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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2022

Eine Reise in die Kindheit

Idefix und die Unbeugsamen 01
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Idefix war schon immer mein Liebling bei Asterix und Obelix. Von daher mußte das Comicheft "Idefix und die Unbeugsamen - Römer müssen draussen bleiben" unbedingt bei mir einziehen. Und ich bin nicht enttäuscht ...

Idefix war schon immer mein Liebling bei Asterix und Obelix. Von daher mußte das Comicheft "Idefix und die Unbeugsamen - Römer müssen draussen bleiben" unbedingt bei mir einziehen. Und ich bin nicht enttäuscht worden! Idefix und seine Freunde leben im Lutetia des Jahres 52 vor Christus und erleben heldenhafte Abenteuer in den drei Geschichten "Lawines Bällchen", "Die Hicks-Epidemie" und "Ein Lied für Labonus". Genau wie in den größeren Asterix-Heften bekommt man hier wunderbare Zeichnungen. Dadurch, daß dieses Heft nur halb so groß ist wie die Asterix-Hefte, befinden sich auf jeder Seite nur drei Reihen der Comic-Strips. Die kleinen Geschichten selbst sind nicht zu lang und nicht zu kurz, also perfekt für zwischendurch. Die Hundebande besticht durch die vielseitigen Charaktere. Hier findet wirklich jeder seinen ganz persönlichen Liebling. Als kleiner Leckerbissen für die Fans der "Hauptserie" stößt man hier immer wieder auf bekannte Figuren. Dies finde ich sehr sympathisch. Natürlich ist dieses Heft eigentlich für Kinder gemacht - für mich war es jedoch ein Ausflug voller Erinnerungen an meine eigene Kindheit.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Highlight

Stürmisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 8)
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Das Städtchen Le Lavandou will seinen Ruf vom verschlafenen Urlaubsort ordentlich aufpolieren. Deshalb hat der Stadtrat beschlossen eine Kite-Surf-Meisterschaft auszurichten. Das bringt Leben an den Strand ...

Das Städtchen Le Lavandou will seinen Ruf vom verschlafenen Urlaubsort ordentlich aufpolieren. Deshalb hat der Stadtrat beschlossen eine Kite-Surf-Meisterschaft auszurichten. Das bringt Leben an den Strand und sorgt nicht bei allen für Begeisterung. Da wird ein junges Paar ermordet und dem Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter wird bei der Obduktion schnell klar, daß die beiden auf bestialische Weise getötet wurden. Um die Urlaubssaison nicht zu gefährden, muß der Täter schnell gefunden werden. Die Polizei, darunter auch Dr. Ritters Lebensgefährtin Isabelle Morell, einigt sich sofort auf einen Verdächtigen. Nur Dr. Ritter glaubt nicht an dessen Schuld. Als dann noch weitere Morde geschehen, steht schnell fest, daß der Mörder nicht aufhören wird zu töten. Es ist Eile geboten, denn die nächsten Opfer hat er schon im Visier.

Das Erscheinen des neuen Krimis von Remy Eyssen ist für mich jedesmal wie Weihnachten. Und auch diesmal wurde ich mit "Stürmisches Lavandou" nicht enttäuscht. Es war wieder da, das Gefühl von Sonne, Strand und Meer. Dazu der Duft von Lavendel. Man trifft all die alten Bekannten aus Le Lavandou wieder und nimmt Teil am Leben von Dr. Leon Ritter, so, als wäre man mitten im Geschehen. Auch der Fall, den der Gerichtsmediziner diesmal zu lösen hat, ist extrem spannend. Bis zum Schluß bleibt es unklar, wer in Le Lavandou sein Unwesen treibt. Remy Eyssen schreibt seine Geschichten immer sehr lebendig. Er läßt den Doktor stets respektvoll mit den Toten umgehen. Das ist angenehm zu lesen. Man kann also sagen, daß ich auch vom achten Buch aus der Serie mehr als begeistert bin. Auch wenn man die anderen Bücher nicht kennt, kann man sich darin zurechtfinden. Meine Empfehlung wäre aber, daß man sich die vorherigen Bände auch besorgt. Da ist nämlich jedes Buch ein Highlight!

