Profilbild von summersoul

summersoul

Lesejury Star
offline

summersoul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit summersoul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

Welche Mächte schlummern in Fabiana?

Venom and Vengeance (Venom-Dilogie 1)
0

Zum Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter setzt Fabiana Alves alles auf eine Karte und reist nach Lenda City. Dort möchte sie Kontakt zu der Familie ihres Vaters aufnehmen, die diesen eigentlich vor Jahren ...

Zum Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter setzt Fabiana Alves alles auf eine Karte und reist nach Lenda City. Dort möchte sie Kontakt zu der Familie ihres Vaters aufnehmen, die diesen eigentlich vor Jahren abgebrochen hat. Dort trifft sie nicht nur auf den rätselhaften Lucas Silva, sondern spürt auch eine mysteriöse Veränderung in sich. Denn als sie in Gefahr gerät, scheint sich ihre Zunge zu spalten. Im ersten Moment denkt Fabiana jedoch, sie hätte sich das bloß eingebildet. Doch als sich immer mehr mysteriöse Ereignisse häufen und auch ihre Großeltern und ihre Tante sich immer merkwürdiger verhalten, muss Fabiana den Tatsachen ins Auge sehen. Sie ist in eine Welt voller tödlicher Magie, Hexen und Schlangenwesen geraten. Zu allem Übel erfährt sie auch noch, dass sie selbst eine Cuca ist, eine uralte Hexe, und wird fortan gejagt.

Meine Meinung:
Die Handlung war von der ersten bis zur letzten Seite unheimlich spannend. Man wird regelrecht in eine Welt katapultiert, von der man ebenso wie Fabiana keinerlei Ahnung hat. Die Autorin weiß es geschickt, immer nur so viele Informationen herauszurücken, wie man braucht, um der Handlung gut zu folgen, aber neugierig zu bleiben. So erhält man zwar einige Antworten auf seine Fragen, woraus sich dann gleich ein neuer Haufen Fragen ergibt. Zudem wusste ich nie, wem Fabiana vertrauen kann oder wer nur ein böses Spiel mit ihr spielt. Denn nicht nur, dass niemand sie über die Geschehnisse in Lenda City aufklären möchte, scheint jede der Personen ihre Geheimnisse zu haben. Außerdem gerät Fabiana durch ihr Unwissen, aber auch durch ihre Sturheit immer wieder in brenzlige Situationen, steht vor einem Rätsel und einem Problem nach dem anderen, was neben vielen unvorhersehbaren Wendungen für Spannung gesorgt hat.

Fabiana Alves ist eine sympathische junge Frau, die nach dem Verlust ihrer Mutter den Halt im Leben verloren hat. Ich habe vom ersten Moment an mit ihr mitgefühlt und deswegen umso mehr mit ihr mitgefiebert und war gespannt, was sie alles in Lenda City erwartet. An Fabiana haben mir besonders ihr Durchhaltevermögen, ihre offene Art und ihr übergroßes Herz gefallen. Denn selbst den Menschen, die nicht unbedingt ehrlich zu ihr sind und ihr zum Teil sogar Übles angetan haben, versucht sie dennoch zu helfen und sich in ihre Situation zu versetzen. Zudem fand ich es immer wieder amüsant und gleichzeitig beeindruckend, dass sie selbst dem größten Schurken die Stirn bietet und ihm vor den Kopf schmeißt, was sie denkt.

Alles rund um die brasilianische Mythologie fand ich richtig interessant. Zumal es mal etwas wirklich Neues war. Da man erst nach und nach immer mehr über diese erfährt und darin eintaucht, wird man damit nicht überfordert, was mir sehr gut gefallen hat. Zudem hat die Autorin einen wirklich fesselnden und bildreichen Schreibstil, wodurch man sofort in die Geschichte eintaucht und sich fühlt, als ob man selbst in Lenda City wäre.

