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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Spannender Fall für Maya Topelius

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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"Dann ruhest auch du" ist der dritte Band um die Kriminalinspektorin Maya Topelius. Eigentlich möchte Maya ein paar freie Tage in der Heimat genießen und sich mit ihrer langjährigen Freundin Clara treffen, ...

"Dann ruhest auch du" ist der dritte Band um die Kriminalinspektorin Maya Topelius. Eigentlich möchte Maya ein paar freie Tage in der Heimat genießen und sich mit ihrer langjährigen Freundin Clara treffen, als in der Schlossruine von Borgholm auf Öland eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird. Dabei handelt es sich um eine Journalistin, die offenbar professionell hingerichtet wurde. Maya und ihr Kollege Pär reisen nach Kalmar, um dort vor Ort zu ermitteln, als ein weiterer Mord geschieht. Für Maya bringen die Leichen Erinnerungen an eine damals verschwundene Schulkameradin zutage, denn es gibt Parallelen. Die Ermittlungen führen in rechtsextreme Kreise und der Fall wird sehr persönlich für Maya Topelius.

Sandra Åslund schreibt sehr bildhaft, erzählt dicht und lässt den dritten Band der Reihe sehr persönlich werden. Die Spannung wurde für mich vor allem durch die Rückblenden in die Vergangenheit und die Perspektivwechsel erzeugt. Die gewählte Thematik über Rechtsextremismus im ländlichen Raum und die entsprechenden Entwicklungen wirken entsprechend.

Ein spannender Fall mit einem hohen Anteil an Einbindung des Privatlebens von Maya Topelius.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Plädoyer für Streuner-Adoption

Streuner - von der Straße direkt ins Herz
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Vanessa und Rafael treffen auf einer Raststätte auf den kleinen Welpen Bruno aus Rumänien, der ihr komplettes bisheriges Leben auf den Kopf stellt und ihre Leidenschaft für den Tierschutzt weckt.

Vanessa ...

Vanessa und Rafael treffen auf einer Raststätte auf den kleinen Welpen Bruno aus Rumänien, der ihr komplettes bisheriges Leben auf den Kopf stellt und ihre Leidenschaft für den Tierschutzt weckt.

Vanessa Magalhaes kannte ich bis zu diesem Buch nicht, mochte jedoch die Mischung aus Erzählung der eigenen Erfahrungen und Erlebnisse sowie Informationen und Tipps zur Adoptien, zu den verschiedenen Strukturen und Abläufen des Tierschutzes in Rumänien und über die Pfötchenfarm in Portugal.

Durch die lebhaften und anschaulichen Schilderungen können die Leser*innen verfolgen, wie die Straßenhunde ein fester Bestandteil in Vanessas und Rafaels Leben geworden ist und was sie mit ihrem Rudel, bestehend aus Mojo, Rana und Mateo erleben und wie sie Pflegehunde aufnehmen und dabei helfen, den Einstieg in ein für-immer-Zuhause für sie zu legen.

Ein Plädoyer für die Adoption von Straßenhunden, dass alle lesen sollten, die gern einen Hund aufnehmen möchten.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Spannende Protagonistinnen

The Business Trip
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Jasmine, mit wenig Geld auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund, lernt die erfolgreiche Nachrichtenchefin Stephanie im Flugzeug nach San Diego kennen. Kurz darauf verschwinden beide, schreiben ihrem ...

Jasmine, mit wenig Geld auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund, lernt die erfolgreiche Nachrichtenchefin Stephanie im Flugzeug nach San Diego kennen. Kurz darauf verschwinden beide, schreiben ihrem Umfeld jedoch SMS über denselben Mann, bis die Nachrichten immer verstörender werden und ein übler Verdacht aufkommt...

Jessie Garcia hat sich mit "Business Trip" einen interessanten Plot überlegt und schreibt flüssig und spannend. Durch die kurzen Kapitel, die wechselnden Perspektiven und die Frage, was es mit Jasmine und Stephanie auf sich hat, war mein Lesefluss ungebrochen und ich habe das Buch nur so verschlungen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Durch die stückweise Enthüllung und die immer neuen Hinweise blieb der Spannungsbogen straff gespannt und die Auflösung hatte es in sich. Rückblickend waren die Entwicklungen an der einen oder anderen Stelle etwas stark konstruiert für mich, aber das Leseerlebnis insgesamt durch Spannung geprägt, weil nichts ist, wie es scheint.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Wie ein Nein das Stadtgeschehen bewegt

Hazel sagt Nein
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Hazel zieht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Wolf von New York in das beschauliche Riverburg, um dort das letzte Schuljahr zu absolvieren und dann auf ihr Wunschcollege zu gehen. Ihr Vater Gus hat nach ...

