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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Das Reich des Teufelsfürsten
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Acht Jahre sind vergangen, und Vlad ist in dieser Fortsetzung von "Der Teufelsfürst" zurück in seiner Heimat. Zehra von Katzenstein, seine Geliebte, und sein Sohn Carol leben in den Karpaten in den Mauern ...

Acht Jahre sind vergangen, und Vlad ist in dieser Fortsetzung von "Der Teufelsfürst" zurück in seiner Heimat. Zehra von Katzenstein, seine Geliebte, und sein Sohn Carol leben in den Karpaten in den Mauern eines Klosters. Dort wartet Zehra auf Vlad, doch dieser will zunächst gegen seine Feinde kämpfen um dann eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu können.

Zur gleichen Zeit leben in Ulm Sophia und Utz von Katzenstein. Beide haben sich nicht mehr viel zu sagen. Utz geht als Kaufmann viel auf Reisen, während Sophia mit ihrem Leben unzufrieden ist. Utz trifft eine Entscheidung, die für alle eine große Bedeutung erlangen wird.

Auch hier hat Silvia Stolzenburg wieder gezeigt, wie gut sie als Autorin ist. Der Schreibstil ist herrlich flüssig. Sie schafft es, daß man das Buch eigentlich nur kurz in die Hand nehmen möchte und dann einfach nicht mehr davon los kommt. Die Spannung ist auch hier wieder so greifbar, daß es fast knistert. Sie beschreibt alles sehr anschaulich und detailgetreu. Egal was sie beschreibt, man sieht es automatisch genau vor Augen. Egal, ob es das damalige Leben war oder die Foltermethoden von Vlad, es läuft wie ein Film im Kopf ab. In diesem Buch werden erfundene und reale Charaktere miteinander verwoben und sehr gut dargestellt. Man erkennt wundervoll die einzelnen Charaktereigenschaften. Das Personenregister ist hier sehr hilfreich, denn dort erfährt man, welche Personen tatsächlich gelebt haben.

Für mich eine absolute Empfehlung, man sollte jedoch zuerst "Der Teufelsfürst" lesen, denn die Geschichte baut stark auf dem ersten Teil auf.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Genial

Überwiegend fabelhaft
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Nina und ihre Tochter Marie haben sich nun in Wiestal eine Heimat aufgebaut. Sie haben Freunde gefunden, fühlen sich wohl und Ninas Modelabel "Zwiebellook", daß sie zusammen mit den Dorfschnepfen führt, ...

Nina und ihre Tochter Marie haben sich nun in Wiestal eine Heimat aufgebaut. Sie haben Freunde gefunden, fühlen sich wohl und Ninas Modelabel "Zwiebellook", daß sie zusammen mit den Dorfschnepfen führt, floriert. Und zwar dermaßen, daß Nina sich entschließt, einen Assistenten einzustellen, damit ihr Privatleben nicht leidet. Doch dann kommt es knüppeldick: Ihre Stammkunden stornieren einer nach dem anderen ihre Bestellungen, so daß es um Zwiebellook nicht mehr gut bestellt ist. Durch den Hinweis einer reuig zurückgekehrten Kundin erfährt Nina, daß Plagiate ihrer Ware per Internet im Umlauf sind. Und nicht nur das: auch Teile aus der bisher unveröffentlichten Ware der nächsten Saison stehen bei "Lagenlook" bereits zum Verkauf. Irgendjemand scheint hier Spionage zu betreiben. Bloß wer?

Dieses Buch ist einfach herrlich! Der Schreibstil ist total flüssig, es liest sich (leider viel zu) schnell. Besonders witzig ist der fränkische Dialekt, der hier bis ins kleinste Detail niedergeschrieben ist. Aber keine Sorge - man versteht ihn! Überhaupt ist hier alles richtig originell dargestellt. Die Dorfgemeinschaft mit ihren einzelnen Charakteren, bei der jeder seine Ecken und Kanten hat, das Dorfleben - alles ist wundervoll realistisch dargestellt. Man lebt förmlich mit in dieser Dorfgemeinschaft. Man liebt sie einfach alle und taucht förmlich in der Geschichte mit ein.

Das Buch selbst ist sehr liebevoll gestaltet. Was mit dem auffälligen Cover, daß sich vom "Einheitsbrei", der heute üblich ist, doch angenehm unterscheidet, beginnt, setzt sich im Buch selbst mit den Kapitelüberschriften fort. Jedes Kapitel beginnt mit einem Wetterfrosch, der je nach Gefühlslage in diesem Kapitel schönes oder schlechtes Wetter vorhersagt. Die Wettervorhersage darunter vermittelt in humoristischer Art eine kleine Zusammenfassung dessen, was den Leser in diesem Kapitel erwartet.

Mit dieser Fortsetzung der Wiestaler Geschichte, die sich auch ohne Vorkenntnisse lesen läßt, ist dem Autorenduo Fanny Wagner und Carolin Birk ein genialer Streich gelungen!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Ein Muß für jeden Hundehalter

Spielverhalten bei Hunden
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In diesem Buch steht ein ganz wichtiges Thema für Hunde im Mittelpunkt: Spielen. Denn entgegen mancher Meinung, ist das Spielen mit Artgenossen für Hunde ein unbedingtes Muß! Mechthild Käufer hat hier ...

