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Veröffentlicht am 22.02.2026

Woher kommen die schwarze Katze und das kleine Mädchen?

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Zum Inhalt:
Seit fast tausend Tagen versucht Alva, herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Deswegen sucht sie in der Zeitung nach ähnlichen Unfällen mit Fahrerflucht wie dem, ...

Zum Inhalt:
Seit fast tausend Tagen versucht Alva, herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Deswegen sucht sie in der Zeitung nach ähnlichen Unfällen mit Fahrerflucht wie dem, bei dem ihr Vater gestorben ist. Doch bis jetzt war ihre Suche erfolglos. Als dann ihre Mutter ein Strandhaus kauft, um dort ein Café zu eröffnen, taucht immer wieder eine schwarze Katze auf. Zudem hat Alva ein ungutes Gefühl wegen des Strandhauses, auch wenn sie nicht weiß, wieso. Als dann auch noch eine Mutter mit ihrem kleinen Mädchen nach Hovenäset kommt und Alva das Mädchen immer wieder alleine in den Straßen herumlaufen sieht, beschleicht sie ein immer schlechteres Gefühl. Zusammen mit ihren beiden Freunden Heidi und Harry versucht sie, der Sache auf den Grund zu gehen, und ahnt nicht, in welcher Gefahr sie und ihre Mutter schweben.

Meine Meinung:
Die ganzen mysteriösen Ereignisse, die stattfinden, nachdem Alvas Mutter das Strandhaus gekauft hat, geben einige Rätsel auf und sorgen nicht nur für eine anhaltende geheimnisvolle Stimmung, sondern auch durchgehend für Spannung. Ich hatte mir während der Handlung zwar einiges selbst zusammenreimen können, dennoch gab es auch die ein oder andere Überraschung, was das Auftauchen der schwarzen Katze, des kleinen Mädchens mit seiner Mutter, die nicht sprechen kann, und den Tod von Alvas Vater angeht. So war ich dennoch gespannt, was die Freunde Alva, Heidi und Harry alles herausfinden würden, und letztendlich war die Auflösung am Ende dann doch noch tragischer, als ich vermutet hatte. Zudem hat es die Autorin geschafft, die gruselige, aber auch ziemlich bedrückende Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten. Man sollte die Geschichte deswegen vielleicht nicht unbedingt dann lesen, wenn man damit gerade nicht so gut umgehen kann.

Alvas Trauer wegen des Unfalltods ihres Vaters wurde in allen Facetten gut herausgearbeitet. Zwar wirken manche ihrer Handlungen und Gedankengänge irrational und ich konnte sie im ersten Moment nicht immer ganz nachvollziehen. Doch Trauer und der Umgang damit sind sehr persönlich, individuell, und sie müssen auch nicht rational sein, und das zeigt die Autorin hier ganz gut, finde ich. So konnte ich durchaus verstehen, wieso es für Alva so wichtig ist, endlich Klarheit über die Gründe zu haben. Zudem merkt man, wie gut es ihr tut, als sie sich endlich ihren beiden Freunden Heidi und Harry öffnet und ihnen erzählt, was sie unternimmt, um den Unfallverursacher zu finden.

Fazit:
Eine gruselige, bedrückende und spannende Geschichte, in der wir die Freunde Alva, Heidi und Harry dabei begleiten, als sie versuchen, herauszufinden, was es mit dem Auftauchen der schwarzen Katze und dem kleinen Mädchen mit seiner Mutter auf sich hat und wer am Tod von Alvas Vater schuld ist. Einige Zusammenhänge konnte ich mir im Laufe der Handlung denken, mit anderen konnte mich die Autorin jedoch überraschen. So war die Handlung von Anfang bis Ende spannend und es wehte immer ein Hauch des Geheimnisvollen mit, was mir gefallen hat. Zudem wurde anhand von Alvas Trauer um ihren Vater aufgezeigt, wie persönlich und individuell diese ist und dass nicht alle Gedanken und Handlungen der Trauernden rational sein müssen.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Wieso verschwanden die beiden Teenager im Jahr 1995?

