Brennpunkt Berlin
Die Toten von morgen„Die Guten und die Toten“ von Kim Koplin, wer auch immer sich dahinter verbirgt, hatte ich vor drei Jahren gelesen und für gut befunden. Auch die Fortsetzung, „Die Toten von morgen“, überzeugt mit einem ...
„Die Guten und die Toten“ von Kim Koplin, wer auch immer sich dahinter verbirgt, hatte ich vor drei Jahren gelesen und für gut befunden. Auch die Fortsetzung, „Die Toten von morgen“, überzeugt mit einem spannenden Plot. Worum geht es?
Berlin, jetzt. Im Österreichpark wird ein Toter aufgefunden. Männlich, keine dreißig, Kopfschuss mittig in die Stirn. Eine Hinrichtung. Wie ist er dort hingekommen? Natürlich mit einem E-Scooter!
Nihal Khigarian, Kriminalkommissarin mit aserbaidschanischen Wurzeln und fehlender Impulskontrolle, gerade erst aus Hamburg nach Berlin zurückgekehrt, ermittelt in einem Bandenkrieg, der Berlin zu zerreißen droht: ein alter König gegen einen skrupellosen Neuling.
Auch Saad, ein Flüchtling, der nicht wirklich aus Syrien stammt, sondern aus Marseille, und seine kleine Tochter Leila sind zurück aus Hamburg. Saad verdient sein Geld bei einer zwielichtigen Spedition. Und dann wird er von der Vergangenheit eingeholt…
„Die Toten von morgen“ ist hart, brutal, herausfordernd, anspruchsvoll. Erzählt wird die Geschichte in rasantem Tempo abwechselnd aus der Perspektive von Nihal und Saad. Eine adäquate Sprache, frech und rotzig.
Über das Wiedersehen mit Nihal und Saad, habe ich mich gefreut. Auch Saads Kumpel Mohammed ist wieder mit von der Partie. Nihal und Saad sind mir nicht ans Herz gewachsen. Trotzdem fiebert man mit ihnen mit.
Fazit: Fesselnder Thriller. Für alle, die Berlin lieben und auch seine dunklen Seiten schätzen.