Fazit:
Eine unheimlich spannende Geschichte, in der wir Fabiana Alves zu ihren Wurzeln nach Lenda City begleiten. Da wir genau wie Fabiana regelrecht ins kalte Wasser gestoßen werden, die Autorin es weiß, nur so viele Informationen zu geben, dass man der Handlung gut folgen kann, und gefühlt jede Person einen Haufen Geheimnisse hat, war von Anfang bis Ende für Spannung gesorgt. Zudem war ich mir nie ganz sicher, wem Fabiana wirklich vertrauen kann, was neben vielen unvorhersehbaren Wendungen ebenso zum Erhalt der Spannung beigetragen hat. Alles rund um die brasilianische Mythologie fand ich richtig interessant. Außerdem hat es mir gefallen, dass man alles darüber erst nach und nach erfährt, wodurch man sich nicht von den ganzen Informationen erschlagen fühlte. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für Fabiana weitergehen wird.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Muh und Wolfi besuchen eine ganz normale Schule

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
0

Zum Inhalt:
Für Muh und Wolfi wird es ernst. Sie müssen auf eine ganz normale Schule gehen. Dabei stellen sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich dort zurechtzufinden. Zum Glück haben sie ihre ...

Zum Inhalt:
Für Muh und Wolfi wird es ernst. Sie müssen auf eine ganz normale Schule gehen. Dabei stellen sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich dort zurechtzufinden. Zum Glück haben sie ihre Freundin Ottilie, die ihnen zur Seite steht. Schließlich besuchen sie alle die gleiche Klasse. Doch so sehr Ottilie ihnen auch hilft, geraten Muh und Wolfi immer wieder in die ein oder andere unglückliche Lage. Dabei müssen sie es schaffen, ganze sieben Wochen ihre 77 Punkte zu behalten. Wäre das noch nicht genug, hat Ottilie ihre eigenen Probleme. Denn sie schafft es einfach nicht, vor den anderen Schülerinnen und Schülern zu sprechen, ohne, dass sich die Wörter in ihrem Mund verdrehen. Da fehlt es ihr auch noch, dass sie von Mona-Lisa zum Talentwettbewerb angemeldet wird. Ob Muh, Wofli und Husch ihr helfen können?

Meine Meinung:
Die Familie Grause bekommt neue Aufgaben vom Institut für andersartige Wesen, kurz IFAW. Nicht nur, dass Muh und Wolfi auf eine ganz normale Schule gehen sollen, muss die ganze Familie zusammen einen Ausflug hinter sich bringen und zwar ohne ihre 77 Punkte in den nächsten sieben Wochen zu verlieren. Wieder einmal zeigt sich, dass die Grauses trotz allem, was sie gelernt haben, eine andere Vorstellung davon haben, was in Ordnung ist und was nicht. Deswegen treten sie viele Male in ein Fettnäpfchen, wodurch viele lustige Situationen entstehen, über die ich gelacht und geschmunzelt habe.

Ottilie ist ein tolles Mädchen, das sich wirklich sehr bemüht, der Familie Grause zu helfen. Diesmal hat sie aber auch ihre eigenen Probleme. Denn sie hat ein Problem damit, vor der ganzen Klasse zu sprechen. Mir hat die Entwicklung, die Ottilie im Laufe der Handlung durchläuft, richtig gut gefallen. Denn sie gewinnt nicht nur ein wenig mehr Selbstvertrauen, sondern erfährt, was wirkliche Freunde ausmacht und dass Anderssein in Ordnung ist. Ich fand es schön, wie sehr Muh und Wolfi Ottilie helfen wollen. Man merkt einfach, dass sie alle drei und natürlich auch Husch richtige Freunde sind, die immer zueinanderhalten.

Gut gefallen hat mir, dass Opa Schrat sich inzwischen ein wenig mehr an die anderen Familienmitglieder gewöhnt hat und sie sogar zu mögen scheint. Denn er macht sich Sorgen, dass sie durch ihn die letzten Punkte verlieren und sie deswegen wieder abgeholt werden. Zudem haben mir die ganzen Weisheiten von Frau Bissgurke gefallen. Denn in vielen von ihnen steckt ein Fünkchen Wahrheit.

Die Figuren und Schauplätze wurden von der Autorin anschaulich beschrieben, sodass ich sie mir alle gut vorstellen konnte. Außerdem gibt es auch in diesem Band wieder viele wunderschöne Illustrationen, durch die die Beschreibungen der Autorin noch mal unterstrichen wurden.