Fünf Fremde
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Zum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle ...

Zum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle den Geschehnissen aus dem Jahr 1995 stellen, als im Schullandheim zwei Teenager spurlos verschwanden. Als dann auch noch ein Skelett gefunden wird, fragen sich alle, was damals wirklich geschehen ist. Die Situation spitzt sich zu, als wegen des nahenden Sturms keiner mehr die Insel verlassen kann. So haben die vier Personen keine andere Wahl, als sich allem zu stellen. Zumal es eine Person auf der Insel gibt, die alles weiß und die keine Ruhe geben wird, bis die Wahrheit über den Sommer 1995 ans Licht kommt.

Meine Meinung:
Durch den Perspektivenwechsel, der auch einen Blick ins Jahr 1995 und auf die damaligen Geschehnisse wirft, lernen wir die einzelnen Personen nicht nur mit der Zeit kennen, sondern erfahren auch, was sie mit dem damaligen Ereignis verbindet. Ich fand es zwar durchaus interessant, mehr über jeden zu erfahren, dennoch zog sich die Handlung für meinen Geschmack dadurch immer wieder zu sehr. Denn immer wenn ich dachte, es geht los, es wird spannend, flaute diese schon wieder ab. Erst im letzten Drittel der Handlung, wenn auch der Orkan die Insel trifft, zieht die Spannung an und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Das war auch der Grund, weswegen mich die Handlung erst ab da so richtig packen konnte und ich nicht schnell genug lesen konnte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Mit ein paar Dingen konnte mich die Autorin überraschen, vieles habe ich aber bereits vorher erahnen können, was aber nicht ganz so schlimm war. Ich war dennoch immer neugierig darauf, ob meine Vermutungen zutrafen.

Der Autorin sind mit allen fünf Passagieren wirklich vielschichtige Figuren gelungen, die ihre Ecken und Kanten haben, durch die sie authentisch wirken und sich voneinander unterscheiden. Ich hatte jedenfalls kein Problem, zwischen den verschiedenen Perspektiven zu wechseln, und konnte sie mir zudem alle gut vorstellen. Außerdem schafft die Autorin es, durch den nahenden Orkan, auf den sich die Insel vorbereitet, eine angespannte und aufgeheizte Stimmung zu erzeugen, die immer weiter zunimmt, was mir gefallen hat.

Fazit:
Da wir die fünf Passagiere erst mal kennenlernen und immer mal wieder einen Blick ins Jahr 1995 werfen, um zu erfahren, was damals geschah, baut sich die Spannung erst langsam auf. Für meinen Geschmack gab es am Anfang zu viele Längen, weswegen mich die Geschichte erst im letzten Drittel so richtig packen konnte. Denn ab da überschlugen sich die Ereignisse regelrecht und ich konnte nicht schnell genug lesen, um zu erfahren, was geschah. So konnte mich die Autorin mit einigen Zusammenhängen überraschen, vieles konnte ich mir aber schon vorher denken. Dies fand ich nicht so schlimm und war dennoch neugierig, ob meine Vermutung richtig war. Zudem hat sie es geschafft, fünf vielschichtige Figuren zu entwickeln, die alle ihre Ecken, Kanten und kleinen Geheimnisse haben.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Schafft es Nelly, ihren Schützling Camou zu beschützen?

Nelly Emberwing (1). Die verbotenen Wesen von Rustgate
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Zum Inhalt:
Als Nelly ihre Anstellung als Dienstmädchen verliert, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als in den Sternenzirkus zu flüchten. Einem Ort, an dem magische Personen eine Zuflucht gefunden ...

