Profilbild von tigercat

tigercat

Lesejury Star
offline

tigercat ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tigercat über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2016

Die Stille vor dem Tod

Die Stille vor dem Tod
4

Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort gerufen, eine Familie wurde getötet und grausam in Szene gesetzt.
Die Mörderin bedroht Smoky, wird erschossen und auch der Mörder der Mörderin wird getötet, ...

Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort gerufen, eine Familie wurde getötet und grausam in Szene gesetzt.
Die Mörderin bedroht Smoky, wird erschossen und auch der Mörder der Mörderin wird getötet, Smoky wird entführt und in ein riesiges Kellerlabyrinth gebracht in dem ein Museum des Schreckens untergebracht ist aus dem wird sie gerettet und kann sich auf die Jagt nach dem Hintermann machen, denn der tötet weiter......
Das klingt verwirrend? Das ist es auch und das ist ja erst der Anfang, das ganze Buch ist verwirrend und vollkommen abstrus und stellenweise leider gähnend langweilig Cody McFayden lässt seine Leser nicht immer teilhaben am Geschehen, er hat sehr viele Traumsequenzen eingebaut die aber statt irgendetwas zu erhellen nur noch mehr Verwirrung gestiftet haben. Wichtige Informationen werden durch Zeitungsberichte erzählt, statt das der Leser direkt erleben kann was geschah, erfährt er es aufgewärmt aus zweiter Hand.
Leider viel zu selten blitzt das auf, was mich dieses Buch mit Spannung erwarten lies, McFaydens tolle Art seine Protagonistin etwas sehen zu lassen was andere nicht sehen und somit einen Ermittlungsansatz zu haben den sie braucht um den Fall zu lösen, das hat der armen Smoky in diesem Buch allerdings auch nicht geholfen, denn das Ende ist leider genauso verwirrend und seltsam wie der Rest des Buches und eigentlich auch kein richtiges Ende, der Fall ist nicht abgeschlossen, viele Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht richtig verstanden, vielleicht habe ich nicht verstanden was der Autor mir sagen wollte, damit könnte ich leben wenn es sich bei dem Buch um ein anderes Genre handeln würde, bei einem Thriller erwarte ich Spannung und ein bisschen Gänsehaut, beides kam trotz der ausführlich beschrieben Grausamkeiten leider nicht auf, deswegen gibt es auch keine Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Schreibstil
Veröffentlicht am 01.11.2016

Helix

HELIX - Sie werden uns ersetzen
0

Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer ...

Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer Bäuerin, während auf den Nachbarfeldern die Ernte von Schädlingen vernichtet wird und in den USA wird einem kinderlosen Ehepaar das Angebot gemacht, mittels Gentechnologie ein sonderbegabtes Kind zu bekommen.

Meine Meinung:
Klingt spannend, ist es auch, aber es ist auch ein sehr schwieriges Buch, viele Personen die alle eine wichtige Rolle spielen und sehr viele wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen die die volle Konzentration beim Lesen erfordern und man muss dran bleiben am Buch, immer mal nur ein paar Seiten kurz vorm Schlafen gehen, geht nicht dafür ist es zu kompliziert, das wird aber ein bisschen ausgeglichen durch den flüssigen Schreibstil Marc Elsbergs und die recht kurzen Kapitel.
Der Autor entwirft ein erschreckendes Szenario, bei dem ich immer hoffte das es soweit niemals kommen wird, mir aber gleichzeitig klar ist, das die Wissenschaft alles tut was in ihrer Macht steht um es Wirklichkeit werden zu lassen und dabei wird sie von der Politik und den Wirtschaftmächten nach Kräften unterstützt.
Ich hatte leider zeitweise das Gefühl das der Autor ein Grundwissen bezüglich der Thematik voraussetzt, das zumindest bei mir nicht gegeben war, so das ich doch das eine oder andere Mal versucht war Google zu befragen, das habe ich mir aber verkniffen, ich erwarte bei Unterhaltungsliteratur das sie doch zum größten Teil selbsterklärend ist, auch wenn es sich um so ein komplexes Thema handelt.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, mein Wissen hat im Nachhinein wohl doch gereicht.
Ich gebe für das Buch gerne eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.10.2016

Ein Lied für die Geister

Ein Lied für die Geister
0

Inhalt:
Als Dusty aus versehen von Landreaux Iron einem Nachbarn, Freund und Schwager erschossen wird, zerstört das nicht nur das Leben seiner Eltern auch für Landreauxs Familie beginnt eine Zeit voller ...

Inhalt:
Als Dusty aus versehen von Landreaux Iron einem Nachbarn, Freund und Schwager erschossen wird, zerstört das nicht nur das Leben seiner Eltern auch für Landreauxs Familie beginnt eine Zeit voller Leiden, nicht nur das mit dem Unfall eine untilgbare Schuld auf Landreux liegt, er und seine Frau Emmaline beschließen ihren jüngsten Sohn LaRose bei den Nachbarn aufwachsen zu lassen um deren Schmerz zu lindern, wie es eine alte indianische Tradition vorsieht und tatsächlich scheint LaRose Anwesenheit die seelischen Wunden langsam zu heilen.

