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Veröffentlicht am 02.12.2025

Entschleunigt

Entführung im Himmelreich
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Aufruhr auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee! Der Bäcker ist verschwunden, aufgrund nun fehlender Brötchen ist die Laune der Camper auf dem Tiefpunkt. Dauercamper Kopernikus und Annabelle entdecken ...

Aufruhr auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee! Der Bäcker ist verschwunden, aufgrund nun fehlender Brötchen ist die Laune der Camper auf dem Tiefpunkt. Dauercamper Kopernikus und Annabelle entdecken den Lieferwagen des Bäckers in der Nähe des Sees, seine Schuhe stehen am Ufer. Die Polizei geht sofort von Selbstmord aus. Kopernikus jedoch spürt instinktiv, daß der Fall nicht so einfach gelöst ist, denn es gab auch noch einen Einbruch in ein Hausboot, die Besitzerin wurde angegriffen. Ein Motiv ist nicht zu erkennen. Kopernikus und Annabelle werden durch ihre Recherchen schnell in einen verzwickten Fall verwickelt!

"Entführung im Himmelreich" ist der zweite Fall für Kopernikus und Annabelle auf dem Campingplatz "Himmelreich. Andreas Winkelmann schreibt auch hier wieder herrlich flüssigvoller Humor und gut verständlich, so daß man der Handlung gut folgen kann. Dadurch liest man leider viel zu schnell, so daß man dies herrliche Buch viel zu schnell beendet hat. Seine Charaktere sind durchweg gut beschrieben, allesamt sehr sympathisch. Sie verfügen über Ecken und Kanten, sind auf ihre Art skurril und somit wie aus dem Leben gegriffen. Campingplatz und Umgebung werden lebendig, man bekommt eine genaue Vorstellung vom Camperleben und fühlt sich einfach wohl inmitten der Camper. Andreas Winkelmann schafft es gekonnt Humor und Spannung zu verbinden. Dabei findet er zwischen beidem die ideale Balance. Der Fall ist sehr vielseitig aufgebaut. Zum einen ermittelt man hier mit im Fall des verschwundenen Bäckers, zum anderen im Fall des Einbruches und einen unbekannten Toten gibt es auch noch! Hier kann man ordentlich miträtseln! Ich mag diese Serie sehr und kann auch diesen Band sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Ein nicht alltägliches Thema

Die wilden Jahre
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Das Jahr 1919: Thora hat in Düsseldorf ihr Schauspielstudium begonnen. Ihre Eltern und ihr vom Krieg zurückgekehrter Bruder Hannes leben in München-Gladbach. Die Familie ist wohlhabend. Obwohl Düsseldorf ...

Das Jahr 1919: Thora hat in Düsseldorf ihr Schauspielstudium begonnen. Ihre Eltern und ihr vom Krieg zurückgekehrter Bruder Hannes leben in München-Gladbach. Die Familie ist wohlhabend. Obwohl Düsseldorf nicht weit von Thoras Heimatstadt entfernt ist, trennen sie Welten, denn München-Gladbach gehört zu der von den Belgiern besetzten Zone. Die Geschwister standen sich schon immer nahe, doch seitdem Hannes aus dem Krieg zurück ist, hat er sich verändert. Er ist nachdenklich und still geworden. Da wird Hannes wegen Mordes verhaftet. Die Polizei hat den Fall schnell zu den Akten gelegt. Für sie ist der Mörder gefunden. Da wird Thora klar, daß sie ihrem Bruder helfen muß. Sie forscht ganz alleine nach dem wahren Täter. Erst langsam wird ihr klar, warum Hannes nicht aussagen will, denn wenn er das tut, wird sein Leben nie mehr so sein wie es einmal war.

Die Autorin Susanne Goga nimmt ihre Leser in ihrem Roman "Die wilden Jahre" mit in eine Zeit, die von Streiks und Unruhen geprägt ist. Das Buch ist eine Zeitreise in das Jahr 1919. Man erfährt viele interessante Einzelheiten über das Leben in diesem Jahr. Doch das ist nur die Beigabe. Die eigentliche Geschichte ist sehr spannend und auch anrührend. Die innige Zuneigung der Geschwister geht ans Herz und ist durch nichts zu erschüttern. Susanne Goga beschreibt das sehr warmherzig. Genauso gut gelingt es ihr, die Spannung in der Geschichte hoch zu halten. Die schrecklichen Geschehnisse im Krieg werden dabei nicht ausgespart. Das Buch behandelt ein nicht alltägliches Thema und ist deshalb ganz besonders lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Räumt mit Vorurteilen auf

Die geheime Welt der Straßenhunde
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Die Hundetrainerin Sarah Fink ist 6 Monate durch Europa gereist und hat Straßenhunde mit GPS-Trackern ausgestattet. Dadurch hat sie tiefe Einblicke in deren Leben erhalten. Davon berichtet sie in ihrem ...