Zum Inhalt:
Als Nelly ihre Anstellung als Dienstmädchen verliert, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als in den Sternenzirkus zu flüchten. Einem Ort, an dem magische Personen eine Zuflucht gefunden haben und an dem sie hofft, Arbeit zu finden. Als dann eines Tages aus einem Ei, das sie bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin in ihrer Not hat mitgehen lassen, etwas schlüpft, ändert sich ihr Leben erneut. Denn aus dem Ei schlüpft ein Wesen, das halb Fledermaus, halb Chamäleon ist und auch ein bisschen etwas von einem Drachen hat. Camou, wie sie ihren Schützling nennt, ist verspielt, verfressen und neugierig. Doch der Zirkusdirektor sieht in ihm nur eine neue Einnahmequelle und so soll Nelly ihn für die Manege trainieren, was schier unmöglich ist. Als Nelly langsam merkt, in was für eine Welt sie wirklich geraten ist, setzt sie alles auf eine Karte. Doch kann Camou wirklich in Freiheit in Rustgate leben, wo er ständig in großer Gefahr schweben würde?

Meine Meinung:
Nelly ist ein starkes junges Mädchen mit einem großen Herzen und Sinn für Gerechtigkeit, das man einfach sofort in sein Herz schließen muss. Im Laufe der Geschichte wird immer wieder deutlich, wie unerfahren und gutgläubig Nelly ist. Was aber vor allem an ihrem bisherigen Leben im Waisenhaus und ihrem zarten Alter von 14 Jahren liegt. Ich fand Nellys Verhalten, ihre Reaktionen und ihr Handeln altersentsprechend, wodurch sie auf mich authentisch wirkte. Gerade weil ihr so viele Ungerechtigkeiten widerfahren, obwohl sie alle freundlich behandelt, habe ich umso mehr mit ihr mitgefiebert, gelitten und viele Male für sie geschimpft, wenn mal wieder jemand sie vor den Kopf stößt. Gut gefallen hat mir, dass Nelly ihre freundliche Art dennoch beibehielt und nie den Kopf in den Sand gesteckt hat.

Da Nelly und ihr neuer Freund Grayson immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und ich bei einigen Personen ehrlich gesagt nicht sicher war, ob sie vertrauenswürdig sind, war für Spannung gesorgt. Ich habe die neuen Freunde jedenfalls gerne auf ihrem Abenteuer begleitet, war gespannt, wie sie die Schwierigkeiten meistern und welche Überraschungen Camou so auf Lager hat. Zudem haben einige überraschende Wendungen ebenfalls dazu beigetragen, dass die Handlung von Anfang bis Ende spannend war.

Magische Wesen und Personen, die Magie beherrschen, werden in der Welt, in der Nelly lebt, wie Personen zweiter Klasse behandelt. Ich fand es immer wieder erschreckend, wie sehr die Personen nur wegen ihrer Magie geschnitten werden, als Kuriositäten im Zirkus von den Reichen beglotzt werden und keine Chance auf eine ehrliche Arbeit haben. Besonders interessant fand ich es, mehr über die Personen mit Magie zu erfahren und vor allem über Nellys kleinen Schützling Camou, der sich immer wieder verändert. Zudem sorgt gerade Camou mit seiner überschäumenden Freude für die kleinen Dinge und seine Unbeholfenheit für viele schöne, aber auch lustige Momente, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.

Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte über ein junges Mädchen, das lernt, wie die Welt wirklich ist und immer wieder viel Mut beweisen muss, wenn ihr mal wieder Steine in den Weg gelegt werden. Ich habe Nelly gerne auf ihrem Weg begleitet und war gespannt, ob sie es zusammen mit ihrem neuen Freund Grayson schafft, die ganzen Schwierigkeiten zu meistern, die ihnen begegnen. Da auf die Freunde einiges zukommt, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Zudem fand ich es interessant, mehr über die magischen Wesen zu erfahren und vor allem über Nellys Schützling Camou, der immer wieder für eine Überraschung gut ist. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für Nelly und Grayson weitergehen wird.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Wer hat Sven Christiansen auf dem Gewissen?

Lügen auf Friesisch
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Zum Inhalt:
Als Sven Christiansen, der Marktleiter des Restpostenmarkts, tot aufgefunden wird, müssen Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner diesmal alleine ermitteln, da ihr Chef ...

