Cover-Bild Die Schwestern von Sherwood
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 592
  • Ersterscheinung: 08.12.2014
  • ISBN: 9783453358331
Claire Winter

Die Schwestern von Sherwood

Roman
Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalhaften Liebe

1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2021

Tragische Familien- und dramatische Liebesgeschichte - perfekte Kombination aus Spannung, Dramatik, Romantik und mystischer Atmosphäre.

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1948 erhält die angehende Journalistin Melinda Leewald ein Paket mit alten Liebesbriefen und einer besonderen Schachfigur. Aus den Briefen schließt sie, dass die Liebenden Ende des 19. Jahrhunderts in ...

1948 erhält die angehende Journalistin Melinda Leewald ein Paket mit alten Liebesbriefen und einer besonderen Schachfigur. Aus den Briefen schließt sie, dass die Liebenden Ende des 19. Jahrhunderts in der Grafschaft Devon in England, bekannt für seine wilde Moorlandschaft, gelebt haben. Melinda ahnt, dass sie nicht zufällig ausgewählt wurde, sondern dass die Briefe etwas mit ihrer verstorbenen Großmutter zu tun haben könnten, die aus England stammte. Durch eine Fortbildungsmaßnahme des "Telegraf" nutzt Melinda die Gelegenheit, nach England zu reisen und weiter zu recherchieren. In Dartmoor wird sie nicht von allen willkommen geheißen, was nicht unbedingt daran liegt, dass sie Deutsche ist, sondern offenbar möchte jemand verhindern, dass Melinda das Geheimnis um die Schwestern von Sherwood aufdeckt, die Ende des 19. Jahrhunderts unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sind.

Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und erzählt in der jüngeren Vergangenheit von Melinda und der Erforschung ihrer eigenen Familiengeschichte sowie in dem Erzählstrang von 1881 bis 1895 von den Sherwood Schwestern und einer dramatischen Liebesgeschichte, die zu einer Katastrophe führte. Beide Handlungsebenen sind durchgängig spannend erzählt, wobei das Schicksal der Sherwood-Schwestern, insbesondere das von Amalia so erschütternd und berührend ist, dass dieser emotional fordernder ist und zur Grundlage der Recherche von Melinda wird. Dies kann man zu Beginn nur erahnen, die Erzählstränge ergänzen sich im weiteren Verlauf und werden letztlich schlüssig zusammengeführt.
Die Charaktere, von den Haupt- bis zu den Nebenfiguren, sind vielschichtig und authentisch beschrieben und hauchen der Geschichte Leben ein.

Als Leser kann man sich durch die einfühlsame Erzählweise der Autorin in beide Protagonistinnen sehr gut hineinversetzen. Auch die Atmosphäre Ende des 19. Jahrhunderts in der Moorlandschaft sowie die Verhältnisse der englischen Oberklasse sind bildhaft beschrieben. Die enge Bindung der Schwestern, Amalias Behinderung und die unglückliche Liebe berühren und umso erschütternder ist es, wie Amalia von ihren Eltern ausgegrenzt und versteckt wird und letztlich ihre Konsequenzen daraus ziehen muss.

Melinda deckt durch ihre Recherchen und trotz aller Bedrohungen ein gut gehütetes Familiengeheimnis auf und findet dabei zu ihren eigenen Wurzeln, was durch die frühen Tode ihrer Mutter und Großmutter, die sich zudem in Schweigen hüllten, bisher nicht möglich war. Melinda ist eine starke Frau, die trotz aller Widrigkeiten wenige Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges mutig ihren Weg geht und sich dabei nicht von ihren Gefühlen ablenken lässt.

