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Veröffentlicht am 20.10.2023

Wirklich spannend

Lady Blake und das Grab im Meer
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Der Sommer auf der Karibikinsel Mustique ist vorbei und die Touristen sind abgereist. Nur die Gruppe der reichen Engländer ist noch da und läßt sich auch nicht von einem heranziehenden Tropensturm aus ...

Der Sommer auf der Karibikinsel Mustique ist vorbei und die Touristen sind abgereist. Nur die Gruppe der reichen Engländer ist noch da und läßt sich auch nicht von einem heranziehenden Tropensturm aus der Ruhe bringen. Lady Veronica Blake, die ehemalige Hofdame von Prinzessin Margaret, ist extra für eine große Geburtstagsparty angereist und gesellt sich zu ihnen. Da erfährt sie, daß eine Freundin ihrer Patentochter Lily spurlos verschwunden ist. Sie hat an Lilys Projekt zur Rettung der Korallen mitgearbeitet, das Lilys Mutter auf Mustique ins Leben gerufen hat und Lily nach deren Tod weiterführt. Lady Blake unterstützt den einzigen Polizisten der Insel bei den Ermittlungen. Dann kommt es zu unheimlichen Ereignissen und eine weitere Person wird vermißt. Als der Tropensturm losbricht, ist die Insel von der Welt abgeschnitten und ein Mörder ist noch auf der Insel.

Das Besondere an "Lady Blake und das Grab im Meer" ist, daß die Autorin Anne Glenconner mit dieser Geschichte nicht nur einen spannenden Kriminalroman geschrieben hat, sie gibt zudem auch viel von sich preis. Sie erzählt immer wieder rückblickend von ihrem Leben als Hofdame von Prinzessin Margaret. Man erfährt also nebenher sehr viel von der Schwester der Königin. Die beiden Frauen müssen sich wirklich nahe gestanden haben, denn Anne Glenconner erzählt sehr liebevoll von der Prinzessin. Der Krimi führt den Leser auf die Trauminsel Mustique. Die Strände, die herrliche Natur und das Wetter können schon Neid erwecken. Doch auch bei den Superreichen gibt es schwarze Schafe und so tappt der Leser lange im Dunkeln, wer der unheimliche Mörder ist. Man stellt fest, daß so ziemlich jeder auf der Insel etwas zu verbergen hat. Dieser Krimi ist spannend und macht Spaß. Das liegt auch an der eleganten Sprache von Anne Glenconner. Gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 18.10.2023

Wieder sehr spannend

Nordwestschuld
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Die Soko St. Peter-Ording übernimmt den Fall der vermissten 55jährigen Karla Hensel. Diese hatte kürzlich via Facebook einen Mann kennengelernt, dem sie laut ihrer Mitarbeiterin Inken mehrmals Geld überwiesen ...

Die Soko St. Peter-Ording übernimmt den Fall der vermissten 55jährigen Karla Hensel. Diese hatte kürzlich via Facebook einen Mann kennengelernt, dem sie laut ihrer Mitarbeiterin Inken mehrmals Geld überwiesen hat. Ihrer Meinung nach hätte es sich bei dem Mann um einen Love-Scammer gehandelt. Kurz darauf werden am Strand Skeletteile der seit 2 Jahren vermissten Elke Färber aus Itzehoe gefunden. Die Umstände ihres Verschwindens sind ähnlich wie bei Karla.

Svea Jensen läßt mit "Nordwestschuld" nun zum vierten Mal in St. Peter-Ording ermitteln. Für diejenigen, die die Serie bereits kennen, ist es wie ein nach Hause kommen zu guten Bekannten. Die Charaktere wirken alle sehr natürlich und lebensnah. Es kommt zu Reibereien, so, wie es im wahren Leben halt auch vorkommt. Dies ist wirklich erfrischend. Das Thema war diesmal für mich nicht ganz so spannend, da dies für mich eine recht unwirkliche Welt darstellt. Gruselig empfinde ich die Tatsache, daß die hier abgedruckten Facebooknachrichten nicht erfunden sind, sondern tatsächlich so versandt wurden. Wer da nicht gut aufpasst, ist schnell in der Falle. Die Auflösung der beiden Fälle bringt jedoch richtig Spannung in diesen Krimi und die Fäden laufen überzeugend zusammen. Das Setting St. Peter-Ording läßt auch hier wieder während des Lesens eine frische Brise um die Nase wehen. Sand, Strand und Nordseeflair sind wieder gut mit dabei!

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Wieder superspannend

Der Schattenmann
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Kommissar Knudsen und sein Team des LKA Altona bekommen es mit einem ungewöhnlichen Mord zu tun. Die männliche Leiche liegt eingewickelt wie eine Mumie und verdurstet in ihrer Wohnung in Hamburg - Altona. ...

Kommissar Knudsen und sein Team des LKA Altona bekommen es mit einem ungewöhnlichen Mord zu tun. Die männliche Leiche liegt eingewickelt wie eine Mumie und verdurstet in ihrer Wohnung in Hamburg - Altona. An der Wand eine mit roter Farbe geschriebene mysteriöse Botschaft. Knudsen und sein Team tappen im Dunkeln - bis weitere Leichen mit diesen Botschaften gefunden werden. Die Mordmethoden unterscheiden sich, sind jedoch allesamt von absoluter Grausamkeit geprägt. Knudsens Freund La Lotse gibt letztlich einen entscheidenden Tip- dieser führt in die Vergangenheit Hamburgs auf eine einsame Insel in der Elbe...

