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Veröffentlicht am 14.06.2026

Den Alltag vor Gott bringen

Betend leben
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Dieses wohltuende Buch über das Gebet lenkt den Blick auf Gott als Gegenüber und beschreibt ihn als einen liebenden himmlischen Vater, der sich freut, wenn seine Kinder mit ihren Anliegen zu ihm kommen.

Beim ...

Dieses wohltuende Buch über das Gebet lenkt den Blick auf Gott als Gegenüber und beschreibt ihn als einen liebenden himmlischen Vater, der sich freut, wenn seine Kinder mit ihren Anliegen zu ihm kommen.

Beim Lesen wird schnell deutlich, dass der Autor selbst ein Beter ist. Gespickt mit zahlreichen Beispielen aus seinem persönlichen Leben ermutigt er seine Leser, mit Gott zu sprechen. Besonders die Sorgen um seine autistische Tochter machen ihm immer wieder seine eigene Schwachheit deutlich. Gerade in seinem Unvermögen erlebt er Gottes Macht.

Die insgesamt 34 Kapitel eignen sich hervorragend für die tägliche Andachtszeit. Jedes Kapitel behandelt einen Aspekt rund um das Thema Gebet und Vertrauen und lässt sich in fünf bis zehn Minuten lesen. Das Buch beginnt mit Gedanken über die Beziehung zum himmlischen Vater, geht dann auf mögliche Zweifel ein und erklärt anschließend, welche Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten, im Bitten liegen. Dabei kommen auch Themen wie Klagen und unerhörte Gebete zur Sprache.

In den letzten Kapiteln wird es praktisch. Konkrete Vorschläge wie das Erstellen von Gebetskärtchen oder das Führen eines Gebetstagebuchs helfen dabei, erste Schritte zur Vertiefung des persönlichen Gebetslebens zu gehen.

Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen. Durch die vielen Beispiele und Geschichten wirkt das Buch lebendig und nahbar. Es ist nicht kopflastig; tiefgehende theologische Fragestellungen stehen nicht im Vordergrund, da der Schwerpunkt klar auf der Praxis liegt. Verständnisvoll und ermutigend lädt der Autor dazu ein, kleine, realistische Schritte zu gehen, statt sich hohe und möglicherweise unerreichbare Ziele zu setzen.

Fazit: Wie schön, dass dieses wertvolle Handbuch zum Thema Gebet neu aufgelegt wurde. Praktisch und auch für Laien gut verständlich, lädt es zu einem vertrauensvollen Leben nahe am Vaterherz Gottes ein. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 09.06.2026

Jetzt geht’s erst richtig los

Neuanfang im Ruhestand
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Es könnten die besten Jahre des Lebens sein: viel mehr Zeit als früher, die Möglichkeit den Alltag selbst zu gestalten und weniger Verantwortung. Doch der Abschied vom Berufsleben fällt vielen unendlich ...

Es könnten die besten Jahre des Lebens sein: viel mehr Zeit als früher, die Möglichkeit den Alltag selbst zu gestalten und weniger Verantwortung. Doch der Abschied vom Berufsleben fällt vielen unendlich schwer. Dieses Buch gibt wertvolle Tipps für diesen besonderen Lebensabschnitt.

Die körperlichen Kräfte lassen nach, die Emotionen verändern sich. Nicht nur das führt dazu, dass der Ruhestand als stürmisch empfunden wird. Ohne berufliche Tätigkeit kann das Leben sinnlos erscheinen, und finanziell muss man meistens mit weniger auskommen. Nachdem der Autor in einem ersten Teil auf diese Hürden eingeht, spricht er in einem zweiten Abschnitt über einen wertvollen Hoffnungsanker in dieser stürmischen Zeit.

Im dritten Teil nennt Martin Knispel konkrete Vorschläge, um die richtigen Weichen für diese Jahre zu stellen. Er schreibt über Beziehungen, ehrenamtliche Tätigkeiten, Spiritualität und mehr. Der vierte und letzte Teil enthält fünf Lebensbilder; von Kindheit und Jugend an bis zur reichen beruflichen Erfahrung und einer teils ganz anderen Berufung im Alter.

Dieses kleine Buch enthält viele hilfreiche Anregungen. Neben praktischen Vorschlägen, spielt das Thema Glaube eine wichtige Rolle, was niemals erschlagend wirkt, sondern wie eine wohltuende Einladung. Obwohl sich das Buch an beide Geschlechter richtet, werden sich wohl vor allem Männer angesprochen fühlen, da es eher um den Abschied von einer geschäftigen Karriere geht als um das leere Nest oder andere Themen, die Frauen stärker berühren können.