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Man muß sich erst eingewöhnen

Von oben fällt man tiefer
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Theophil Kornmaier will endlich sein Trauma besiegen. In seiner Kindheit stürzte sein kleiner Bruder während einer gemeinsamen Bergwanderung ab und starb. Nun hat Theophil genau so eine Wanderung gebucht ...

Theophil Kornmaier will endlich sein Trauma besiegen. In seiner Kindheit stürzte sein kleiner Bruder während einer gemeinsamen Bergwanderung ab und starb. Nun hat Theophil genau so eine Wanderung gebucht und findet sich in einer bunten Gruppe skurrilster Menschen wieder. Einer will unbedingt der beste Wanderer sein, die nächste unbedingt heiraten und eine Familie gründen und dann gibt es noch die Alpen-Lolita, die jedem Mann den Kopf verdreht und nur eines im Sinn hat... Kein Wunder, daß der Bergführer zur Mitte der Wanderung die Gruppe abgeben möchte. Doch dann geschehen Morde und jeder hat ein Motiv.

Anne Bandel hat mit "Von oben fällt man tiefer" einen außergewöhnlichen Krimi geschaffen. Außergewöhnlich trifft es hier in mehreren Dingen. Sowohl Schreibstil und Thema, als auch die Charaktere sind dies. An den Schreibstil mußte ich mich zugegebenermaßen erst gewöhnen. Am Anfang fand ich ihn etwas sperrig, tat mich schwer und fand kaum Zugang. Doch es hat nicht lang gedauert und der Knoten platzte. Danach konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen und fand es spannend. Die Handlung selbst braucht Anlauf, um Spannung zu entwickeln. Der Mord läßt hier etwas auf sich warten. Das richtig Spannende sind hier die Charaktere. Einer skurriler als der andere, bilden sie eine Gruppe, die überhaupt nicht zusammen paßt. So wirklich sympathisch war mir hier niemand. Sie kamen mir alle vor wie egoistische Einzelkämpfer. Sogar Ehepaare wandern hier nicht zusammen, sondern gegeneinander. Zwischendurch mochte ich einzig und allein den Bergführer und hatte echt Mitleid mit ihm, sich mit dieser Gruppe herumschlagen zu müssen. Dadurch, daß die kurzen Kapitel jeweils aus dem Blickwinkel der verschiedenen Charaktere geschrieben sind, erhält man sehr persönliche Einblicke in ihre Gedanken. Ihre Gefühlslagen kommen sehr glaubhaft herüber, auch wenn man sie manchmal einfach nicht nachvollziehen kann und die Person gerne wachrütteln würde. Richtig gut beschrieben ist hier die Bergwelt. Man erlebt die Gefahren hautnah, fast wird einem selbst schwindelig bei den beschriebenen Abgründen und Brücken. Man sieht die herrliche Natur direkt vor sich. Aber auch die nächstgelegenen Ortschaften und Berghütte sind sehr gut beschrieben und wirken greifbar.
Wer einen Krimi der besonderen Art sucht, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Ein Kunstwerk

Sea Change - Eindrücke einer bedrohten Schönheit
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Craig Foster und Ross Frylinck, die Macher der preisgekrönten Netflix-Doku "Mein Freund, der Krake", lassen den Leser mit ihrem Buch "Sea Change - Eindrücke einer bedrohten Schönheit" an ihren Tauchgängen ...

