenan herüberspähen und lädt sie ein, sich im Garten umzuschauen. Vica ...

Toja lebt zurückgezogen in einem Häuschen mit einem wunderbaren Garten drumherum. Eines Tages sieht sie ein Mädchen vom Grundstück nebenan herüberspähen und lädt sie ein, sich im Garten umzuschauen. Vica findet hier die Ruhe, die ihr sonst im Leben fehlt und hier wird nichts von ihr verlangt, das sie nicht geben kann.

Patricia Koelle-Wolken erzählt hier die Geschichte von leisen Menschen, die sich in großen und lauten Menschenmengen nicht wohlfühlen und gerne mit sich alleine sind. Sowohl Toja als auch Vica gehören dazu und ihr Umfeld tut sich oftmals schwer damit sie einfach so sein zu lassen wie sie sind. Toja wird zur Fürsprecherin von Vica auch gegenüber deren Vater, der Anfangs gar nicht versteht was seine Tochter umtreibt und in dem Bemühen, alles richtig zu machen sehr viel Porzellan zerschlägt.

Mir hat dieses leise Buch der Autorin wieder sehr gut gefallen. Es entschleunigt beim Lesen und ich konnte gut nachvollziehen, wie es Toja und Vici geht. Ich bin zwar nicht ganz so introvertiert wie die beiden, aber auch ich brauche meine Zeit für mich und ab und zu niemanden um mich herum.

Ich habe mich sehr wohlgefühlt beim Lesen und die Charaktere ins Herz geschlossen. Daher kann ich dieses leise Buch auf jeden Fall empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2025

humorvoller Krimi

Mord im Himmelreich
0

Björn Kupernikus hat sich gerade auf dem Campingplatz Himmelreich bei Caputh häuslich eingerichtet, als er von einer ihm fremden Frau dazu gebracht wird, einen Hund, der auf einem Stand Up Paddelboard ...

Björn Kupernikus hat sich gerade auf dem Campingplatz Himmelreich bei Caputh häuslich eingerichtet, als er von einer ihm fremden Frau dazu gebracht wird, einen Hund, der auf einem Stand Up Paddelboard über den See treibt, zu retten. An Land stellt sich dann heraus, dass unter dem Board eine Leiche festgebunden ist.

Gemeinsam mit Annabelle macht sich Kupernikus daran herauszufinden, wer die Leiche unter dem Mordboard war und wer sie dorthin befördert hat. Denn die lokale Polizei macht auf ihn keinen kompetenten Eindruck und er wollte ja schon immer einen Tatort Kommissar spielen, daher ist er ja wohl bestens vorbereitet.

Ich habe von Andreas Winkelmann bis jetzt noch nichts gelesen, aber mit Cozy Krimis kann man mich immer locken. Und wenn diese dann noch im Camping-Umfeld spielen, sowieso. Ich hatte viel Spaß beim lesen dieser lockeren Krimi Komödie, die sehr humorvoll, aber nicht klamaukig war. Das Setting war sehr bildhaft beschrieben und die Charaktere auf dem Campingplatz schon sehr speziell. Sprich das, was man von Dauercampern so erwartet.

Ich mochte das Buch gerne und werde wohl auch die Fortsetzung lesen, denn ich fand das Duo Kupernikus und Annabelle wirklich toll miteinander. Die beiden ergänzen sich gut und Annabelles Rezepte, die alle einen besonderen Namen haben, fand ich auch sehr ansprechend.

Daher von mir eine Leseempfehlung für diesen wirklich humorvollem Krimi

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2025

kurz und knackig

Alles muss man selber falsch machen
0

Dieses Buch versammelt die besten Texte, die Alena Schröder in den vergangenen Jahren in diversen Brigitte Formaten und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich darin mit ihrem ...

Dieses Buch versammelt die besten Texte, die Alena Schröder in den vergangenen Jahren in diversen Brigitte Formaten und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich darin mit ihrem Leben, den eigenen Macken, Beobachtungen anderer usw. Also einfach alles, was ihr so durch den Kopf geht und durch das Aufschreiben einfach klarer wird.

Ich habe bis jetzt keines ihrer Bücher gelesen und war neugierig auf den Schreibstil der Autorin. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe die Geschichten wirklich gerne gelesen und fand die Schreibweise sehr angenehm. Von daher hat mich dieses Buch davon überzeugt doch auch einmal einen der Romane der Autorin zu lesen.

Von mir daher eine Empfehlung für dieses Kurzgeschichtenbuch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2025

Zwei Leben

Glückstöchter - Einfach lieben
0

1911 in den bayerischen Alpen: Anna richtig sich ihr Leben auf der Tonkaalm ein, nachdem sie alles verloren hat, was ihr wichtig war. Sie findet dort in dem einfachen, harten Leben ihr Glück. Doch auch ...

