Kinder, wie die Zeit vergeht
Kalte See
„Kalte See“ ist bereits der fünfte Fall für den ehemaligen Berliner Kommissar Theo Krumme und seine nordfriesische Kollegin Pat. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, ...
„Kalte See“ ist bereits der fünfte Fall für den ehemaligen Berliner Kommissar Theo Krumme und seine nordfriesische Kollegin Pat. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es?
Auf der Insel Föhr wird die Leiche einer jungen Frau am Strand entdeckt. Schnell ist klar, dass es sich um einen Serienkiller handeln muss, der zuvor schon in Düsseldorf und den Niederlanden gemordet hat. Ist die einzige Tatzeugin, Kim, nun auch in Gefahr?
Über das Wiedersehen mit Krumme und Kollegen habe ich mich sehr gefreut. Auch, wenn Krumme hier ziemlich unsympathisch 'rüber kommt. Harke sorgt wieder für die mystische Komponente und Hund Watson für Witz und Humor.
Die Schilderung der Handlung aus wechselnden Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgt für ein abwechslungsreiches und nie langweilig werdendes Lesevergnügen, bei dem der Leser meist einen kleinen Wissensvorsprung gegenüber den Ermittlern hat.
Dieses Mal hat Hendrik Berg seinen Plot nicht ganz so fein gesponnen. Er ist wesentlich einfacher und geradliniger aufgebaut. Man vermisst ein wenig die Raffinesse aus den Vorgängern. Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt, wie es mit Krumme & Co weitergeht.
Fazit: Solider Krimi mit viel Atmosphäre, der jedoch nicht an die Vorgänger heranreicht.