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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2019

Gott, du bist mir immer nah

Ich weiß, dass du da bist
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Kleine Kinder fragen uns vielleicht wo Gott ist, oder woher wir wissen, dass er da ist, wenn wir ihn nicht sehen oder berühren können. Dieses liebevoll illustrierte Buch gibt Antwort auf diese Fragen. ...

Kleine Kinder fragen uns vielleicht wo Gott ist, oder woher wir wissen, dass er da ist, wenn wir ihn nicht sehen oder berühren können. Dieses liebevoll illustrierte Buch gibt Antwort auf diese Fragen.

Die kurzen Verse sind besonders gut geeignet für kleinere Kinder. Die knappen Vierzeiler sind anschaulich und eingängig. Auf jeder Doppelseite geht es um ein anderes Naturphänomen: der Wind, die Sonne, der Himmel, die Wolken, der Mond, die Sterne, ein Regenbogen, Regen und Donner, Saat und Blumen, der Schnee. Auf der letzten Seite heißt es dann, „Mein lieber Gott, ich seh dich nicht, doch ich weiß, du bist da. Du magst mich sehr und hast mich lieb und bist mir immer nah. Weil du nicht nur im Himmel thronst, sondern sogar in mir wohnst, kann ich mir ganz sicher sein: Du lässt mich niemals allein.“

Auf jeder Doppelseite ist ein anderes Kind zu sehen, dazu auch immer ein Tier, als Vertrauter des Kindes. Die Zeichnungen sind, wie so oft in Kinderbüchern, nicht immer realistisch, so rutscht zum Beispiel ein Mädchen einen Regenbogen herunter oder schaukelt am Mond. Die Bilder sind sehr farbenfroh, und wie die Verse, schlicht und ansprechend.

Es ist schade, dass das Buch so kurz ist. Die Bilder und Texte erstecken sich über zwölf Doppelseiten. Auf den letzten Seiten werden sechs weitere Bilderbücher beworben.


Fazit: Ein ansprechendes, schön illustriertes Buch, das kleinen Kindern auf anschauliche Weise erklärt, dass Gott uns ganz nahe ist, auch wenn wir ihn nicht sehen. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 30.07.2019

Glauben, Liebe und eine geheimnisvolle Vergangenheit

Ufer der Erinnerung
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In dieser Fortsetzung von „Tochter der Küste“ sucht Anna nach Hinweisen auf ihre leiblichen Eltern. Sie kennt inzwischen ihre Großmutter, Geesje, und mit Hilfe einer Detektei möchte sie mehr über die Umstände ...

In dieser Fortsetzung von „Tochter der Küste“ sucht Anna nach Hinweisen auf ihre leiblichen Eltern. Sie kennt inzwischen ihre Großmutter, Geesje, und mit Hilfe einer Detektei möchte sie mehr über die Umstände ihrer Geburt erfahren. Ihre verstorbene Mutter verließ schon als junges Mädchen ihr Zuhause, darum ist auch ihre Großmutter gespannt, was Anna über ihre Mutter herausfindet.

Anna wurde von einer wohlhabenden Familie adoptiert. Ihr Verlobter verkehrt in denselben gesellschaftlichen Kreisen wie ihre Adoptiveltern und kann ihr ein Leben in Luxus bieten. Aber als Annas Glauben wächst und sie die Lebensweise ihrer Großmutter besser kennenlernt, entfremdet sie sich mehr und mehr vom Lebensstil ihres reichen Verlobten. Sie spürt außerdem, dass sie in Gefahr steht ein völlig fremdbestimmtes Leben zu führen. Vor allem ist sie nicht sicher, ob sie ihren Verlobten liebt.

Im Nachbarn ihrer Großmutter hat sie einen treuen Freund gefunden, der alles für sie tun würde und sie auch als eigenständige Persönlichkeit schätzt. Aber mehr kann wohl nicht daraus werden, denn Annas Verbindung mit dem reichen William soll die Zukunft ihrer Adoptiveltern sichern, denen Anna so viel verdankt.

Eine zweite Erzählung wird mit dieser Geschichte verwoben. Geesje möchte die verzweifelte, siebzehnjährige Cornelia unterstützen, die mit ihrem Großvater aus Holland gekommen ist. Als das Vertrauen zwischen den beiden Frauen wächst, erfährt Geesje mehr über das tragische Ereignis, das Cornelia und ihr Großvater zu der weiten Reisen bewegte.

Die Bestseller-Autorin Lynn Austin schafft mit dieser historischen Erzählung Charaktere, die man meint persönlich zu kennen. Anna ist noch unsicher in ihrem neugefundenen Glauben. Sie bemüht sich darum das Richtige zu tun, auch wenn es sie viel kostet. Der Leser bangt mit, wenn sie schwere Entscheidungen trifft, zum Beispiel, ob sie mehr von ihrer Vergangenheit aufdecken will.