Die Beispiele am Ende des Buches sind etwas enttäuschend. Die Beschreibung der jeweiligen Karriere nimmt den meisten Raum ein, die neue Tätigkeit im Alter wird nur kurz erwähnt. Interessanter wären mehr konkrete Beispiele für sinnvolle Aufgaben im Alter gewesen.

Der Autor schreibt über diesen Lebensabschnitt: „Die Jahre, die ich geschenkt bekomme, möchte ich gerne so einsetzen, wie in diesem Buch beschrieben: bereit sein, anderen zur Seite zu stehen, die schönen Dinge des Lebens intensiver genießen und immer wieder Zeit haben zum Lesen, Träumen und um auf den See zu schauen.“

Und, „Diese geschenkte Gelassenheit … ist die wache und aufmerksame Einstellung, das Leben mit Offenheit und Vertrauen zu leben und sich auch dann getragen zu wissen, wenn man nicht mehr so viel ‚tut‘, sondern mehr ‚ist‘.“

Fazit: Ein positiver Blick auf die besten Jahre des Lebens. Sehr empfehlenswert für alle, die ihren Ruhestand bewusst gestalten wollen. Sehr gut auch als Geschenk für glaubensferne Menschen geeignet.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Kleine Schritte zu mehr Freiheit im Alltag

Little Addictions
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„Nur mal kurz Instagram checken“ – und schon ist eine Stunde vergangen.

Im Geschäft einen schönen Stoff berühren und direkt ein neues Kleidungsstück kaufen, das eigentlich nicht nötig ist.

In geselliger ...

„Nur mal kurz Instagram checken“ – und schon ist eine Stunde vergangen.

Im Geschäft einen schönen Stoff berühren und direkt ein neues Kleidungsstück kaufen, das eigentlich nicht nötig ist.

In geselliger Runde ein Gläschen Wein trinken – aber wann wird daraus eine problematische Gewohnheit?

Süchte können das Leben stark beeinträchtigen. Dabei geht es nicht nur um Alkohol, Drogen oder Glücksspiel. Auch scheinbar harmlose Gewohnheiten können Menschen gefangen nehmen. Wie erkennt man solche Muster, und wie gelingt es, sie zu verändern?

Catherine Gray kennt diese Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Nachdem sie ihre Alkoholsucht überwunden hat, beschäftigt sie sich intensiv mit den Mechanismen alltäglicher Abhängigkeiten. In diesem Ratgeber beleuchtet sie nicht nur Gewohnheiten rund um Alkohol, Nikotin, Smartphones oder Pornografie, sie schreibt auch über bedenkliche Verhaltensweisen, wie Tratschen oder Prokrastination.

Anschaulich verbindet sie persönliche Erfahrungen mit Erkenntnissen von Fachleuten. Ihr Schreibstil ist angenehm - unterhaltsam und motivierend. Nach einer Einführung in die Hintergründe alltäglicher Gewohnheiten bietet sie jeweils konkrete Anregungen für Veränderungen im Alltag.

Die vorgestellten Strategien zielen nicht auf völligen Verzicht ab, sondern auf einen bewussteren Umgang mit Genussmitteln und Gewohnheiten. So kann man beispielsweise den Kaffeekonsum reduzieren oder erfahren, zu welcher Tageszeit eine Tasse Kaffee am meisten Genuss bringt und am wenigsten schadet.

Fazit: Ein empfehlenswerter Ratgeber für Menschen, die sich ihren schlechten Gewohnheiten stellen wollen, um bewusster zu leben. Sachlich fundiert, aber auch persönlich geschrieben, beleuchtet dieses Buch die Ursachen für kleine Süchte und hilft ihnen die Macht zu nehmen.

Veröffentlicht am 30.05.2026

Verstehen, warum das Böse zuschlägt

Die Psyche des Bösen
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Die Aufgabe eines Profilers ist es einen Kriminellen zu verstehen. Indem er in die Gedankenwelt des Täters hineinschlüpft, kann er Verdächtige besser identifizieren.

Der Profiler Axel Petermann hat bereits ...

Die Aufgabe eines Profilers ist es einen Kriminellen zu verstehen. Indem er in die Gedankenwelt des Täters hineinschlüpft, kann er Verdächtige besser identifizieren.

Der Profiler Axel Petermann hat bereits mehr als tausend Fälle bearbeitet, darunter viele Cold Cases, also ungelöste Mord- und Tötungsdelikte. In diesem Buch untersucht er drei spannende Kriminalfälle, die schon lange zurückliegen. Dabei beschäftigt ihn die Frage: Was bringt einen Menschen dazu, einen anderen umzubringen?

