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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2018

Auch im Alter Träume verwirklichen

Träume kennen kein Alter
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Wann ist ein Mensch alt? Und wann beginnt die zweite Lebenshälfte? Menschen leben heute länger und sind länger aktiv. Aber auch nach dem 40. Geburtstag kann man etwas Neues wagen und seine Träume verwirklichen.

Dieses ...

Wann ist ein Mensch alt? Und wann beginnt die zweite Lebenshälfte? Menschen leben heute länger und sind länger aktiv. Aber auch nach dem 40. Geburtstag kann man etwas Neues wagen und seine Träume verwirklichen.

Dieses Buch enthält etwa 50 Erfahrungsberichte über das Leben in der zweiten Lebenshälfte. Die Themen umfassen die wichtigsten Fragen in diesem Lebensabschnitt. Es geht um das Älterwerden, um Neuanfänge, das Loslassen, die Gesundheit, die Weisheit, und auch um den Tod. Viele Berichte ermutigen zum Nachahmen, z.B. das Leben in einer Wohngemeinschaft, die Aufnahme eines Studiums oder das Öffnen des Hauses für Gäste. Andere Autoren berichten offen von schweren Schicksalsschlägen oder der schwierigen Pflege der Eltern. Auch informative Artikel fehlen nicht, z.B. über die Wechseljahre oder Rechtliches rund um das Thema Vererben. So vielfältig wie die Autoren dieses Buchs sind auch die Themen.

Die Artikel haben jeweils die Länge eines Zeitschriftenartikels und lassen sich gut zwischendurch lesen. Auf den letzten Seiten finden sich kurze Informationen zu den unterschiedlichen Autoren. Das Lesebändchen ist sehr hilfreich beim Lesen, und das Bild auf dem Cover wirkt erfrischend.

Durch die große Vielfalt der Artikel findet sicher jeder Leser viele interessante und lesenswerte Artikel. Dieses Buch macht Mut in der zweiten Lebenshälfte etwas Neues zu wagen. Schöne Aussichten auf die zweite Lebenshälfte – der Untertitel macht deutlich wie positiv und ermutigend diese Berichte sind. Immer wieder scheint auch der Glaube der Autoren durch, der durch diese wichtigen Jahre durchträgt.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Teenie-Romanze und viel mehr

Tell me three things
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Jessie leidet so sehr unter dem Tod ihrer Mutter, dass sie auch nach zwei Jahren die Tage zählt, seit ihrem großen Verlust. Da ist es überhaupt keine Hilfe, dass ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen ...

Jessie leidet so sehr unter dem Tod ihrer Mutter, dass sie auch nach zwei Jahren die Tage zählt, seit ihrem großen Verlust. Da ist es überhaupt keine Hilfe, dass ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen stellt: er hat erneut geheiratet, und die beiden werden weit weg ziehen, nach Kalifornien. Jessie muss nun auch ihr Zuhause und ihre beste Freundin zurücklassen.

Sie zieht zu ihrer reichen Stiefmutter, und zu einem Stiefbruder, der seinen verstorbenen Vater vermisst, und sich an den Familienzuwachs stört. Sie besucht nun eine neue Schule, eine teure Privatschule. Jessie kann sich nicht vorstellen wie sie sich durch den Dschungel dieser neuen Schule kämpfen soll. Da bekommt sie eine anonyme Nachricht. SN (somebody nobody) bietet ihr an, dass er ihr helfen kann, sich an der neuen Schule zurechtzufinden. Jessie ist erst kritisch; will jemand sich auf ihre Kosten einen Spaß erlauben? Oder ist dieser anonyme Kontakt sogar gefährlich? Aber da sie Hilfe braucht, lässt sie sich darauf ein. SN und Jessie tauschen mehr und mehr Nachrichten aus. Sie haben einiges gemeinsam. Zu ihren regelmäßigen Nachrichten gehört auch die Aufzählung von drei Dingen, die sie dem anderen von sich erzählen wollen – darum der Titel dieses Buchs.