Zum Inhalt:
Als Sven Christiansen, der Marktleiter des Restpostenmarkts, tot aufgefunden wird, müssen Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner diesmal alleine ermitteln, da ihr Chef im Krankenhaus liegt. Zwar versucht dieser, den Fall vom Krankenhaus aus zu leiten. Das macht die Ermittlungen für Michi und Ulf jedoch nicht leichter. Je tiefer ihre Ermittlungen gehen, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass Sven Christiansen ein Doppelleben geführt hat und es einige Personen gibt, die ein gutes Motiv haben, um ihm nach dem Leben zu trachten. So geraten Michi und Ulf immer tiefer in einen Sumpf aus Geheimnissen, Intrigen und Missgunst.

Meine Meinung:
Nachdem ihr Chef im Krankenhaus liegt, müssen die Polizistin Michaela Greve, Michi genannt, und ihr Kollege Ulf Weingärtner weitestgehend alleine ermitteln. Denn natürlich möchte ihr Chef dennoch ein Update über die Ermittlungen und mischt von seinem Krankenbett ganz schön mit. Die Idee hinter dem Fall hat mir gefallen. Zudem scheint jeder, das Opfer eingeschlossen, seine Geheimnisse zu haben und ein doppeltes Spiel zu spielen. Das hat den Fall interessant, undurchschaubar und spannend gemacht, was mir sehr gut gefallen hat. Ein Wermutstropfen war jedoch die Ermittlungsarbeit von Michi und Ulf, die ziemlich konfus war. Ich hatte immer wieder das Gefühl, die beiden schaffen es nicht, ohne ihren Chef zu ermitteln, und mir fehlte einfach eine gewisse Struktur bei ihren Befragungen und Ermittlungen im Allgemeinen. Was sehr schade war, denn eigentlich kennt man die beiden als kompetente Polizisten und vor allem Michi hat bei den vorherigen Fällen durchaus gezeigt, wie gewitzt sie ist.

Michi, Ulf und Werner sind alle drei Marken für sich, die ihre Ecken und Kanten haben. Vor allem Werner eckt auch in diesem Band mit seiner direkten, knurrigen Art immer wieder an und bringt damit Ulf zur Weißglut. Dennoch zeigt Werner an einigen Stellen, dass er ein großes Herz hat und anderen Personen, ohne großen Dank dafür zu erwarten, hilft. Ein bisschen genervt hat mich Ulfs ewiges Gemurre wegen Werners Einmischung in den Fall. Zum einen lief es nie anders und zum anderen nutzt Ulf seine Chance, ihm zu zeigen, was er alles kann, nicht.

Fazit:
Den Fall, in dem Michi, Ulf und Werner ermitteln müssen, fand ich spannend. Zumal jede der Personen, einschließlich des Opfers, ihre Geheimnisse hat und ein doppeltes Spiel spielt. Dadurch entstand nicht nur Spannung, sondern auch ein interessanter und undurchschaubarer Fall, was mir sehr gut gefallen hat. Leider ließ die Ermittlungsarbeit von Michi und Ulf zu wünschen übrig. Sie wirkte auf mich meist ziemlich konfus und so, als ob die beiden ohne ihren Chef nicht in der Lage wären, überhaupt zu ermitteln. Was sehr enttäuschend war, da mir beide wesentlich kompetenter in Erinnerung waren und vor allem Michi bei den vorherigen Fällen durchaus zeigte, wie gewitzt sie ist.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Kann es für Ariana und Obsidian überhaupt eine Zukunft geben?

Twisted Truth
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Zum Inhalt:
Obsidian Voss, Sid genannt, hat einen Unfall beim Surfen und ertrinkt fast. Zum Glück wird er von einer jungen Frau in letzter Sekunde gerettet. Er versucht, sie anschließend zu finden, doch ...

