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Veröffentlicht am 06.06.2025

Ausdrucksstarker Coming of Age-Roman mit autobiografischen Zügen

Sputnik
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Obwohl Christian Berkel darauf hinweist, dass es sich bei „Sputnik“ um einen fiktiven Roman handelt, sind die Parallelen zu seinem eigenen Leben und somit die autobiografischen Züge unverkennbar. Es bleibt ...

Obwohl Christian Berkel darauf hinweist, dass es sich bei „Sputnik“ um einen fiktiven Roman handelt, sind die Parallelen zu seinem eigenen Leben und somit die autobiografischen Züge unverkennbar. Es bleibt nur die Frage nach dem Mischungsverhältnis zwischen Fiktion und Autobiografie offen.
In einer gefühlvollen Coming of Age Geschichte mit Tiefgang schildert der Autor das Leben des jungen Sputnik – und zwar bereits ab der Zeugung (!) - bis über die (Früh-)Pubertät hinaus zum jungen Mann. Immer wieder werden dabei seine innerliche Zerrissenheit und sein Gefühlschaos deutlich. Da sind einerseits die Traumata der Eltern aus dem Krieg (die jüdische Mutter verlor Teile ihrer Familie im Konzentrationslager und war selbst lange auf der Flucht). Andererseits das eigene Hin- und Hertaumeln zwischen unerfüllter Liebe, dem Traum von der Schauspielerei, dem oft nicht leichten Schulalltag und dem unbeschwerten und teils ausschweifenden Leben als Austauschschüler in Frankreich. Christian Berkel gelingt es als Autor ebenso gut wie in seinen Rollen als Schauspieler die Leser mitten hinein tauchen zu lassen in die jeweiligen Szenen, die er sehr passend und ausdrucksstark schildert.
Mir hat es sehr gefallen den jungen Sputnik bei seiner rasanten Entwicklung zu begleiten. Am Ende beschäftigt mich jedoch immer noch die Frage wieviel Christian Berkel denn tatsächlich in Sputnik steckt.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Zeitweise sehr spannend, aber insgesamt nur Mittelmaß

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. ...

Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. Allerdings blieb alles zu lange sehr vage, ohne irgendwelche konkreten Ansatzpunkte der Ermittler und ohne irgendwelche Hinweise, die den Leser auf eine Spur führen könnten. Erst gegen Ende wird so ungefähr klar, worum es geht, wobei die Auflösung nicht nur überhastet wirkt, sondern in einigen Punkten ziemlich unlogisch ist und sogar hanebüchen erscheint. Daher ist das Buch insgesamt nur Mittelmaß und ich werde wohl auch keinen weiteren Band aus dieser Reihe mehr lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Nichts ist wie es scheint – ein echter Dicker

Ein ungezähmtes Tier
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Joel Dicker versteht es wie kein anderer Autor seine Leser immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Dies gelingt ihm auch in seinem neuesten Werk „Ein ungezähmtes Tier“ spielend, ...

Joel Dicker versteht es wie kein anderer Autor seine Leser immer wieder mit nicht vorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Dies gelingt ihm auch in seinem neuesten Werk „Ein ungezähmtes Tier“ spielend, das wie gewohnt mehrere Zeitebenen miteinander verschachtelt und so von Anfang an Spannung aufbaut, die sich mehr und mehr steigert. Im Laufe der Handlung kommen auch hinter den zunächst eher spießig wirkenden Fassaden einiger Protagonisten die dunklen Seiten zum Vorschein und es bleibt sehr lange unklar, wer eigentlich das titelgebende ungezähmt Tier ist.
Von Beginn an ist klar, dass es am Ende einen Überfall auf einen Juwelier geben wird und es kann immer wieder neu spekuliert werden, wer diesen aus welchem Grund ausführen wird und welche Rolle die Personen dabei spielen werden. Raffiniert wird der Verdacht des Lesers mal auf die eine mal auf die andere Person gelenkt und am Ende kommt es doch ganz anders, obwohl ich irgendwann doch auf die richtige Fährte gekommen bin.
Wie erwartet ein spannendes Buch ganz im Stile der anderen Dicker-Romane, wobei es in meinen Augen nicht ganz an die Marcus Goldman Trilogie herankommt. Dennoch ein absolut fesselnder Roman und eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, ...

Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, obwohl manches ein wenig zu konstruiert wirkte. Mein erster Verdacht hat sich am Ende bestätigt, allerdings fand ich die Auflösung etwas zu überstürzt und hätte gerne etwas mehr zur Motivation der Täterin gelesen. Insgesamt ein solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes, das besonders aus dem riesigen Angebot an Kriminalromanen heraussticht.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Gelungener Debütroman mit spannender Verknüpfung von Liebesgeschichte und Kriminalfall

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Sarah Crouch in ihrem Roman „Middletime – Was die Gezeiten verbergen“ die Geschichte von Elija Leith, der seine Jugendliebe Nakita aufgibt, um seinem Traum Schriftsteller ...

Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Sarah Crouch in ihrem Roman „Middletime – Was die Gezeiten verbergen“ die Geschichte von Elija Leith, der seine Jugendliebe Nakita aufgibt, um seinem Traum Schriftsteller zu werden zu folgen und die zwar landschaftlich wunderschöne, aber etwas einsame Heimat mit dem alkoholabhängigen Vater hinter sich zu lassen. Als seine Pläne gescheitert sind, kehrt er in die verlassene Hütte des verstorbenen Vaters zurück und wird neben seiner Vergangenheit auch mit einem Mordfall konfrontiert, bei dem nahezu alle Indizien gegen ihn sprechen.
Ähnlich wie Delia Owens in ihrem Weltbestseller „Der Gesang der Flusskrebse“ verbindet Sarah Crouch die Liebesgeschichte eines Außenseiters mit einem Mordfall und wunderschönen Landschaftsschilderungen. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut und sowohl die Geschichte als auch die Schauplätze haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Der ständige Wechsel zwischen den Zeitebenen sorgt für zusätzliche Spannung, wobei Kriminalfall und Liebesgeschichte geschickt miteinander verwebt wurden.
Im Vergleich zu „Der Gesang der Flusskrebse“ hat dieser Roman insgesamt etwas weniger Tiefgang und insbesondere Nakita hätte noch etwas facettenreicher gezeichnet werden können. Die Auflösung am Ende wirkt ebenso wie mancher (Neben-)Handlungsstrang etwas überhastet und konstruiert. Dennoch kann ich das Buch absolut allen empfehlen, die eine solche Verbindung von Krimi und Romantik mögen.

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