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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2025

Zeitweise sehr spannend, aber insgesamt nur Mittelmaß

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. ...

Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. Allerdings blieb alles zu lange sehr vage, ohne irgendwelche konkreten Ansatzpunkte der Ermittler und ohne irgendwelche Hinweise, die den Leser auf eine Spur führen könnten. Erst gegen Ende wird so ungefähr klar, worum es geht, wobei die Auflösung nicht nur überhastet wirkt, sondern in einigen Punkten ziemlich unlogisch ist und sogar hanebüchen erscheint. Daher ist das Buch insgesamt nur Mittelmaß und ich werde wohl auch keinen weiteren Band aus dieser Reihe mehr lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Nichts ist wie es scheint – ein echter Dicker

Ein ungezähmtes Tier
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Joel Dicker versteht es wie kein anderer Autor seine Leser immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Dies gelingt ihm auch in seinem neuesten Werk „Ein ungezähmtes Tier“ spielend, ...

Joel Dicker versteht es wie kein anderer Autor seine Leser immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Dies gelingt ihm auch in seinem neuesten Werk „Ein ungezähmtes Tier“ spielend, das wie gewohnt mehrere Zeitebenen miteinander verschachtelt und so von Anfang an Spannung aufbaut, die sich mehr und mehr steigert. Im Laufe der Handlung kommen auch hinter den zunächst eher spießig wirkenden Fassaden einiger Protagonisten die dunklen Seiten zum Vorschein und es bleibt sehr lange unklar, wer eigentlich das titelgebende ungezähmt Tier ist.
Von Beginn an ist klar, dass es am Ende einen Überfall auf einen Juwelier geben wird und es kann immer wieder neu spekuliert werden, wer diesen aus welchem Grund ausführen wird und welche Rolle die Personen dabei spielen werden. Raffiniert wird der Verdacht des Lesers mal auf die eine mal auf die andere Person gelenkt und am Ende kommt es doch ganz anders, obwohl ich irgendwann doch auf die richtige Fährte gekommen bin.
Wie erwartet ein spannendes Buch ganz im Stile der anderen Dicker-Romane, wobei es in meinen Augen nicht ganz an die Marcus Goldman Trilogie herankommt. Dennoch ein absolut fesselnder Roman und eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, ...

Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, obwohl manches ein wenig zu konstruiert wirkte. Mein erster Verdacht hat sich am Ende bestätigt, allerdings fand ich die Auflösung etwas zu überstürzt und hätte gerne etwas mehr zur Motivation der Täterin gelesen. Insgesamt ein solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes, das besonders aus dem riesigen Angebot an Kriminalromanen heraussticht.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Gelungener Debütroman mit spannender Verknüpfung von Liebesgeschichte und Kriminalfall

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Sarah Crouch in ihrem Roman „Middletime – Was die Gezeiten verbergen“ die Geschichte von Elija Leith, der seine Jugendliebe Nakita aufgibt, um seinem Traum Schriftsteller ...

Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Sarah Crouch in ihrem Roman „Middletime – Was die Gezeiten verbergen“ die Geschichte von Elija Leith, der seine Jugendliebe Nakita aufgibt, um seinem Traum Schriftsteller zu werden zu folgen und die zwar landschaftlich wunderschöne, aber etwas einsame Heimat mit dem alkoholabhängigen Vater hinter sich zu lassen. Als seine Pläne gescheitert sind, kehrt er in die verlassene Hütte des verstorbenen Vaters zurück und wird neben seiner Vergangenheit auch mit einem Mordfall konfrontiert, bei dem nahezu alle Indizien gegen ihn sprechen.
Ähnlich wie Delia Owens in ihrem Weltbestseller „Der Gesang der Flusskrebse“ verbindet Sarah Crouch die Liebesgeschichte eines Außenseiters mit einem Mordfall und wunderschönen Landschaftsschilderungen. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut und sowohl die Geschichte als auch die Schauplätze haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Der ständige Wechsel zwischen den Zeitebenen sorgt für zusätzliche Spannung, wobei Kriminalfall und Liebesgeschichte geschickt miteinander verwebt wurden.
Im Vergleich zu „Der Gesang der Flusskrebse“ hat dieser Roman insgesamt etwas weniger Tiefgang und insbesondere Nakita hätte noch etwas facettenreicher gezeichnet werden können. Die Auflösung am Ende wirkt ebenso wie mancher (Neben-)Handlungsstrang etwas überhastet und konstruiert. Dennoch kann ich das Buch absolut allen empfehlen, die eine solche Verbindung von Krimi und Romantik mögen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Toller Coming of Age Roman

Die große Sehnsucht
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Rene Sydow beschreibt in seinem vermutlich auch etwas autobiografischen Roman die Geschichte dreier Freunde kurz vor dem Jahreswechsel 1996/97 in einer Kleinstadt am Bodensee. In ihren letzten Schuljahr ...

Rene Sydow beschreibt in seinem vermutlich auch etwas autobiografischen Roman die Geschichte dreier Freunde kurz vor dem Jahreswechsel 1996/97 in einer Kleinstadt am Bodensee. In ihren letzten Schuljahr vor dem Abitur mischen sich Zukunftspläne mit zarten Liebschaften und über allem steht die Freundschaft.
Da ich nur wenige Jahre vorher aufgewachsen bin, habe ich mich in vielem ein Stück weit selbst wiedergefunden und die Lektüre war für mich eine berührende Zeitreise, die mich an der einen oder anderen Stelle zum Nachdenken angeregt und manchmal auch etwas melancholisch oder gar traurig gemacht hat. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können wie sich Rabe, Fete und Michi auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben durchschlagen. Ein toller Roman.

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