Am ausführlichsten wird vom Verschwinden eines 13-jähriges Mädchen in der ehemaligen DDR berichtet. Dabei erfahren Leser Überraschendes über das Leben und die Polizeiarbeit im ostdeutschen Staat. Obwohl das Verbrechen mehr als vierzig Jahre zurückliegt, bringt Petermann Erstaunliches zu Tage.

Bei einem zweiten Bericht fragt man sich unweigerlich: Hätte der dreifache Mord verhindert werden können, wenn jemand das problematische Verhalten eines 11-jährigen ernster genommen hätte?

Beim dritten Mord, der vor Jahrzehnten in einer Käserei begangen wurde, geht es um schlampige Ermittlungsarbeit, die Zweifel an der Verurteilung des angeblichen Mörders aufkommen lässt.

Bei jedem Fall begleitet der Leser Petermann Schritt für Schritt bei seiner Arbeit. Besonders der erste Fall erinnert an gute Detektivromane, beispielsweise die von Agatha Christie. Die Spuren weisen zunächst auf einen Täter hin, führen jedoch bald darauf in eine andere Richtung. Die Reise auf dem Weg zur Auflösung der Fälle ist spannend, sodass man nicht mit dem Lesen aufhören möchte.

Der zweite Fall ist ganz anders. Hier wird vor allem der psychologische Aspekt beleuchtet – was passiert in der Kindheit eines Menschen, sodass das Böse wachsen und schließlich ausufern und Menschenleben nehmen kann?

Auch der dritte Fall bringt einen neuen Gesichtspunkt dazu, denn auf diesen Seiten geht es vor allem um die Tatrekonstruktion. Für mich persönlich ist dieser Bericht zu grausam. Doch insgesamt schätze ich es, dass dieses Buch so einen umfassenden Blick auf die Fallanalyse und Kriminaltechnik gibt.

Fazit: Eine Schatztruhe voller Insiderwissen über die Aufklärung von Mordtaten anhand von drei konkreten Fällen. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die sich für „True Crime“ interessieren.

Veröffentlicht am 23.05.2026

Zwiebelmett – warum nicht?

Der Islam und ich
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Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt ...

Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt werden, und dass es deswegen mehr Straftaten geben wird. Andere sehen den Islam als Bereicherung an und begrüßen die dadurch entstandene kulturelle Vielfalt im Land.

Der Bestseller-Autor Hasnain Kazim kennt beide Seiten. Seine Eltern stammen aus Pakistan, waren schiitische Muslime und sind inzwischen evangelisch. Kazim ist also nicht in einer muslimischen Parallelgesellschaft aufgewachsen, sondern glücklich integriert in einem norddeutschen Dorf, mitsamt leckeren Schweinemettbrötchen.

Bei Verwandtenbesuchen und später als Korrespondent lebt er in Pakistan und der Türkei. Wenn er also über den Islam schreibt, weiß er, wovon er spricht. Und es brodelt in dem konfessionslosen Autor. Da ist etwas, das er unbedingt loswerden will. Freunde warnen ihn, sagen, es sei zu gefährlich den Islam zu kritisieren. Dabei möchte er den Islam nicht schlechtreden, sondern einfach auf einige Warnzeichen hinweisen.

Er erklärt: „Es gibt viele Gründe, diesen Text nicht zu schreiben. Und doch muss ich es tun. Ursprünglich wollte ich nur einen Artikel für eine Zeitung verfassen, die mir eine ganze Seite dafür anbot. Dann begann ich zu schreiben und stellte fest: Ich brauche mehr Platz. Also entschied ich, ein Büchlein daraus zu machen.“

Dieses informative Buch lädt ein zum Gespräch. Gekonnt zeigt der Autor, was am Islam in Deutschland problematisch und was begrüßenswert ist. Religion darf sich mit anderen Menschen freuen, darum findet er Ramadanbeleuchtung genauso willkommen wie Weihnachtslichter. Doch der Glaube sollte getrennt bleiben von der Politik und niemals zum Zwang werden.

Dieses Werk ist ein aufrichtiges, passioniertes Plädoyer. Unerschrocken kritisiert der Autor die Gewaltbereitschaft der Islamisten, betont jedoch gleichzeitig, dass nur ein Bruchteil der Muslime damit sympathisieren. Dennoch sind es zu viele und es muss dringend etwas dagegen getan werden, meint er.

Fazit: Dieses kurze Buch ist schnell gelesen und interessant, vor allem für Menschen, die sich bisher wenig mit dem Islam auseinandergesetzt haben, aber die aktuelle Debatte besser verstehen wollen. Es ist ein mutiges Werk, das hoffentlich zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.