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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Tolle Fälle!

Die Toten der anderen
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Clare Mackintoshs „Die Toten der Anderen“ ist bereits Band 3 der Reihe rund um die Detectives Ffion und Leo und ich finde, die Reihe wird von Band zu Band besser. 😍 Auch diese Geschichte konnte mich wieder ...

Clare Mackintoshs „Die Toten der Anderen“ ist bereits Band 3 der Reihe rund um die Detectives Ffion und Leo und ich finde, die Reihe wird von Band zu Band besser. 😍 Auch diese Geschichte konnte mich wieder sehr überzeugen und wenn man mal Lust auf einen eher ruhigen Krimi zum Miträtseln hat, kann man mit den Büchern nichts falsch machen. Ffion und Leo stehen als Ermittelnde ganz klar im Fokus und auch ihre Privatleben und Beziehungen nehmen einen großen Teil der Handlung ein. Man muss die beiden schon mögen, sonst wird das nichts mit der Reihe. 😁 Ich mag die zwei aber sehr gerne, vor allem Ffion mit ihrer ganz eigenen Art und ihrem Hund mit den Verdauungsproblemen. 👀 Der Krimi startet wieder sehr ruhig, Ffion und Leo ermitteln unabhängig voneinander und während Ffion es mit einer Leiche zu tun, kümmert sich Leo um eine Reihe von Einbrüchen. Zunächst scheint es nicht so, als hätte das eine was mit dem anderen zu tun und ich will auch nicht zu viel verraten, aber die Auflösung hat mich an vielen Stellen nochmal richtig überraschen können. Die Autorin hat sich da was richtig Ausgeklügeltes überlegt. Die ganzen privaten Komponenten, die noch in die Geschichte einfließen, machen die beiden Protas so lebendig und sorgen dafür, dass man richtig mit ihnen mitfiebern kann. Nach Band 3 fühlen sie sich schon beinahe an wie gute Freunde und ich hoffe sehr, dass es mit der Reihe weitergeht. Am Ende bekommen wir nämlich nochmal einen Ausblick, der mich sehr neugierig gemacht hat. Von mir also eine große Empfehlung für die Reihe, insbesondere für Band 3. 4,5 ⭐

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Mittelmäßig

Middle of the Night
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Für mich war es das dritte Buch von Riley Sager und ich bin noch nicht sicher, ob ich weitere Bücher von ihm lesen will. Das Buch war zwar nicht schlecht, aber so ganz überzeugt hat es mich leider auch ...

Für mich war es das dritte Buch von Riley Sager und ich bin noch nicht sicher, ob ich weitere Bücher von ihm lesen will. Das Buch war zwar nicht schlecht, aber so ganz überzeugt hat es mich leider auch nicht.

Was Riley Sager besonders gut kann, sind atmosphärische Bilder hervorrufen. Düsternis und leichter Grusel waren stetige Begleiter beim Lesen des Buchs. Die Geschichte ließ sich wieder gut lesen und ich habe sehr schnell ein Gefühl für die Charaktere bekommen. Vor 30 Jahren verschwand Ethans bester Freund Billy, als sie beide noch Kinder waren und Ethan will jetzt herausfinden, was damals wirklich geschah. Alle schienen irgendwie verdächtig, und doch irgendwie auch niemand davon. So richtig Miträtseln konnte ich nicht. Dafür war das Buch einfach viel zu ruhig und lange Zeit passiert auch nichts. Die Handlung plätschert vor sich hin und auch wenn ich es nicht langweilig fand, war mir etwas zu wenig los.