1911 in den bayerischen Alpen: Anna richtig sich ihr Leben auf der Tonkaalm ein, nachdem sie alles verloren hat, was ihr wichtig war. Sie findet dort in dem einfachen, harten Leben ihr Glück. Doch auch hier bleiben ihr Schicksalsschläge nicht erspart.

Ende der siebziger Jahre sucht Eva immer noch nach ihrer Geschichte. Gerade als sie ungeplant schwanger wird, wird ihr dieses Thema immer wichtiger. Doch auch die Pläne in der WG mit der Eröffnung eines Bioladens in München-Pasing halten sie auf Trab.

In diesem zweiten Band begleiten wir nun Anna und Eva weiter durch ihre Leben. Beide sind sehr naturverbunden und auf ihre Art eigensinnig. Anna muss sich auf der Alm den Widrigkeiten des Berglebens stellen und bekommt dabei Unterstützung von Benni. Eva dagegen muss in München dafür kämpfen, dass ihre WG nicht auseinanderbricht und erst der Plan eines gemeinsamen Ladens in Pasing schweißt die WG-Bewohner so richtig zusammen.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich mochte sowohl Anna als auch Eva gerne und mir haben die beiden Zeitstränge gleich viel Spaß beim Lesen gemacht. Gerade in Evas Strang habe ich auch Plätze meiner Kindheit vor Augen gehabt, war ich doch als Jugendliche viel in der Bäckerstraße in Pasing unterwegs, wo Evas Bioladen entsteht. Aber auch das Almleben konnte ich mir gut vorstellen, wobei ich mir sicher bin, dass es selbst zu erleben noch einmal etwas ganz anderes wäre.

Ich mochte diesen zweiten Band der Dilogie sehr gerne, am Ende werden die beiden Leben von Anna und Eva auch zusammengeführt und es bleiben keine losen Enden.

Von mir daher eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2025

Serienmord?

Grüne Mark und Weißer Tod
0

Als ein erwürgter Mann in Graz auftaucht, neben ihm blaue Glasscherben, misst Untersuchungsrichter Franz Stalhbauer dem noch keine Relevanz zu. Doch bei einem zweiten, ebenfalls erwürgten Totenwerden die ...

Als ein erwürgter Mann in Graz auftaucht, neben ihm blaue Glasscherben, misst Untersuchungsrichter Franz Stalhbauer dem noch keine Relevanz zu. Doch bei einem zweiten, ebenfalls erwürgten Totenwerden die gleichen Scherben gefunden und damit scheint es sich hier um einen Serienmörder zu handeln. Doch wo liegt die Gemeinsamkeit? Auch Freund Dr. Titus Pyrner kann zuerst nicht weiterhelfen, doch dann entdecken sie die Herkunft des Glases und alles führt sie zu eine Lungenheilanstalt im Wiener Wald.

Dies ist bereits der zweite Band, in dem die Freunde gemeinsam ermitteln. Wobei sie dabei nicht alleine unterwegs sind, die beiden Verlobten Resi und Salome mischen eifrig mit und bringen sich damit in Gefahr. Und auch Anton Meisl, Stahlbauers Polizeiagent, untersucht die Fälle, allerdings eher in Konkurrenz zu Stahlbauer als gemeinsam mit ihm.

Mich hat es nicht gestört, dass es bereits der zweite Band der Reihe ist, ich denke, ich habe nichts wichtiges verpasst. Im Gegenteil, für mich hat sich dieser Band eher gelesen wie ein erster Band, da das Verhältnis zwischen Stahlbauer und Meisl wirklich noch sehr schlecht ist und die Geschehnisse des Buches wohl dazu führen, dass sich dieses Verhältnis jetzt bessern könnte.

Franz und Titus sind sehr unsichere Männer, die mit ihrer Herkunft, ihrem Aussehen und dem Verhältnis zu den Eltern hadern. Und irgendwie wirkten die beiden auch ein wenig unkoordiniert was die Ermittlungen betrifft. Dagegen sind die beiden Frauen sehr patent und die eigentlichen Heldinnen des Buches.

Ich mochte das Buch gerne und werde einem weiteren Band noch eine Chance geben. Ich denke, wenn sich die Chemie zwischen den Protagonisten noch mehr verschiebt und es mehr ein miteinander, statt eines gegeneinander wird, verschwinden auch die teilweise etwas zähen Phasen, in denen die Herren sich Gedanken darüber machen, was die anderen wohl jeweils über sie denken.

Von daher kann ich das Buch durchaus empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere