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Veröffentlicht am 01.02.2020

Ein traumhafter Ort als Modell für unsere Zukunft

Hier und Jetzt
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Peter Maffay ist in Deutschland vor allem als Sänger bekannt. In diesem Buch geht es jedoch weniger um Musik als vielmehr um wichtige Werte für unsere Gesellschaft. Maffay gibt persönliche Einblicke in ...

Peter Maffay ist in Deutschland vor allem als Sänger bekannt. In diesem Buch geht es jedoch weniger um Musik als vielmehr um wichtige Werte für unsere Gesellschaft. Maffay gibt persönliche Einblicke in seine Lebenserfahrungen und wirbt für seine Überzeugungen. Das alles wird an einem traumhaften Ort festgemacht, dem ökologisch betriebenen Bauernhof, Gut Dietlhof.

Der bekannte Sänger wird 1949 in Siebenbürgen geboren, in Rumänien. Seine Familie leidet unter dem Regime und wandert 1963 nach Deutschland aus. Dort wird Maffay als 20jähriger „entdeckt“, und seine steile Musikkarriere beginnt.

Auf dem Land aufgewachsen, sehnt er sich nach einem Leben in der Natur. Eine Zeit lang lebt er in Kanada, doch da seine Lieder vor allem in Deutschland gefragt sind, muss er sehr viel reisen. Als nächstes baut er auf Mallorca ein Landgut auf, doch inzwischen fühlt er sich am ehesten in Deutschland zuhause. Da ist es für ihn wie ein Wunder, dass er einen schönen und bezahlbaren Bauernhof in der Nähe seines Wohnorts finden kann, das Gut Dietlhof in Bayern.

Nach einer kurzen Erläuterung seiner Lebensstationen, geht Maffay im Rest des Buchs auf wichtige Werte ein. Dabei nimmt er den Leser mit auf einen Spaziergang über sein Gut. An jeder Station greift er ein aktuelles Thema auf und beschreibt seine Hoffnung für die Zukunft. Denn dieses Buch ist auf jeden Fall sehr hoffnungsvoll und positiv. Maffay wünscht sich eine bessere Welt für seine und unsere Kinder, und er möchte Schritte aufzeigen, um dieses Ziel zu erreichen. Er ist überzeugt, wenn alle umdenken, können wir diese Welt retten.

Der Leser erfährt viele wichtige Fakten, zum Beispiel über die Bedeutung des Wassers für unseren Planeten, über nachhaltiges Leben und über gesunde Landwirtschaft. Aber auch kontroverse Themen spart er nicht aus, wie beispielsweise die Flüchtlingspolitik.

Das Gut Dietlhof wird als einen traumhaften Ort beschrieben, an dem traumatisierte Kinder Erholungszeiten erleben können, der Kunde seinen Salat selbst pflücken und bezahlen kann, und es im zugehörigen Café stets eine gute Tasse Kaffee und ein nettes Wort gibt.

Menschen und Begegnungen sind Maffay besonders wichtig. Darum gibt es auf dem Gut auch viele Orte, an denen Gemeinschaft erlebt werden kann; die Mehrzweckscheune, die Kapelle, das Café und die Freizeithäuser.

Die Aufzählung der vielen Vorzüge des Guts wirkt manchmal zu positiv, fast unecht, aber um das zu beurteilen, müsste man sich vor Ort selbst ein Bild von diesem Bauernhof machen. Aber beim Lesen schleichen sich doch manchmal leise Zweifel ein. Einerseits umweltbewusst und nachhaltig, andererseits viele Flüge nach Mallorca und Kanada. Die Welt schützen und ein einfaches Leben führen, doch jeden Morgen eine halbe Stunde Autofahrt, um warme Eier aus dem Stall zu holen. Lieben und aus Fehlern lernen, doch immer mal wieder eine neue Ehefrau. Der Glaube als wichtiger Wert, aber an welchen Gott? Es klingt als würde es eher auf den Glauben ankommen, als auf den Gegenstand des Glaubens. Gott kann demnach das sein, womit jeder sich gerade wohlfühlt.

