Wieso verschwanden die beiden Teenager im Jahr 1995?
Fünf FremdeZum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle ...
Zum Inhalt:
Fünf Personen machen sich auf den Weg zur Insel Neuwerk. Vier von ihnen verbindet ein dunkles Geheimnis, das sie gerne vergessen wollen. Doch jemand hat andere Pläne und so müssen sich alle den Geschehnissen aus dem Jahr 1995 stellen, als im Schullandheim zwei Teenager spurlos verschwanden. Als dann auch noch ein Skelett gefunden wird, fragen sich alle, was damals wirklich geschehen ist. Die Situation spitzt sich zu, als wegen des nahenden Sturms keiner mehr die Insel verlassen kann. So haben die vier Personen keine andere Wahl, als sich allem zu stellen. Zumal es eine Person auf der Insel gibt, die alles weiß und die keine Ruhe geben wird, bis die Wahrheit über den Sommer 1995 ans Licht kommt.
Meine Meinung:
Durch den Perspektivenwechsel, der auch einen Blick ins Jahr 1995 und auf die damaligen Geschehnisse wirft, lernen wir die einzelnen Personen nicht nur mit der Zeit kennen, sondern erfahren auch, was sie mit dem damaligen Ereignis verbindet. Ich fand es zwar durchaus interessant, mehr über jeden zu erfahren, dennoch zog sich die Handlung für meinen Geschmack dadurch immer wieder zu sehr. Denn immer wenn ich dachte, es geht los, es wird spannend, flaute diese schon wieder ab. Erst im letzten Drittel der Handlung, wenn auch der Orkan die Insel trifft, zieht die Spannung an und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Das war auch der Grund, weswegen mich die Handlung erst ab da so richtig packen konnte und ich nicht schnell genug lesen konnte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Mit ein paar Dingen konnte mich die Autorin überraschen, vieles habe ich aber bereits vorher erahnen können, was aber nicht ganz so schlimm war. Ich war dennoch immer neugierig darauf, ob meine Vermutungen zutrafen.
Der Autorin sind mit allen fünf Passagieren wirklich vielschichtige Figuren gelungen, die ihre Ecken und Kanten haben, durch die sie authentisch wirken und sich voneinander unterscheiden. Ich hatte jedenfalls kein Problem, zwischen den verschiedenen Perspektiven zu wechseln, und konnte sie mir zudem alle gut vorstellen. Außerdem schafft die Autorin es, durch den nahenden Orkan, auf den sich die Insel vorbereitet, eine angespannte und aufgeheizte Stimmung zu erzeugen, die immer weiter zunimmt, was mir gefallen hat.
Fazit:
Da wir die fünf Passagiere erst mal kennenlernen und immer mal wieder einen Blick ins Jahr 1995 werfen, um zu erfahren, was damals geschah, baut sich die Spannung erst langsam auf. Für meinen Geschmack gab es am Anfang zu viele Längen, weswegen mich die Geschichte erst im letzten Drittel so richtig packen konnte. Denn ab da überschlugen sich die Ereignisse regelrecht und ich konnte nicht schnell genug lesen, um zu erfahren, was geschah. So konnte mich die Autorin mit einigen Zusammenhängen überraschen, vieles konnte ich mir aber schon vorher denken. Dies fand ich nicht so schlimm und war dennoch neugierig, ob meine Vermutung richtig war. Zudem hat sie es geschafft, fünf vielschichtige Figuren zu entwickeln, die alle ihre Ecken, Kanten und kleinen Geheimnisse haben.