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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2022

Dieses Mal konnte mich Alex Capus nicht überzeugen

Susanna
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Meine Meinung:
Normalerweise liebe ich die Bücher von Alex Capus und habe tatsächlich auch bereits alles aus seiner Feder gelesen und meist sehr geliebt. So habe ich mich natürlich überaus sehr auf seinen ...

Meine Meinung:
Normalerweise liebe ich die Bücher von Alex Capus und habe tatsächlich auch bereits alles aus seiner Feder gelesen und meist sehr geliebt. So habe ich mich natürlich überaus sehr auf seinen neuesten Roman "Susanna" gefreut und ihn voller Erwartungen angefangen zu lesen.
Doch bereits auf den ersten Seiten war ich ein wenig verwirrt, denn der Schreibstil sagte mir ehrlich gesagt gar nicht so zu. Dieser schien sehr reduziert, abgehackt und wenig flüssig, doch dies war gar nicht das Hauptproblem. Vielmehr war er beinahe gezwungen "modern" und dabei sehr flapsig und eigensinnig, sodass sich bei mir schlicht kein richtiger Lesefluss einstellen wollte. Leider änderte sich dieser Umstand, auch nach einigen Seiten mehr nicht, vielleicht auch, weil mich auch die Charaktere und die Story nicht vollständig überzeugen konnten.

Entweder die Bücher von Alex Capus haben sich verändert oder dieses Buch erwischte mich schlicht zu einer falschen Zeit. Für mich leider eine Enttäuschung, aber nicht vergessen: Diese Rezension bezieht sich nur auf ca. 50 Seiten der Geschichte und sind rein subjektiv.

Veröffentlicht am 16.08.2022

Ein ganz besonderes Buch!

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Meine Meinung:
Tatsächlich war ich aufgrund der Thematik zunächst einmal eher skeptisch, da ich in der Religion nicht so bewandert bin und ich diese Thematik oft etwas anstrengend in Büchern dargestellt ...

Meine Meinung:
Tatsächlich war ich aufgrund der Thematik zunächst einmal eher skeptisch, da ich in der Religion nicht so bewandert bin und ich diese Thematik oft etwas anstrengend in Büchern dargestellt finde. Doch diese Geschichte ist weniger etwas über Gott oder Religion, als vielmehr etwas über uns Menschen und der Weg zu uns selbst.

Wie es die Autorin schafft, eine Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen, die so bereichernd und emotional ist, ist mehr als herausragend und überraschend.
Diese Buch zeigte nicht nur eine Seite der Emotionen oder des Menschseins, sondern alle, auf so intensive, neuartige und niemals klischeehafte Art. Stets von einer Ehrlichkeit und Authentizität geprägt, die kein Leserherz kalt lässt.
Die Autorin wählt nie die großen, spektakulären Szenen, sondern erschafft Stärke, bildhafte Momente, die den Leser sprachlos zurücklassen, indem sie die kleinen Schicksale erzählt, in alltäglichen Situationen, die so authentisch sind, dass man vergisst gerade ein Buch in der Hand zu halten.

Zwar ist dieses Buch ein mit religiösen Aspekten erzählte Geschichte, doch eigentlich spielt dieses Buch fernab jeder Religion, sondern erzählt von Menschen, die verzweifelt versuchen ihren Platz im Leben zu finden und mit den Hürden des Lebens kämpfen und dabei schafft dieses Buch trotz der Emotionalität eine unglaubliche Hoffnung zu erschaffen.

Fazit :
Unbedingt lesen!!!

Veröffentlicht am 16.08.2022

Ein wunderbarer Roman

Drei Tage im August
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Meine Meinung:
Dies war tatsächlich mein erstes Buch der Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes, denn diese Schriftstellerin kann schreiben, wie ich es selten erleben durfte. Denn sie hat eine Gabe ...

Meine Meinung:
Dies war tatsächlich mein erstes Buch der Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes, denn diese Schriftstellerin kann schreiben, wie ich es selten erleben durfte. Denn sie hat eine Gabe historische Romane zu schreiben, die auf eine überaus gelungene Art funktionieren, sodass ich als Leser durch die Geschichte geflogen bin und jede der gelesenen Seiten sehr genossen habe.

Dabei ist der Schreibstil für einen historischen Roman stets passend, aber nie zu beschwerlich oder stockend, sondern mutet durch einen sehr ausgewogenen Schreibstil absolut schön und flüssig an, sodass dieser Roman auch sehr gut für Einsteiger in das Genre zu empfehlen ist.

Die besondere Stärke der Autorin liegt in ihrer feinfühligen und sehr intensiven Ausarbeitung ihrer Charaktere, denn in dieser Geschichte bleibt kein Charakter blass oder gar lieblos, sondern alle sind so plastisch und lebendig beschrieben, dass sich die kleinste Randfigur in das Gedächtnis des Lesers einbrennt und man jeden bildlich vor Augen hat. Des weiteren schafft die Autorin ein realistisches, sehr passend dargestellten Abbild der Gesellschaft rundum die Jahre um 1930er und die Rolle der Frau und Wege der Frauen aus dieser Rolle. Diese Szenen konnten mich aufgrund ihrer authentischen Darstellung besonders packen.

Ein Buch das emotional bewegt, die Augen für die Schönheit und Köstlichkeiten öffnet und dabei wunderbar unterhallten kann.
Mein Fazit :
Ein wunderbarer Roman!

Veröffentlicht am 14.08.2022

Eine absolute Empfehlung!

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
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Meine Meinung :
Welch ein herausragender Spannungsroman, vor einer Kulisse, die dem Leser nicht nur einmal Gänsehaut verschafft.
Was uns die spanische Autorin Dolores Redondo mit ihrem Buch vorlegt, ist ...