Trotz dieser Zweifel überwiegt das Positive an diesem Buch. Sehr schön ist, dass Peter Maffay sich nie rühmt für seine vielen guten Werke. Er sieht sie ganz einfach als ein Zurückgeben für alles, was er empfangen hat, und er betont immer wieder, dass es nicht er ist, der das alles macht, sondern sein wunderbares Team. Es ist beeindruckend, dass dieser Künstler sich gerne für bedürftige Menschen in Rumänien und für benachteiligte Kinder auf der ganzen Welt einsetzt.

Fazit: Ein rosaroter Blick auf einen traumhaften Ort in Bayern, mit vielen Vorschlägen, wie wir alle zusammen für eine bessere Welt sorgen können. Empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Thema
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.01.2020

Nur zwanzig oder dreißig Minuten

Express-Abendessen
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Um ein gutes Essen zu kochen, muss man nicht lange in der Küche stehen. Dieses Buch enthält viele Rezepte, die alle eins gemeinsam haben, es dauert nie länger als dreißig Minuten sie zuzubereiten.

Die ...

Um ein gutes Essen zu kochen, muss man nicht lange in der Küche stehen. Dieses Buch enthält viele Rezepte, die alle eins gemeinsam haben, es dauert nie länger als dreißig Minuten sie zuzubereiten.

Die Rezepte sind in vier Gruppen unterteilt; Salate und Suppen, Wraps und Sandwiches, Pasta und Reis, und schließlich Fisch und Fleisch.

Insgesamt enthält das Buch etwa vierzig Rezepte, dabei wird bei manchen Rezepten gleich ein ganzes Gericht gekocht. Da alle Speisen schnell zubereitet werden, lernt der Koch einige neue Tricks und Kniffe. So werden beispielsweise Süßkartoffeln getoastet, oder die Kartoffeln für den Kartoffelsalat kleingeschnitten und erst dann in einer Brühe gegart.

Die Rezepte sind jeweils für zwei Personen gerechnet. Hilfreich sind die Nährwertangaben und Zubereitungszeiten, wobei diese meistens etwa 25 Minuten beträgt. Die Auswahl der Rezepte ist international. So gibt es Curry und Shakshuka ebenso wie typische deutsche Gerichte, zum Beispiel Frikadellen oder Kasseler. Selbst für besondere Gelegenheiten finden sich hier einige Rezepte, wie Entenbrust oder Lachs.

Die Umschlagsseiten lassen sich ausklappen, eine Besonderheit dieser Kochreihe. Hier finden sich allgemeine Hinweise, zum Beispiel zum Prinzip „schnelle Küche“ oder zur Vorbereitung von Fisch und Fleisch. Das Register enthält, neben den Namen der Gerichte, auch gängige Zutaten, sodass das gewünschte Rezept schneller gefunden werden kann. Es gibt zu jedem Rezept ein Bild, teilweise ganzseitig, teilweise auf derselben Seite wie das Rezept.

Fazit: Dieses Buch überzeugt mit guten Ideen für die schnelle Küche. Gedacht ist es wohl eher für berufstätige Paare, da die Rezepte jeweils nur für zwei Personen gerechnet sind. Trotzdem finden hier sicher auch Familien einige gute Ideen, denn auch im Familienalltag freut sich der Koch, wenn es schnell geht. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 26.01.2020

Leckere, gesunde Rezepte für Vegetarier und Flexitarier

Vegetarisch
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Dieses kleine Kochbuch enthält ungefähr 30 vegetarische Rezepte. Die Rezepte sind in drei Kategorien eingeteilt. Das Buch beginnt mit Rezepten für den Alltag, wie Gemüsepuffer oder Pasta Gerichte. Das ...

