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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2017

Gefühlvoll und bewegend

Liebe unter Fischen
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Der Lyriker Fred Firneis ist total deprimiert. Sein einziger Freund ist der Alkohol. Neue Gedichte fallen ihm nicht mehr ein. Die braucht aber seine Verlegerin Susanne dringend für den neuen Lyrikband. ...

Der Lyriker Fred Firneis ist total deprimiert. Sein einziger Freund ist der Alkohol. Neue Gedichte fallen ihm nicht mehr ein. Die braucht aber seine Verlegerin Susanne dringend für den neuen Lyrikband. In größter Verzweiflung schickt sie Fred in eine einsame Berghütte. Ohne Strom und Wasser, ohne Handyempfang. Nach anfänglichen Schwierigkeiten muß Fred zugeben, daß er sich dort gut fühlt. Das steigert sich noch, als plötzlich die Forscherin Mara auftaucht. Er beginnt wieder zu schreiben. Erst als Mara aus seinem Leben verschwindet, merkt Fred, daß er sich in sie verliebt hat....

In dieser Geschichte erkennt sich bestimmt der eine oder andere Leser wieder. Es ist schön zu lesen, wie die Lebensumstände einen Menschen verändern können. Einige Sätze daraus haben mich nachdenklich gemacht. Zum Beispiel als Fred feststellt, daß er seit ein paar Tagen ohne Handy lebt und die neuesten Nachrichten nicht kennt. Und dann bemerkt er, daß die Welt sich trotzdem dreht! Ich finde es eine schöne Idee, die Handlung teilweise in Briefform zu erzählen. Es liest sich gut und flüssig, und manches ist echt witzig. Ich empfehle das Buch allen Leuten, die meinen, ohne Handy, Internet und Facebook nicht leben zu können. Aber auch alle Anderen, die sich einfach nur gut unterhalten lassen wollen, werden es mit Begeisterung lesen.

Veröffentlicht am 09.02.2017

Mittelmaß

Seelenriss
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Lena Peters wird von Kommissar Wulf Belling an einen Tatort gebeten. Das Opfer, Lynn Maurer, hat angeblich Selbstmord begangen. Doch einige Unklarheiten lassen Lena ahnen, daß dies nicht richtig ist und ...

Lena Peters wird von Kommissar Wulf Belling an einen Tatort gebeten. Das Opfer, Lynn Maurer, hat angeblich Selbstmord begangen. Doch einige Unklarheiten lassen Lena ahnen, daß dies nicht richtig ist und es sich letztendlich doch um Mord handelt. Und es scheint sich zu bewahrheiten, denn Lena und Belling erfahren von einem fast identischen Fall. Auch hier soll der Mord wie Selbstmord aussehen. Beide Frauen haben sich das Gesicht mit Säure verätzt und haben sich danach in den Tod gestürzt. Alles deutet auf einen Serienmörder hin.

Hanna Winter hat hier einen Krimi geschrieben, der Höhen und Tiefen hat. Die Handlung ist streckenweise unglaubwürdig (wer kann sich bitteschön noch mit einem säureverätzten Gesicht aus dem Fenster stürzen?), Lena löst den Fall trotz schwerer Krankheit fast im Alleingang. Das Buch beginnt spannend, doch zur Mitte hin flaut es ab. Zum Schluß allerdings kann man es wieder kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, so daß man das Buch, auch bedingt durch eine größere Schrift, sehr schnell gelesen hat. Aus der Handlung hätte Hanna Winter noch deutlich mehr machen können!

Veröffentlicht am 09.02.2017

Lustig

Tetaphrate
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Alfons Dirnberger, beschäftigt beim unwichtigsten Geheimdienst der Welt, hat die Nase voll von allem. Vor allem vom vortäuschen eines Gemüseverkäufers auf dem V-Markt der Landeshauptstadt M. in B. Als ...

Alfons Dirnberger, beschäftigt beim unwichtigsten Geheimdienst der Welt, hat die Nase voll von allem. Vor allem vom vortäuschen eines Gemüseverkäufers auf dem V-Markt der Landeshauptstadt M. in B. Als im ägyptischen Museum eine alte Vase gestohlen wird, wird er auf den Fall angesetzt. Der Routinefall entwickelt sich zu einer turbolenten Hetzjagd, denn es haben einige Leute ein ziemliches Problem mit Alfons. Allen voran zwei auferstandenen Mumien, die für einige humoristische Einlagen sorgen...

