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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2019

Das perfekte Paar. Das perfekte Verbrechen?

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Während der Flitterwochen auf Bora Bora finden Erin und Mark etwas im Wasser, das ihre Ehe auf die Probe stellt und ihr Leben gefährdet.

Das Buch beginnt damit, dass Erin das Grab ihres Mannes aushebt. ...

Während der Flitterwochen auf Bora Bora finden Erin und Mark etwas im Wasser, das ihre Ehe auf die Probe stellt und ihr Leben gefährdet.

Das Buch beginnt damit, dass Erin das Grab ihres Mannes aushebt. Wie konnte es dazu kommen?

Drei Monate zuvor. Erin ist Dokumentarfilmerin. Mark Investmentbanker. Das perfekte Paar - bis Mark seinen Job verliert.

Doch für ihre Hochzeitsreise wollen sie sich noch einmal etwas gönnen. Bei einem Tauchausflug auf Bora Bora finden sie eine Tasche mit wertvollem Inhalt. Erin und Mark beschließen, die Tasche zu behalten...

Zurück in London beginnt ihr Geheimnis schon bald, sie in den Abgrund zu ziehen. Seltsame Dinge geschehen. Erin und Mark geraten in einen Sog aus internationaler Spionage und nationalen Katastrophen.

„Something in the Water - Im Sog des Verbrechens“ ist das Debüt der englischen Schriftstellerin und Schauspielerin Catherine Steadman.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Erin. Eine wendungsreiche Geschichte, die nach kleinen Anlaufschwierigkeiten deutlich an Tempo zulegt. Die Figurenzeichnung fand ich dagegen eher dürftig.

Fazit: Spannender Psychothriller. Die ideale Strandlektüre - nicht nur für den Südsee-Urlaub.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Terroralarm in Hamburg

Geisterfahrt
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist ...


Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist diesmal der Hamburger Dom, das größte Volksfest im Norden. Worum geht es?
Anna und ihre Kollegin Saskia begleiten ihren Vorgesetzten Paul nach Hamburg, um dessen Dienstjubiläum zu feiern. Auch Pauls neunjährige Tochter Pauline ist mit dabei. Gleich am Eingang findet Anna einen Ausweis. Die Zeichen deuten auf einen terroristischen Anschlag hin. Als wäre das nicht schon genug, ist Paula plötzlich verschwunden…
Die ganze Geschichte spielt an einem einzigen Abend innerhalb von zwei Stunden. Es wird sofort Spannung aufgebaut - und durchgehend gehalten. Wechselnde Perspektiven und ein Heer von Protagonisten sorgen für Dynamik. Abschnitte in fett formatierter Schrift verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Tim Erzberg ist mit seinem neuen Thriller ein packender Pageturner mit irrwitzigen Situationen gelungen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der flüssige Schreibstil tut sein Übriges dazu, so dass man hier wirklich von Verschlingen statt Lesen sprechen kann. Das Karussell dreht sich immer schneller. Und am Ende ist nichts, wie es scheint.

Fazit: Fall Nr. 3 für Anna und Paul. Spannende Unterhaltung garantiert.

Veröffentlicht am 01.06.2019

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

Rachemädchen- Eine ist verschwunden. Eine ist angeklagt. Wer ist das Opfer?
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Um es gleich zu sagen, Rachemädchen hat mich enttäuscht. Vom Klappentext her hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Einen raffiniert gestrickten Psychothriller. Aber Mystery-Thriller trifft es wohl ...


Um es gleich zu sagen, Rachemädchen hat mich enttäuscht. Vom Klappentext her hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Einen raffiniert gestrickten Psychothriller. Aber Mystery-Thriller trifft es wohl eher. Doch worum geht es?
Wer ist der „Große Mann“ und warum hat Sadie Banner Ehemann Miles und Tochter Amber kurz nach der Geburt alleine gelassen? Auf 3 Zeitebenen wird der Leser neugierig auf das Ende gemacht. Aber teilweise zog es sich.
Der Originaltitel lautet „The Tall Man“. Bei uns sagt man wohl eher „Der schwarze Mann“, eine fiktive Figur, mit der Kindern Angst eingejagt wird.
Es handelt sich um den ersten Thriller von Phoebe Locke. Ein solides Debüt mit viel Luft nach oben.

Fazit: Naja. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Schöne neue Welt?

Tödliche neue Welt
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Münster in der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter vorangeschritten. Doch die Schnittstellen, die durch die zunehmende Vernetzung entstehen, sind zugleich potentielle Einfallstore für Hacker. ...


Münster in der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter vorangeschritten. Doch die Schnittstellen, die durch die zunehmende Vernetzung entstehen, sind zugleich potentielle Einfallstore für Hacker. Und nicht jeder hat gute Absichten.
In dieser Welt ist Hauptkommissar Alexander Ivens noch lange nicht angekommen. Dennoch soll er im Todesfall eines berühmten japanischen Künstlers ermitteln. Unterstützt wird er von seiner neuen Kollegin Maike Herwig. Jugend und Neugier gepaart mit Fachkenntnis und Lebenserfahrung - eine gute Kombination.
Schnell steht fest, Komohoto ist nicht der erste Tote, der unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Auch bei zwei Europaabgeordneten, die zuvor in Münster übernachtet hatten, ist die Todesart unklar. Ein furchtbarer Verdacht keimt auf: Wurden die Toten Opfer eines Cyberangriffs?
Ein erschreckendes Szenario, das Paul Weiler sich ausgedacht hat. Erschreckend real. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Dazu wendungsreich erzählt. Nur das Ende fand ich etwas strange.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Ivens und Herwig sind mir sofort ans Herz gewachsen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten. Und so bin ich schon gespannt, wie es mit Ivens und Herwig weitergeht.

Fazit: Münster-Krimi, der in der nahen Zukunft spielt. Spannend!

Veröffentlicht am 29.05.2019

Unkraut vergeht nicht

Das Dorf der toten Herzen
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Monteperdido hatte mich überzeugt und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Schauplatz sind diesmal nicht die Pyrenäen, sondern die südspanische Wüste in der Nähe von Almería. Doch worum geht es?
Nachdem ...


Monteperdido hatte mich überzeugt und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Schauplatz sind diesmal nicht die Pyrenäen, sondern die südspanische Wüste in der Nähe von Almería. Doch worum geht es?
Nachdem Jacobo seinen Job verloren hat, muss er mit seiner Frau Irene und Miriam, ihrer 14-jährigen Tochter, in Irenes Elternhaus nach Portocarrero ziehen, einem Dorf in dem nichts wächst außer Unkraut.
Eines Tages werden sie überfallen. Zwei Männer dringen in ihr Haus ein und töten Irene. Als Jacobo im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, fragt er verzweifelt nach seiner Tochter. Aber man lässt sie nicht zu ihm - und ein furchtbarer Verdacht keimt auf: Hat Miriam den Mord an ihren Eltern in Auftrag gegeben?
Agustín Martínez hat seinen neuen Thriller atmosphärisch in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Aber auch düster und verstörend. Immer mal wieder sind Chatprotokolle eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Es geht um Liebe und Verrat, Lügen und Eifersucht. Nichts ist, wie es scheint, jeder hat etwas zu verbergen.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Jacobo ist schwach, ein Loser. Dennoch kommt er sympathisch rüber. Seine Tochter Miriam und ihre Anwältin mochte ich dagegen nicht. Und so war die Auflösung am Ende nicht sooo überraschend für mich.

Fazit: Abgründiger Thriller. Genauso gut wie Monteperdido.