Die Hundetrainerin Sarah Fink ist 6 Monate durch Europa gereist und hat Straßenhunde mit GPS-Trackern ausgestattet. Dadurch hat sie tiefe Einblicke in deren Leben erhalten. Davon berichtet sie in ihrem Buch "Die geheime Welt der Strassenhunde". Eine wichtige Erkenntnis aus ihrer Reise lautet: Nicht alle Straßenhunde sind unglücklich und müssen unbedingt gerettet werden. Viele führen ein vollendetes Rudelleben, haben ihre Position im Rudel und sind schlichtweg glücklich. Im Gegenteil - werden sie aus dem Verband gerissen, verlieren sie ihren Halt, für das Rudel bedeutet das Fehlen eine Lücke in der Aufgabenverteilung, was Machtkämpfe zur Folge haben kann. Wichtig ist auch, daß nicht alle Hunde misshandelt werden, viele werden sogar gefüttert, haben Besitzer, die ihnen ihre Freiheit lassen. Hier wird hinterfragt, ob man den Hunden wirklich einen Gefallen tut, wenn man sie aus ihrem Verband herausreißt und fortan an der Leine in der Großstadt hält. Wenn man dieses Buch wirklich verstanden hat, kommt man zu einem klaren Nein, auch wenn Sarah Fink hier wirklich "nur" ihre Forschungsergebnisse beschreibt und keine Wertung abgibt. Dabei lernt man so viel! Denn alle uns bekannten Regeln wie: Hunde brauchen soundsoviel Bewegung und Schlaf pro Tag, werden hier über Bord geworfen. Straßenhunde lehren uns, daß jeder Hund seinen eigenen, individuellen Rhythmus hat. Der eine läuft mehr als der andere, der nächste braucht mehr Schlaf - so mancher Hundebesitzer sollte dies einmal verinnerlichen. Sarah Fink schreibt auf wunderbar leicht verständliche Art, ohne erhobenen Zeigefinger. Sie läßt sich den Leser eigene Gedanken machen und somit selbstständig zu einem Fazit kommen. Dies tut sehr gut, denn oft sind die Fronten im Tierschutz verhärtet, der Umgangston rauh. Unterstützt wird dieses Buch durch zahlreiche tolle Farbfotos, die Straßenhunde in ihrem wahren, ausgeglichenen Leben zeigen. Fazit aus diesem Buch: Natürlich gibt es Straßenhunde, denen es schlecht geht - aber eben nicht alle. Folglich müssen auch nicht alle gerettet werden!

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Sehr berührend

Die Frauen von Ballymore
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Sorcha d'Donovan ist 16 Jahre alt, als sie in ihrem Heimatdorf Ballymore an der irischen Küste den Musiker Con Daly kennenlernt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Sorchas strenger Vater ist ...

Sorcha d'Donovan ist 16 Jahre alt, als sie in ihrem Heimatdorf Ballymore an der irischen Küste den Musiker Con Daly kennenlernt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Sorchas strenger Vater ist gegen die Beziehung. Deshalb beschließen die Verliebten nach London zu ziehen. Con will dort als Musiker berühmt werden. Die ersten Jahre leben sie in Armut. Con verdient als Straßenmusiker nur wenig. Dann bekommt er die Möglichkeit, Mitglied einer Band zu werden. Sein Traum geht in Erfüllung. Die Band wird bald weltberühmt und Con wird ein reicher Mann. Doch er verändert sich und wird Sorcha immer fremder. Ihre Liebe steht vor dem Aus. Da schlägt das Schicksal grausam zu. Con muß erkennen, daß es Dinge im Leben gibt, die man für kein Geld der Welt kaufen kann.

Die Romane der Autorin Lucinda Riley sind weltberühmt. Dieser hier, mit dem Titel "Die Frauen von Ballymore", wurde nach ihrem Tod veröffentlicht. Die Geschichte hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie ist so voll von tragischen Schicksalsschlägen, daß man manchmal tief durchatmen muß, um nicht allzu traurig zu werden. Lucinda Riley verstand es einfach hervorragend, ihre Leser in den Bann der Handlung zu ziehen. Sie beschreibt hier die Schattenseiten des Ruhms. Man macht sich darüber keine Gedanken und beneidet die Stars, doch es ist schon erschreckend, wie besitzergreifend manche Fans sind. Dieses Buch ist in der langen Reihe der Lucinda Riley Romane eines der ergreifendsten. Die Traurigkeit dieser Geschichte hält noch lange nach dem Ende an und bleibt in Erinnerung.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Perfekter Ratgeber

Leinenführigkeit
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Wer kennt nicht die ständig an der Leine ziehenden, ihre Besitzer hinter sich her schleifenden Hunde? Keine schöne Angelegenheit und nebenbei gefährlich. Sami El Ayachi hat dagegen das perfekte Training! ...

Wer kennt nicht die ständig an der Leine ziehenden, ihre Besitzer hinter sich her schleifenden Hunde? Keine schöne Angelegenheit und nebenbei gefährlich. Sami El Ayachi hat dagegen das perfekte Training! Dieses stellt er in seinem Buch : "Leinenführigkeit - Der orientierte Hund" vor. Auf leichte Weise vermittelt er, wie man überhaupt eine Verbindung zu seinem Hund aufbaut. Dies bildet nun einmal die Grundlage zu jeder Hundeerziehung und einem harmonischen Miteinander. Gibt es hier Defizite, muß erst daran gearbeitet werden. Sami zeigt auf, wie wichtig das tägliche Training auch in noch so kleinen Schritten ist, wie wichtig Konsequenz ist. Das Training wird hier nach und nach gesteigert, so daß man die Übungen zu Hause gut erarbeiten kann. Dabei wird der Hundehalter schnell merken, daß Leinenführigkeit viel mehr bedeutet, als einen an der lockeren Leine gehenden Hund zu haben. Denn Leinenführigkeit basiert auf Harmonie, bringt Freiräume und zeigt, daß beide Enden der Leine einander verbunden sind - und die Leine kein Zwangsmittel ist, sondern gemeinsam erlebten Spaß bedeuten kann. Nebenbei gibt die Leine manchen Hunden auch Sicherheit. Dieses Buch vermittelt Wissen nicht nur durch den leicht verständlichen Text, sondern auch durch Fotos, die die einzelnen Übungen und Fallbeispiele visuell verdeutlichen. Dieses Buch bekommt von mir eine klare Empfehlung!

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