Emotionen pur
Mit „Die Frauen von Ballymore“ entführt Lucinda Riley ihre Leser*innen in eine Geschichte voller Liebe, Verrat und lang gehüteter Geheimnisse, die sich über Generationen und Kontinente hinweg entfaltet. ...
Mit „Die Frauen von Ballymore“ entführt Lucinda Riley ihre Leser*innen in eine Geschichte voller Liebe, Verrat und lang gehüteter Geheimnisse, die sich über Generationen und Kontinente hinweg entfaltet. Von den rauen Küsten Irlands bis ins pulsierende London der 1960er Jahre entsteht ein Drama, das sowohl emotional packend als auch atmosphärisch dicht ist.
Im Mittelpunkt steht Sorcha O'Donovan, deren behütete Jugend auf Ballymore von einer verbotenen Liebe erschüttert wird. Die heimliche Beziehung zu Con Daly, einem eigenwilligen Musiker, entfacht nicht nur Leidenschaft, sondern auch Konflikte, die ihr Leben für immer verändern. Riley versteht es meisterhaft, die Intensität erster Liebe und die Tragik des Verrats zu verbinden – sodass man als Leser:in mit jeder Seite tiefer in die Figuren hineingezogen wird.
Die Charaktere sind lebendig und facettenreich: Sorcha beeindruckt mit ihrer Stärke und Verletzlichkeit, Con verkörpert den Traum des Aufstiegs aus dem Schatten in den Ruhm, und die Antagonistin Helen McCarthy ist ein Paradebeispiel für Eifersucht, die eine Geschichte nachhaltig prägt. Besonders gelungen ist, wie Riley die sozialen Spannungen und Unterschiede zwischen ländlichem Irland und dem städtischen London der 60er Jahre herausarbeitet – ein kultureller und emotionaler Kontrast, der die Handlung zusätzlich spannungsreich macht.
Stilistisch überzeugt Riley durch flüssige, bildhafte Erzählung, die Charakterentwicklung, Emotionen und Schauplätze gleichermaßen lebendig werden lässt. Man fühlt den Wind über der irischen Küste, hört die Straßen Londons pulsieren und erlebt jede Entscheidung, jeden Schmerz der Protagonist:innen hautnah mit.
"Die Frauen von Ballymore "ist ein fesselnder Familien- und Liebesroman, der Geheimnisse, Intrigen und Herzschmerz kunstvoll miteinander verwebt.