Zum Inhalt:
Obsidian Voss, Sid genannt, hat einen Unfall beim Surfen und ertrinkt fast. Zum Glück wird er von einer jungen Frau in letzter Sekunde gerettet. Er versucht, sie anschließend zu finden, doch es gelingt ihm nicht. Was Sid nicht weiß, ist, dass seine Retterin die Stelle als seine Assistentin annimmt. Denn Ariana Clarke muss einen Weg finden, die hohen Schulden ihres Vaters zu begleichen, bevor ihm Schlimmes passiert. Dafür soll sie wertvolle Gegenstände auf Midnight Manor stehlen, die ihr Bruder dann veräußert. Womit Ariana jedoch nicht gerechnet hat, ist, dass dieser unfreundliche, abweisende und arrogante Kerl von einem Chef ihr unter die Haut geht. Je näher sich Ariana und Sid kommen, desto mehr gerät ihr Plan ins Wanken. Was wird geschehen, wenn Sid herausfindet, wieso sie wirklich auf Midnight Manor ist?

Meine Meinung:
Ariana ist eine starke und sympathische junge Frau. Mir hat gefallen, dass sie sich von Sid nicht hat unterkriegen lassen, sondern ihm Kontra gibt. Man merkt, wie wichtig ihr ihre Familie ist, für die sie alles tun würde, um sie zu beschützen. Ich konnte ihren Zwiespalt wegen der Machenschaften ihres Vaters nachvollziehen. Man merkt immer wieder, wie sehr es ihr missfällt, die Familie Voss zu bestehlen, damit sie die Schulden ihres Vaters begleichen kann. Gerade wegen der verzwickten Lage, in der sie steckt, habe ich von Anfang bis Ende mit ihr mitgefiebert und war gespannt, wie die ganze Geschichte ausgehen wird.

Wie Obsidian, Sid genannt, so tickt, hat man bereits in den vorherigen Bänden miterleben können. Dennoch muss ich sagen, ist er in meinen Augen einer von den humaneren Brüdern, was mich nicht wirklich überrascht hat. Seine spezielle Vorliebe fand ich schon grenzwertig und sein gerade zu Anfang unmögliches Verhalten Ariana gegenüber war nicht in Ordnung. Ich konnte aber nachvollziehen, wieso er eine so große, starke Mauer um sich und vor allem um sein Herz aufgebaut hatte. Was sein Vater ihm angetan und eingeredet hat, ist schrecklich. Ich finde, man merkt, wie gut ihm Ariana tut und wie sie Stück für Stück seine Mauer zum Bröckeln bringt. Sie zeigt ihm, dass sein Bild von sich selbst nicht in allen Punkten der Wahrheit entspricht. Man merkt, wie viel ihm Ariana bedeutet, und mir hat gefallen, nach und nach hinter Sids Fassade blicken zu dürfen.

Die Liebesgeschichte zwischen Ariana und Sid hat mir gut gefallen. Gerade durch Sids Vergangenheit und Arianas wahren Grund für ihren Aufenthalt auf Midnight Manor, war nie klar, ob es für beide überhaupt ein gutes Ende geben konnte. Zumal sie gefühlt in einem Moment einen Schritt vorankamen, um im nächsten gleich wieder zwei Schritte zurückzutreten. Das alleine hat schon für Spannung gesorgt. Ich fand das Tempo, in dem sich ihre Gefühle entwickelten und ihre Beziehung sich vertiefte, dennoch passend zu ihrer Situation und zu ihnen als Personen, die einigen Ballast mit sich herumschleppen.

Fazit:
Eine Geschichte über zwei Personen, die ihre Geheimnisse haben und einigen alten Ballast mit sich herumtragen. Ich habe Ariana gerne auf ihrem Weg begleitet, war gespannt, ob sie die Schulden ihres Vaters bezahlen kann und ob sie es schafft, die harte Schale von Sid zu knacken. Zudem hat mir die Liebesgeschichte zwischen Ariana und Sids sehr gut gefallen, ebenso wie das Tempo, in dem sie sich entwickelt. Denn dieses hat wunderbar zu den beiden und der Situation, in der sie stecken, gepasst. An Sids Verhalten konnte ich einiges nicht gutheißen, ebenso fand ich seine spezielle Vorliebe grenzwertig. Dennoch konnte ich nachvollziehen, wieso es sich so abweisend und hart verhält.