Meine Meinung :
Welch ein herausragender Spannungsroman, vor einer Kulisse, die dem Leser nicht nur einmal Gänsehaut verschafft.
Was uns die spanische Autorin Dolores Redondo mit ihrem Buch vorlegt, ist ein bemerkenswerter Spannungsroman der alten Schule und dies im positivsten Sinne.
Wie in einem alten Agatha Christie Roman begeben wir uns auf eine mysteriöse Reise, die eine Atmosphäre an den Tag legt, die auf so feinfühlige Art zu gruseln weiß und mit Szenen und Sprache zu spielen vermag, dass einem der Atem stockt.

Dieses Buch funktioniert auf so vielen Ebenen, als auf der, der Spannung. Denn nicht nur der literarisch herausragende Schreibstil der Autorin, weiß zu begeistern, auch die einzelnen Charaktere lassen einem das Herz aufgehen, da diese so authentisch, glaubwürdig und plastisch gezeichnet sind. Denn in diesem Buch findet man wahre Charktere und keine blass gezeichneten Schablonen und darin liegt die Stärke des Buches, in der nahbaren und stets authentischen Szenerie, die mit all den Charakteren zu funktionieren weiß.

Wenn man sich auch als Leser, durch die ein oder andere langsam erzählte Seite lesen muss, so ist das Ende ein absoluter Krachen !!!
Denn dieses lässt einem den Atem stocken und man merkt, wie geschickt uns die Autorin in ihre Geschichte verwoben hat und am Ende liefert sie uns einem Showdown aus, der überraschender und besser nicht hätte erzählt werden können.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 14.08.2022

Leider eine so aktuelle Lektüre, die den Leser zu Tränen rührt

Denk ich an Kiew
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Inhalt:
Kiew 1929: Katja wächst als ein glückliches und zufriedenes Mädchen in der Ukraine, als Tochter einer Bauernfamilie auf. Als sie gerade zu einer jungen Frau heranwächst und die ersten Momente einer ...

Inhalt:
Kiew 1929: Katja wächst als ein glückliches und zufriedenes Mädchen in der Ukraine, als Tochter einer Bauernfamilie auf. Als sie gerade zu einer jungen Frau heranwächst und die ersten Momente einer zarten Liebe mit ihren Kindheitsfreund durchlebt, scheinen die lang anhaltenden Gerüchte, der grausamen Wahrheit zu weichen. Denn Stalins Truppen und Handlanger, wollen die radikalste Form des Kommunismus in Kiew durchsetzen und sie allen Dorfbewohner auf grausamste Art zwingen, dem Kollektiv beizutreten. Während ein anfänglicher Widerstand der Bewohner immer mehr blutig und grausam zerschlagen wird, weicht nicht nur die Gegenwehr des Dorfes... Auch Katjas Familie bekommt immer mehr die Gräueltaten der Zeit zu spüren und schon bald ist Katjas Leben von Leid, Tod und Armut geprägt.

USA im Jahre 2004: Cassie versucht im Haus ihrer Großmutter über den frühen Unfalltod ihres Mannes hinwegzukommen. Während ihre kleine Tochter vor Trauer verstummte, beginnt ihre Großmutter vermehrt verwirrt durch das Haus zu streifen und Sätze auf Ukrainisch zu erzählt. Sätze, die zu einer Vergangenheit führten, die ihre Großmutter für immer zu verstecken versuchte.

Meine Meinung:
Diese Geschichte hat mich besonders, zu einer Zeit in der die Ukraine leider tagtäglich Mittelpunkt unserer Nachrichten ist, sehr getroffen und mich aufgrund der Aktualität der Geschichte emotional wirklich betroffen gemacht und mich während des Lesens nicht nur einmal zu Tränen gerührt.

Die Autorin erzählt diese Geschichte abwechselnd aus zwei Zeitebenen, zum einen dem Geschehen in der Ukraine ab 1929 und zum anderen in der "Gegenwart" von 2004. Ich persönlich empfand die historische Geschichte als deutlich stärker und glaubwürdiger erzählt, die von einer Wucht und Grausamkeit erzählt wurde, die wirklich nichts beschönigt und dem Leser nochmals die Augen öffnete. Hierin zeigte sich meines Erachtens nach auch sehr viel deutlicher die literarische Stärke der Autorin, Emotionen zu zeigen und diese auf den Leser zu übertragen und das damalig, wirklich grausame Geschehen, anhand einer kleiner Familie zu zeichnen.

Zwar war auch die Gegenwartserzählung durchaus gelungen, allerdings wirkte diese im Gegensatz zu der historischen, manchmal weniger ausdrucksstark und erzwungener. Nichts destotrotz, war auch diese wirklich gelungen erzählt und machte Freude zu lesen. Gerade da sie durch schöne und sympathisch gezeichnete Charaktere getragen wurde. Hier wollte die Autorin in meinen Augen zu viele kleine Geschichten und emotionale Bandbreiten aufmachen, weshalb dies für mich tatsächlich der einzige kleinere Kritikpunkt war.

Dennoch ist dieses Buch, gerade aufgrund der Aktualität, ein unheimlich wichtiges, emotional sehr sehr stark erzähltes, mit tollen Charaktere versehendes und historisch glaubhaftes Abbild, das man in der heutigen Zeit wirklich jedem in die Hand drücken sollte.

Mein Fazit:
Bitte lesen, verstehen und emotional leiten lassen. Ein historisch wichtiges Buch und ein noch wichtigeres und leider so aktuelles Thema. 4,5 bzw. 4 Sterne.