Fazit:
Eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Selbstvertrauen und Toleranz, in der wir Muh und Wolfi in die ganz normale Schule begleiten und miterleben, wie es für Ottilie ist, vor der ganzen Klasse zu sprechen. Da die Mitglieder der Familie Grause einige Male in ein Fettnäpfchen treten, war wieder für viele lustige Momente gesorgt. Zudem hat mir die Entwicklung von Ottilie gefallen. Denn sie gewinnt nicht nur ein bisschen mehr Selbstvertrauen, sondern lernt, was wahre Freunde sind und dass Anderssein gar nicht so schlimm ist. Zudem haben mir die Weisheiten von Frau Bissgurke gefallen und dass Opa Schrat sich den anderen Familienmitgliedern mehr öffnet. Er scheint inzwischen mehr in der Familie Grause und der Sackgasse angekommen zu sein.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Wird Reena ihr Seelenpferd finden?

Avelora - Das Internat der magischen Pferde
0

Zum Inhalt:
Als Reena erfährt, dass ihre Familie die seltene Gabe hat, magische Pferde in ihrer wahren Gestalt zu sehen, kann sie es einfach nicht glauben. Zumal ihre diese Gabe ermöglicht, auf die Insel ...

Zum Inhalt:
Als Reena erfährt, dass ihre Familie die seltene Gabe hat, magische Pferde in ihrer wahren Gestalt zu sehen, kann sie es einfach nicht glauben. Zumal ihre diese Gabe ermöglicht, auf die Insel Galantis zu reisen, um dort das Internat Burg Avelora zu besuchen. Denn nur dort kann sie sich mit ihrem Seelenpferd verbinden und alles Wichtige lernen, um andere Menschen vor bösen Mächten zu beschützen. Dort angekommen kommt Reena gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Denn sie kann sich an den Wundern der Insel und vor allem an den magischen Pferden nicht sattsehen. So lernt sie nicht nur mehr über ihre Gabe und die verschiedenen Elementpferde, sondern findet endlich Freunde. Doch das Internat wird von einer dunklen Macht bedroht und Reena muss all ihren Mut beweisen. Denn nur sie kann Avelora retten.

Meine Meinung:
Reena ist ein tolles, sympathisches und aufgeschlossenes Mädchen, das ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Man spürt jederzeit ihre große Liebe zu Pferden und ihre überschwängliche Begeisterung, magische Pferde sehen zu können. Ebenso wie das Internat Burg Avelora zu besuchen, um dort mehr über ihre Gabe zu erfahren und sich mit ihrem Seelenpferd zu verbinden. Ich konnte Reenas Begeisterung zu jeder Zeit spüren, ebenso wie ihre Sorgen und Ängste, von keinem magischen Pferd ausgewählt zu werden und keine Freunde zu finden. Mir hat an Reena gefallen, dass sie nicht aufgibt, allem gegenüber aufgeschlossen ist und wissbegierig ist. Zudem merkt man immer wieder, dass sie sehr an sich zweifelt. Deswegen hat mir die Entwicklung, die sie im Laufe der Handlung macht, richtig gut gefallen. Man merkt, wie sie durch ihre Freunde und ihr Seelenpferd Wolkenwind immer mehr wächst und den Mut findet, sich mehr zuzutrauen.

Ihre neuen Freunde Fara, Sis genannt, Nala und Tav haben ebenso wie Reena ihre individuellen Charaktereigenschaften, durch die man sie gut voneinander unterscheiden kann. Gut gefallen hat mir noch, dass auch die verschiedenen Seelenpferde alle ihr individuelles Aussehen und ihren eigenen Charakter haben, der sich wunderbar mit dem ihrer Reiterin oder ihres Reiters ergänzt. Zudem können beide ihre magischen Fähigkeiten am besten zusammen benutzen, wodurch ein sehr enges Band zwischen Seelenpferd und Mensch entsteht.

Ich fand es interessant, mehr über die Insel Galantis, das Internat Burg Avelora und die vielen verschiedenen magischen Pferde zu erfahren. Der Ideenreichtum der Autorin ist wirklich unglaublich. Denn im Laufe der Handlung kommen da schon sehr viele Informationen zusammen. Da diese aber nach und nach in die Handlung eingebaut werden, war dies gar nicht so schlimm oder störte den Lesefluss. Zumal man durch die lebhaften und bildreichen Beschreibungen der Autorin das Gefühl hat, alles zusammen mit Reena zu erkunden und regelrecht durch ihre Augen zu sehen. So bin ich staunend durch die verschiedenen Orte gegangen und hatte das Gefühl, immer wieder Neues zu entdecken, wodurch die Handlung nie langweilig wurde. Zudem gab es immer wieder mit Liebe zum Detail gestaltete Illustrationen, durch die man sich die Figuren, Schauplätze und einzelnen Szenen noch mal besser vorstellen konnte.