Meine Meinung:
Ein Buch das nachhallt, das ich nach der letzten Seite nicht einfach an die Seite legen und vergessen konnte. Louise Erdrich hat mich in eine völlig andere Welt entführt, eine Welt geprägt von Tradition, von Gewalttätigkeit und dem Bemühen um ein besseres Leben.
In Ein Lied für die Geister, erzählt die Autorin von Indianerinternaten, in denen der Indianer aus dem Menschen getilgt werden sollten, wo sie lernen sollten wie Weiße zu leben, zu denken und zu fühlen und wo viele Menschen zerbrachen, die angesprochene Gewalttätigkeit spielt sich in diesem Buch fast nur in der Vergangenheit ab, wenn sie die Geschichte der ersten LaRose erzählt, diese Geschichte zieht sich in Rückblenden durch das ganze Buch und brachte mir die Geschichte der First Nation, näher als so manches Geschichtsbuch.
Ein Lied für die Geister handelt von der Zerrissenheit der Menschen die eine Balance finden müssen zwischen der Welt der Weißen und dem Leben im Reservat, einem Balanceakt bei dem man entweder erfolgreich in beiden Kulturen leben kann oder im schlimmsten Fall scheitert.
Die Geschichte treibt auf zwei mögliche Enden zu, auf eine Katastrophe die beide Familien noch viel tiefer ins Unglück stürzt oder auf ein Happy End, beides ist lange möglich, wie es ausging verrate ich hier natürlich nicht.
Louise Erdrich hat nicht nur eine bewegende Familiengeschichte geschrieben, sie hat ein Stück Geschichte der First Nation lebendig werden lassen ohne Anklage und ohne erhobenen Zeigefinger.
Ein Lob gebührt hier sicher auch der Übersetzerin Gesine Schröder
Ich gebe für diese Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.10.2016

Im dunklen dunklen Wald

Im dunklen, dunklen Wald
0

Inhalt: Nora lebt als Schriftstellerin relativ zurückgezogen in einer kleinen Wohnung ohne engen Kontakt zu früheren Freunden, als ihr eines Tages die Einladung zu einer Jungesellinnenparty ins Mailpostfach ...

Inhalt: Nora lebt als Schriftstellerin relativ zurückgezogen in einer kleinen Wohnung ohne engen Kontakt zu früheren Freunden, als ihr eines Tages die Einladung zu einer Jungesellinnenparty ins Mailpostfach flattert. Ihre ehemals beste Freundin Clare heiratet und wünscht sich das Nora mit ihr feiert, so steht es in der Mail der Trauzeugin.
Nach langem Überlegen beschließt Sie nach Nordengland zu fahren. Ein fataler Entschluss.

Meine Meinung:
Nach den ersten Seiten mochte ich fast nicht mehr glauben das es sich bei diesem Buch um ein Erstlingswerk handelt, der flüssige und recht bildhafte Schreibstil machten das Lesen leicht und auch wenn zunächst nicht wirklich viel geschieht, schaffte es die Autorin meine Neugier zu wecken. Es dauerte auch nicht lange bis der Spannungspegel stieg, beginnend mit der Ankunft Noras und einer sie begleitenden Freundin am Wochenendhaus, das nur schwer zu erreichen mitten im Wald liegt und nicht wirklich einen heimeligen Eindruck macht, mit seiner gläsernen Fassade und der eher nüchternen Einrichtung, fühlt sich Nora kontinuierlich beobachtet und vom Wald bedrängt. Es gibt zwei Handlungsstränge, die Party die das ganze Wochenende über dauern soll, mit mehr oder minder witzigen Spielen und Aktivitäten, hier schon baut sich eine unangenehme und angespannte Atmosphäre auf, die Gäste verstehen sich nicht wirklich gut; Spaß sieht definitiv anders aus. Im zweiten Handlungsstrang treffen wir Nora im Krankenhaus, schwer verletzt und ohne Erinnerung an die letzten Geschehnisse im Glass House, die nur nach und nach wieder zum Vorschein kommen und wir erfahren was genau vor 10 Jahren geschah. Leider war mir hier schon fast klar, wer denn wirklich hinter dem Grauen im Glass House steckt, aber nur fast und ich habe diesen Verdacht auch immer wieder verworfen, sehr geschickt führte die Autorin mich immer wieder auf die falsche Fährte um dann wieder jemand anderen in den Focus zu rücken.
Mein Fazit zu Im dunklen dunklen Wald, spannend, düster und beklemmend.
Absolut Lesenswert.

Veröffentlicht am 15.10.2016

Barco Negro

Barco Negro
0

Meine Meinung:
Mario Lima hat mit Barco Negro einen vielschichtigen und so weit ich das beurteilen kann authentischen Krimi geschrieben. Mit einer ruhigen Erzählweise führt er seine Leser nah an das Geschehen, ...

Meine Meinung:
Mario Lima hat mit Barco Negro einen vielschichtigen und so weit ich das beurteilen kann authentischen Krimi geschrieben. Mit einer ruhigen Erzählweise führt er seine Leser nah an das Geschehen, wie heißt es so schön Mittendrin, statt nur dabei der Autor gab mir die Gelegenheit seine Protagonisten kennenzulernen, Sympathien oder auch Antipathien zu entwickeln, sie kennen zulernen, etwas das manchmal in Kriminalromanen zu kurz kommt. Mario Lima verzichtet auf allzu blutige Details, die in diesem Fall auch nicht nötig waren um genau das Maß an Spannung zu erzeugen das mich am Buch hält, ich wollte immer wissen wie es weitergeht, wie sich alles entwickelt und ob das Motiv, das schließlich auftaucht, auch das Wahre ist und ob nicht doch die Schatten der Vergangenheit ans Tageslicht kommen.
Ich gebe für Barco Negro eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber von Portugal Krimis, die das Land vielleicht schon kennen und einiges wieder erkennen werden oder die Portugal kennenlernen wollen und natürlich für alle die unaufgeregt Krimis lieben, in denen viel Wert auf die Ermittlungsarbeiten gelegt wird.
Ich auf jeden Fall würde mich sehr freuen noch mehr von
Chefinspektor Fonseca und seinem Team zu lesen.