Geesje ist eine weise, alte Frau. Manchmal meint sie es vielleicht zu gut, wenn sie anderen eindringlich rät, was sie tun sollen, aber sie ist auch zur Korrektur bereit. Cornelias Großvater geht einen schweren Weg der Selbsteinsicht. Mit jeder Persönlichkeit, die im Laufe der Geschichte Erkenntnis gewinnt, lernt der Leser so manches für sein eigenes Leben.

Der Glaube, der vor allem bei Geesje und Derk sichtbar wird, ist eine große Stütze und Hilfe für den Alltag. Gnade und Wiederherstellung spielen bei dieser Erzählung ebenso eine Rolle, wie die Bereitschaft Gott zuliebe unbequeme Entscheidungen zu treffen.


Fazit: Eine spannende, historische Erzählung, bei der Leser ganz nebenbei wichtige Lebenslektionen lernen. Ein sehr empfehlenswertes Buch für genussvolle Lesestunden.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Vier Freunde erleben ein gefährliches Abenteuer

Die verborgene Gruft und das Ende aller Tränen
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Die zwölfjährige Antonia lebt mit ihrer Familie in einer alten Burg. Ihr Zuhause muss sie oft mit Gästen teilen, denn die Burg ist eine Jugendherberge, und ihre Eltern kümmern sich um die vielen Gäste. ...

Die zwölfjährige Antonia lebt mit ihrer Familie in einer alten Burg. Ihr Zuhause muss sie oft mit Gästen teilen, denn die Burg ist eine Jugendherberge, und ihre Eltern kümmern sich um die vielen Gäste. Manchmal ist die Burg so voll, dass Antonia sogar ihr Zimmer hergeben muss, was sie total nervt.

Der jetzige Bewohner ihres Zimmers ist der Sohn der neuen Sekretärin. Antonia ärgert sich auch darüber, dass ihre zwei Freunde ihn bereitwillig in ihrer Clique aufnehmen. Antonia entdeckt jedoch mit der Zeit, dass Jaron klug und mutig ist, und eine gute Hilfe bei den Rätseln, die die Freunde lösen müssen.

Es beginnt mit einem Fahrraddieb, dem die Freunde auf die Spur gekommen sind. Dieser Fall gerät aber bald in Vergessenheit, denn Antonias Vater wird von der Polizei verdächtigt; er soll wertvolle Ikonen aus einer Kirche gestohlen haben. Alles spricht dafür, dass er tatsächlich der Dieb ist. Antonia ist unsicher, kann sie ihrem Vater trotz allen Beweisen vertrauen? Und werden ihre Freunde weiterhin zu ihr halten und ihr helfen die Unschuld ihres Vaters zu beweisen?

Bei der Suche nach dem Kunstdieb stoßen die Kinder auf ein viel älteres, geheimnisvolles Artefakt. Im einem zweiten Erzählstrang erfährt der Leser den Hintergrund dieser kostbaren Schale. Der Leser lernt Benjamin kennen, einem Jungen, der mit dieser Schale aus der belagerten Stadt Jerusalem fliehen muss. Wie hängen die beiden Geschichten zusammen? Und wie ist dieser wertvolle Schatz von Jerusalem nach Bayern gekommen?

Im Vordergrund dieser Erzählung steht die Geschichte der vier Freunde in unserer heutigen Zeit. Die Rückblenden zu der Geschichte aus dem zweiten Jahrhundert erhöhen die Spannung, denn dadurch wird das Rätsel um die kostbare Schale brisanter. In diesem ersten, spannenden Band werden allerdings nicht alle Rätsel gelöst.

Der Leser lernt vor allem Antonia kennen, mit ihren Fehlern und Schwächen, ihrem Vertrauenskonflikt, und auch ihrer Krankheit. Wenn auch die anderen drei Freunde eher eine Nebenrolle spielen, ergänzen sich die Kinder mit ihren Gaben und Vorlieben. Auch Themen wie Umzug und Trennung der Eltern werden auf altersgerechte Weise angesprochen. Der christliche Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Vor allem bei Schwierigkeiten lernt Antonia, dass Gott für sie und ihre Familie sorgt.


Fazit: Ein spannendes Abenteuer, das in unserer heutigen Zeit spielt, ein wertvoller, antiker Fund, und ein Junge, der vor langer Zeit in Todesgefahr war und die Aufgabe hatte einen kostbaren Schatz zu retten. Diese Geschichte zieht den Leser in seinen Bann und vermittelt dabei altersgerechte Antworten auf Fragen, die Kinder bewegen. Sehr zu empfehlen, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene!

Veröffentlicht am 24.07.2019

Hineintauchen in biblische Zeiten

Jabando - Das nächste Level zählt
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Die Geschwister Tom und Jojo zocken gerne, vor allem seitdem sie das abgefahrene Nintendo-Spiel „Jabando“ haben. Der Spieler weiß nie, was ihn erwartet. Das Spiel ist wie eine Zeitreise, die den Spieler ...

Die Geschwister Tom und Jojo zocken gerne, vor allem seitdem sie das abgefahrene Nintendo-Spiel „Jabando“ haben. Der Spieler weiß nie, was ihn erwartet. Das Spiel ist wie eine Zeitreise, die den Spieler in biblische Zeiten hineinnimmt.