Einerseits ist das Buch jugendgemäß, an manchen Stellen witzig, und es macht Spaß es zu lesen. Jessie ist sehr sympathisch, und der Leser fühlt mit bei der Bewältigung ihrer Trauer und der schweren Anfangszeit in ihrer neuen Schule. Sie wächst an den Herausforderungen, und sie entdeckt wie sie selbst eine bessere Freundin und Tochter sein kann.

Andererseits ist es wohl nicht empfehlenswert auf eine anonyme Bekanntschaft einzugehen. Auch wenn bei Jessie alles gutgeht, kann das heutzutage sehr gefährlich sein. An einigen Stellen wird auch in einer nicht altersgerechten Weise über Sexualität gesprochen. Ein Nachteil ist auch, dass das Ende schon bald für die meisten Leser vorhersehbar ist.

Fazit: Durch den Wechsel zwischen Erzählung und Textnachrichten, ist das Lesen aufgelockert und macht Spaß. Es werden wichtige Botschaften vermittelt, daneben werden aber Gefahren verharmlost.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 26.07.2018

Durch das Kirchenjahr mit Gedanken zu biblischen Themen

Was Christen glauben
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Ulrich Wilckens ist im deutschsprachigen Raum durch seine theologische Arbeit sehr bekannt. In diesem Buch erscheinen fast 50 Artikel, die er im Reformationsjahr für die Zeitschrift ideaSpektrum geschrieben ...

Ulrich Wilckens ist im deutschsprachigen Raum durch seine theologische Arbeit sehr bekannt. In diesem Buch erscheinen fast 50 Artikel, die er im Reformationsjahr für die Zeitschrift ideaSpektrum geschrieben hat. Nach einem Einstiegstext über das Vaterunser, greift er 47 Themen auf, die für Christen wichtig sind. Die Texte folgen dabei dem Lauf des Kirchenjahrs, vom Advent bis zum Ewigkeitssonntag.

Es werden eine Vielfalt von Themen behandelt. Es geht nicht nur um Gott und das christliche Leben, Ulrich Wilckens begründet auch seine Meinung zu umstrittenen Themen wie Taufe, Islam oder Homosexualität. Er schreibt außerdem über Bekehrung, unerhörte Gebete, die Bedeutung der Auferstehung und viele andere Themen. Dabei lässt er den Leser an vielen Stellen auch an seinen persönlichen Erfahrungen teilnehmen.

Die einzelnen Impulse lassen sich in wenigen Minuten lesen und bieten viel Stoff zum Nachdenken. Interessant sind sie sicher sowohl für Christen, die eine Amtskirche besuchen, als auch für freikirchliche Christen. Der Leser wird sicher nicht in allen Punkten zustimmen, die Themen werden ja teilweise sehr kontrovers diskutiert. Auf jeden Fall wird aber das feste Vertrauen Wilckens auf Gottes Wort deutlich.

Dieses Buch ist eine schöne Begleitung durch das Kirchenjahr.

Veröffentlicht am 26.07.2018

Liebe, Verantwortung und mehr

Mein Leben im Hotel Royal - Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich
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Die 14jährige Flick, kurz für Felicity, führt eigentlich ein traumhaftes Leben. Ihre Mutter leitet eines der angesehensten Hotels in London. Flick lebt unter demselben Dach wie etliche Prominente, und ...

Die 14jährige Flick, kurz für Felicity, führt eigentlich ein traumhaftes Leben. Ihre Mutter leitet eines der angesehensten Hotels in London. Flick lebt unter demselben Dach wie etliche Prominente, und sie kann einige von ihnen kennenlernen. Die Hotelangestellten sind wie eine große Familie für sie, aber sie wünscht sich ihre Mutter wäre nicht ganz so streng.

Als ihre Mutter einem prominenten Hotelgast ihr Selfie-Stick leiht, möchte sie es sich zurückholen, denn die vielen Followers ihres Dackels warten doch auf das tägliche Update. Das geht aber schief, und Flick bekommt Hausarrest. Außerdem erwartet ihre Mutter von ihr, dass sie im Hotel mithilft.