Fazit:
Eine wunderschöne und magische Geschichte, die mich vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen hat. Ich habe Reena gerne auf das Internat Burg Avelora begleitet, war gespannt, was sie dort alles erlebt und ob sie ihr Seelenpferd findet. Reena ist ein sympathisches, tolles, aufgeschlossenes und wissbegieriges Mädchen, das ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Gut gefallen hat mir die Entwicklung, die Reena im Laufe der Handlung macht. Ich finde, man merkt, wie sie sich immer mehr zutraut und anfängt, an sich zu glauben. Besonders gefallen hat mir, dass man alles über die Insel Galantis, das Internat Burg Avelora und die vielen verschiedenen magischen Pferde nach und nach erfährt. Dadurch wird man von den ganzen Informationen nicht überrannt und hat das Gefühl, an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für Reena und alle anderen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Woher kommen die schwarze Katze und das kleine Mädchen?

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
0

Zum Inhalt:
Seit fast tausend Tagen versucht Alva, herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Deswegen sucht sie in der Zeitung nach ähnlichen Unfällen mit Fahrerflucht wie dem, ...

Zum Inhalt:
Seit fast tausend Tagen versucht Alva, herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Deswegen sucht sie in der Zeitung nach ähnlichen Unfällen mit Fahrerflucht wie dem, bei dem ihr Vater gestorben ist. Doch bis jetzt war ihre Suche erfolglos. Als dann ihre Mutter ein Strandhaus kauft, um dort ein Café zu eröffnen, taucht immer wieder eine schwarze Katze auf. Zudem hat Alva ein ungutes Gefühl wegen des Strandhauses, auch wenn sie nicht weiß, wieso. Als dann auch noch eine Mutter mit ihrem kleinen Mädchen nach Hovenäset kommt und Alva das Mädchen immer wieder alleine in den Straßen herumlaufen sieht, beschleicht sie ein immer schlechteres Gefühl. Zusammen mit ihren beiden Freunden Heidi und Harry versucht sie, der Sache auf den Grund zu gehen, und ahnt nicht, in welcher Gefahr sie und ihre Mutter schweben.

Meine Meinung:
Die ganzen mysteriösen Ereignisse, die stattfinden, nachdem Alvas Mutter das Strandhaus gekauft hat, geben einige Rätsel auf und sorgen nicht nur für eine anhaltende geheimnisvolle Stimmung, sondern auch durchgehend für Spannung. Ich hatte mir während der Handlung zwar einiges selbst zusammenreimen können, dennoch gab es auch die ein oder andere Überraschung, was das Auftauchen der schwarzen Katze, des kleinen Mädchens mit seiner Mutter, die nicht sprechen kann, und den Tod von Alvas Vater angeht. So war ich dennoch gespannt, was die Freunde Alva, Heidi und Harry alles herausfinden würden, und letztendlich war die Auflösung am Ende dann doch noch tragischer, als ich vermutet hatte. Zudem hat es die Autorin geschafft, die gruselige, aber auch ziemlich bedrückende Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten. Man sollte die Geschichte deswegen vielleicht nicht unbedingt dann lesen, wenn man damit gerade nicht so gut umgehen kann.

Alvas Trauer wegen des Unfalltods ihres Vaters wurde in allen Facetten gut herausgearbeitet. Zwar wirken manche ihrer Handlungen und Gedankengänge irrational und ich konnte sie im ersten Moment nicht immer ganz nachvollziehen. Doch Trauer und der Umgang damit sind sehr persönlich, individuell, und sie müssen auch nicht rational sein, und das zeigt die Autorin hier ganz gut, finde ich. So konnte ich durchaus verstehen, wieso es für Alva so wichtig ist, endlich Klarheit über die Gründe zu haben. Zudem merkt man, wie gut es ihr tut, als sie sich endlich ihren beiden Freunden Heidi und Harry öffnet und ihnen erzählt, was sie unternimmt, um den Unfallverursacher zu finden.