Craig Foster und Ross Frylinck, die Macher der preisgekrönten Netflix-Doku "Mein Freund, der Krake", lassen den Leser mit ihrem Buch "Sea Change - Eindrücke einer bedrohten Schönheit" an ihren Tauchgängen und den dabei entstandenen spektakulären Begegnungen hautnah teilhaben. Dieses Buch begeistert durch seine grandiosen Farbfotos, die das Leben in den Tiefen der Weltmeere auf schon künstlerische und doch realistische Art wiedergeben. Wunderschön sind die Bilder von Haien, Quallen, Seesternen und natürlich Kraken. Man erkennt jedes noch so kleine Detail dieser faszinierenden Lebewesen und fast hat man das Gefühl, man müßte nur die Hand ausstrecken und könnte sie berühren. Aber dieses Buch ist viel mehr als ein reiner Bildband. In ihren Texten berichten die Autoren auch davon, wie ihre Freundschaft entstand und welch Wege vorher gegangen wurden, was mir die beiden Taucher näher brachte, da ich sie vorher nicht kannte. Leicht und für jeden verständlich gehen sie auf die verschiedenen Tierarten ein, man verfolgt die Entstehung eines Katzenhaies ebenso gebannt wie die Freundschaft mit einer Krake. Man spürt ihre Verbundenheit zu den Meeresbewohnern und deren Lebensraum aus jedem einzelnen Satz heraus. Die Texte machen Spaß - und das ist das Geheimnis dieses Buches. Hier lernt man auf ganz einfache Weise viele Dinge, frischt sein vorhandenes Wissen auf und nimmt es gern zur Hand.

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Veröffentlicht am 17.05.2022

Geniales Leseerlebnis

Bülent Rambichler und der verliebte Bulle
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Fasching in Strunzheim. Kommissar Bülent Rambichler feiert beim Faschingsausklang mit, als ihm die Grundschullehrerin Gertrude Funseneder tot in die Arme fällt. Leider hat er es nun wieder mit einem Mord ...

Fasching in Strunzheim. Kommissar Bülent Rambichler feiert beim Faschingsausklang mit, als ihm die Grundschullehrerin Gertrude Funseneder tot in die Arme fällt. Leider hat er es nun wieder mit einem Mord zu tun. Als ob sein Liebeskummer wegen seiner Kollegin Astrid nicht schon schlimm genug wäre. Auch die Einmischungen seiner Eltern, allen voran von Vater Erkan, machen es ihm in allen Dingen nicht gerade leichter.

Endlich geht es mit "Bülent Rambichler und der verliebte Bulle" weiter in Strunzheim. Anja Bogner hat sie wieder alle um Bülent Rambichler versamelt: Vater Erkan, Mutter Maria sowie Astrid und Franz und die restliche Dorfgemeinschaft. Man freut sich über ein Wiedersehen mit jedem Einzelnen dieser sympathischen, zum Teil verschrobenen Charaktere. Jeder hier ist einzigartig, hat seine Eigenarten und paßt einfach in das Dorf. Man kann über jeden von ihnen herzlich lachen, jedoch ganz ohne Schadenfreude. Denn eines macht Anja Bogner nicht: Ihre Charaktere werden niemals ins Lächerliche gezogen. Hier herrscht eine Art sympathischer Humor, der nicht albern wird oder verletzend. Die Handlung hat eigentlich zwei Stränge. Einerseits gilt es, den Mord an der Grundschullehrerin aufzuklären, wobei man immer neue Verdächtige bekommt, andererseits muß sich Bülent um Astrid kümmern, denn sein Liebeskummer ist groß. Dabei wird er tatkräftig von seinen Eltern unterstützt. Gerade Vater Erkan ist eine Seele von Mensch und hilft Bülent sowohl in Sachen Mord, als auch in der Herzensangelegenheit und sorgt für manch humorvolle Situation. Anja Bogner schreibt hier die Dialoge durchaus auch im Dialekt. Dies stellt jedoch kein Problem dar - falls etwas nicht verstanden wird, kann man es am Buchende nachschlagen.
Ich mag diese Serie unendlich gern und hoffe, daß Bülent, seine Freunde und Familie noch viele gemeinsame Fälle lösen dürfen!

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