Immer wieder wurden ein paar mysteriöse Situationen eingestreut und lange war nicht klar, ob das Buch in eine übernatürliche Richtung gehen wird. Billy war nämlich schon immer sehr fasziniert von Geistern und dieses besondere Interesse nimmt auch einen großen Fokus im Buch ein. Im letzten Drittel kommt noch ein bisschen Schwung in die Kiste und die gesamte Auflösung hat mir sehr gut gefallen. Diese Twists - das kann der Autor einfach. Aber der Weg dahin war mir etwas zu laaaaaang. Daher schon irgendwie ne Empfehlung, wenn ihr mal einen etwas ruhigeren Roman mit gruseligen Elementen lesen wollt. 3 ⭐️

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Veröffentlicht am 22.02.2026

War in Ordnung

Into the Abyss
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ch gebe zu, ich habe mir anfangs echt schwer damit getan... Wir bekommen eine sehr lange Einführung, in der wir Meredith kennenlernen - eine New Yorker Psychiaterin, die mit einem schweren Verlust umgehen ...

ch gebe zu, ich habe mir anfangs echt schwer damit getan... Wir bekommen eine sehr lange Einführung, in der wir Meredith kennenlernen - eine New Yorker Psychiaterin, die mit einem schweren Verlust umgehen muss und gleichzeitig eine fragwürdige Obsession für einen ihrer Patienten entwickelt. Irgendwann steigert sich das Ganze so sehr, dass sie anfängt Gabriel zu verfolgen. Ihr Schicksal ist mit dem von Gabriel verwoben und an sich hat es mir gefallen, die Hintergründe zu erfahren, die wir auch durch Rückblicke geliefert bekommen. So ganz konnte ich aber nicht nachvollziehen, wieso Meredith so auf Gabriel fokussiert ist. Der Klappentext verrät schon, dass sie besessen davon ist herauszufinden, wieso Gabriel nach dem was passiert ist, scheinbar wieder glücklich sein kann. Ich hatte aber gar nicht den Eindruck, dass sie so dermaßen traurig in ihrem Leben ist, deswegen konnte ich dieses Argument nicht so nachfühlen. 😂 Irgendwie war mir das in der Umsetzung nicht nachvollziehbar genug.

Die Handlung wurde zunehmend spannender und die ersten Fragen kamen auf. Ich hatte einige Theorien und ich muss zugeben, dass ich am Ende doch noch überrascht werden konnte und mich die Auflösung absolut überzeugen konnte. Das letzte Drittel hat super viel Spaß gemacht, aber der Weg dahin war ein wenig zu lang und zäh. Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und die Autorin hat es auf alle Fälle drauf, eine düstere, angespannte Atmosphäre zu schaffen, sodass ich ständig das Gefühl hatte, da würde gleich ein großer Knall kommen. Ich kann das Buch also auf jeden Fall für Thriller-Einsteiger empfehlen, die Bock auf ein bisschen Nervenkitzel haben. 3,5-4 ⭐

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Veröffentlicht am 22.02.2026

So ein guter Thriller

Der Kuckucksjunge
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Anfangs war ich skeptisch - ein über 600 Seiten Thriller? Kann das gut werden? Ich bin ja eher Fan von flotten Twists und einer „Schlag auf Schlag“-Handlung. Aber ich wurde positiv überrascht, denn keine ...

Anfangs war ich skeptisch - ein über 600 Seiten Thriller? Kann das gut werden? Ich bin ja eher Fan von flotten Twists und einer „Schlag auf Schlag“-Handlung. Aber ich wurde positiv überrascht, denn keine Seite war langweilig. Eigentlich hätte mir das klar sein müssen, weil ich vor Jahren schon „Der Kastanienmann“ von dem Autor gelesen und geliebt habe. Aber seitdem ist eine gefühlte Ewigkeit vergangen.