Dieses kleine Kochbuch enthält ungefähr 30 vegetarische Rezepte. Die Rezepte sind in drei Kategorien eingeteilt. Das Buch beginnt mit Rezepten für den Alltag, wie Gemüsepuffer oder Pasta Gerichte. Das nächste Kapitel enthält Rezepte für kleine Gerichte, die sich gut vorbereiten und mitnehmen lassen. Das ist ein Highlight dieses Buchs, denn so hat der berufstätige Leser eine Alternative zum ungesunden Kantinenessen. Die Salate, Wraps und Aufstriche eignen sich sehr gut für ein Mittagessen unterwegs. Im letzten Kapitel finden sich Rezepte für das Wochenende, die teilweise etwas aufwendiger sind, vor allem sind die Zubereitungszeiten in der Regel länger.

Sowohl von den fertigen Gerichten als auch von den frischen, knackigen Zutaten gibt es viele passende, ansprechende Bilder. Bei jedem Rezept stehen Nährwertangaben, Zubereitungs- und Backzeiten. Manchmal gibt es auch passende Tipps oder einfache zusätzliche Rezepte, die zum beschriebenen Gericht passen, zum Beispiel eine Tomatensoße oder ein Dip. Alle Arbeitsschritte werden gut und ausführlich erklärt.

Die Umschlagsseiten lassen sich ausklappen. Hier sind ein paar allgemeine Infos zu finden, die aber nicht besonders wichtig sind. So wird beispielsweise erklärt, wie man eine Karotte auf verschiedene Arten schneiden kann, oder welche unterschiedliche Messersorten es gibt.

Bei manchen ungewöhnlichen Zutaten wäre eine Erklärung hilfreich gewesen, zum Beispiel bei Lupinenfilet oder Ochsenherztomaten. Aber die meisten Zutaten sind bekannt und lassen sich leicht finden.

Fazit: Dieses Buch eignet sich besonders gut für Berufstätige, die sich gesund ernähren wollen. Die Auswahl der Rezepte ist vielfältig, die Gestaltung ansprechend. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 25.01.2020

Variationen eines leckeren Themas

Quiches
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Dieses Buch stammt von einer Quiche-Liebhaberin. Die Autorin ist begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die Quiches bietet. Da man eine Quiche gut vorher zubereiten kann, ist es das perfekte Essen ...

Dieses Buch stammt von einer Quiche-Liebhaberin. Die Autorin ist begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die Quiches bietet. Da man eine Quiche gut vorher zubereiten kann, ist es das perfekte Essen für eine gesellige Runde.

Insgesamt enthält dieses Buch 26 Rezepte, plus ein Rezept am Anfang für den beliebten Klassiker, Quiche Lorraine. Es gibt Quiches für den Alltag, besondere Quiches, und Quiches im Mini-Format. Der Teig der Alltagsquiches besteht meistens klassisch aus Mehl und Butter, während die besonderen Quiches oft einen Hefe- oder Pizzateig haben. Die Quiches sind ganz unterschiedlich gefüllt. Ob Hackfleisch, Geflügel, Bratwurst oder gar Rehgulasch, es gibt viele Optionen für Fleischliebhaber. Aber natürlich gibt es auch jede Menge vegetarische Quiches, in der oft auch ungewöhnliche Gemüsesorten zum Einsatz kommen. Die Krönung ist dann der Guss, oft aus Milch, Eiern und Käse, der alles verbindet und für den guten Geschmack sorgt.

Besonders hilfreich sind die Seiten am Anfang und Ende des Buchs, die sich herausklappen lassen. Hier findet sich ein Grundlehrgang über das Zubereiten von Quiches. Arbeitsschritte, die immer wieder vorkommen, werden mit Bildern erklärt.