Dazu ist Flick gar nicht bereit, und sie versucht ihren Aufgaben zu entkommen. Als sie sich mit einer berühmten Sängerin anfreundet, die ebenfalls Gast im Hotel ist, ändert sich ihr Leben. Zuerst bekommt sie erst recht Ärger mit ihrer Mutter, aber nach und nach lernt Flick Verantwortung zu übernehmen. Dabei entdeckt sie auch was echte Freundschaft ausmacht.

Es macht Spaß dieses Buch zu lesen. Anfangs wirkt Flick überheblich und egoistisch, aber im Laufe der Geschichte wächst sie über sich heraus. Sie kümmert sich selbstständig um eine große Herausforderung, und beweist so auch ihrer Mutter, dass sie nicht nur Flausen im Kopf hat. Ihre Freundschaften und Liebesinteressen wirken authentisch und altersgemäß. Obwohl Flick als Hotelerbin von sich eingenommen ist, erlebt sie lustige und peinliche Situationen, in denen sie sich wie ein typischer Teenager verhält. Das alles lässt sie dem Leser ans Herz wachsen.

Ein lustiges Buch, an dem vor allem jüngere Teenager Freude haben werden. Zum Glück wird der Leser in einer Fortsetzung erfahren, wie es mit Flick weitergeht!

Veröffentlicht am 23.07.2018

Gute Idee, mittelmäßige Umsetzung

Familie und andere Trostpreise
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Sonny hat alles andere als eine gewöhnliche Kindheit. Seine Eltern lernen sich beim Meditieren kennen. Er wächst bei seiner Mutter auf, da sein Vater noch vor seiner Geburt ins Gefängnis muss. Als Kind ...

Sonny hat alles andere als eine gewöhnliche Kindheit. Seine Eltern lernen sich beim Meditieren kennen. Er wächst bei seiner Mutter auf, da sein Vater noch vor seiner Geburt ins Gefängnis muss. Als Kind wird er entführt, und die nächsten Jahre lebt er mit seinem Vater, dem Guru einer Sekte, in Brasilien.

An seinem 21. Geburtstag erbt er ein Vermögen, was aber im Buch eigentlich keine Rolle spielt. Der Familienfreund, der ihn in den letzten Jahren in USA betreut hat, schenkt ihm zum Geburtstag eine Reise nach England. Auf dieser Reise will er die Schauplätze seiner Lieblingsserie aufsuchen, vor allem aber mit Menschen reden, die ihm mehr über seine Kindheit und seine Eltern erzählen können. Dabei erfährt er Unbegreifliches, und er muss lernen mit seinem neuen Wissen zurechtzukommen.

Sonny musste viel in seinem kurzen Leben mitmachen. Er sehnt sich nach seiner Mutter, von der er seit seiner Kindheit nicht gehört hat. Sein Betreuer und er hatten beide Drogenprobleme, und Sonny leidet aus unerklärlichen Gründen unter merkwürdigen Neurosen.

Insgesamt ist er kein sympathischer Zeitgenosse, weshalb es anfangs schwer ist sich mit diesem Buch anzufreunden. Er ist sichtlich genervt von seinen Gesprächspartnern und vielen anderen in seiner Umgebung, und er hat mit Wut und Hass zu kämpfen. Seine langen Monologe, die sich an seine Mutter richten, lesen sich nur mühsam.

Im Laufe des Buchs kommen andere Personen zu Wort, und das Lesen macht allmählich etwas mehr Spaß. Nervig sind jedoch die dauernden Verweise auf seine Lieblingssendung und andere Filme, vor allem, wenn man die Sendungen nicht kennt.

Die Geschichte hat definitiv Spannungsmomente, vor allem in der zweiten Hälfte, aber die Lesefreude wird mit einem unsympathischen Protagonisten getrübt, und die wiederholten Hinweise auf seine Zombie-Sendung nerven.