Die Handlung startet direkt brutal und eiskalt, man bekommt also direkt im Prolog schon serviert, worauf man sich einlässt. Die Brutalität lässt auch im Verlauf der Handlung nicht nach, die Taten werden teilweise ziemlich explizit beschrieben, es ist also nicht unbedingt was für schwache Nerven. Wir bekommen auch wieder viele Einblicke in das Privatleben unserer Ermittler*innen. Das war aber genau richtig dosiert, sodass keine Längen aufkamen. Ständig passiert etwas und die Spannung befindet sich durchgängig auf einem hohen Niveau, ohne abzuflachen. Der Fall an sich war super durchdacht, nicht zu komplex, aber auch nicht zu einfach. Irgendwann hatte ich dann schon einen Verdacht, aber da kamen trotzdem noch einige interessante Details dazu, die mich überraschen konnten. Die Personen sind die selben wie schon in „Der Kastanienmann“, aber Vorkenntnisse braucht man keine. Ich konnte mich auch an gefühlt nichts mehr erinnern. 😂 Das Setting ist gewohnt skandinavisch - düster, atmosphärisch, kalt. Ein richtig geniales Buch im Skandi Crime Genre. 🫶🏻 Von mir gibt es eine dicke Empfehlung, wenn ihr Lust auf einen toll durchdachten Thriller habt. 5 ⭐️

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Satz mit X...

The Friend Zone
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Puuuuh. Also dieses Buch hätte ich am liebsten mehrfach an die Wand gepfeffert. Was habe ich da gelesen??
Zugegeben, der Anfang war toll. Das Aufeinandertreffen von Josh und Kristen war witzig, die Dialoge ...

Puuuuh. Also dieses Buch hätte ich am liebsten mehrfach an die Wand gepfeffert. Was habe ich da gelesen??
Zugegeben, der Anfang war toll. Das Aufeinandertreffen von Josh und Kristen war witzig, die Dialoge humorvoll, der Schreibstil lebhaft. Das war aber auch wirklich das einzig Positive. Angefangen mich zu nerven, hat die Handlung eigentlich relativ schnell. Die Autorin versucht mit Kristen eine Frauenfigur zu erschaffen, die „anders ist als alle anderen“ und wertet damit alle anderen Frauen ab. Beispielsweise trifft sich Josh mit einer „Yogalehrerin“ (allein, dass sie darauf reduziert wird 🙄) und sein Fazit aus dem Date war: die war einfach nur anstrengend, aber so ist das halt mit gutaussehenden Frauen. Ok, also ist man entweder anstrengend oder hässlich? Verstehe. Aber welch ein Glück gibt es Kristen. Josh nennt sie ein „Einhorn“, sie trinkt nämlich Bier, legt wenig Wert auf Äußerlichkeiten und schei** auf Rosen am Valentinstag. Kristen ist einfach ne krasscoole Socke, ganz anders als der Rest. 100% PICK ME. Ach und nicht zu vergessen haben wir hier auch den Cheating Trope, Kristen ist nämlich eigentlich mit wem anders zusammen und wie die Autorin das gelöst hat, fand ich persönlich auch völlig daneben.

Dann hat die Gute sich einfach nur hochgradig toxisch verhalten. Relativ schnell erfahren wir, dass Kristen unfruchtbar ist und das ist zwar ein wichtiges Thema, aber die Umsetzung… sie macht das zu ihrer ganzen Persönlichkeit, es gibt nichts, was sie liebenswert macht, weil sie keine Kinder bekommen kann. Deswegen hält sie Josh die ganze Zeit hin, ist gemein zu ihm, weil sie ja besser weiß, was für ihn gut ist. Er will schließlich Kinder. Aber nicht nur die Prota vermittelt, dass das das wichtigste auf der Welt ist, auch ihre beste Freundin und auch Josh selbst sind am Anfang der Meinung, dass es nichts wichtigeres gibt. Bis zum Schluss nennt sie ihren Körper „schrottig“.Dann kam etwas unvorhergesehenes, was auch emotional war und was ich dann schon mehr gefühlt habe. Da dachte ich, vielleicht geht es jetzt doch noch bergauf. Und dann kam das Ende und ich dachte mir: Entschuldigung, WIE BITTE?? WOLLT IHR MICH GERADE VERARSCHEN? Also das war so krass daneben, ich kann es nicht in Worte fassen. 😂 Von mir also absolut keine Empfehlung für dieses Buch. 2 ⭐️ (für den Schreibstil).

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