Der episch erzählte Roman ist trotz seines Umfangs zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Kombination aus Spannung, Dramatik, Romantik und mystischer Atmosphäre der Moorlandschaft machen die tragische Familiengeschichte und die dramatische Liebesgeschichte rund, während die mysteriösen Todesumstände um die beiden Schwestern, die Intrigen und die Bedrohung Melindas der Geschichte den Hauch eines Kriminalromans verleihen.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Ein fesselnder Roman

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1948 Berlin. Die angehende Journalistin Melinda kämpft sich in der Nachkriegszeit durchs Leben. Plötzlich erhält sie ein mysteriöses Paket mit einer seltenen Schachfigur und wunderschönen Bildern einer ...

1948 Berlin. Die angehende Journalistin Melinda kämpft sich in der Nachkriegszeit durchs Leben. Plötzlich erhält sie ein mysteriöses Paket mit einer seltenen Schachfigur und wunderschönen Bildern einer Moorlandschaft. Ihre Recherchen führen sie nach England. Dort erfährt sie von einer dramatischen Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert. Doch was hat das alles mit ihr zu tun?
Der Roman "Die Schwestern von Sherwood" von Claire Winter hat mich wieder nicht enttäuscht. Die hohen Erwartungen an diesen Roman wurden vollkommen erfüllt. Die Autorin schafft es immer wieder mich mit ihren fesselnden Geschichten in den Bann zu ziehen.
Der Roman besteht aus zwei Erzählsträngen. Der eine Teil beinhaltet die Recherche von Melinda und der andere Teil beschreibt die Vergangenheit der beiden Schwestern Amalia und Cathleen. Beide Geschichten sind packend erzählt und ich habe mit den sympathischen Hauptprotagonisten regelrecht mitgefiebert. Der Fokus des Romans liegt auf einer dramatischen verbotenen Liebe, die mich sehr berührt und bewegt hat.
Die Bücher von Claire Winter sind ein Muss für alle, die historische Romane lieben.

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Veröffentlicht am 06.03.2017

Ein Monatshightlight !!!

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Kann man einen Lesemonat schöner beginnen als mit einem Schmöker, den man nach ein paar Seiten nicht mehr aus der Hand legen kann? Genau so ging es mir mit diesem Buch von Claire Winter. Das Buch beginnt ...

Kann man einen Lesemonat schöner beginnen als mit einem Schmöker, den man nach ein paar Seiten nicht mehr aus der Hand legen kann? Genau so ging es mir mit diesem Buch von Claire Winter. Das Buch beginnt mit einem Kapitel über die kleine Amalia, die dem Leser einen wunderbaren Einstieg in diesen Roman verschafft. Amalie reflektiert über ihren Albtraum nach der schweren Krankheit. Ganz langsam führt sie mich in ihre Geschichte ein, die auf besondere Weise mit Melinda verknüpft zu sein scheint. Während Melinda noch im Dunkeln tappt, lerne ich die guten und schlechten Seiten der Vergangenheit kennen. Die Seiten blätterten sich fast wie von selbst um, so zog mich der Schreibstil in den Bann. Während ich glaubte, kurz vor der Hälfte nun die Geschichte für mich vollkommen aufgeklärt zu haben, führte mich die Autorin immer wieder in neue Richtungen, stellte für mich Zusammenhänge dar, auf die ich nicht gekommen wäre und präsentierte mir Abgründe mancher Charaktere, die schier unmenschlich schienen. Der Roman hat eine Art happy end, wirkt aber überhaupt an keiner Stelle kitschig. Einen interessanten Touch erhält er durch das Thema Taubheit und wie mit dieser Behinderung/Krankheit vor guten hundert Jahren umgegangen wurde. Von mir eine Leseempfehlung mit viel Lust auf das nächste Claire Winter Buch.

Veröffentlicht am 09.02.2017

Wunderschön

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Im zerstörten Berlin der Nachkriegszeit versucht die angehende Journalistin Melinda wieder Fuß zu fassen. Eines Tages erhält sie ein Päckchen. Darin sind Liebesbriefe und Zeichnungen. Besonders fällt aber ...