Das Inhaltsverzeichnis listet nicht nur die einzelnen Rezepte auf, sondern auch gängige Zutaten. Sehr hilfreich sind die Angaben vor jedem Rezept zu Zubereitungszeit und Nährwertangaben. Jede Quiche ist abgebildet, bei komplizierten Quiches gibt es auch Bilder von den einzelnen Arbeitsschritten.

Fazit: Ein gut durchdachtes und schönes kleines Kochbuch. Es enthält leider nicht allzu viele Rezepte, und manche Zutaten sind etwas außergewöhnlich, aber ansonsten ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Es eignet sich weniger für den Familienalltag, mit den teils ausgefallenen Rezepten ist es eher etwas für Menschen, die ihren Gästen etwas Besonderes bieten wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 23.01.2020

Eine alleinstehende Frau sucht ihren Weg

Violet
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Violet ist schon 38, und damit schon längst eine alte Jungfer. Es ist das Jahr 1932, und die Folgen des großen Krieges sind immer noch zu spüren. Viele Männer sind im Krieg gefallen, unter anderem auch ...

Violet ist schon 38, und damit schon längst eine alte Jungfer. Es ist das Jahr 1932, und die Folgen des großen Krieges sind immer noch zu spüren. Viele Männer sind im Krieg gefallen, unter anderem auch Violets Bruder und ihr Verlobter. Durch den Männermangel bleiben viele Frauen allein, ein trostloses Leben in der damaligen Zeit.

In den 30er Jahren gibt es wenig Hoffnung für eine alleinstehende Frau. Als Berufstätige verdient sie nur wenig, und im Notfall hat sie immer für ihre Familie da zu sein. Im Alter ist sie nicht abgesichert, und muss ihrer Familie zur Last fallen.

Es kostet Violet viel Mut, aber sie wagt es ein selbstständiges Leben zu führen. Da es sie schier erdrückt mit ihrer stets unzufriedenen, nörgelnden Mutter zusammenzuleben, wechselt sie ihre Arbeitsstelle und zieht in eine nahgelegene Stadt. Nachdem sie die Miete für ihr karges Zimmer gezahlt hat, bleibt kaum etwas von ihrem mageren Gehalt übrig, aber diesen Preis zahlt sie gerne für ihre neugewonnene Freiheit.

Die wunderschön bestickten Kissen in der Kathedrale der Stadt faszinieren sie. Sie will nichts lieber als eigene Kissen beizusteuern, also schließt sie sich den fleißigen Stickerinnen an. Jede freie Minute widmet sie sich diesem Hobby. In der Kathedrale erfährt sie auch mehr über die Arbeit der Glöckner. Im Glockenturm findet sie den Ort, an dem sie sich wirklich wohl fühlt, doch leider ist sie als Frau dort nicht gern gesehen. Und dann gibt es da noch jemand, bei dem ihr Herz schneller schlägt, doch kann aus dieser Liebe nie etwas werden.

Obwohl die Protagonistin dieses Buchs eine erwachsene Frau ist, ähnelt dieses Buch ein „coming of age“ Buch, ein Entwicklungsroman. Violet kämpft darum ein selbstständiges Leben führen zu können, und sich aus dem grauen Alltag einer alleinstehenden Frau zu erheben.

Das Tempo dieses Romans ist langsam. Stellenweise sind die Beschreibungen langatmig, vor allem wenn es um die Stickerei, Violets Wanderung und um das Glockenspiel geht. Es gibt durchaus spannende Stellen, doch besteht die Spannung eher in der Entwicklung von Violets Charakter.

Fazit: Ein aufschlussreicher Blick in das Leben einer Frau in den frühen dreißiger Jahren. Mit seinem langsamen Tempo braucht der Leser Geduld für dieses Buch, aber es gibt einen guten Eindruck von den Problemen und Gefühlen der Frauen dieser Zeit. Manche Charaktere sind so eigen, dass sie dem Leser schnell ans Herz wachsen. Empfehlenswert für Liebhaber von historischen Romanen.