Dies ist ein Buch mit sehr, sehr viel Humor! Man stolpert fast auf jeder Seite über eine Textstelle, die dem Leser die Lachtränen in die Augen treiben. Da wird der Weihnachtsmann für "den Typ aus der Werbung für panierten Fisch" gehalten, zwei Mumien stellen Alfons nach und finden durch sehr kurioso Mittel doch ihren Meister, der Leser erfährt, was passiert, wenn eine unsterbliche Ägypterin in der Geisterbahn ihren Göttern begegnet... Peter Biber hat ein wundervoll flüssig und humorvoll geschriebenes Buch vorgelegt. Man liest es, wie es so schön heißt, "so weg", einfach, weil es klasse geschrieben ist. In diesem Krimi kommt alles vor: Krimi, Humor und Fantasy.

Die Ausstattung des Buches ist ein Hingucker. Nicht nur der Umschlag in knalligem Gelb, nein, das ganze Buch ist gelb. Auf dem Cover der witzige Pharao mit Weißwurst - man kann das Buch eigentlich im Handel gar nicht übersehen. Dazu ein weiteres Higlight: Die Seiten, die sehr dick sind, sind tatsächlich noch richtig gebunden und nicht nur geklebt! Wo findet man das heute noch?

Veröffentlicht am 09.02.2017

Lustig

Mutter bei die Fische (Ein Heisterhoog-Roman 2)
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Falk Thomsen ist nun endgültig Strandkorbvermieter auf der Nordseeinsel Heisterhoog. Da er im Moment saisonbedingt nicht so sehr viel zu tun hat, nimmt er einen Halbtagsjob in der Kurverwaltung Norderende ...

Falk Thomsen ist nun endgültig Strandkorbvermieter auf der Nordseeinsel Heisterhoog. Da er im Moment saisonbedingt nicht so sehr viel zu tun hat, nimmt er einen Halbtagsjob in der Kurverwaltung Norderende an. Eines Tages erfährt Falk, daß ein Offshorewindpark mit 50 Windrädern direkt am Heistershooger Strand gebaut werden soll. Falk und Bürgermeister Jörn Krümmel diskutieren darüber, was dies für Heistershoog touristisch bedeutet. Falk bekommt den Auftrag, etwas gegen den Windpark zu unternehmen. Zusammen mit seinem alten Freund Bertie hat er auch prompt eine Idee... Und als ob das Chaos nicht schon groß genug wäre, kommt noch seine Mutter Grit für den ganzen Sommer auf die Insel zu Besuch und beginnt einen heftigen Flirt mit Piet von der Fischbude. Dazu dann noch Falks bisher verschollener Vater, der sich mit seiner Familie versöhnen will und das Chaos ist perfekt.
"Mutter bei die Fische" ist ein sehr unterhaltsames Buch, welches sich flüssig und schnell liest. Auch hier hat die Autorin einen wundervoll leichten Roman geschaffen, der einfach Spaß macht. Die Charaktere sind durchweg sympathisch und so gut beschrieben, daß man meint, man kennt sie persönlich. Auch die Nordseeinsel ist sehr anschaulich dargestellt.
Bei diesem Roman kommt richtig Urlaubsfeeling auf und man wünscht sich sofort an die Nordsee!

Veröffentlicht am 09.02.2017

Diese Hunde muß man lieben

Herrchenglück
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Der Haushalt Frey Dodillet wird vom Zweithundvirus befallen! So kommt es, daß die Familie sich auf die Suche nach einem Partner für Krawallmaus Luna macht. Sie machen in verschiedenen Tierheimen ihre ...

Der Haushalt Frey Dodillet wird vom Zweithundvirus befallen! So kommt es, daß die Familie sich auf die Suche nach einem Partner für Krawallmaus Luna macht. Sie machen in verschiedenen Tierheimen ihre Erfahrungen mit Vermittlungstechniken. Schließlich verliebt sich Luna in Wiki, einen 12 Monate alten Jack Russel - Münsterländer - Mix. Hyperaktiv, voll in der Pubertät und null erzogen. Zusammen rocken sie die Familie Frey Dodillet...

Das Buch ist der absolute Wahnsinn! Der Text ist superschön flüssig geschrieben. Der Autor hat eine geniale Art, Selbstironie einfließen zu lassen, nimmt sich selbst nicht zu ernst und beschreibt das Leben mit zwei Hunden sehr humor- und liebevoll. Wenn er sich über die verschiedenen Erziehungsmethoden der unendlich vielen Hundekenner ausläßt, kann man als Hundebesitzer nur sagen: Jawohl, genau so ist es. Es vergeht keine Seite, bei der man nicht herzhaft lachen kann.

Dieses Buch ist ein Muß für jeden Hundefreund und -besitzer mit Humor!