Im zerstörten Berlin der Nachkriegszeit versucht die angehende Journalistin Melinda wieder Fuß zu fassen. Eines Tages erhält sie ein Päckchen. Darin sind Liebesbriefe und Zeichnungen. Besonders fällt aber eine Schachfigur ins Auge. Melinda beschließt, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die Zeichnungen führen sie nach Südengland. Durch Zufall kann sie eine Reise nach London antreten. Von da ist es nicht mehr weit zum Ursprungsort der Zeichnungen. Durch ihre Nachforschungen sticht sie in ein Wespennest. Lügen und Intrigen spielen eine große Rolle und Melinda enthüllt eine dramatische Familiengeschichte, in der auch sie einen Platz hat.

England im Jahre 1881: Die kleine Amalia erkrankt schwer. Dadurch verliert sie ihr Gehör. Ihre Eltern sind sehr reich, aber nicht adelig. Zum Ärger ihrer Mutter werden sie in der Gesellschaft nicht anerkannt. Da stört eine behinderte Tochter doch sehr. Elisabeth Sherwood setzt deshalb ihren ganzen Ehrgeiz in ihre zweite Tochter Cathleen. Diese hält jedoch eisern zu ihrer tauben Schwester. Als die Schwestern erwachsen sind, arrangiert ihre ehrgeizige Mutter eine Heirat Cathleens mit dem verarmten Lord Hampton. Keiner ahnt, daß Edward Hampton und Amalia ein Liebespaar sind. Plötzlich verschwindet Amalia. Es heißt, sie wäre im Moor verunglückt. Edward ist verzweifelt, gibt schließlich aber dem Drängen seiner Mutter nach und heiratet Cathleen. Die Ehe wird nicht glücklich. Das Leben der Familie ist durch Schuld und Verrat aus den Fugen geraten und das Unrecht zieht seine Kreise bis zu den Nachkommen.

Das Buch zieht den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann. Man leidet mit den Personen und spürt auch das kurze Glück des Paares Amalia und Edward. Das Leben im zerstörten Berlin hat man genau vor Augen. Man ist echt verblüfft, daß das erst 65 Jahre her ist. Wie hat sich unser Leben in dieser relativ kurzen Zeit doch verändert. Wie sich beide Geschichten schließlich verbinden ist so spannend, daß man das Buch am liebsten in einem durch lesen möchte. Aufgrund der Seitenzahl ist das wohl unmöglich, deshalb empfehle ich jedem Leser einen starken Willen. Den braucht man, um es zwischendurch auch mal an die Seite legen zu können.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Klare Leseempfehlung

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Die vielen Namen und Verwandtschaftsverhältnisse sind am Anfang etwas verwirrend, doch das gibt sich im weiteren Verlauf der Handlung. Mysteriöse Ereignisse lassen den Leser eigene Mutmaßungen anstellen ...

Die vielen Namen und Verwandtschaftsverhältnisse sind am Anfang etwas verwirrend, doch das gibt sich im weiteren Verlauf der Handlung. Mysteriöse Ereignisse lassen den Leser eigene Mutmaßungen anstellen und die immer wieder wechselnden Zeitebenen enthüllen nach und nach immer mehr von der Wahrheit. Wobei mir besonders gut gefällt, dass zentrale Details wie z.B. das Schachspiel, immer wieder auftauchen und sich gleich einem roten Faden, durch die gesamte Geschichte verfolgen lassen.

Die Handlung nimmt im letzten Viertel dermaßen an Fahrt auf, dass man es nur in einem Rutsch durchlesen kann. So viele in der Vergangenheit geknüpfte Verwicklungen entwirren sich und enthüllen ein klares und schlüssiges Bild der gesamten Geschehnisse. Es passieren so viele interessante Begegnungen und auch Melinda erfährt bei ihren Recherchen nun die letzten Details, so dass man als Leser alle Mosaiksteinchen zusammensetzen kann. Dabei wird das Ganze so spannend erzählt, dass es sich annähernd zu einem nervenaufreibenden Psychothriller auswächst!

Klare Leseempfehlung!