In diesem Buch steht ein ganz wichtiges Thema für Hunde im Mittelpunkt: Spielen. Denn entgegen mancher Meinung, ist das Spielen mit Artgenossen für Hunde ein unbedingtes Muß! Mechthild Käufer hat hier ein Standardwerk über das Spielverhalten bei Hunden geschrieben. Sie behandelt Themen wie Spielkommunikation, warum Hunde spielen, wie sie spielen, was das Spiel mit dem Besitzer über die gegenseitige Beziehung aussagt und wann aus Spiel bitterer Ernst wird. Und dies Wissen vermittelt sie in absolut verständlicher, leicht lesbarer Weise, so daß wirklich jeder aus dem Buch lernen kann. Durch die wundervollen Farbfotos kann man hier die Körpersprache der Hunde nicht nur durch den Text erlesen, sondern auch direkt anhand der Bilder sehen, was gemeint ist. Aus diesem Buch kann wirklich jeder noch etwas lernen, egal ob er Hundeanfänger ist oder, so wie ich, schon seit über 30 Jahren Hunde um sich hat.

Ein Standardwerk, daß in jeden Hundehaushalt gehört!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Flop

Kein sicherer Ort
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Das Ehepaar Ruth und Christian Donaldson sind überfordert. Haushalt, Beruf und Kindererziehung sind einfach zu viel und so beschließen sie, ein Kindermädchen zu engagieren. Aggie erscheint genau richtig ...

Das Ehepaar Ruth und Christian Donaldson sind überfordert. Haushalt, Beruf und Kindererziehung sind einfach zu viel und so beschließen sie, ein Kindermädchen zu engagieren. Aggie erscheint genau richtig für diesen Job zu sein. Sie schafft es, dem Haus wieder Gemütlichkeit einzuhauchen und verübt ihren Job als Kindermädchen mit Hingabe. Da die Eltern mit ihren eigenen Problemen mehr als beschäftigt sind, merken sie nicht, daß Aggie eigene Ziele verfolgt und ein Geheimnis verbirgt.

Dieses Buch ist mehr als enttäuschend. Der Klappentext verspricht Spannung, geht sogar in Richtung Grusel und Horror. Doch dies findet man in diesem Buch beides nicht. Es ist einfach ermüdend, über Seiten nur von den Streitereien und der Unzufriedenheit von Ruth und Christian zu lesen. Beide sind richtiggehend unsympathisch, kommen mit ihrem Leben absolut nicht klar, und man fragt sich, wieso sie überhaupt Eltern geworden sind. Sie hätten erstmal ihr Leben sortieren sollen. Aggie selbst, die hier ja eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte, wird von diesen ganzen Problemen förmlich an die Wand geschrieben. Hier hätte von der Autorin eindeutig mehr kommen müssen.

Wer hier einen unheimlichen und spannenden Roman vermutet, ist fehl am Platz!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Etwas überzogen

Pandablues
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Charlotte, mittlerweile Praktikantin im Zoo als Pinguinpflegerin, lebt mit ihrem Traumprinzen Eric zusammen und versucht, ihn davon zu überzeugen, eine größere Wohnung zu suchen. Doch dann muß sei feststellen, ...

Charlotte, mittlerweile Praktikantin im Zoo als Pinguinpflegerin, lebt mit ihrem Traumprinzen Eric zusammen und versucht, ihn davon zu überzeugen, eine größere Wohnung zu suchen. Doch dann muß sei feststellen, daß er ihr irgendetwas verheimlicht, denn er führt Telefonate, die er ihr verheimlicht und spricht die Gesprächspartnerin mit "Schatz" an. Und an dem Umzug scheint er auch nicht sonderlich interessiert zu sein. Wird sich für sie noch alles zum Guten wenden?

"Pandablues" ist die Fortsetzung von "Pinguinwetter". Hier trifft man sie alle wieder: Freundin Mona, Finn, das Chaoskind und Charlotte´s Mutter Renate, die in Grönland mit ihrem Mann lebt. Sie alle sind auch hier wieder in chaotischer Mission unterwegs. Und man freut sich, wieder von ihnen zu lesen. Denn sie alle sind sympathisch beschrieben. Das Buch liest sich sehr flott weg, denn der Schreibstil ist locker und lustig, nicht besonders anspruchsvoll. Genau wie die Handlung. Man kann es einfach so mal zwischendurch lesen, ohne dabei groß nachdenken zu müssen. Meiner Meinung nach, ist das Chaos hier jedoch leicht übertrieben. An manchen Stellen ist es einfach ein zuviel an völlig chaotischen Situationen, aus der sich Charlotte wieder hinausmanövrieren muß. Was ihr natürlich auch immer ohne größeren Schaden gelingt. Etwas weniger hätte hier auch gereicht. Es wirkt manchmal schon sehr bemüht, noch mehr lustiges Chaos einzubringen.

Pandablues reicht leider nicht mehr an Pinguinwetter heran!