"Der Schattenmann" ist der neueste Streich von Kester Schlenz und Jan Jepsen. Mit "Der Bojenmann", dem ersten Fall für Knudsen und La Lotse, haben sie die Messlatte sehr hoch gelegt - und sie auch diesmal nicht unterschritten. "Der Schattenmann" hinkt diesem Fall weder in Spannung noch in ausgefallenen, qualvollen Mordmethoden hinterher. Besonders reizvoll ist hier, daß der Bojenmann auch hier noch eine Rolle spielt. Deshalb wäre es gut, die Bücher in Reihenfolge zu lesen, allerdings kommt man auch ohne Vorkenntnisse klar, da die wichtigsten Details kurz erläutert werden. Die Charaktere rund um Kommissar Knudsen sind für mich schon wie alte Bekannte. Sehr gelungen sind die menschlichen Beziehungen. Knudsen und seine Kollegin Dörte, die nur mit Mops Günther zusammenlebt, La Lotse, Tochter Maria und Ziehsohn Morf - sie alle sind einfach liebenswert. Besonders schön sind hier wieder die realen Schauplätze. So gibt es die Elbinsel Kaltehofe tatsächlich - zum Glück hatte sie jedoch eine andere Funktion. Man hat das Gefühl, mit diesem Buch direkt in diese wunderschöne Stadt versetzt zu werden und bekommt das hanseatische Flair direkt nach Hause geliefert.

Ich mag diese Serie sehr und hoffe, es dauert nicht mehr allzu lange, bis Knudsen und La Lotse wieder ermitteln!

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Zum schießen komisch

Übung macht den Mörder
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Isa Klein ist Lehrerin ohne Ehrgeiz. Von ihrem Partner wurde sie verlassen und lebt deshalb allein in einem Haus am Waldrand des Ortes Grimmingen. Als dort die Ehefrau des Zahnarztes umgebracht wird, quartiert ...

Isa Klein ist Lehrerin ohne Ehrgeiz. Von ihrem Partner wurde sie verlassen und lebt deshalb allein in einem Haus am Waldrand des Ortes Grimmingen. Als dort die Ehefrau des Zahnarztes umgebracht wird, quartiert der Ortsvorsteher den ermittelnden Kommissar in Isas Ferienwohnung ein, da es im Dorf kein Hotel gibt. Kommissar Bähr entpuppt sich als humorloser Griesgram. Das hindert Isa allerdings nicht daran, sich in seine Ermittlungen einzumischen. Sie tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Während Isas Mutter zusammen mit Isas Freundin Renate hartnäckig den Plan verfolgt, ihre Tochter mit dem Kommissar zu verkuppeln, kommt Isa dem Mörder gefährlich nahe. Dieses Fettnäpfchen könnte ihr letztes sein...

Sarah Kempfle hat mit ihrem ersten Roman "Übung macht den Mörder" einen Krimi geschrieben, der aus dem Rahmen fällt. Die Hobbyermittlerin stolpert darin von einer kuriosen Situation direkt in die nächste und ist dabei kein bisschen lernfähig. Die Tatsache, daß diese Frau ausgerechnet Lehrerin ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Da kann man nur Mitleid mit den Schülern haben. Doch nicht nur Isa ist sehr tolpatschig, auch die anderen Personen wurden etwas überspitzt dargestellt. Dadurch wirkte die Handlung nicht wie ein Krimi, eher wie eine sehr lustige Komödie. Man wartete beim Lesen schon auf die nächste humorvolle Szene. Nur der Schluß erinnerte daran, daß man es mit einem Krimi zu tun hatte. Sollte dieses Buch der Auftakt einer Serie sein, würde ich mir wünschen, daß die Personen demnächst etwas weniger naiv dargestellt werden.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

Nicht so witzig wie gewohnt

Nicht, dass noch einer sitzenbleibt! (Die Online-Omi 19)
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Nachdem Renate Bergmanns Enkelin Lisbeth eingeschult wurde, merkt sie, daß es im Schulsystem hapert. Lehrermangel. Mittlerweile helfen sogar Rentner bei der Betreuung aus. So auch Frau Schlode, die Renate ...

Nachdem Renate Bergmanns Enkelin Lisbeth eingeschult wurde, merkt sie, daß es im Schulsystem hapert. Lehrermangel. Mittlerweile helfen sogar Rentner bei der Betreuung aus. So auch Frau Schlode, die Renate dann ganz schnell mit ins Boot holt. Und so wird Renate Bergmann Lehrerin und bekommt noch tieferen Einblick in die Missstände des Berliner Schulsystemes.

Renate Bergmann (Torsten Rohde) nimmt sich diesmal des Schulsystemes an. Sie berichtet von dem Wahnsinn der Einschulung, was heute zu einem richtigen Event ausartet, von ausgefallenen Schulstunden, überforderten Lehrern, aufmüpfigen Schülern ohne Erziehung, Helikoptereltern und Klassenausflügen. Nichts ist heutzutage noch einfach und kann einfach gemacht werden. Ohne Planung und Berücksichtigung der einzelnen Empfindlichkeiten von Schülern und Eltern geht gar nichts mehr. Dies bringt ein paar humorvolle Szenen. Jedoch bleibt für mich der Humor hier etwas hintenan. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern gibt es hier nicht viel zu lachen. Hier wird Renate Bergmann eher sozialkritisch und politisch. Dies hatte ich nicht so erwartet und hat mich etwas enttäuscht. Auch kamen für mich die Familienmitglieder sowie Gertrud, Ilse und Kurt sowie ihre Nachbarinnen zu kurz.

Band 19 ist zwar noch immer unterhaltsam, aber leider der schwächste Band der Online - Omi. Hoffentlich wird der nächste Band wieder witziger!

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