Hazel zieht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Wolf von New York in das beschauliche Riverburg, um dort das letzte Schuljahr zu absolvieren und dann auf ihr Wunschcollege zu gehen. Ihr Vater Gus hat nach jahrelanger akademischer Arbeit endlich eine Professur in Riverburg bekommen. Doch der Neuanfang gerät rasch in Schieflage, denn am ersten Schultag wird Hazel in das Büro des Direktors gerufen. Dort verkündet er ihr, er suche sich jedes Jahr eine Schülerin des letzten Jahrgangs aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingehe und dass Hazel für dieses Jahr die Auserwählte sei. Impulsiv sagt sie nein und setzt damit nicht nur die Veränderung ihrer eigenen Schullaufbahn, sondern auch ihres Familienalltags, der Familiendynamik und des gesamten Stadtgeschehens in Aufruhr, da alle so beeindruckt von Direktor White und seinem unermüdlichen Einsatz für die Schülerinnen sind.

Jessica Berger Gross hat mich nicht nur mit dem Plot, sondern auch mit ihren Zwischentönen und ihrem Schreibstil begeistern können. Das Szenario, dass der Direktor eine sexuelle Beziehung mit einer Schülerin eingehen möchte und die Frage der Glaubhaftigkeit bei der Veröffentlichung auftaucht und sich jede
r Bewohner*in ein Urteil bildet und teilweise entsprechend handelt, ist für mich gar nicht verwunderlich und sehr realitätsnah.
Die Figuren sind sehr nachvollziehbar und greifbar dargestellt. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven und teilweise mit Zeitsprüngen. Die veränderten Dynamiken sind zu jedem Zeitpunkt les- und spürbar.
Ein sehr gelungener Roman mit wichtigen Themen, über den auf jeden Fall gesprochen werden sollte!

Veröffentlicht am 11.01.2026

Hat mich begeistert

Die Riesinnen
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"Die Riesinnen" ist ein drei-Generationen-Portrait der Riessberger Frauen: Großmutter Liese, Mutter Cora und Tochter Eva, die in verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Drängen und Wünschen heranwachsen ...

"Die Riesinnen" ist ein drei-Generationen-Portrait der Riessberger Frauen: Großmutter Liese, Mutter Cora und Tochter Eva, die in verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Drängen und Wünschen heranwachsen und die eins eint: die Heimat im Schwarzwald und die tiefe Verwurzelung in Wittenmoos - für jede der drei Frauen auf ganz eigene Weise.
Inhaltlich möchte ich mich gar nicht zu den einzelnen Figuren und ihren Geschichten äußern, um das Leseerlebnis nicht im Voraus zu beeinflussen. Ausgehend vom Klappentext habe ich einen Heimatroman mit Frauen als Protagonistinnen erwartet, der mir Einblicke in die verschiedenen Generationen und Geschehnisse gibt. Was ich nicht erwartet habe, ist ein Roman, der mich von der ersten Seite an komplett in seinen Bann gezogen hat und mich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchlesen lässt.
Hannah Häffner hat ein ganz besonders Sprachgefühl vermittelt. Einerseits durch die sehr anschaulichen landschaftlichen Beschreibungen des Waldes und des Dorfes Wittenmoos, andererseits durch die akkuraten Schilderungen der Bewohnerinnen, der Verhaltensweisen und der Eigenheiten, die zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar und spürbar waren. Mir gefällt, wie einige Konflikte in Dialogen kommuniziert werden, viel mehr jedoch ungesagt und unbesprochen bleibt und trotz allem zwischen den Zeilen stattfindet und innerhalb der Leserinnen zum Tragen kommt.

Ein fantastischer Roman mit tollen Protagonistinnen, den ich als sehr eindringlich empfand. Ich habe jede Seite genossen, geradezu in mir aufgesaugt und habe es bedauert, als ich die letzte Seite hinter mir hatte. Ich beneide alle, die diese Leseerfahrung noch vor sich haben, denn ich würde sie gern noch einmal so empfinden.