Fazit:
Eine gruselige, bedrückende und spannende Geschichte, in der wir die Freunde Alva, Heidi und Harry dabei begleiten, als sie versuchen, herauszufinden, was es mit dem Auftauchen der schwarzen Katze und dem kleinen Mädchen mit seiner Mutter auf sich hat und wer am Tod von Alvas Vater schuld ist. Einige Zusammenhänge konnte ich mir im Laufe der Handlung denken, mit anderen konnte mich die Autorin jedoch überraschen. So war die Handlung von Anfang bis Ende spannend und es wehte immer ein Hauch des Geheimnisvollen mit, was mir gefallen hat. Zudem wurde anhand von Alvas Trauer um ihren Vater aufgezeigt, wie persönlich und individuell diese ist und dass nicht alle Gedanken und Handlungen der Trauernden rational sein müssen.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Wieso verschwanden die beiden Teenager im Jahr 1995?

Fünf Fremde
0

Zum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle ...

Zum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle den Geschehnissen aus dem Jahr 1995 stellen, als im Schullandheim zwei Teenager spurlos verschwanden. Als dann auch noch ein Skelett gefunden wird, fragen sich alle, was damals wirklich geschehen ist. Die Situation spitzt sich zu, als wegen des nahenden Sturms keiner mehr die Insel verlassen kann. So haben die vier Personen keine andere Wahl, als sich allem zu stellen. Zumal es eine Person auf der Insel gibt, die alles weiß und die keine Ruhe geben wird, bis die Wahrheit über den Sommer 1995 ans Licht kommt.

Meine Meinung:
Durch den Perspektivenwechsel, der auch einen Blick ins Jahr 1995 und auf die damaligen Geschehnisse wirft, lernen wir die einzelnen Personen nicht nur mit der Zeit kennen, sondern erfahren auch, was sie mit dem damaligen Ereignis verbindet. Ich fand es zwar durchaus interessant, mehr über jeden zu erfahren, dennoch zog sich die Handlung für meinen Geschmack dadurch immer wieder zu sehr. Denn immer wenn ich dachte, es geht los, es wird spannend, flaute diese schon wieder ab. Erst im letzten Drittel der Handlung, wenn auch der Orkan die Insel trifft, zieht die Spannung an und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Das war auch der Grund, weswegen mich die Handlung erst ab da so richtig packen konnte und ich nicht schnell genug lesen konnte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Mit ein paar Dingen konnte mich die Autorin überraschen, vieles habe ich aber bereits vorher erahnen können, was aber nicht ganz so schlimm war. Ich war dennoch immer neugierig darauf, ob meine Vermutungen zutrafen.

Der Autorin sind mit allen fünf Passagieren wirklich vielschichtige Figuren gelungen, die ihre Ecken und Kanten haben, durch die sie authentisch wirken und sich voneinander unterscheiden. Ich hatte jedenfalls kein Problem, zwischen den verschiedenen Perspektiven zu wechseln, und konnte sie mir zudem alle gut vorstellen. Außerdem schafft die Autorin es, durch den nahenden Orkan, auf den sich die Insel vorbereitet, eine angespannte und aufgeheizte Stimmung zu erzeugen, die immer weiter zunimmt, was mir gefallen hat.

Fazit:
Da wir die fünf Passagiere erst mal kennenlernen und immer mal wieder einen Blick ins Jahr 1995 werfen, um zu erfahren, was damals geschah, baut sich die Spannung erst langsam auf. Für meinen Geschmack gab es am Anfang zu viele Längen, weswegen mich die Geschichte erst im letzten Drittel so richtig packen konnte. Denn ab da überschlugen sich die Ereignisse regelrecht und ich konnte nicht schnell genug lesen, um zu erfahren, was geschah. So konnte mich die Autorin mit einigen Zusammenhängen überraschen, vieles konnte ich mir aber schon vorher denken. Dies fand ich nicht so schlimm und war dennoch neugierig, ob meine Vermutung richtig war. Zudem hat sie es geschafft, fünf vielschichtige Figuren zu entwickeln, die alle ihre Ecken, Kanten und kleinen Geheimnisse haben.