Zu blöd, dass sie das Nintendo mit auf den Spielplatz genommen haben, denn dort schnappt sich ein größerer Junge die Spielkonsole und das Spiel. Sie haben gegen ihn keine Chance, und ihren Eltern wollen sie nichts erzählen, denn sie hätten das Nintendo gar nicht mitnehmen dürfen.

Der Dieb, Julius, probiert das Spiel gleich aus. Unglaublich – er tritt aus seinem Zimmer und rein in eine karge Wüstenlandschaft. Mit einer Bibel bewaffnet, muss er dort einige schwere Aufgaben erledigen, bevor er wieder nach Hause kann. In den Tagen, die er in dieser anderen Zeit verbringt, wächst in ihm die Erkenntnis, dass er oft falsch gehandelt hat, nicht zuletzt als er den kleineren Jungen ihre Spielkonsole abgenommen hat.

Als er zurückkommt muss er sich entscheiden. Wie viel von dem Gelernten prägt sein Umgang mit anderen? Vor allem, ist er bereit auf Jesus zu hören oder nicht? Die letzten Kapitel des Buchs zeigen zwei mögliche Ausgänge seiner Geschichte, je nachdem inwieweit er zulässt, dass seine Begegnung mit einem biblischen Geschehen sein Leben verändert oder nicht.

Die Welt von älteren Grundschulkindern wird in diesem Buch sehr gut wiedergegeben. Tom und Jojo sind ganz normale Jungs, die nicht immer gehorchen, die vor manchen Situationen Angst haben, und die doch versuchen das Richtige zu tun.

Die biblische Geschichte, die Julius bei seiner Jabando-Reise erlebt, ist eine, die selten in Kindergottesdiensten erzählt wird. Es geht vor allem um Schuld und Sühne. Kinder beginnen zu begreifen, wie ernst Schuld ist und warum ein Unschuldiger zur Sühnung sterben muss.

Ob die Lösung mit zwei möglichen Ausgängen der Geschichte gut ist, ist Geschmackssache. Mit nur einem Ende der Geschichte wäre die Erzählung vielleicht einprägsamer gewesen.

Die abschließende Themenkiste greift wichtige Gedanken der Geschichte auf und vertieft sie. Somit kann diese Geschichte auch gut in einer Jungschargruppe eingesetzt werden. Für gemeindefremde Kinder sind manche Gedanken vermutlich ungewohnt.


Fazit: Eine spannende Erzählung für ältere Grundschulkinder, die biblische Wahrheiten und Werte auf zeitgemäße Art vermittelt. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 23.07.2019

Süßes und Saures

Limonaden selbst gemacht - weniger Zucker, echter Geschmack
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Die Rezepte in diesem Buch haben alle drei Zutaten gemeinsam: ein Zuckersirup für den süßen Geschmack, Zitronen oder ähnliches für die Säure, und Sprudelwasser zum Durstlöschen.

Bei der Herstellung wird ...

Die Rezepte in diesem Buch haben alle drei Zutaten gemeinsam: ein Zuckersirup für den süßen Geschmack, Zitronen oder ähnliches für die Säure, und Sprudelwasser zum Durstlöschen.

Bei der Herstellung wird immer zuerst ein Zuckersirup aufgekocht. Dabei können natürlich auch Zuckeraustauschstoffe verwendet werden. Die siebzehn verschiedene Sirupsorten bestehen allerdings nicht nur aus Zucker und Wasser, sondern aus ganz verschiedenen Früchten, Gemüsesorten, Blüten oder ähnliches. Aus diesen Grundrezepten lassen sich dann schnell die 37 verschiedene Limonaden des Buchs mischen.

Man erkennt, dass der Autor ein Barkeeper ist. Wenn auch alle Rezepte ohne Alkohol auskommen, steht bei einigen Rezepten als Tipp, wie daraus ein Getränk mit Promille gemischt werden kann. Manche Limonaden eignen sich auch als Heißgetränke, was auch jeweils dabeisteht.

Während viele Rezepte ganz einfach sind und aus nur wenigen Zutaten bestehen, sind andere aufwändiger, zum Beispiel die gewürzte Apfellimonade. Die Mischung aus Bekanntem und Neuem ist gelungen. Holunderblütenlimonade dürfte beispielsweise bekannt sein, Indische Mangolimonade haben dagegen vermutlich die Wenigsten ausprobiert.

Auch die Gestaltung ist schön und abwechslungsreich, mit einer guten Mischung aus großen und kleinen Bildern, in denen die Limonaden schön in Szene gesetzt sind.


Fazit: Wer eine gesündere und natürlichere Alternative zur Limo sucht, findet in diesem Buch viele gute Rezepte. Manche Leser werden vielleicht die Sirupmenge reduzieren wollen, um ein zuckerärmeres Getränk zu bekommen. Die Rezepte sind gut geeignet für jeden, der verschiedene Getränke mit den drei Hauptzutaten des Autors herstellen will: Sirup, Säure und Sprudelwasser.